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Abwehrmechanismen von Pflanzen

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Team Realfilm
Abwehrmechanismen von Pflanzen
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Abwehrmechanismen von Pflanzen

Inhalt

Pflanzen schützen sich vor Fressfeinden

Was macht wohl eine kleine Maus, wenn sie eine Katze bemerkt? Richtig, sie läuft weg und zwar so schnell sie kann. Was aber macht eine Pflanze zum Schutz vor Fressfeinden? Hast du schon einmal einen Grashalm über die Wiese flitzen sehen auf der Flucht vor einer Kuh? Sicher nicht! Denn Pflanzen sind standortgebunden, das heißt, sie leben an einer Stelle und können sich, zum Beispiel in einer Gefahrensituation, nicht einfach wegbewegen.

Trotzdem sind viele Pflanzen ihren möglichen Angreiferinnen und Angreifern nicht immer so schutzlos ausgeliefert wie der Grashalm einer Kuh. Diese Pflanzen haben Abwehrmechanismen entwickelt, um ihr Überleben so gut es geht zu sichern. Die Abwehrmechanismen von Pflanzen nennt man in der Biologie auch Schutzmechanismen. Diese pflanzliche Abwehr kann je nach Pflanzenart sehr unterschiedlich aussehen. Wie genau das abläuft, erfährst du in dieser Übersicht zu den pflanzlichen Abwehrsystemen.

Pflanzliche Abwehrmechanismen

Da sich viele Tiere von Pflanzen ernähren, sind die Pflanzen häufig in Gefahr, gefressen zu werden. Um für die Tiere uninteressant oder auch weniger schmackhaft zu sein, entwickelten die Pflanzen unterschiedliche und wirklich spannende Abwehrmechanismen. So verringert sich die Gefahr gefressen zu werden deutlich und das Überleben wird gesichert.

Was haben die Pflanzen aber nun für Abwehrsysteme? Das können zum Beispiel ein besonderer äußerer Aufbau oder auch bestimmte chemische Stoffe in der Pflanze sein, die bitter schmecken oder sogar giftig sind. Hierzu folgen nun Beispiele; vielleicht kennst du ja auch bereits eine der genannten Pflanzen.

Dornen und Stacheln

Ein besonders gutes Mittel zur Abwehr und dem Fernhalten von tierischen Fressfeinden sind Dornen und Stacheln. Die Akazie, ein Baum, der auch bei uns wächst, ursprünglich aber aus Afrika kommt, hat besonders eindrucksvolle Dornen, die mehrere Zentimeter lang werden können. Viele Tiere schreckt das ab, allerdings können sich auch Tiere entsprechend anpassen, wie etwa die Giraffe, die mit ihrer langen beweglichen Zunge die Dornen einfach umgeht und dann die dazwischen wachsenden Blätter frisst.

Dornen einer Akazie

Giftstoffe

Die Eibe ist ein beliebter heimischer Nadelbaum, der in Gärten und Parks gerne als Sichtschutz oder als Hecke eingesetzt wird. Doch was schön aussieht, kann auch gefährlich sein. Die Eibe ist in unserer Region der einzige Nadelbaum, bei dem fast alle Teile giftig sind. Für Tiere, wie etwa Pferde, kann es schnell tödlich enden, wenn sie Zweige der Eibe fressen. Auch wir Menschen müssen aufpassen! Die leuchtend roten Beeren der Eibe dürfen auf keinen Fall gegessen werden. Zwar ist das Fruchtfleisch nicht giftig, die enthaltenen Kerne aber schon. Vögel lieben die Beeren der Eibe als Snack, scheiden die Kerne aber unversehrt wieder aus. Beim Menschen kann es jedoch zu starken Vergiftungserscheinungen kommen.

Auch gibt es Pflanzen, die das äußere Erscheinungsbild mit Giftstoffen kombinieren, um sich selbst zu schützen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Brennnessel mit ihren Brennhaaren. Vielleicht hast du dich an ihr auch schon einmal verbrannt. Bei Berührung brechen die Spitzen der Haare ab und eine giftige Chemikalie tritt aus, die auf der Haut zu Reizungen führen kann.

Bewegung

Moment! Es heißt doch, dass die Pflanzen vor ihren Fressfeinden nicht weglaufen können. Das stimmt, aber dennoch können sich manche Pflanzen schnell bewegen und so Gefahren abwehren. Die Mimose ist hierfür ein schönes Beispiel. Wird sie berührt, schließt sie ihre Blätter und kann so kleine gefräßige Insekten abschütteln. Vielleicht kennst du auch die Gruppe der fleischfressenden Pflanzen, die sich ebenfalls sehr schnell bewegen können, jedoch tun sie dies nicht zur Abwehr, sondern für die Nahrungsaufnahme.

In der folgenden Tabelle findest du weitere Beispiele für Pflanzen mit Abwehrmechanismen. Bei deinem nächsten Spaziergang in die Natur entdeckst du vielleicht die ein oder andere der hier genannten Pflanzen.

Abwehrmechanismus Pflanzen
Dornen oder Stacheln Akazie, Rosen, Weißdorn, Kakteen, Stachelbeere, Disteln
Bitter- und Giftstoffe Eibe, Brennnessel, Tomaten- und Kartoffelpflanze, Tabak
Bewegung alle Mimosenarten

Transkript Abwehrmechanismen von Pflanzen

Viele Tiere ernähren sich von Pflanzen. Und die Pflanzen haben keine Möglichkeit, einfach wegzulaufen. Deswegen haben sie andere Wege entwickelt, um die Gefahr zu verringern, gefressen zu werden. Diese Anpassungen nennt man Abwehrmechanismen. Manche Abwehrmechanismen sind am äußeren Aufbau der Pflanze zu sehen. Die Akazie hat lange, nadelartige Dornen entwickelt, um nicht von Pflanzenfressern, wie zum Beispiel Giraffen gefressen zu werden. Die Giraffe hat allerding eine so bewegliche Zunge, dass sie die Blätter zwischen den Dornen erreichen kann, und ihre Lippen sind so zäh, dass sie die Dornen nicht stören. Manche Akazien haben sich noch weiter angepasst und eine Regenschirmform entwickelt. So befinden sich einige Blätter oben auf der Baumkrone, die nicht einmal eine Giraffe erreichen kann. Andere Pflanzen verteidigen sich, indem sie auf Berührung reagieren. Die Berührung eines Grashüpfers genügt, und schon schließt die Mimose ihre Blätter. Sollte der Grashüpfer sich davon noch nicht abhalten lassen, kann die Mimose nach unten sacken und das hungrige Insekt auf diese Weise abschütteln. Einige Pflanzen nutzen Gifte, um Pflanzenfresser abzuschrecken: Das nennt man chemische Abwehr. Brennnesseln nutzen schmerzhafte Haare, um Feinde fernzuhalten. Die Haare sind hohl. Bei Berührung bricht die Spitze des Haares ab und wird zu einer Nadel, die verschiedene giftige Chemikalien auf alles spritzt, was zu nahe kommt. Brennende Schwellungen sind die Folge. Pflanzen können sich vielleicht nicht aus dem Staub machen, dennoch haben sie viele Mechanismen entwickelt, um nicht gefressen zu werden.

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