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Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6)

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Es War Einmal Forscher Und Erfinder
Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6)
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Grundlagen zum Thema Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6)

Bei uns war es Johannes Gutenberg, der das Drucken von Büchern mit Hilfe beweglicher Lettern erfand. Sein Name ist untrennbar mit zwei Städten verbunden, in denen man ihm zu Ehren jeweils ein Denkmal errichtet hat: Mainz und Straßburg. Gutenberg stand zunächst vor dem Problem, Druckplatten und Lettern zu erfinden, mit denen sich besser als mit den bisher üblichen Materialien drucken ließ.

Transkript Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6)

"Sag mir wieso. Das haben Menschen oft sich gesagt. Ist das wohl so? Die Frage hat Erfinder geplagt. Sie haben Großes vollbracht. Tag und Nacht nachgedacht, warum die Zeit vergeht, sich niemals rückwärts dreht. Such’ neues Land. Entdecker fahren hinaus in die Welt. Machen bekannt, was vorher keiner sich vorgestellt. Räder sich drehen, Sterne stehen und wir sehen sie vergehen. Gedanken fliegen weit, verändern Wirklichkeit. Gravitation. Nach unten fällt der Apfel vom Baum. Die Sensation, wir rasen durch die Zeit und den Raum. Sag, was ist groß, was ist klein. Schau hinein und sieh ein. Dann werden Träume wahr. Verborgenes wird nah und klar wird was… Komm, geh mit mir, das Abenteuer fängt nämlich an. Ich zeige dir, wie wunderbar Erfinden sein kann. So wunderbar! So wunderbar!” "Ja, was denn, wie denn, wo denn? Ich habe doch nicht geschlafen, oder habe ich es nicht? Ich habe nur nachgedacht, ja, ja. Ah, die Neuigkeiten des Tages. Mal sehen, was heute Gedrucktes drin steht. Na, aber natürlich. Ja, wo ist er denn, ist er denn? Wo ist er denn nur? Da stehen die Wahlergebnisse. Die Lottozahlen. Wieder nichts gewonnen. Wo ist denn nur das Kreuzworträtsel?” "Los, kommt!” "Ach, und da die Fußballergebnisse. Hier ist der Wetterbericht. Morgen wird es regnen.” "Hey, warum trampelst du mir immer auf den Füßen herum?” "Weil du immer deinen Ellenbogen in meine Seite rammst.” "Lass den Blödsinn, sonst werde ich böser als böse!” "Hör auf!” "Und dann werde ich oberböse!” "Immer das Gleiche! Seid ihr jetzt alle da? Ich habe gar nicht gehört, wie ihr reingekommen seid. Heute werde ich euch etwas über die Zeitung erzählen. Genauer gesagt über die tolle Erfindung der Druckkunst.” "Und, wer war der tolle Erfinder?” "Tja, so ganz genau weiß man das nicht. Wisst ihr was? Ihr versucht es herauszubekommen.” "Das waren die Drucker, ist doch klar!” "Nein, die Griechen waren es!” "Ich dachte, der gute Gutenberg wäre es gewesen.” "Nein, es waren die Chinesen! Ich wette, es waren die Chinesen, wie immer!” "Auch nicht richtig. Es war viel früher. Es waren die Sumerer im mittleren Orient. So etwa 3000 oder 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.” "Schreib auf, fünf Sack Korn gegen zwei Bläkschäflein. Los, hau es in den Stein! Hau rein!” "Das geht einem auf die Gelenke, dieser…” "Etwa zur gleichen Zeit erfanden die Ägypter die Hieroglyphen. Es war eine heilige Schrift für sie. Und die Chinesen haben zu dieser Zeit…” "Die Chinesen, immer wieder die Chinesen!” "Ja, immer die Chinesen.” "Ja. Die Chinesen. Die Chinesen haben tolle Sachen erfunden. Es war so. Mehr als 2000 Jahre lang hat man auf Bambusrollen geschrieben. Die wurden dann zusammengerollt und waren so etwas wie die ersten Bücher. Diese Bambusrollen nahmen viel Platz