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Zar Peter der Große – es war einmal der Mensch (Folge 19)

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Es War Einmal Der Mensch
Zar Peter der Große – es war einmal der Mensch (Folge 19)
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Zar Peter der Große – es war einmal der Mensch (Folge 19)

Inhalt

Zar Peter der Große von Russland

Peter der Große ist bereits mit 17 Jahren der Herrscher der Russen und hält 1689 festlichen Einzug 600 Kilometer südwestlich von Moskau. Zar Peter der Große hatte mehrere Ehepartnerinnen, darunter Katharina I., eine Vorfahrin der späteren Kaiserin Katharina der Großen.
Ihn zeichnet aus, dass er das schlichte Vorstadtleben der Pracht des Kremls vorzieht und so genießt Peter der Große lieber das fröhliche Leben mit seinen Freunden fernab der Etikette des Hofes.

Peter der Große – für Kinder erklärt

Was hat Peter der Große gemacht?
Da um 1700 in Russland das Analphabetentum weitverbreitet war, der Adel arrogant, die Armee veraltet und die Justiz bestechlich, wollte Peter der Große sich nach Westen orientieren und alles modernisieren. Dazu zog er aus, um von den fortschrittlicheren umliegenden Ländern zu lernen.

Was führte Peter der Große im 17. Jahrhundert ein? Peter der Große führte viele Reformen ein, darunter diverse Regeln zum Benimm seiner Untertanen. Er etablierte z. B. eine Spuck- und Popelsteuer, jeder Untertan musste jährlich eine Kopfsteuer entrichten und er legte Richtlinien zur Länge des Bartes und der Kleidung fest.
Alles sollte weniger traditionell russisch werden und sich stärker an der westlichen Welt orientieren. Trotz der Modernisierung herrschte ein rauer Ton und Regelverstöße wurden schwer geahndet.
Im Folgenden erfährst du mehr über die Biografie Peters des Großen: Wann lebte Peter der Große und wie starb er? Welche Außen- und Innenpolitik verfolgte Zar Peter? Der Steckbrief könnte bei einem Referat über Peter den Großen hilfreich sein.

Zar Peter der Große

Zar Peter der Große Steckbrief

1672: Peter der Große wird in Moskau geboren.

1695: Russland sucht den Handel mit dem Westen und Zar Peter befiehlt den Bau einer seetüchtigen Flotte.

1696: Peter der Große erkämpft sich mit seinen Truppen den Zugang zum Schwarzen Meer. Er möchte ein modernes und technisch entwickeltes Russland und besucht deshalb England und Holland, um sich in Schiffbau, Zahnmedizin, Verwaltung und Militärtechnik ausbilden zu lassen. Der Zar ist aufgrund seines derben Wesens und seiner Bärenkräfte beim einfachen Volk beliebt, was ihn jedoch nicht davon abhält, ihnen später mit hohen Steuern die Taschen zu leeren. Im gleichen Jahr schickt er seine Leibregimente in die Provinz, weil er sie für militärisch unbrauchbar hält.

1697: Der Zar zieht nach Westen. Da keiner weiß, wann er zurückkehren wird und die Leibregimente aber ihre alten Privilegien zurückhaben möchten, marschieren sie gegen Moskau und zetteln einen Aufstand an. Peter der Große erfährt davon und lässt mindestens 1 200 Strelizen hinrichten. Außerdem wird die Kleiderpolizei eingeführt: Wer sich falsch kleidet, muss Strafe bezahlen. So füllt sich die Staatskasse.

1700: Der junge Schwedenkönig Karl XII. marschiert in Polen ein und besiegt später trotz Unterzahl die Russen.

