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Die Industrielle Revolution

Erfahre, wie die Industrielle Revolution die Agrarwirtschaft zur Massenproduktion umwandelte. Von Englands Vorreiterschaft bis zum deutschen Aufschwung. Lerne über die Phasen und die gesellschaftlichen Auswirkungen. Interessiert? Entdecke mehr im folgenden Text!

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Die Autor*innen
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Lasse
Die Industrielle Revolution
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Die Industrielle Revolution Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Industrielle Revolution kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle dar, in welcher Reihenfolge die Erfindungen der Industriellen Revolution stattfanden.

    Tipps

    1769 erhielt ** James Watt** das Patent für die Konstruktion seiner Dampfmaschine, die im Nachhinein zur entscheidenden Triebkraft der Ersten Industriellen Revolution wurde.

    1785 baute Edmund Cartwright den ersten mechanischen Webstuhl. Derartige Innovationen beschleunigten die Industrielle Revolution und ermöglichten ihre Umsetzung.

    1881 gab es schon die erste elektrische Straßenbahn in Berlin-Lichterfelde.

    Lösung

    Hast du die Erfindungen zeitlich ordnen können? Schauen wir uns die Reihenfolge mit den jeweiligen Zeitangaben noch einmal gemeinsam an:

    1769 erfand James Watt die Dampfmaschine (auf dem Bild). 1785 baute Edmund Cartwright den ersten mechanischen Webstuhl. 1814 gelang es George Stephenson die Erfindung der Dampflokomotive und 1829 wurde die erste Eisenbahnlinie zwischen Liverpool und Manchester gebaut. 1879 entwickelte Thomas Edison die Glühbirne. 1881 konstruierten die Ingenieure Siemens und Halske die erste elektrische Straßenbahn, die in Lichterfelde– Berlin in Betrieb gesetzt wurde. 1886 wurde das erste Auto von Carl Benz im Deutschen Kaiserreich (das damalige Deutschland) konstruiert.

  • Vervollständige die Fachbegriffe.

    Tipps

    Die ital. Bezeichnung mercante übersetzt man als „Kaufmann, Händler“.

    In einer absoluten Monarchie verfügt der Herrscher über die gesetzgebende, rechtsprechende und ausführende Gewalt.

    In einer konstitutionellen Monarchie wird den Abgeordneten des Parlaments das Mitspracherecht durch eine Verfassung gewährt.

    Lösung

    Sind dir die Begriffe etwas zugänglicher geworden? Schauen wir uns einmal den Ursprung der Begriffe an; dies kann dir beim Verständnis und auch beim Behalten der Fachtermini helfen:

    Merkantilismus von ital. mercante „Kaufmann, Händler“ ist ein Wirtschaftssystem, das bestrebte, seine Staatskasse grundsätzlich durch Handelsgewinne zu befüllen.

    Absolutismus (auch absolute Monarchie) eine Ableitung von lat.absolutus vollkommen, uneingeschränkt. Es ist eine Regierungsform, in welcher der Herrscher die unbeschränkte Macht hat. Die beruhte auf der damaligen Weltauffassung, dass diese Herrschermacht und damit aufgestellte gesellschaftliche Ordnung gottgegeben und daher unumstößlich sind.

    Partikularismus aus lat. particula „Teilchen“, bezeichnet einen Zustand der Verkleinerung oder Viel-Teilung eines Ganzen. Hier meint man vor allem das Zerstückeltsein des damaligen deutschen Landes durch Klein- und Mittelstaaten und ihre öfters gegensätzliche Interessen.

    Konstitutionelle Monarchie ist eine Regierungsform, in der die Macht eines Monarchen durch eine Verfassung eingeschränkt wird und somit dem Parlament das Mitspracherecht gewährt wird. Konstitution entlehnt aus lat. constitution „feste Einrichtung, Verordnung“, daraus entstand das Adjektiv konstitutionell in der Bedeutung auf einer Reihe von Verordnungen beruhend. Darunter meinte man insbesondere Staats-betreffende Bestimmungen, im Sinne der heutigen Verfassung.

    Aufklärung bezeichnet eine Epoche der Geistesgeschichte, in der die Vernunft als einzige Quelle der Erkenntnis anerkannt wurde.

  • Entscheide, welche Begriffe korrekt sind.

    Tipps

    Großbritannien ist die Wiege zahlreicher wegbereitender Erfindungen: Der Weber James Hargreaves erfand 1767 die Spinnmaschine Spinning Jenny. Edmund Cartwright bekam 1785 das britische Patent für den mechanischen Webstuhl. Der Schotte James Watt erhielt das Patent für die Dampfmaschine. Der Engländer George Stephenson konstruierte die erste Dampflokomotive Rocket.

    Britische Textilfabriken wurden mit Baumwolle aus den Kolonien (vor allem Indien) und Wolle der einheimischen Schafe versorgt.

    Im Deutschen Bund konnte sich erst durch den Eisenbahnnetzbau eine starke Eisen- und Stahlindustrie behaupten und die Industrialisierung Mitte des 19. Jh. einsetzen.

