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Karolinger – es war einmal der Mensch (Folge 9)

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Die Autor*innen
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Es War Einmal Der Mensch
Karolinger – es war einmal der Mensch (Folge 9)
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Karolinger – es war einmal der Mensch (Folge 9)

Inhalt

Karl der Große und die Karolinger

Hast du schon einmal von Karl dem Großen und den Karolingern gehört? Karl der Große war von 768 bis 814 König des Frankenreiches. Franken ist ein Teil des heutigen Bayerns. Damals war das Frankenreich aber viel größer und hatte starken Einfluss auf ganz Europa. Die Regierungszeit von Karl dem Großen war zur Zeit des Mittelalters. Damit wird die Zeit in etwa von 500 n. Chr. bis 1 500 n. Chr. bezeichnet. Das Mittelalter begann mit den Völkerwanderungen und endete mit dem Übergang zu dem, was wir heute Neuzeit nennen. Viele Völker und Volksgruppen der damaligen Zeit wanderten durch Europa, um neue Gebiete zu besiedeln. Zu ihnen gehörten auch die Germanen und die Hunnen. Die Hunnen kamen sogar ganz aus Asien bis nach Europa gewandert.

Die ehemals antike Welt wurde zu dieser Zeit umgestaltet, dort wo einmal das Römische Reich war, gab es nach kriegerischen Auseinandersetzungen drei neue Herrschaftsgebiete. Das mächtigste unter ihnen war in West- und Mitteleuropa gelegen und wurde als Frankenreich bezeichnet. Das Frankenreich war von vielen unterschiedlichen Stämmen besiedelt.

Die Karolinger wie auch die Merowinger waren damalige Herrschergeschlechter im Gebiet der Franken. Das bedeutet, aus ihrer Familie stammten die Herrscher über das Frankenreich. Unter dem Merowinger Herrscher Chlodwig, der von 482 bis 511 lebte, wurden die fränkischen Stämme vereint.

Wer aber waren die Karolinger? Die Familie der Karolinger hatte ab 751 die Königswürde inne. Damit ist gemeint, dass die Karolinger den König stellten. Der berühmteste Karolinger aus dem Stammbaum der Familie war Karl der Große. Nun weißt du schon einmal, was die Karolinger gewesen sind. Die Karolinger waren so bedeutsam, dass sie einem ganzen Abschnitt in der Geschichte ihren Namen gaben: die Zeit der Karolinger.

Das karolingische Reich

Das Reich der Karolinger war sehr groß. Auf der Karte unten kannst du die Ausmaße zu der Zeit Karls des Großen erkennen.

frankenreich karolinger

Karl der Große: König und Kaiser

König Karl hatte den Beinamen der Große nicht nur, weil er ein großer Herrscher war, sondern auch, weil er körperlich hoch aufgeschossen war. Man schätzt, dass er zwischen 1,90 Meter und 2,10 Meter groß war. Genau bekannt ist das nicht, denn die Maßeinheit, in der man damals Längen angab, der Fuß, war noch nicht überall die gleiche. In jedem Fall waren diese Menschen zu der Zeit eher klein und ein Mann von 1,90 Meter überragte die meisten seiner Mitmenschen.

Unter Karls Führung waren die Franken sehr mächtig und das karolingische Reich war auch flächenmäßig besonders groß. Diese Größe konnte nur durch Kriege und Eroberungen erreicht werden. Karl war also auch Feldherr und Krieger. Leider ist nicht bekannt, wann er genau geboren wurde. Der 02. April 747 oder der 02. April 748 werden als Datum genannt. Verstorben ist er am 28. Januar 814 in Aachen.

Karl war aber nicht nur König, sondern er wurde vom Papst im Dezember 800 auch zum Kaiser gekrönt. Die Kaiserwürde ist eine ganz besondere Auszeichnung. In der Vorstellung der Menschen zu dieser Zeit sollte der Kaiser das christliche Abendland und den christlichen Glauben beschützen. Dazu brauchte der Kaiser den Segen des Papstes und Karl bekam diesen auch. Damit war Karl nicht mehr nur König des Frankenlandes, sondern verantwortlich für alle christlichen Länder und alle Christen in ganz Europa. Das erklärt auch, warum Karl so wichtig für Europa war und viele seine Neuerungen ganz Europa prägten.