1703: Zar Peter erobert die Gebiete um Narva zurück und beschließt, mithilfe seiner Kriegsgefangenen auf schwedischem Boden seine europäische Hauptstadt zu errichten: Petersburg. Selbst Adlige und Beamte müssen auf der Großbaustelle mithelfen und viele Tausend sterben dort am Sumpffieber. Peter der Große besteht auf einem gesitteten Benehmen und führt Regeln ein, wie das öffentliche Kussverbot, niemand darf mehr aus der Flasche trinken oder mit vollem Mund sprechen. Russland ist nun die große beherrschende Macht im Baltikum und Schweden ist besiegt. Die Beziehungen mit Preußen und zum „Soldatenkönig” Friedrich Wilhelm I. sind freundschaftlich.

1725: Zar Peter der Große stirbt in Moskau.

Transkript Zar Peter der Große – es war einmal der Mensch (Folge 19)

Gehen wir mal eben ein Vierteljahrhundert zurück. Und begeben wir uns nach Woronesch am Don, 600 Kilometer südwestlich von Moskau, wo der junge Zar Peter gerade feierlich Einzug gehalten hat. 1689 ist der Herrscher aller Russen 17 Jahre alt. Die Pracht des Kremls vertauscht er mit der Vorstadt. Und das fröhliche Lebe mit seinen Freunden, Schotten oder Schweizern, sagt ihm mehr zu, als die Etikette bei Hof. Aber es gibt auch kaum nennenswerte Wissenschaftler, berühmte Denker oder Philosophen in Russland. Einem Land, in dem das Analphabetentum weit verbreitet ist. “Hast du meine Axt gesehen?” “Was für eine Axt?” Der Adel im Land ist arrogant, die Armee veraltet und die Justiz bestechlich. Keine sehr erfreuliche Bilanz. “Du bist ein ungezogenes Kind. Lauf nicht immer weg.” “Fang mich doch. Fang mich doch.” “Bleib hier. Lauf nicht weg.” Die Leibeigenschaft im alten Russland hat besonders drastische Züge. Und ist eigentlich mit dem Wort Sklaverei besser gekennzeichnet. Ein Leibeigener der flieht, wird schwer bestraft. Auch wer ihm hilft, hat nichts zu Lachen. “Beeilen wir uns ein bisschen. Man wartet auf uns.” “Da bist du ja endlich.” “Mein Diener ist schuld, der elende Bursche. Verzeihen Sie, Herr.” “Ja. Ja, schon gut.” “Ich bitte trotzdem tausendmal um Verzeihung. Du, na los, geh sie holen.” “Sofort. Tempo, beeilen wir uns ein bisschen. Es geht doch wohl etwas schneller, oder etwa nicht? Da habt Ihr sie.” “Alle bei bester Gesundheit und in erstklassiger Verfassung. “ “Hm.” “Ah. Uh.” “Da können Sie mal fühlen, der hat Kräfte wie ein Stier.” “Das ist gut. Ich nehme sie. He, du da. Hm.” “Oh.” “Schlaf nicht, zahl sie aus.” “Was soll denn das?” “Vielen Dank, Herr.” “Vorwärts.” “Und wo hast du meinen Anteil an dem Geschäft?” “Das Ekel bringt ihn gerade.” “Bitte sehr, Herrin.” “Hä? Was für ein Gestank. Ziegenfelle. Du hast dich betrügen lassen. Nichtsnutz.” “Wir lassen uns doch nicht an der Nase rumführen. Oder?” “Nein. Von einer Frau bestimmt nicht.” “Oh.” “Na warte. Und das. Und das.” Unter den Leibeigenen besteht ein ausgesprochener Personalmangel. Und die Landedlen und Burjaten versuchen sie sich gegenseitig wegzuschnappen, obwohl das streng verboten ist. “Los den anderen ja.” “Hey. Na wartet, euch kriege ich. So, jetzt