30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Geschichte des Sozialstaates

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

Kostenlos testen
Bewertung

Ø 4.1 / 13 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team Interaktiv
Geschichte des Sozialstaates
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema Geschichte des Sozialstaates

Den Sozialstaat, so wie wir ihn heute kennen, gab es nicht immer. Eine Unfallversicherung oder Invalidenversicherung gab es nicht. Auch die Rente im Alter und eine einheitliche Krankenkasse kannte man zuvor noch nicht. Doch was ist eigentlich ein Sozialstaat? Und was hat Reichskanzler Bismarck damit zu tun? Im Video findest du die Antworten zu diesen Fragen. Dir wird auch erklärt, wie es dazu kam, dass aus dem Deutschen Kaiserreich ein Sozialstaat wurde. Viel Spaß beim Dazulernen!

Transkript Geschichte des Sozialstaates

Geschichte des Sozialstaates. Wie Bismarck sozial oder eine kleine Geschichte des Sozialstaatsgedankens. Das Wort sozial stammt von dem lateinischen Wort socius ab. Es bedeutet gemeinsam oder verbunden. In der Gemeinschaft ist das Leben seit jeher sicherer und angenehmer. Für Kinder, kranke oder alte Menschen ist das Leben in der Gemeinschaft sogar überlebenswichtig. Jeder Einzelne war auch mal Kind. Wird krank, alt und schwach. Daher ist es sinnvoll und logisch, einander zu helfen. Man denkt dabei sozial. Man denkt an die Gemeinschaft. Aber warum leben Menschen oft in Gemeinschaften, die nicht sozial sind. Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie das Zusammenleben organisiert ist. Könige, Kaiser und Diktatoren besitzen beinahe unbegrenzte Macht. Wer viel Macht besitzt, muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Der Mächtige muss nicht sozial sein. Aber wehe, wenn die Macht einmal verloren geht. Die Mächtigen sind abhängig von ihrer Macht und dem Glauben der anderen daran. Im Laufe der Geschichte veränderte sich der Glaube an die Macht. Die Menschen begannen, ihr Leben zu hinterfragen. Ist die Welt eine Scheibe? Dreht die Sonne sich um die Erde? Viele Dinge, an die man lange geglaubt hatte, stellten sich plötzlich als falsch heraus. Also stellte man auch die eigenen Lebensumstände infrage. Was hat der, was ich nicht habe? Kann ich mein Leben ändern? Mit der Aufklärung im 17. Jahrhundert war der Höhepunkt dieser Entwicklung erreicht. Große Philosophen sprachen große Worte. Wissen ist Macht. Ich denke, also bin ich. Habe Mut, zu wissen. Die Menschen, die sich von den Mächtigen unterdrückt fühlten, begannen an die Worte zu glauben. Es kam zu Aufständen und Unruhen. In Frankreich sogar zur Revolution. Andernorts reagierten die Mächtigen auf die neue Lage, um ihre Macht nicht völlig zu verlieren. In den USA und England wurden demokratische Verfassungen erlassen. Demokratische Verfassungen regeln die Macht und verteilen sie. Die Wähler bestimmen, wer wie viel Macht besitzen soll. Jeder ist verantwortlich für seine Lebensumstände. Er hat sie schließlich selbst gewählt. Die Mächtigen sind dadurch gezwungen, im Sinne der Gemeinschaft zu handeln, also sozial. Ansonsten werden sie abgewählt und verlieren ihre Macht. Auch in Deutschland entstanden neue Ideen. Ein gewisser Karl Marx hatte eine Idee, die radikaler war als alle Ideen zuvor. Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Er behauptete, man müsse den Mächtigen nur ihr Eigentum wegnehmen und es gleichmäßig verteilen, um eine neue und bessere Welt zu schaffen. Alles sollte allen gehören. Und weil die Mächtigen ihr Eigentum nicht einfach so hergeben würden, sollte man es ihnen mit Gewalt nehmen. Mögen die herrschenden Klassen vor der kommunistischen Revolution zittern! Diese Idee nannte er Kommunismus. Auch Bismarck hatte davon gehört und war darüber erschrocken. Bismarck war Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs. Er hielt nicht viel von Demokratie und neuen Ideen wie dem Kommunismus. Er war seinem Kaiser treu, Wilhelm dem Ersten. Um die Arbeiter zu beruhigen, tat Bismarck, was er tun musste. Bismarck erließ Gesetze, die das Leben der Arbeiter erleichterten. Unfallversicherung. Vereinheitlichung der Krankenkassen. Altersrente. Invalidenversicherung. Die Gesetze dienten dazu, Arbeitern zu helfen, die krank waren, invalide oder alt. Er leitete damit den Aufbau einer allgemeinen Arbeiterversicherung ein. Statt Macht abzugeben, ließ Bismarck das Kaiserreich sozialer werden. Bismarck hatte den Sozialstaat erfunden. Und so war Bismarck sozial geworden und der Sozialstaatsgedanke trieb sich in der Welt herum.

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

4.000

sofaheld-Level

6.574

vorgefertigte
Vokabeln

10.231

Lernvideos

42.201

Übungen

37.298

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden