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Fleischfressende Pflanzen

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Team Entdeckungsreise
Fleischfressende Pflanzen
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Grundlagen zum Thema Fleischfressende Pflanzen

Inhalt

Was sind fleischfressende Pflanzen? – Biologie

Was fressen Pflanzen? Vielleicht kommt dir diese Frage etwas seltsam vor. Während die Frage der Ernährung bei Tieren selbstverständlich ist, macht man sich bei Pflanzen zu diesem Thema in der Regel keine Gedanken. Doch gibt es viele Arten fleischfressender Pflanzen. Der wissenschaftliche Name der fleischfressenden Pflanzen lautet übrigens Karnivoren.

Aber wie funktionieren fleischfressende Pflanzen? Und welche fleischfressenden Pflanzen gibt es? Im folgenden Text schauen wir uns diese speziellen Organismen aus dem Pflanzenreich etwas genauer an.

Was fressen fleischfressende Pflanzen? – Nahrung

Wie ernähren sich Pflanzen? Karnivoren ernähren sich von Insekten, Spinnen und anderen kleinen Tieren. Anders als im Tierreich können die Karnivoren ihre Beute nicht aktiv jagen. Fleischfressende Pflanzen besitzen verschiedene Fallenarten, um ihre Beutetiere anzulocken und zu fangen. Weltweit sind etwa 450 Pflanzenarten bekannt, die sich karnivor ernähren können.

In der Regel nehmen Pflanzen Mineralstoffe aus dem Boden über die Wurzeln auf und produzieren ihre Nährstoffe und Energie durch Fotosynthese selbst. Fleischfressende Pflanzen betreiben auch Fotosynthese, allerdings in nur geringem Umfang, da sich ihre Fangblätter im Vergleich zu normalen Laubblättern nur schlecht dazu eignen. Die Wurzeln der Karnivoren sind meist nur schwach ausgeprägt, da fleischfressende Pflanzen ihre Versorgung durch Nähr- und Mineralstoffe, wie Stickstoff, Kalium oder Eisen, aus den Beutetieren und nicht aus dem Boden aufnehmen. Die zu Fangvorrichtungen umgebauten Blätter benötigen sehr viel Sonne und Wasser, um Fotosynthese betreiben zu können. Fängt eine Karnivore keine Beutetiere, wächst sie nur langsam und wird weniger groß und kräftig im Vergleich zu anderen fleischfressende Pflanzen, die regelmäßig Beute machen.

Aber warum ernähren sich Karnivoren von Insekten und anderen Kleinstlebewesen? Dieses Ernährungsverhalten liefert den fleischfressenden Pflanzen einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zu den anderen Pflanzen: Sie können sich nämlich auch an nährstoffarmen Standorten ansiedeln. Vor allem in stickstoffarmen Gebieten wie Mooren, Feuchtsavannen oder Regenwäldern finden sich viele fleischfressende Pflanzenarten.

Wie fressen fleischfressende Pflanzen?

In der folgenden Übersicht werden verschiedene Arten und Gattungen fleischfressender Pflanzen mit den häufigsten Fallentypen vorgestellt:

Fallentyp Eigenschaften Beispiele Pflanzenarten
Klappfalle Die Innenseiten der Blätter sind mit feinen Härchen besetzt. Werden diese mehrfach berührt, klappt die Falle zu. Die Blätter scheiden ein Verdauungssekret aus, das die Beute zersetzt. Nach der Verdauung öffnen sich die fleischfressenden Pflanzen wieder. Das kann je nach Größe der Beute mehrere Wochen dauern. Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula)
Klebfalle Klebetentakel erinnern an Tau und locken durch ein duftendes Sekret Beutetiere an. Diese kleben am Sekret fest und können sich nicht mehr befreien. Die Beute wird durch ein Verdauungssekret zersetzt. Sonnentau (Drosera rotundifolia), Fettkraut (Pinguicula vulgaris)
Fallgrubenfalle Die Beute fällt in ein zum trichterförmigen Hohlraum geformtes Blatt, das mit einem Verdauungssaft gefüllt ist. Kannenpflanzen (verschiedene Arten)

Die Venusfliegenfalle wächst in der Natur nur in einem sehr begrenzten Gebiet an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Wegen ihrer faszinierenden Methode des Beutefangs wird diese fleischfressende Pflanze jedoch weltweit in Kultur gehalten. Das Prinzip der Klappfalle der Venusfliegenfalle kannst du dir auf diesem Bild ansehen.