weg. Wenn ein Gelehrter auf Reisen ging und ein paar Bücher mitnehmen wollte.” "Nehmt meine Bücher für die Leise! Mein Buch über Bevölkelungsexplosion und das Buch über die Stelne. Über die Astrologie. Da war doch noch etwas! Ja, meine Büchel mit den Gedichten. So etwas kann man immer brauchen. Und die Schriften von dem saumäßig gescheiten Konfuzius.” "Ja, hhm” "Meine Abhandlung über die Mathematik und meine Schrift über die Geometrie. Das war alles. Jetzt können wir fahren.” "Ja” "Habe ich noch etwas vergessen? Oh, nein. Oh doch! Wie konnte ich nur die Schrift über die Medizin vergessen?” "Oh, wei! Vergessen.” "Ohne mein Medizinschliften kann ich doch nicht wegfahren.” "Holen.” "Wollen Sie noch etwas mitnehmen, Meister?” "Ich denke, ich habe jetzt alles.” "Geht jetzt los oder bleibt Kutschen stehen?” "Nein, nein.” "Dann festhalten, Meister. Hoppeldipoppeldihü!” "Lasst meine Berater kommen.” "Hmhm.” "Ihre Majestät hatten nach uns rufen tun?” "Hallo, meine klugen Männer. Ihr müsst euch mal etwas einfallen lassen. So geht es doch nicht weiter. Guckt da. Diese Büchel aus Bambus sind viel zu schwer. Das Herumschleppen ist mir zu mühsam und Fingernägel brechen ab. Ich verlange jetzt, das ihr das ändert.” "Schreibt auf Seide, mein gewichtiger Kaiser. Seide ist leicht.” "Seide viel zu teuer. Kaiser kein Geld dafür.” "Ich habe eine bessere Idee, Majestät. Abel ich brauche etwas Zeit.” "Wer das Problem löst, wird belohnt welden. Und jetzt raus!” "Dem folgen wir. Bin gespannt, welche Erfindung er macht. Die klauen wir dann. Verlass dich auf mich, ich weiß genau, was ich tue.” "Hm, dein Plan gefällt mil sehl. Er ist zwar gemein, aber fein.” "Dann kriegen wir nämlich die Belohnigung. Das ist geradezu ideal.” "Ein richtig schönes Wespennest. Und die Wespen sind alle weg. So. Was die kleinen Wespen können, kann ich auch. Das wäre doch gelacht.” "Ist der verrückt. Was will der mit Wespennest. Der hat sie nicht alle.” "Egal. Wenn er ein Nest hat, dann brauchen wir auch eins. Da hängt schon eins rum. Ein festes Nest.” "Beeil dich mal ein bisschen.” "Oh! Nichts wie weg!” "Ja.” "Piekende Viecher.” "Flucht nach hinten! Oh, Verfluchter! Das Wasser ist die Rettung!” "Auch Tauchstation!” "Ja! Ja, hast du eine rote Rübe! Ui, autsch!” "Jetzt ist deine Rübe auch rot.” "Wenn ich den erwische, der auf die blöde Idee mit den Wespen gekommen ist, den haue ich.” "Ich auch, auch.” "So, da rein. Gut durchrühren. Rühren. So, noch schütteln. Und fertig. So, Freunde. Soeben habe ich das Papier erfunden. Blinkt mir Tinte.” "Oh ja, dauert nur kleinen Moment. Kleinen Moment.” "Tja, es waren wieder einmal die Chinesen, die das Papier erfunden haben. Aber sie hüten dieses Geheimnis mehr als 1000 Jahre. Erst dann gibt es Papier in Europa. Auch die hohe Kunst des Druckens haben die Chinesen erfunden.” "Was machst du da, Bi Shen? Du trödelst schon wieder herum. "Ich trödele nicht rum, ich schinde etwas Zeit. Anstatt für jede Seite eine neue Druckplatte zu machen, kann man die Buchstaben auch einzeln anfertigen und für jede Seite neu kombinieren. Sehr praktisch.” "Hmhm. Viel zu kompliziert. Das ist nichts für mich. Hey, ich bezahle ich dich für das Drucken und nicht für das Denken. Und für das Trödeln auch nicht. Was machst du denn da schon wieder? Was soll denn das für ein komisches Ding sein?” "In diesem runden Lad sind Schriftzeichen, aber in Spiegelschrift. Ich presse ein Stückchen Ton auf die Spiegelschliftzeichen. Und der Abdruck ist dann wieder richtig rum. Dann setzt man die Zeichen so zusammen, wie man sie haben will.” "Viel zu kompliziert. Auf so eine Erfindung kann man