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Wichtige Tage nach der Wiedervereinigung

Das Ende des Kalten Krieges bedeutete nicht das Ende militärischer Konflikte. Doch veränderte sich im Zuge des „War on Terror" und der fortschreitenden Digitalisierung das Wesen der Kriegsführung grundlegend.

Endes des Kalten Krieges

Die Jahre nach 1990 sind geprägt durch eine neue technisch-industrielle Revolution: die Digitalisierung. Was mit den ersten Satelliten und dem Internet begann, führte schnell zur Vernetzung der gesamten Welt und zu einer neuen Art menschlicher Kommunikation. Dabei hielt die Digitalisierung Einzug in alle Lebensbereiche - vom Alltag der Menschen, über die Politik und Wirtschaft, die Wissenschaft, die Medizin bis hin zur Militärtechnik. Wo wir bei einem anderen Thema angelangt wären, denn die Wiedervereinigung Deutschlands bedeutete auch das Ende des Kalten Krieges. Der Eiserne Vorhang war gefallen, der Warschauer Pakt wurde aufgelöst, die Sowjetunion zerfiel und die USA sowie der Westen gingen als vermeintliche Sieger aus diesem Krieg hervor. Doch war das nicht das Ende militärischer Konflikte auf dem Globus. Vielmehr veränderte sich nur die Art und Weise der Konflikte, wobei die technische Revolution eine wesentliche Rolle spielt. Viele dieser Faktoren kannst du beobachten, wenn du einen Blick auf die USA und ihre internationale Rolle nach 1990 wirfst.

Düsenjet

11. September 2001: Nine-Eleven

Der 11. September 2001 veränderte die Welt für immer. 19 islamistische Attentäter entführten vier Flugzeuge, wobei sie zwei in die Türme des World Trade Center stürzen ließen, eines ins Pentagon und die vierte Maschine wurde bei Shanksville Pennsylvania zum Absturz gebracht. Das Terrornetzwerk al-Qaida und ihr damaliger Anführer Osama bin Laden bekannten sich später zu dem Anschlag, bei dem etwa 3000 Menschen ihr Leben verloren. Befremdlich war außerdem, dass Millionen Menschen weltweit das Einstürzen der Twin Towers live im Fernsehen mitverfolgen konnten. Noch heute wissen deshalb viele sehr genau, wo sie am 11. September 2001 gewesen sind.

11. September 2001 – Der Terrorangriff auf die USA

Eine Woche später nahm George Bush Jr. diesen Anschlag zum Anlass, einen Krieg gegen den Terror selbst zu führen, den sogenannten War on Terror. Die USA begannen damit aber nicht nur einen Krieg gegen terroristische Gruppen, sondern auch gegen Staaten, die diese vermeintlich unterstützen. Viele Kritiker warfen der Bush-Regierung - und später auch der Regierung unter Barack Obama - vor, völkerrechtswidrige Kriege auf falschen Grundlagen und Behauptungen zu führen und den Mittleren Osten dadurch in ein Pulverfass zu verwandeln. Laut einer Studie des IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) sind in diesem Krieg gegen den Terror bisher bereits über eine Million Menschen getötet worden.

9. April 2003: Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein

2003 sprach der frühere amerikanische Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen. Heute bezeichnet er diese Aussage als „Schandfleck“ seiner Karriere, denn sie stellte sich als Lüge heraus. Dennoch wurde aufgrund dieser falschen Behauptung Krieg gegen den Irak geführt, Saddam Hussein gestürzt und hingerichtet und das Land auf Jahre destabilisiert. Zudem hatten die USA keinen Wiederaufbauplan für den Irak und das Machtvakuum, was Saddam und seine Baath-Partei dadurch hinterließen, machte es radikalen und islamistischen Gruppierungen leicht, hier Fuß zu fassen. Einige Jahre später bildeten die ehemaligen Generäle und Soldaten des Iraks zusammen mit eben diesen Gruppierungen den militärischen Kern dessen, was heute als Daesh oder IS-Islamischer Staat bezeichnet wird. Ihre Verbrechen, besonders an der schiitischen und kurdischen Bevölkerung im Mittleren Osten, sind bis heute beispiellos.

20. Januar 2009: Der Amtsantritt von Barack Obama

Barack Obama sollte eine Zäsur in der amerikanischen Außenpolitik darstellen. Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten ist mit viel Vorschusslorbeeren ins Rennen geschickt worden und bekam 2009 sogar den Friedensnobelpreis verliehen.

20. Januar 2009 – Der Amtsantritt von Barack Obama

Doch holte die Realpolitik Obama schnell ein. Unter ihm konnte die USA zwar ihren Staatsfeind Nummer 1, Osama bin Laden, ausfindig machen und töten, doch konnte er die USA weder aus den Kriegen in Afghanistan oder Syrien herausholen, noch das illegale Gefangenenlager auf Guantanamo schließen. Unter ihm erhöhten sich sogar die Drohneneinsätze und auch der Überwachungsapparat der USA wurde weiter ausgebaut.