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Leni Riefenstahl – das „Auge des Führers“

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Team History
Leni Riefenstahl – das „Auge des Führers“
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Grundlagen zum Thema Leni Riefenstahl – das „Auge des Führers“

Inhalt

Umstrittene Filmemacherin Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl gilt als die erfolgreichste, aber auch die umstrittenste deutsche Regisseurin des 20. Jahrhunderts. Im nationalsozialistischen Deutschland wurde sie mit ihren berüchtigten Parteitagsfilmen wie Triumph des Willens oder den Olympiadokumentationen Fest der Völker und Fest der Schönheit berühmt.

Wer war Leni Riefenstahl?

Leni Riefenstahl wird am 22. August 1902 in Berlin geboren. Im Alter von 16 Jahren nimmt sie Mal- und Zeichenkurse an der Kunstakademie und beginnt zudem eine Ausbildung als Tänzerin. Wenig später wechselt sie zum Film und wird einer der ersten deutschen Kinostars. Im Laufe der Produktionen lernt sie vor und hinter der Kamera handwerkliche Voraussetzungen und neueste Techniken kennen. Dieses Wissen verhilft ihr zu einer eigenen Produktionsfirma und der Möglichkeit, selbst Regie zu führen. Mit Effekten und Filmtricks verschafft sie ihren Filmen eine neue Art der Präsentation.

Die Geschichte der Leni Riefenstahl: ein Steckbrief

Adolf Hitler, zu dem Riefenstahl 1932 nach dem Besuch einer Parteiveranstaltung Kontakt aufnimmt, scheint das Potenzial dieser künstlerischen Art des Filmemachens erkannt zu haben. Er beauftragt Leni Riefenstahl mit der Dokumentation der Reichsparteitage 1933 und 1934. Die Regisseurin enttäuscht Hitler nicht. Mit ihrem bekanntesten Werk Triumph des Willens von 1935 schafft sie es, die nationalsozialistische Bewegung heroisch darzustellen und Adolf Hitler filmtechnisch und ideologisch als Führer, als Messias, hervorzuheben.
Ihre Film- und Erzähltechnik ist dabei innovativ. Die Licht- und Tonregie hat Spielfilmcharakter. Der Film bringt ihr im In- und Ausland Anerkennung und Preise ein. In der angeblichen Dokumentation über die Olympischen Spiele 1936 verherrlicht sie die neuen nationalsozialistischen Machthaber sowie den nationalsozialistischen Körperkult. Nun wurden erstmals auch kritische Stimmen zu ihren Werken laut.

Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl nach dem Krieg

Das deutsche Publikum hat Leni Riefenstahl die Verstrickungen zum Naziregime nie verziehen. In einer endlosen Reihe von Gerichtsverfahren wollte sich Riefenstahl gegen vermeintliche Verleumdungen zur Wehr setzen. Doch das gelang ihr nur zum Teil und auch nur auf juristischer Basis. Die Deutschen sahen in ihr immer die skrupellose Mitläuferin, die bereit war, für ihre Karriere jedes moralische Hindernis über Bord zu werfen.

Wofür war Leni Riefenstahl bekannt?

Betrachtet man die Biografie von Leni Riefenstahl, wird klar, warum sie bis heute so umstritten ist. Auf der einen Seite war sie das sogenannte Auge des Führers und nutzte ihr ganzes filmisches und technisches Können, um Adolf Hitler durch Propaganda ins rechte Licht zu rücken. Auf der anderen Seite war sie einfach eine Regisseurin, die die Zeichen der Zeit erkannte und zu nutzen wusste. Leni Riefenstahls Lebenslauf war schillernd und bleibt bis heute kontrovers. Mehr Informationen zur Propaganda im Dritten Reich findest du auch hier: Propaganda im Dritten Reich.

Transkript Leni Riefenstahl – das „Auge des Führers“

Am 22. August 1902 wird Leni Riefenstahl geboren. Die Tänzerin, Schauspielerin und Regisseurin wurde berühmt und berüchtigt durch ihre Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten während des Dritten Reichs. Riefenstahl wird „das Auge des Führers“. Sie prägt durch ihre kunstvoll komponierten Dokumentarfilme „Sieg des Glaubens" und „Triumph des Willens" gleich zu Beginn der Naziherrschaft das öffentliche Image von Führer und Partei. Durch die Ornamentierung der Massen suggeriert sie in ihren Bildern einen allumfassenden Zusammenhalt zwischen Führer und Volk. Sie überhöht Hitler und nutzt so in ambitionierter Weise die formalen Gestaltungsmittel des Films für Propagandazwecke. Hitler erkennt schnell die propagandistische Kraft der Regisseurin. Er gibt ihr für die Produktion von „Triumph des Willens" weitgehend freie Hand. So fängt sie das Geschehen auf dem Reichsparteitag 1934 in Nürnberg mit ungewöhnlich hohem Aufwand, mit 16 Kamerateams und über 100 Mitarbeitern ein. Auch in ihrem zweiteiligen Olympia-Film zelebriert Riefenstahl 1936 ihre Faszination für Stärke, Kraft und Macht. Aufgrund ihrer Komplizenschaft mit dem Hitler-Regime lösen Person und Werk von Leni Riefenstahl nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik immer wieder heftige Debatten aus.

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