geht es dir schlecht. Oh.” “Verschwinde, du Giftzwerg. Aber schnell, sonst mache ich dir Beine. (Peitsche) Lass dich hier nicht mehr sehen.” “Also was treiben die denn da hinten? Ich werde mal nachsehen.” “Fass ja nicht nochmal meine Kinder an. Sorgen Sie dafür, dass er sie in Ruhe lässt.” “Lassen Sie sich von der nicht einwickeln. Die lügt.” “Eine Frau hat nicht das Recht, meinen Diener zu schlagen.” “Oh.” “Was? Ist das eine Rebellion? Das werdet ihr teuer bezahlen.” “Hm. Einen Moment bitte. Er ist ein freier Mann. Und wenn seine Frau Ihnen Unrecht getan hat, dann muss er sie bestrafen. Er macht das schon richtig.” “Was passiert denn jetzt? Komm schnell.” “Komm her, ans Fenster.” “Was ist los?”
“Oh. Au.” Russland sucht den Handel mit dem Westen. Und so befiehlt der Zar den Bau einer seetüchtigen Flotte. Das wird uns technisch weiterbringen. He, kommt mal her, ihr beiden. Schneide mir mal eine Scheibe ab. “Lass mich mal. Da bleibe ich lieber bei meiner alten Methode. Siehst du? Diese ganze neumodische Kram.” “Ich verstehe das nicht. Es ist doch scharf, siehst du?” “Tja, vielleicht machst du Zacken rein?” “Zacken? Was für Zacken? Du hast selber einen Zacken. Davon verstehst du doch nichts. Keinen Schimmer. Was meint er mit Zacken? Kommt nochmal her. Nicht mit Zacken, mit Zähnen.” “Oh.” “He, he, es funktioniert. Es geht, es geht. Toll.” “Ja, habe ich doch gesagt. Zähne muss man reinfeilen.” 1696 erkämpft sich Peter mit seinen Truppen einen Zugang zum Schwarzen Meer. Seine Bärenkräfte und sein derbes Wesen machen Zar Peter bei den einfachen Leuten sehr beliebt. Aber der volkstümliche Zar will vor allem ein modernes und technisches entwickeltes Russland schaffen. “Siehst du?” So besucht er das Ausland, England und Holland, um sich ausbilden zu lassen. Im Schiffsbau, der Zahnmedizin, Verwaltung und Militärtechnik.” “Majestät. Majestät, hier wartet Ihr dankbares, glückliches, arbeitsames Volk.” “Zeigt mir eure Werft, Freunde.” “Wir sind zutiefst gerührt, Majestät, dass Eure Majestät geruhen, derer höchst eigene Füße in unser Dorf zu setzen.” “Schöner Quatsch.” “Wie meinen? Äh, Ihr wisst, ich muss mich hier um alles kümmern.” “Majestät, ich würde empfehlen-.” “Verschwinde, Weißbart.” “So”. “Au.” “Psscht.” “Darf ich Eure Majestät meine letzte Erfindung zeigen? Die Zähne sind es, Majestät. Keine Zacken, Zähne.” “Sehr gut.” “Ja.” “Dies ist mein junger Miterfinder.” “Gut, mein Kleiner. Gut gemacht.” “Ah.” “Jetzt muss er den Sturzhelm erfinden.” “Oh.” “Nehmt den Kerl fest. Der bringt uns alle nach Sibirien.” “Lasst den Mann in Ruhe. Du gefällst mir.” “Oh.” Auf seinen Auslandsreisen wirbt Peter über 1000 Fachkräfte an. Den Schiffsbau hat er bei den Holländern gelernt, bei einem Hamburger die Geometrie und bei dem Schotten Gordon ließ er sich das militärische Handwerk beibringen. “Ihr werdet gute Soldaten.” Seine Verbundenheit mit dem einfachen Menschen wird Peter nicht davon abhalten, seinem geliebten Volk später mit überhöhten Steuern die Taschen zu leeren. “Wir haben nicht viel, aber wir geben es gern.” Auch die Kopfsteuer ist seine Erfindung, die jeder Untertan einmal im Jahr entrichten muss. “Ein Wolf. Auf der Herfahrt musste ich mit einem Bären boxen. Das hat ihn einen Zahn gekostet.” “Sehr gut. Als ich das letzte Mal durch den Wald ging, kamen gleich zwei Bären. Ich habe kurz überlegt, was ich machen soll. Dann habe ich mich gebückt und die beiden haben sich selber die Köpfe eingeschlagen.” Bevor der Zar das westliche Ausland besucht, schickt er noch seine traditionsreichen Leibregimenter, die Strelizen, in die Provinz. Sie erscheinen ihm militärisch unbrauchbar. Schon bei Beginn seiner Reise tauchte in Russland das Gerücht auf, der Zar würde wahrscheinlich sehr lange wegbleiben. Vielleicht auch gar nicht mehr wiederkommen. Die Strelizen wollen ihre alten Privilegien zurückerobern. Und nach dem Sprichwort, Russland ist groß und der Zar ist weit, marschieren sie gegen Moskau. Die Nachricht erreicht den Zaren in Wien. “Majestät.” “Bitte entschuldigen Sie mich.” “Die Strelizen haben einen Aufstand angezettelt.” Zar Peter, der auch noch eine alte Rechnung mit den Strelizen zu begleichen hat, geht zurück nach Moskau und hält grausam Gericht. Mindestens 1200 Strelizen werden hingerichtet. Und man sagt, Zar Peter habe die ersten fünf höchst eigenhändig umgebracht. Für seine Beamten führt Peter eine neue Kleiderordnung ein. Sie müssen sich nach westlichem Muster anziehen. Auch der Bart muss ab. Damit sprießt bei Zar Peter auch gleich die Idee zu einer neuen haarsträubenden Steuer. Wer länger lange Bärte tragen will, muss zahlen. “Oh, bitte, nach Ihnen. Ich habe es nicht eilig. Ja, bitte gehen Sie nur. Ich kann warten. Nein, meinen Bart kriegt ihr nicht. Das täte denen so passen. Hm. Hm. Hm. Hmmm. Hmm. So. Und jetzt soll einer kommen.” “Da kommt einer.” “Halt.” “Oh.” “Wir sind die Kleiderpolizei.” “Was wollen Sie denn von mir? Lassen Sie mich los.” “Wie schön, wir müssen kürzen.” “Was zum Teufel wollen Sie kürzen?” “Die neue Kleiderordnung gilt auch für Sie.” “Lasst mich in Ruhe.” “So. Sehr schön. Wunderbar. So sieht das gleich viel eleganter aus.” “Komm, kümmern wir uns um die nächsten.” “Sieht gut aus. War mir ein Vergnügen. Hmhm.“ “Keinen Sinn für Tradition. Nix Cultura.” Der junge Schwedenkönig Karl der 12. gerade 18 Jahre alt, stößt mit seinem trefflich gedrillten Heer quer durch Polen bis nach Sachsen vor. Stürzt den polnischen Thron und leert die Russen bei Narva das Fürchten. 8000 Schweden schlagen 40.000 Russen. Aber Zar Peter erobert Narva zurück und beschließt mit Hilfe seiner Kriegsgefangenen auf schwedischem Besitz seine europäische Hauptstadt zu bauen, Petersburg. Aus allen Gegenden strömen die Handwerker herbei. “Das ist ja eine grauenvolle Ecke. Hat man denn solche Wege schon gesehen? Ach, mein Bart. Wenn das so weitergeht, muss ich ihn ja doch noch schneiden lassen. Oh, du altes Ferkel.” Auf Befehl des Zaren müssen sich auch Adlige und Beamte auf der Großbaustelle einfinden, um die Aufsicht oder Verwaltungsarbeiten zu übernehmen. “Sehen Sie Chef, wir sind da.” “Das soll also das berühmte Petersburg werden? Naja, dann wird es ja Zeit, dass wir ankommen.” “Bisschen schneller.” “Ja.” “Na los, los, los. Hier wird nicht geschlafen. Tempo. Tempo. Ah.” “Uh.” “Uhm!” “Na los, ihr Taugenichtse. Schneller. Schneller, sage ich. (Peitsche) Sonst helfe ich nach. Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, hopp.” “Au.” “Und gleich weiter die anderen. Schneller, schneller. Noch schneller.” “Uh. “Ich sage, schneller. (Stampfen) Ah. Vorsicht, passt auf da oben. Ah.” “So kann das einfach nicht weitergehen. Wir brauchen unbedingt jemand auf der Baustelle der das Kommando führt. Was wollen die denn da?”
“Einen Moment. …Russisch…” “Nein.” “Habe ich mir doch gedacht. Also ein für alle mal, ich bin der Chef. So, an die Arbeit.” “Also das muss ich wirklich ändern. Hm. Hm. Ich werde das Ding Schubkarre nennen. He, für euch. Fang an und mach voll.” “Und für mich Väterchen?” “Ja, für dich habe ich auch noch eine. So. Rein damit.” “He.” Die neue Stadt liegt im innersten östlichen Winkel des finnischen Meerbusens. Beiderseits der Newa. 1703 wird der Kern der Stadt angelegt, die Peter Pauls Festung. “Schlaft bloß nicht ein da oben. Ich bin der neue Baustellenleiter. Und ich dulde keine schlechte Arbeit.” “Sehr gut.” “Also los ihr beiden Faulpelze, Tempo.” “Hm.” “Bewegung da oben. Au.” “Buh, ah.” “Wie kommst du auf die Idee, dass du hier was zu sagen hast?” “He? Ich bin der.” “Das hast du wohl geträumt, was?” “Also nochmal, ich bin der Chef.” “Verschwinde, aber schnell.” “Willst du mir vielleicht befehlen?” “Ja, du Holzkopf.” “Dir werde ich gleich Holzkopf geben, du zahnloser Seehund.” “Was? Das nimmst du zurück?” “Ja. Au.” “Ruf die Soldaten.” “Soldaten, verhaftet diesen blöden Kerl. Na los, nehmt ihn fest.” “Na los, nehmt ihn fest.” “Ich-. Hört mal zu, ihr kleinen komischen Lanzen. Morgen ist diese Hose fest, dann werden wir kämpfen. Und dann werden wir zeigen, wer der Sieger ist. Wer der Chef ist, nicht?” “Ja, einverstanden.” “Nachher könnt ihr weiter essen. Machen wir schnell.” “Also ran.” “Vorwärts, ran an den Feind.” “Uh, uh, uh, feste gebt es ihnen.” “Chef, der Alte kneift.” “Na, das wollen wir doch sehen. Uh, uh. Ja.” Das Staatsschiff steuert einen erfolgreichen Kurs. Auch die Kasse stimmt. Dank immer neuer Steuern. Peter verbietet auch das öffentliche Ausspucken und in der Nase bohren. Fehlt eigentlich nur noch die Spuck und Popelsteuer. Das Küssen auf den Mund wird auch untersagt. Und die Bartsteuer gibt es ja schon lange. “Ein solcher Bart mein Lieber, ist nicht erlaubt.” “Oh, Moment. Ich habe dafür bezahlt.” “Wenn es so ist, kannst du ihn auch noch ein Stück wachsen lassen.” Peter zeigt erstmal alles was er verboten haben möchte. Nicht mit vollem Mund sprechen. “So was gehört sich nämlich nicht, weißt du?” Nicht aus der Flasche trinken. “Macht man auch nicht.” Und man soll besser auf seine Gesundheit achten. “Ich habe Zahnschmerzen. Da.” “Na, zeig mal her.” “Ah. Oh.” “Na, der muss raus. Ganz klar. Eine