gut verzichten.” "Das Los aller Erfinder. Man erfindet etwas und keiner will es haben.” "Bi Shen hatte Recht. Es dauerte noch mehr als 1000 Jahre, bis sich die Druckkunst in Europa entwickelte.” "1000 Jahre. Ganz schön lang, was?” "Wer hat das denn in Europa erfunden?” "Es ist gar nicht so leicht, darauf zu antworten. Viele gescheite Leute wollten diese Frage schon beantworten. Denn nichts Genaues weiß man nicht. Der Name eines Mannes ist in der schwarzen Kunst, wie man das Drucken auch nennt, besonders wichtig. Es ist Johannes Gutenberg.” "Johannes, ich glaube, wir müssen mal nach Hause abmarschieren.” "Ja, wo du Recht hast, hast du Recht. Aber vorher würde ich mir gern noch etwas ansehen.” "Oh!” "Sehr druckreif.” "Kann ich mal ein Auge darauf werfen? Klasse, hm? Oh. Wie viel kostet denn diese Bibel des kleinen Mannes?” "Einen halben Gulden.” "So viel Geld für ein kleines Buch? Das ist ganz schön unverschämt.” "Aber es steckt auch eine Menge Arbeit darin. So eine kleine Bibel kauft man sich sowieso nur einmal im Leben. Nimmst du sie jetzt?” "Nein, danke. Ich bin leider völlig abgebrannt. Das Drucksystem von dem Alten ist doch völlig unpraktisch. Das Buch war wirklich hässlich. Alle Buchstaben sind verschieden. Das sieht unordentlich aus. Da muss ich sofort etwas erfinden. Ui!” "Darf ich mal sehen? Gar nicht so schlecht.” "Ach, das ist fürchterbar. Außerdem dauert die Herstellung viel zu lange. Wir müssen etwas anderes erfinden. Aus Holz.” "Ich bin ganz sicher, dass du das Richtige erfinden wirst.” "Besser ist es. Ach, ist das ein Sauwetter!” "Das kannst du aber wohl laut sagen. Oh!” "Du hast deinen Schuh vergessen! Ich bringe ihn dir. Den kannst du auch mal neu besohlen lassen. Du wirst dir einen Schnupfen holen.” "Hoffentlich nicht. Die sollten die Straße mal pflastern. Sonst bleibt jeder hier im Schlamm stecken. Echte Schlamperei. Hey, Johannes. Was glotzt du denn so?” "Ist das genial? Siehst du?” "Was soll an meinem Fußabdruck genial sein?” "Der Abdruck bringt mich auf eine geniale Idee.” "Mein Fuß ist genial?” "Ich muss heute einen Tag krank feiern und etwas erfinden.” "Aber.” "Oh!” "Guck guck! Ach, nein. So nicht. Ton ist leider nicht das geeignete Material dafür. Blei schmilzt leichter. Probieren geht über Studieren. Oh! Uh. Das ist besser. So. Kurz einpinseln. Und jetzt kommt der gute alte Klopfdruck. Schön! Ach, die Buchstaben aus Blei sind auch nicht so das Wahre. Ach, ich muss noch etwas anderes finden!” "Na, wie läuft es?” "Gar nicht. Nur das Blei verläuft sich mit der Zeit. Ich muss anderes Material finden. Hm, bist du flüssig und kannst mir ein bisschen Geld borgen? Ich brauche einen heißen Ofen.” "Einen heißen Ofen?” "Zum Schmelzen. Ich will verschiedene Metalle in dem Ding vermischen. "Naja. Im Prinzip kann ich dir etwas pumpen. Aber bringt das etwas?” "Probieren geht über studieren. Denk dran. So eine Schwarte kostet einen halben Gulden. Das ist viel Geld für miserable Druckqualität. Wenn ich es wirklich schaffe, werden wir reich. Du bist ein richtiger Freund.” "Na, wie läuft es? Funktioniert es dieses Mal?” "Ja. Mit dem Halbmetall Antimon wird es schon gehen. Außerdem habe ich noch eine Prise Schwefel reingehauen.” "Schwefel? Na, wenn das mann gut geht.” "Hm. Das wird ein echter Knaller.Oh! Volle Deckung! Jetzt weiß ich, wie es geht. Könntest du mir nochmal einen kleinen Gulden leihen?” "Hä? Ich habe dir schon fünf Gulden gepumpt. Das ist mein ganzes Gespartes. Ich bin pleite.” "Aber dieses Mal haut es hin?” "Und da bist du ganz sicher? "Ja. Hundertprozentig. Ich brauche nur eine Woche. Und du bist bei dem Geschäft mit dabei, Partner.” "Hm.” "Mit diesem Stempelchen stempel ich mehrere Buchstaben nebeneinander in den Ton rein. Immer dieselben Abdrücke. Völlig gleich. Einer wie der andere. Dann fülle ich den Buchstaben mit meiner geheimen Mischung.” "Wie geheim ist sie denn?” "Für dich gar nicht geheim. Da ist Blei drin und Zinn und Antimon und Kupfer. Und nun, tatatata! Das ist das Ergebnis.” "Ich bin geplättet. "Na, warte mal ab. Gleich bist du noch platter. So. Einpinseln und ein kurzer Klopfdruck.” "Oh, wie schön!” "Oh, das kann man noch verbessern. Denn bei dem Klopfdruck wackelt mir das Brett und das Papier noch zu viel hin und her. Deshalb ist der ganze Abdruck ziemlich verwackelt. Darüber muss ich nochmal in Ruhe nachdenken. Könntest du mir vielleicht nochmal zwei Gulden leihen? Bitte.” "Ich habe mich wohl verhört. Ich habe dir schon sieben und zwei, das macht neun, und zwei sind elf.” "Ist ja schon gut. Dann bist du beim Geschäft eben nicht dabei.” “Hier.” "Du bist ein richtiger Freund.” "Jetzt aber ab zur Arbeit, sonst fliegen wir noch raus.” "Probiert meinen köstlichen Wein, Leute. Denn edler Tropfen höhlt den Stein. Drum trinkt den Wein und fühlt euch fein!” "Hey. Wir müssen zur Arbeit.” "Das ist es! Hast du gesehen, was da für ein Teil in der Kneipe herumsteht? Komm mal kurz mit? Eine Frage. Darf ich mal deine Presse sehen, Gevatter?” “Die hinteren Räume sind für die Kundschaft geschlossen. Aber wenn ihr einen Schoppen nehmt, lasse ich euch da rein.” "Und wie viel kostet der Spaß?” "Nur eine kleine Münze.” "Leider habe ich kein Kleingeld. Könntest du mal bezahlen?” "Warum immer ich?” "Und jetzt will ich das Ding sehen.” "Aber gerne doch, der Herr. Es war nur von Ansehen die Rede. Wenn du anfassen willst, kostet es noch einen Schoppen. Gut. Jetzt kannst du es anfassen. Aber wenn du dran drehen willst, dann kostet das du weißt schon was. Dann musst du dir noch einen Schoppen reinziehen. Reinkriechen kostet aber zwei Schoppen.” "Genial! Einfach genial. Also wirklich, eine ganz tolle Presse. Einfach fabelhaft.” “Wem hau ich in die Presse…” "Na, in die Presse eben. Einfach mit Druck pressen. Komm, wir gehen.” "Hey, wartet doch! Ihr könnt doch noch einen kleinen Schoppen nehmen. Ich schmeiß eine Runde.” "Also, du schuldest mir mehr oder weniger noch 15 Gulden. Ach was, wenn nicht noch mehr.” "Aber es ist eine gute Investi.. Investition mit der Druckerpresse. Feste gepresste Druckerpresse.” "Ach, halt die Presse.” "Herein.” "Oh. Ich habe gar nicht geklopft.” "Pass auf. Jetzt wirst du etwas erleben.” "Was ist denn das? Bist du jetzt unter die Weinpresser gegangen?” "Wie kommst du denn darauf? Ich werde Bücher machen. Bücher, die gedruckt werden. Diese Bücher werden wir verkaufen wie der Bäcker seine Brezeln.” "Mit so einer komischen Presse willst du etwas drucken?” "Pass genau auf, Anton. Halt das mal einen Moment. Wo bleibst du denn? Komm her. Pass auf. Ich lege jetzt das Blatt Papier in die Presse. Hast du gesehen, was ich gemacht habe?” "Man muss es sehr festziehen, damit die Farbe ins Papier eindringen kann. Jetzt müssen wir ein bisschen warten. Aber nicht zu lange. Sonst verläuft nämlich die Farbe im Papier. Jetzt wieder hochdrehen.” "Also sowas. Nicht zu fassen. Das kann ich gar nicht glauben. Das ist toll! Das sieht ja viel besser aus, als wenn man es mit der Hand schreiben würde. Toll.” "Oh weia, verdammt. Jetzt habe ich es kaputt gemacht.” "Ach. Das ist doch nur ein Stück Papier, Anton.” "Ja?” "Meine Maschine kann es doch nochmal drucken. Vielleicht werden wir reich! Aber es gibt noch ein kleines Problem.” "Und welches?” "Ich brauche 