    Lösung
    1. Die Industrielle Revolution ist die Bezeichnung für den raschen Übergang eines Landes von der Agrar- zur Industriegesellschaft.
    2. Die Industrielle Revolution setzte zuerst in England ein.
    3. Die Revolution begann in der 2. Hälfte des 18. Jh.
    4. Das Triebwerk der Industriellen Revolution in England war zunächst die Textilindustrie. Großbritannien war im 18. Jahrhundert der weltweit bedeutendste Hersteller von Textilien. Die Wolle wurde von den in Großbritannien gezüchteten Schafen geliefert, während Baumwolle vor allem aus Indien importiert wurde.
    5. Der Beginn der Industriellen Revolution in Deutschland ist umstritten: Manche datieren ihn auf die erste Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth im Jahre 1835, andere auf das Einsetzen der Massenproduktion der 50er Jahre des 19. Jh.
    6. Das Wirtschaftswachstum Deutschlands beruhte vorerst auf der Schwerindustrie, die vornehmlich durch den Eisenbahnbau vorangetrieben worden ist.
    7. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Deutschland zur wirtschaftlichen Macht und Oberschlesien, das Ruhr- und das Saargebiet zu Industrielandschaften.
  • Vergleiche die unterschiedliche Entwicklung von England und Deutschland.

    Tipps

    Großbritanniens Kolonialreich umfasste 400 000 Millionen Menschen und 1/5 der Erdoberfläche. Somit verfügte es weltweit über wertvolle Rohstoffe und zahlreiche Arbeitskräfte.

    Das heutige Gebiet Deutschlands bestand bis 1871 aus souveränen Klein- und Mittelstaaten.

    Lösung

    Konntest du die Informationen den beiden Ländern zuordnen? Wie du anhand der entstandenen Übersicht erkennen kannst, haben unterschiedliche Voraussetzungen und Bedingungen verschiedene Entwicklungswege zur Folge.

    Hier noch einmal Deutschland und England im Vergleich:

    Damals war Großbritannien eines der größten Weltreiche mit seinen vielen Kolonien. Es war ein stark zentralisierter und einheitlicher Staat, der von einem König und dem Parlament regiert wurde, indem die Macht des Königs eingeschränkt und der König dem Parlament gegenüber verantwortlich war. Das Leben der Menschen sollte durch ihre Leistungen bestimmt werden. Das Bildungssystem war von den Aufklärern beeinflusst und orientierte sich an den wissenschaftlichen Vorgaben und Bedürfnissen der Zeit. Die Entwicklung von Transportmittel und der Aufbau von Kanälen, Bahnen und Straßen ermöglichten gute Vernetzung der Landesteile, steigende Mobilität der Menschen und Austausch von Waren.

    Dagegen besaß Deutschland wenig Kolonien. Trotz des Deutschen Bundes war das Land grundlegend durch die Interessen von Klein- und Mittelstaaten bestimmt und somit uneinheitlich. Die Macht der Herrscher war größtenteils absolutistisch, d.h. uneingeschränkt. Jeder war Herrscher auf seinem Grundbesitz und bestimmte dort über alles. Das Schicksal der Menschen hing grundsätzlich von ihrem Geburtsstatus ab. Zudem wurde die Bildung noch wesentlich vom Klerus bevormundet und weil die Erkenntnisse der Zeit nur schleppend übernommen wurden, war das Bildungssystem veraltet. Die Landesteile waren nur schwach miteinander vernetzt.

  • Bestimme, wie sich die Gesellschaft und die Städte durch die Industrielle Revolution veränderten.

    Tipps

    1875 hatte Berlin 966 859 Einwohner. 1910 waren es schon 2 071 257 Einwohner.

    Die Arbeiter hatten keine Sozialversicherung und keinerlei Schutz in den Fabriken. Sie arbeiteten 14 bis 16 Stunden täglich.

    Lösung

    Fassen wir jetzt gemeinsam kurz und knapp zusammen. Im Video werden einige soziale Folgen der Industriellen Revolution erwähnt; sie sind durch Folgendes gekennzeichnet:

    • rasches Wachstum von Städten
    • Bildung von Slums
    • harte Arbeitsbedingungen in den Fabriken
    • Massenarmut der unteren Volksschicht
    • verschärfte Gegensätze zwischen Arm und Reich
    • Kinder- und Frauenarbeit
  • Fasse dein Wissen über die einzelnen Phasen der Industriellen Revolution in Deutschland zusammen.

    Tipps

    Erst mit der Gründung des Deutschen Zollvereins 1834 war eine einheitliche Zoll- und Handelspolitik innerhalb des Deutschen Bundes möglich.

    Lösung

    Konntest du die Begriffe richtig zuordnen? Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Ergebnisse:

    Der Aufstieg und die Entwicklung Deutschlands wurden in drei Phasen geteilt.

    Die Aufbauphase meint die Zeit von 1800 bis 1835 / 50. Nach der Niederlage gegen Frankreich setzte der preußische König eine Reihe von Reformen durch. Dazu zählten die Bauernbefreiung, die Handels- sowie die Gewerbefreiheit.

    Die Durchbruchphase umfasst den Zeitraum von 1835 / 50 bis 1873. Diese Zeit wurde durch technische Entwicklungen gekennzeichnet und die Entstehung eines einheitlichen Wirtschaftsraums durch die Gründung des Deutschen Zollvereins, der den zwischenstaatlichen Handel erleichterte. Die einsetzende Modernisierung der Landwirtschaft verbesserte die Ernährungsgrundlage für die Menschen.

    Unter der Ausbauphase versteht man den Zeitraum von 1885 bis 1914. In dieser Zeit wurde ein Bevölkerungswachstum ersichtlich. An den Schulen und Universitäten wurde die technische Ausbildung stark gefördert und durch die Gründung von Industriebanken die Wirtschaft, besonders Unternehmen und Unternehmer, wirksam vorangetrieben.