Modernisierung unter Karl dem Großen

Das Mittelalter, also die Zeit zu der Karl herrschte, wird allgemein als besonders rückständig bezeichnet. Doch Karl war ganz anders. Er machte den fränkischen Königshof zum Zentrum der Erneuerung. Er setzte ein einheitliches Maß- und Gewichtssystem durch, damit dann z. B. die Längenangaben auch überall gleich waren. Er förderte die Märkte und den Handel. Karl erneuerte auch die Sprache und die Schrift sowie die Münzen, die im Reich galten und mit denen bezahlt wurde. Insgesamt kann man sagen, dass Karl der Große das Frankenreich und ganz Europa modernisierte.

Transkript Karolinger – es war einmal der Mensch (Folge 9)

Weißt du, wie viel Sterne stehen und wohin die Flüsse gehen? Sag, warum der Regen fällt. Wo ist das Ende dieser Welt? Was war hier vor 1000 Jahren? Warum können Räder fahren? Sind Wolken schneller als der Wind? So viele Fragen hat ein Kind. Ach Kind, komm lass die Fragereien. Für sowas bist du noch zu klein. Du bist noch lange nicht so weit. Das hat noch Zeit. Was ist Zeit? Was ist Zeit? Was ist Zeit? Ein Augenblick, ein Stundenschlag. 1000 Jahre sind ein Tag. Das römische Reich, dieses satte vollgefressene Etwas, geht mit dem römischen Frieden schlafen und verpennt die Geschichte. Es ist die Zeit der Völkerwanderungen und es ist eine Menge Verkehr auf den Straßen: Die Franken, die Goten, die Jüten, die Angeln, die Bretonen, die Germanen und die Schweden. Anhalten! Nicht alle auf einmal. Na also, einer nach dem anderen. Keiner beachtet die Vorfahrt und es kommt zum Zusammenstoß. Aber, aber. Ach, naja. Rom zieht es vor Frieden zu halten, wie es ein Schlummerstündchen der Weltgeschichte nennt. Aber sehen wir doch, was sich auf der anderen Seite der Donau abspielt: Aus Ungarn kommen die Hunnen, die ihre bedeutendste Einigung unter Attila erreichen. Attila, das heißt so viel wie Väterchen. Die Erbietung meines Herrn, hier. Nein, das ist nicht genug. Wie bitte? Wenn es Euch nicht passt, kann ich einen Spaziergang nach Byzanz unternehmen. Nicht? Geht doch lieber nach Westen. Da unten ist mehr Reichtum und weniger Widerstand. Ach, was ist denn nun los? Man sagt ja, dass Kaiser Konstantin durch die Umleitung der Hunnen auch einiges zu der Völkerwanderung beigetragen hat. Die Hunnen haben keine langfristige Eroberung im Sinn und die Lebensfähigkeit des Besiegten stört sie wenig. Deshalb sind sie auf Plünderung aus. Man sagt allerdings, dass andere Armeen, gewöhnliche Heere zum Beispiel, auch nicht zimperlich waren. Auf das wenige, was blieb, mochten die Steuereintreiber nicht verzichten. Diese elenden Steuern. Es bleibt uns überhaupt nichts mehr übrig. Seht mal da drüben. Alarm! Alarm! Die Glocke geht ungefähr hundert Jahre vor. Ich meine, ist ja gut, dass sie da ist. Aber soviel ich weiß, finden Glocken erst zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert in Europa Verbreitung. Das kommt da drüben hin. Es ist sehr schwer für alle Beteiligten, die zerstörten Dörfer wieder aufzubauen und es dauert natürlich auch geraume Zeit. Sieh mal! Die alten Glocken werden aus 78% Kupfer und 22% Zinn gegossen. Na dann zieh! Und kaum sind die Arbeiten beendet, kommt neuer Besuch. Die Steuereintreiber sind wieder da. Da sind sie! Sie kommen zurück, ich kann sie schon gut sehen. Ich fürchte für die Steuer ist hier nichts zu holen. Wo die Hunnen sind, da hat der Kaiser sein Recht verloren. Unglaubliche Schinderei! Entweder Steuer oder Feuer, das darf nicht wahr sein. Nein, jetzt steht nicht da rum. An die Arbeit. Na, ist doch wahr, es muss doch weitergehen. Ich kann stundenlang zugucken, wenn richtig aufgebaut wird. Ist ja schließlich zum Wohl von uns allen. Das Volk hat es satt, sich für ein dekadentes Rom zu schlagen, das sich gar nicht mehr richtig verteidigen kann und seine Privilegien reichlich missbraucht. Die Christen demonstrieren für Gleichheit und Brüderlichkeit. Die Vandalen kommen nach Rom und bleiben zwei Wochen. Als sie sich wieder verabschieden, haben sie sogar die goldenen Tempeldächer mitgenommen. Chlodwig, König der Franken, beseitigt mit seinen 6000 Kriegern die Reste der römischen Herrschaft über Gallien. Das römische Reich zerfällt. Die neuen Herren etablieren sich. Die Kirche von Reims kann es kaum fassen, was sich da alles auf höheren Befehl taufen lassen muss: 3000 fränkische Krieger. König Chlodwig vermählt sich mit einer katholischen Burgunderprinzessin und verbindet sich mit dem Klerus. Der Staat schafft sich neue Einnahmequellen und nennt sie: Gesetze zum Schutze des Volkes. Der Mord an einem fränkischen Krieger kostet 200. Ganz schön teuer. Mord an einem galloromanischen Krieger macht sich weniger bezahlt. Kostet 100. Ja ja. Wer allerdings an eine werdende Mutter Hand anlegt, wird mit 400 zur Kasse gebeten. Naja, ist ja auch für zwei. Noch was. Noch was?Noch was. Da ist nichts mehr da. Mhm. Wohin denn? Die Entführung einer verheirateten Frau 100, der Faustschlag ins Gesicht kostet neun und das Verhältnis mit einer verheirateten Frau 15. Das scheint verhältnismäßig teuer zu sein. Die Vase aus der Beute will ich auch. Es lebe der König! Es lebe der König! Das war Meine! Wenn ich sie nicht kriege, soll sie keiner haben! König Chlodwig gebärdet sich als absoluter Herrscher. Und eines schönen Tages fasst der König seinen Widersacher zunächst fest ins Auge und dann an die Streitaxt. Sag mal, warum ist sie nicht blank und sauber? Und so ging es ihm, wie der Vase von Soisson. Die Argumente von Chlodwig waren ebenso schlagkräftig wie unwiderlegbar. Und mit königlich privilegierten Zugriff regelt er auch seine familiären Probleme. Und wer es wagt, gegen Chlodwig zu opponieren, den schickt der Herrscher nach Art und Sitte des Hauses einen “Gruß aus Solingen”, wie man später sagen wird. Auch die königlichen Nachkommen trugen zur allgemeinen Verrohung der Sitten nach Kräften bei. Na, das sind wirklich reichlich grobe Späße. Und mein ganzes Herz schlägt nur für dich. Aber genug von den Spaßmachern des königlichen Hinterhofs. Man traut sich ja kaum noch, seinen Fuß auf eine Brücke zu setzen. Schauen wir doch lieber noch einmal hinüber zum Orient. Es ist die Zeit zwischen 677 und 732. Unaufhaltsam ist der Siegeszug des Islam, bis zur entscheidenden Schlacht von Poitiers, wo den Arabern der fränkische Heerführer Karl Martell entgegentritt. Er brachte den Ansturm des Islam erstmals zum Stillstand. Tja, man erkennt sich als Seinesgleichen. Aber darüber kann man ja noch nachdenken, wenn man sich erst einmal totgeschlagen hat. Fürs Erste sucht der Islam sein Heil in der Flucht. Vorsicht, da kommt wer. Ich bin gespannt, was er will. Wir werden ihn bald treffen. Hallo, guten Tag. Guten Tag. Was macht ihr hier? Wir suchen eine neue Bleibe. Wir sind unserem Herrn weggelaufen. Er hat nichts Besseres zu tun als auf uns einzuschlagen. Bei uns ist das leider auch nicht viel besser. Unser Herr ist ein Tyrann. Ihr Taugenichts! Wollt ihr mir endlich sagen, wo mein ganzes Wild hingekommen ist? Ja ja. Habe ich dich endlich erwischt! Du fetter Faulpelz. Aus dem Baum da sollst du Bretter machen! Für Bretter ist er viel zu klein. Du machst es, das ist ein Befehl! Na hör dir das an. Aus einem kleinen Dreck kann man keinen großen Haufen machen. Doch! Man kann, man kann, man kann, man kann, man kann! Aber das geht doch nicht.

Was mischt du dich denn da ein? Es geht einfach nicht. Du weißt wohl nicht, was meine Befehle bedeuten! Los ergreift dieses freche Stück! Oh, sowas. Vielleicht solltest du lieber den da drüben nehmen. Der eignet sich besser, denkst du nicht? Genau gleich. Hey, du da. Was ist denn mit diesem Feld los, du faules Huhn? Wenn du nicht schleunigst dafür sorgst, dass das hier Korn wächst, dann kriegst du es mit mir persönlich zu tun! Verstanden? Naja, hier sieht es ja bedeutend besser aus. Grüß dich! Das ist ja wirklich ein selten hässlicher Vogel. Sag mal: Diese ganzen schönen Felder, sind das alles deine? Ja, die gehören mir. Na dann werde ich dir mal das Neueste erzählen: Du wirst Soldat, wusstest du das schon? Es ist eine Ehre für dich und ich kenne viele, die ihren ganzen Besitz dafür geben würden. Ich weiß, dass ich keine Wahl habe. Also gut, stellt mich frei. Ich gebe euch ein Viertel. Na sagen wir doch lieber drei Viertelchen. Höchstens ein Drittel. Denk drüber nach, sonst nehme ich alles! Den Schutz der großen Herren müssen die Bauern teuer bezahlen. Und nicht selten ist am bitteren Ende der Bauer der leibeigene seines Beschützers. Schmiedet das Eisen, solange es warm ist! Bin gerade dabei. Dichtet das Fass für köstliches Nass! Wir tun unser Bestes. Es ist zwar klein, aber naja, Stahl gibt es ja sowieso noch nicht. Die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Na das wird ja immer besser, jetzt sind wir schon bei Schiller. Geflüchtete Leibeigene versuchen immer wieder in die Städte zu gelangen, um dort Stadtbürger zu werden. Aber sie kommen meist gar nicht hin und werden vorher wieder eingefangen. Aber Gott lob, es werden immer mehr und mehr, die die Städte erreichen und eines Tages wird es heißen: Stadtluft macht frei. Es ist Herbst und die Ernte ist eingefahren. Und die Bauern und Pächter kommen zur Sammelstelle des Gaufürsten, um den verlangten Tribut zu entrichten. Was für ein hübsches Schäfchen. Ja recht so, mehr davon. Schön, ja. Wirklich hübsch. Schon wieder dieser Dickschädel mit dem Brett vor dem Kopf! Die Bretter sind zwar klein, aber fein. Wie du. Habt ihr das gehört? Schnappt ihn euch! Ah, da kommt ja mein Freund mit den schönen Feldern. Hast du über mein günstiges Angebot nachgedacht? Warte nicht zu lange, sonst musst du marschieren. Über Nacht werden sich ihre Probleme kaum lösen. Aber trotzdem: Das Beste, wir überschlafen die Dinge erst einmal. Morgen ist ein neuer Tag. Demisi Domini, die speziellen Emissäre des Königs, welche Ehre! Hey, alter Oberpriester. Wir sind da. Was soll denn diese Kritzelei? Bist du denn noch bei Trost? Was fällt dir ein, du Oberbanause? Also gehen wir? Ja, aber ich zuerst. Zuerst ich, Weißbart! Aua, ich bringe ihn um! Du sollst das Alter ehren. Zweifelst du meine Führungsrolle an? Oh nein, sie führt dich direkt zum Teufel! Die noblen Besucher sollen nicht Hunger leiden. Sie haben Anrecht auf 40 Brote, drei Maß Bier, ein Schwein, drei Hühner, 15 Eier, 3 Scheffel Hafer und einiges mehr. Freut euch meine Lieben, Karl der Große kommt zu euch! Die Befugnisse der Herrn Beauftragten sind ziemlich weitgehend und so ist es nicht unüblich, sie durch kleine Geschenke günstig zu stimmen. Lieber Graf, der Ruf großen Kunstverständnisses eilt Ihnen voraus. Darf ich Ihnen deshalb etwas von dieser wertvollen Seide überreichen? Als Zeichen meines Respekts und Beweis meiner Zuneigung. Und diese paar Kleinigkeiten als Zeichen meiner Ergebenheit. Das ist recht so. Ich akzeptiere aber nur, um dir eine kleine Freude zu machen. Mit dieser Erfindung, glaube ich, werden wir die Zugkraft des Pferdes verdoppeln. Gerichtsverhandlungen sind sogenannte echte Dinge. Die Anwesenheit aller Bürger ist Pflicht. Früher sprachen sie auch das Urteil, aber das Recht hat man ihnen wieder entzogen. Und ich sage: Es ist meins! Na, das werden wir doch mal sehen! Moment, das erinnert mich doch an etwas. Richtig, Salomon: Teilt es in zwei Hälften. Eine halbe? Einverstanden. Das will ich nicht. Warum soll man das arme Tier töten? Du kannst es behalten. Das Schwein gehört dir. Doch das Urteil werden die nie verstehen. Das hat er mir aus einem schönen, großen Baum gemacht. Alberne kleine Brettchen! Oh, mit Verlaub! Das stimmt nicht. Der Baum war ganz klein, nicht größer als so. Du bist ein schlechter Arbeiter! Na, na, na. Für den Schaden zahlst du deinem Herrn zwei Goldstücke. Das würde mich wundern. Ich habe gar nichts. Soll er doch irgendeinen größeren Baum suchen. Nein, nein. Er wird mir meinen schönen Wald verwüsten. Dann nehmt doch das! Au! Also lasst doch sehen. Ich werde die Angelegenheit vernünftig in die Länge ziehen. Ist es recht so, stimmt die Länge? Und der nächste. Die muss man verbrennen, das ist eine Hexe! Gleich auf den Scheiterhaufen! Schlagt euch das aus dem Kopf, kommt nicht in Frage. Und warum nicht? Hexenverbrennungen sind eine Erfindung des späten Mittelalters. Das fehlt noch. Die Bretter gehören mir. Na und? Und gar nichts. Oh ja. Oh nein. Ja. Nein. Der nächste, bitte. Soll ich all das Land hergeben, nur vom Militärdienst befreit werden? Was bleibt uns dann noch zum Leben? So ist nun mal das Gesetz. Ich habe es nicht gemacht. Es gilt für jeden. Du musst alles hergeben. Nein, nur ein Drittel. So steht es im Gesetz. Was? Aber das wäre ja ungerecht. Ich garantiere, er muss alles geben. Und ich garantiere euch ein Drittel. Zeigt mir das Gesetz! Das königliche Edikt. Lest! Nicht nötig. Lesen ist nicht meine Sache. Das wird aber Karl dem Großen gar nicht gefallen. Hüte dich vor seinem Zorn! Du bist mit deinem Drittel sehr gut bezahlt, verstanden? Kommt alle schnell! Karl der Große ist da! Kommt! Karl der Große kommt! Majestät! Karl der Große, König der Franken. Ab 801 auch Kaiser und Schutzherr der Kirche. Fünfmal verheiratet, fünf Nebenfrauen. Verzeihung Majestät, aber finden Sie nicht, dass Ihre Höflinge wie Damen gekleidet und herausgeputzt sind? Vielleicht sollten sie etwas Zurückhaltung üben. Graf, Ihre Robe ist wohl in den Regen gekommen? Meine Herren, es wäre mir recht, wenn wir sofort zur Jagd aufbrechen. Erlauben Sie, Majestät, dass ich mich zurückziehe und passende Kleider? Nur eine Minute. Das Jagdkostüm scheint angemessen, Majestät. Mit Verlaub. Ich sagte sofort, dann meine ich auch sofort. Ich glaube, Karl der Große ist mit mir einer Meinung: Die beiden haben wirklich eine Lektion verdient. Für diese Erfindung werden die Reiter mir noch die Füße küssen. Ich werde das Ding Steigbügel nennen. Er hat etwas so Nobles an sich. Und dann hat sie gesagt: „Tritt ein in mein Gemach“. Ihr Herren wisset, dass hier nicht der Platz ist für Männer, die sich wie Frauen kleiden. Geht und kleidet euch wie es fränkischen Reitern geziemt. Sehen Sie selbst, Majestät. Ich habe verschiedene Entwürfe gemacht: Der Steigbügel ist eine perfekte Sache und wird ihre Ritter unbesiegbar machen. Unbesiegbar. Wie oft werden die Reiter bis heute beim Angriff durch Hindernisse aus dem Sattel geworfen? Das ist nun vorbei. Dieser Bügel hält die fränkischen Reiter fest im Sattel und niemand wird ihnen widerstehen. Majestät, Majestät! Sieht, sieht, Majestät! Die fränkischen Reiter haben den Feind in die Flucht geschlagen. Sie sind wie der