Fleischfressende Pflanzen: Steckbrief Venusfliegenfalle

Der Langblättrige Sonnentau ist eine der drei Arten fleischfressender Pflanzen, die auch in Mitteleuropa vorkommen. In Deutschland wächst er hauptsächlich auf sauren Torfböden, die durch Torfgewinnung leider selten geworden sind. Auch aus diesem Grund gehören die Sonnentauarten hierzulande zu den vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten. In der folgenden Abbildung sieht man die Klebfalle des Langblättrigen Sonnentaus mit seinem klebrigen Sekret, das die Insekten für Tau halten.

Fleischfressende Pflanzen: Steckbrief Sonnentau

Fleischfressende Pflanzen – Lebensraum

Fleischfressende Pflanzen sind in warm-gemäßigten Klimazonen und im tropischen Hochgebirge heimisch. Dort besiedeln sie nährstoffarme Lebensräume, wie Moore, Sandböden oder auch Bäume. Auch in Deutschland kommen fleischfressende Pflanzen in Mooren vor.

Die Anzucht aus Samen und die Haltung von fleischfressenden Pflanzen in der Wohnung ist möglich. Wenn nährstoffreiche Erde verwendet wird, müssen die fleischfressenden Pflanzen nicht gefüttert werden. Nur regelmäßiges Gießen der fleischfressenden Pflanzen ist erforderlich.

Dieses Video

In diesem Video erfährst du, für Kinder erklärt, was fleischfressende Pflanzen sind. Du lernst wie groß fleischfressende Pflanzen werden können und was und wie sie fressen.

Nach dem Betrachten des Videos hast du die Möglichkeit, Arbeitsblätter zum Thema zu bearbeiten, und bist bestens auf ein Referat zum Thema Fleischfressende Pflanzen vorbereitet. Viel Spaß!