Zange.” “Ah.” Viele Tausend werden ihr Leben lassen, während der Bauzeit von Petersburg. Vor allem durch das Sumpffieber. Inzwischen wird Schweden besiegt. Vom Erbe Gustav Adolfs bleibt nichts übrig. Russland ist die große beherrschende Macht auf dem Baltikum. Die Beziehungen mit Preußen entwickeln sich freundschaftlich. Friedrich Wilhelm der 1. genannt auch der Soldatenkönig, reformiert das Land und führt ein strenges Steuersystem ein. Vor allem, um damit seine geliebte Armee auszubauen. “Hier ist nicht voll los.” “Wie findest du den?” “Besser als nichts. Hm.” “Geht es dir nicht gut, mein Sohn? Herr Wirt, bringen Sie uns bitte vier Bier. Also trinken wir erstmal, mein Sohn, ist gut gegen Liebeskummer. Na los, gleich noch ein Schlückchen.” “Und das gleich dazu.” “Na, geht es jetzt schon besser?” “Vielleicht solltest du mal eine kleine Reise machen. Da renkt sich vieles wieder ein.” “Das ist wahr.” “Und jetzt wird er unterschreiben.” “Ach ja, wie schön.” “Ja. Sehr schön. Vielen Dank.” “Prosit. Auf die Soldaten. Und auf die Armee.” “Was soll denn das heißen? Wer hat denn den armen Kerl so besoffen gemacht? Schämen Sie sich nicht?” “Kümmere du dich um deine eigenen Angelegenheiten.” “Was meinen Freund etwas angeht, das geht auch mich etwas an.” “Dir werde ich das Maul stopfen. Gleich lernst du meinen Freund kennen.“ Als Wilhelm der 1. stirbt, 1740, unterhält Preußen ein stehendes Heer von 76.000 Mann. “Sie können es noch als Klopapier benutzen.” Die Steuerlast die der Soldatenkönig seinen Untertanen aufbürdet ist immerhin so reich bemessen, dass die Staatskasse ganz schön voll ist. “Stehenbleiben!” “Was wollt ihr?” “Sie sind festgenommen, wegen schwerem Aufruhr und Widerstand gegen die Armee.” “Äh, uh, is-. “ Ein Angriff auf die bewaffnete Staatsgewalt in Uniform ist für einen übermütigen Zivilisten geradezu lebensgefährlich. Denn was dem Zivilisten vom Menschen unterscheidet, ist eben die Uniform. “Wir sind unschuldig. Ich wurde angegriffen.” “Das genügt. Ich verkünde das Urteil. Tod durch Erschießen.” Hä? Oh.” “Präsentiert das Gewehr. Die Augen links.” “Einen Moment. Was passiert mit den beiden Männern?” “Sie werden sogleich erschossen, Majestät.” “Warum?”
“Insubordination und tätlicher Angriff, Eurer Majestät.” “Lasst mich mit den Kerls allein.” “Kommando ohne die Gefangenen, Marsch.” “Männer wie dich kann man brauchen. Ich werde dich begnadigen. “Ja?” “Ja. Unter einer Bedingung. Du wirst Soldat in meinem Garderegiment. Du wirst gut bezahlt.” “Sehr gerne, Majestät. Aber darf mein Freund auch mit?” “Der Kleine? Na gut, er kann zu den Grenadieren.” “Sie sie dir an, mein Sohn. So sehen Soldaten aus.” “Abteilung Halt. Präsentiert.” “Ja. Naja. Wird schon werden.” “Abteilung Marsch.” Die Liebe der Soldaten zu ihrem obersten Befehlshaber hielt sich in Grenzen. Manchmal wurden sie auch überschritten. Von insgesamt 30.000 Deserteuren. “Gewehr ab.” Mehr, wenn ihr mich wiederseht. Ihr müsst unbedingt gucken, wie es weitergeht. “Feuer.”

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