Teufel geritten, ja wie der Teufel. Na ich bitte es ist nicht nötig, mir zu danken. Die Beute ist ungeheuer: 15 Wagen voll Gold, Silber, Schmuck, Waffen, Seide. Die Auflösung des Feindes ist vollkommen. Erheben wir uns unsere Gläser auf diesen Sieg. Kostet doch mal den Wein. Komm hierher. Du kannst anfangen, Troubadour. Ein erster Versuch der Dichtung des Rolandsliedes. Roland, einer der zwölf Paladine Karl des Großen, soll im Kampf um Spanien gefallen sein. Ich kann nicht weiterlesen. Karl der Große bringt Hilfe. Fahrt nur fort. Nun, Majestät. Sozusagen, was soll ich sagen? Ich muss sagen, Majestät, ich kann nicht lesen. Man sollte ihn zwingen, es zu lernen. Von jetzt an wird Schreiben und Lesen für alle Beamten obligatorisch und auch die Kinder sollen es in der Schule lernen. Gute Nacht Vater. Schlaf gut. Du auch, mein Kind. Gute Nacht. Also los. Oh je. Und das Rechnen: Das ist zwei, das ist drei. Karl der Große lernte das Schreiben nie. Ach der Teufel hole den ganzen Kram! Peter ist inzwischen ein kräftiger Junge geworden und soll zur Schule gehen. Du musst in die Schule. Los, komm schon, es hilft nichts. Na, wird es wohl? Die Schule war natürlich noch nicht für alle Kinder da. Es gab lediglich eine an jedem Bischofssitz. Mein Gott, die werden noch einen Priester aus ihm machen. Und das hat mir gerade noch gefehlt, wo wir zu Hause so viel Arbeit haben. Die Händler mit ihrer Ware müssen zuerst durch den Zoll, wie sich das ja gehört. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht. Das macht drei Sack. Das lohnt ja kaum noch zu arbeiten. Weiter. Der nächste. Los! Was ist denn das? Abul Abbas, der weiße Elefant, den der mächtige Kalif von Bagdad, Hārūn ar-Raschīd, seinem Freund Karl dem Großen zum Geschenk machte. Du wirst sehen, es gefällt dir hier. Aber du musst natürlich auch wirklich arbeiten. Für Faulpelze haben wir keinen Platz. Ich verstehe überhaupt nichts. Na komm weiter. Der Kaiser hat nach mir verlangt. Nur hinein. Karl der Große möchte sich um alles kümmern. Da ist die Schrift: Es ist dieselbe, wie wir sie noch in 1000 Jahren haben. Die Ziffern sind arabisch und ein Fuß hat 33 cm. Ist natürlich die Größe seines eigenen Fußes. Dazu zählen zwölf Dinare. Und so wird es in Frankreich bleiben bis 1789 und in England bis ins 20. Jahrhundert. Karl der Große stirbt 814 im Alter von 72 Jahren. Louis der Lachende, sein einziger Überlebender Sohn, organisiert dann den Schönheitswettbewerb, um unter den Prinzessinnen der Umgebung eine eignete Gemahlin zu finden. Die Wahl gestaltet sich schwierig, aber schließlich wird Miss Europa 819 gekrönt, sie trägt den Namen Judith der Welfen. Unter derlei zeitraubenden Vergnügungen beginnt das Reich zu zerfallen. Ihr seid doch wirklich zu dumm, zum Zerreißen. Könnt ihr mich zerreißen? Und die feste Hand des Kaisers ist nicht mehr da, um es zusammenzuhalten. Und von seinem Werk wird nicht viel übrigbleiben. Mir wird schlecht, wenn ich euch überhaupt nur sehe! Der Vertrag von Verdun spaltet das fränkische Reich in drei Teile, weil sich die drei Söhne von Ludwig dem frommen nicht einigen können. Und das ist das gleiche Jahr, in dem die Wikinger Nord besetzen. Mehr, wenn ihr mich wiederseht. Ihr müsst unbedingt gucken, wie es weitergeht. Was ist Zeit? Was ist Zeit? Was ist Zeit? Ein Augenblick, ein Stundenschlag. 1000 Jahre sind ein Tag.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Von Franz K., vor fast 4 Jahren
  2. Ist sein Sohn (von Karl dem Grossen) nicht Ludwig der Fromme ?

    Von Gentian A., vor mehr als 5 Jahren
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