Transkript Fleischfressende Pflanzen

Das Thema dieses Films sind die fleischfressenden Pflanzen. In der Fachsprache nennt man die außergewöhnlichen Gewächse Karnivoren. Mit listigen Tricks ködern sie ihre Beute. Einmal in der Falle gibt es für Insekten, Spinnen und andere Kleintiere kein Entkommen. Aber warum fressen Karnivoren überhaupt Fleisch? Was unterscheidet sie von anderen Pflanzen? Karnivoren wachsen vorwiegend in warm-gemäßigten Zonen sowie in tropischen Hochgebirgen an nährstoffarmen Stellen, wie etwa in Mooren, auf Sanduntergründen, an Wasserflächen oder auch auf Bäumen. Ihr Wurzelwerk ist sehr widerstandsfähig gegen die schwierigen Bodenverhältnisse. Jedoch ist es nur kärglich ausgebildet, da sich die fleischfressenden Pflanzen vornehmlich über ihre Fangblätter ernähren. Sie beziehen die lebensnotwendigen Mineralstoffe wie Stickstoff, Eisen oder Kalium aus ihrer tierischen Beute. Dennoch betreiben Karnivoren, wie alle Pflanzen, Photosynthese, allerdings nur beschränkt, da sich ihre Fangblätter im Vergleich zu normalen Laubblättern nur schlecht dazu eignen. Daher benötigen Karnivoren besonders viel Licht und Wasser, um über die Photosynthese zumindest ein wenig Energie zu gewinnen. Je nach Art setzen die fleischhungrigen Pflanzen unterschiedliche Fangmethoden ein. Schauen wir uns die drei häufigsten Fallentypen genauer an. Typ 1: Die Klappfalle. Sie zählt zu den bekanntesten, jedoch seltensten Fangarten und wird nur von der Wasserfalle und der Venusfalle genutzt. Die zwei Blatthälften der Venusfall verfügen an ihren Innenseiten über feine Fühlhaare. Sobald ein Insekt entweder eines dieser Härchen mehrfach berührt oder mehrere Haare innerhalb von 30 Sekunden streift, schließen sich die Blätter blitzschnell. Durch diese Reizeinschränkung klappt die Falle nur bei lohnenswerter Beute zu. Anschließend scheidet die Karnivore Verdauungssekrete aus und verdaut die tierische Beute innerhalb von ein bis etwa zwei Wochen. Übrig bleiben die unverdaulichen Reste. Typ 2: Die Klebefalle. Die bekanntesten Vertreter dieser Fangart sind die Sonnentaugewächse. Diese Pflanzen sondern über winzige Drüsen auf ihren Blätter oder aus den Spitzen ihrer Tentakeln einen duftendes Sekret ab, das Insekten anlockt. Diese bleiben auf den nach Tau aussehenden Tröpfchen kleben. Bei dem Versuch, sich wieder zu befreien, verschlechtert sich ihre missliche Lage noch. Das Insekt stirbt entweder vor Erschöpfung oder erstickt an der klebrigen Substanz. Derweil schüttet der Sonnentau Enzyme aus, die die Beute langsam zersetzen und die darin enthaltenen Nährstoffe freisetzen. Hierbei handelt es sich um eine passive Klebefalle. Manche Sonnentauarten fangen ihre Beute aber auch aktiv. Sie reagieren auf die Eiweiße und die Bewegungen der Insekten und führen selbsttätig ihre anderen Tentakeln zum Opfer hin, bis sich zum Schluss das Blatt ganz um die Beute wickelt. Typ 3: Die Fallgrubenfalle. Diese Fallenart findet sich bei den Kannenstrauchgewächsen oder den Schlauchpflanzen. Ihre Blätter bilden einen meist langen trichterförmigen Hohlraum. Darin befindet sich ein Nektar, der die Beute anlockt. Die Fliege setzt sich auf den Schlund der Pflanze und rutscht sogleich an ihrem glatten Rand hinunter in die mit Magensaft gefüllte Verdauungskammer. Die Beute kann weder die glatte, mit Wachs beschichtete Innenwand hochkriechen, noch – aufgrund der Schlauchform – hinausfliegen. Sie ertrinkt im sauren Magensaft und wird aufgelöst. Manche Kannenpflanzen können bis zu fünf Liter Verdauungsflüssigkeit fassen und sogar eine Maus verspeisen. Welche Fallenart auch zum Einsatz kommt, die tierischen Opfer haben selten eine Chance gegen die listigen grünen Räuber.

10 Kommentare

10 Kommentare
  1. heftig

    Von Tomte1612, vor mehr als einem Jahr
  2. mir tun die insekten voll leid diese kleinen fiesen pflanzen aber eigentlich müssen sie sowas machen um sich zu ernähren

    Von Khaledrabia, vor fast 2 Jahren
  3. Krass!

    P

    Von Rossicui, vor fast 2 Jahren
  4. Hallo G Georgia2419,
    vielen Dank für deinen Kommentar!

    Richtig, wenn die Klappfalle sich einmal geschlossen hat, ist das Insekt im Inneren gefangen. Die Falle öffnet sich erst im Anschluss an die Verdauung ihrer Beute wieder. Dies kann allerdings ein bis zwei Wochen dauern.
    Bei weiteren Fragen besuche auch gerne unseren Hausaufgaben-Chat. Dort sind wir immer montags bis freitags zwischen 17:00 - 19:00 Uhr für dich da.

    Viel Spaß beim weiteren Lernen!
    Dein Sofatutor

    Von Laura S., vor etwa 2 Jahren
  5. Stimmt es das wenn der Mund einer Fleischfressenden Pflanze nicht mehr aufgeht wenn er zugeht?

    Von G Georgia2419, vor etwa 2 Jahren
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