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12. August 1940 – der Beginn der Luftschlacht um England

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Team History
12. August 1940 – der Beginn der Luftschlacht um England
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Grundlagen zum Thema 12. August 1940 – der Beginn der Luftschlacht um England

Inhalt

Luftschlacht um England 1940: Battle of Britain

Nachdem am 1. September 1939 der Überfall auf Polen stattgefunden hatte, war der Krieg für die deutsche Zivilbevölkerung zunächst für einige Jahre weit entfernt. Hitler wollte Lebensraum im Osten erobern, daher fand der Krieg außerhalb Deutschlands statt. Doch der Zweite Weltkrieg wurde nicht nur am Land oder auf dem Wasser geführt. Nachdem die Luftfahrt seit dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) enorme technische Fortschritte gemacht hatte, wurde auch die Luftwaffe zur Eroberung anderer Länder und Gebiete eingesetzt. Ein besonderer Einsatz der Luftwaffe war der sogenannte Battle of Britain: die Luftschlacht um England.
Doch wann begann die Luftschlacht um England? Wer gewann die Luftschlacht um England? Wie endete die Luftschlacht um England? Wie oft wurde London bombardiert? Antworten auf diese Fragen, die du auch für ein Referat in der Schule nutzen kannst, bekommst du in diesem Lerntext und Videoclip.

Historische Hintergründe der Luftschlacht um England

Die extrem gut ausgerüstete deutsche Wehrmacht besiegte Polen 1939 in nur fünf Wochen. Frankreich und Großbritannien waren zu dieser Zeit mit Polen verbündet, griffen aber nicht ein. Hitler und die nationalsozialistische Führung sahen ihre Chance, nach diesem schnellen Sieg auch weitere Staaten anzugreifen und zeitnah zu erobern. Dänemark und Norwegen waren die nächsten Staaten, die Deutschlands Expansionspolitik (lat. expandere = sich ausdehnen, ausbreiten) zum Opfer fielen. Am 10. Mai 1940 startete dann der Westfeldzug der Wehrmacht: die Eroberung der Benelux-Staaten und Frankreich. Innerhalb von sechs Wochen gelang Hitler auch dies. Am 14. Juni 1940 wurde schließlich Paris, die französische Hauptstadt, von deutschen Truppen besetzt. Frankreich kapitulierte eine Woche später. Diese schnellen Siege sorgten dafür, dass Hitler sich stark genug einschätzte, nun auch Großbritannien anzugreifen. Hier allerdings stießen die Deutschen zum ersten Mal auf einen für sie unbekannten und unerwarteten Widerstand.

Verlauf der Luftschlacht um England

Hitlers Plan war zunächst, Großbritannien möglichst schnell zu besiegen. Er wollte die nötigen Kräfte zum Angriff gegen die Sowjetunion zur Verfügung haben.

Im Sommer 1940 war das Kräfteverhältnis zwischen Deutschland und Großbritannien wie folgt: Deutschland besaß 2 600 Kampfflugzeuge, von denen etwa 700 moderne einmotorige Jäger vom Typ Messerschmitt Bf-109E waren. Großbritannien verfügte über 600 ähnliche Maschinen, davon waren aber 250 Spitfires, die dem deutschen Modell im Luftkampf überlegen waren. Diese waren ein Vorteil für die Royal Air Force im Verteidigungskampf gegen die deutschen Flieger.

Hinzu kam, dass das Einsatzgebiet über Großbritannien lag. Daher mussten die deutschen Kampfflugzeuge einen weiten Weg zurücklegen, bis sie zum Einsatz kamen. Die britischen Maschinen und Besatzungen waren also auch da im Vorteil.

Schließlich kamen von britischer Seite aus zum ersten Mal das radio detection and ranging, kurz Radar, zum Einsatz. Die britischen Besatzungen wussten also, wo sie die deutschen Kampfflugzeuge zu erwarten hatten. Auch wenn die Royal Air Force zunächst mit einem Mangel an Piloten zu kämpfen hatte, schlug sie die deutsche Luftwaffe unter dem Kommando von Hermann Göring zurück. Der Plan Deutschlands, die Luftherrschaft über Großbritannien zu übernehmen, schlug fehl.

So verwundert es nicht, dass die Pläne zur Eroberung Großbritanniens, nach hohen Verlusten für Deutschland, im Frühjahr 1941 aufgegeben wurden. Es wird davon ausgegangen, dass 2 600 von insgesamt 4 000 deutschen Piloten abgeschossen wurden. Sollten sie sich per Fallschirm gerettet haben, kamen sie in Kriegsgefangenschaft. Dennoch ebbte der Luftkrieg nicht ab und Millionen Briten litten extrem unter den massiven Bombardements der Deutschen.

bomber_ueber_london_1940.svg

Zusammenfassung der Ereignisse der Luftschlacht von England 1940

Datum Ereignis
10. Juli 1940 Beginn der Luftschlacht um England
August 1940 Angriffe auf küstennahe Ziele in Großbritannien
13. August 1940 Adlertag: gezielte Großangriffe der Luftwaffe auf Einrichtungen der Royal Air Force mit dem Ziel, Radarstationen und Stützpunkte zu zerstören
31. Oktober 1940 Ende der großen Angriffe bei Tag durch die deutsche Luftwaffe

Transkript 12. August 1940 – der Beginn der Luftschlacht um England

  1. August 1940: Mit der Bombardierung britischer Radarstationen leitet die deutsche Luftwaffe die Luftschlacht um England ein. Die Operation vom Luftwaffenchef Hermann Göring, mit großem Enthusiasmus begonnen und hauptsächlich gegen industrielle und militärische Bodenziele gerichtet, entwickelte sich jedoch bald zum Desaster. Unzureichende Ausbildung der Piloten, mangelnder Schutz von Großverbänden und die Bagatellisierung der britischen Luftabwehr führten zu enormen Verlusten auf deutscher Seite, von der sich die Luftwaffe nicht mehr erholen sollte. Mitte September 1940, nach der verlorenen Battle of Britain, wurde die Offensive abgebrochen. Die britische Luftüberlegenheit war offensichtlich und bekam durch den Kriegseintritt der USA eine fatale Stoßkraft, die die deutsche Bevölkerung in den Bombennächten zu spüren bekam.
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