1000 Gulden, Anton.” "Hä? Oh. Das ist ja ein richtiges Vermögen.” "Ich gehe mal davon aus, dass du nicht so viel Geld hast.” "Du hast dir 15 Gulden von mir geliehen. Das war alles, was ich gespart hatte. Ja, ja, so ist das. 1000.” "Guten Tag. Wohnt hier ein gewisser Johannes Gutenberg?” "Ja.” "Ich hätte ihm einen kleinen Vorschlag zu machen.” "Kommen Sie doch bitte rein.” "Ich heiße Peter Schöffer, heiße ich. Ich komme aus Mainz Mainz. Ich besuche Sie im Auftrag von Johann Fust Fust. Das ist mein Schwiegerpapa. Er hat viel von Ihnen gehört und würde Ihnen gerne unter die Arme greifen.” "Oh. Das hört sich ja sehr interessant an.” "Ja. Das kann man sagen.” "Also, Herr Putenberg, äh, Gutenberg. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie ganz gern wieder nach Mainz zurückkehren würden. Ist doch Ihre Geburtsstadt. Ich habe Geld dabei. Ich könnte Ihnen ein gutes Pferd mieten. Und dann könnten wir morgen schon losreiten.” "Von mir aus. Aber es wäre schön, wenn mein Freund Anton mitkommen könnte. Er ist sozusagen mein Finanzminister.” "Finden Sie wirklich? Finden Sie wirklich, dass das notwendig ist?” "Hmhm.” "Also gut. Wenn Sie unbedingt darauf bestehen.” "Sehr gut.” "Da sind sie ja. Lieber Herr Gutenberg. Es ist mir eine große Freude, Sie und Ihren Freund zu sehen. Aber nehmen Sie doch Platz, meine Herren. Also, Bücher sind im Moment sehr gefragt. Man lernt lesen. Und die wohlhabenden Bürger bauen ihre Bibliotheken aus. Es hat sich herumgesprochen, dass Sie eine tolle Drucktechnik entwickelt haben.” "Das ist wirklich umwerfend. Die Buchstaben sind ganz klar und scharf. Einer wie der andere. Ich wäre bereit, Ihre Druckerei zu finanzieren. Wir könnten Partner werden. Wie viel Geld brauchen Sie?” "Naja, ich denke so an 8000 Gulden.” "8000? Oh je.” "Das ist eine hübsche Stange Geld. Dafür kann man sich eine Villa kaufen. Und ein paar Grundstücke. Aber ich bin damit einverstanden.” "Hihihihi.” "Abgemacht.” "Aua.” "Und da vorne in die Presse kommen die Druckvorlagen rein.” "Aha.” "Oh!” "Na, jetzt haben Sie doch alles, was Sie wollen, Gutenberg, hm?” "Nicht ganz. Denn ich will 200 Bibeln drucken. Auf Pergament und auf Papier. Für das Pergament brauche ich die Haut von mindestens 8000 Schafen. Das Papier können wir in England kaufen. Außerdem brauche ich noch drei Pressen. Alles in allem wird das nochmal 8000 Gulden kosten.” "8000? Au weia.” "Noch 8000 Gulden dazu? Kein Problem. Die strecke ich Ihnen vor. Hier. Wenn Sie da bitte unterschreiben wollen.” "Aber da steht ja, ich muss Ihnen sechs Prozent Zinsen zahlen.” "Ach, nur eine kleine Formalität. Denken Sie immer daran, wir sind Partner. Diese sechs Prozent Zinsen sind doch überhaupt nicht der Rede wert, wenn man daran denkt, wie viel Gewinn Sie machen werden. Also seien Sie ganz unbesorgt und unterschreiben Sie. Und jetzt bestellen Sie das Pergament und das Papier.” "Ich.” "200 Bibeln sind fast fertig. Und das Ganze in einer Spitzenqualität. Das ist ein Vermögen wert. Bravo, Herr Gutenberg. Bravo.” "Und jetzt legen wir ihn rein.” "Ich bin fertig. Nur noch eine Seite.” "Seite 302 ist auch fertig.” "Herr Fust hat insgesamt 16000 Gulden bezahlt. Die Bibeln sind genauso viel wert, also kein Problem. Aber da ist noch die Druckerei. Aber am Ende wirst du reich sein.” "Ich habe nur einen Wunsch. Ich will, dass jeder ein Buch hat. Du wirst es sehen, Anton. Der einfachste Bauer wird seine eigene Bibel haben.” "Wir suchen einen gewissen Johannes Gutenberg, Bürger der Stadt Mainz.” "Der ist das, der ist das!” "Sind Sie das? Sind Sie das?” "Tja, aber.” "Ja, ich bin das. Was wollen Sie von mir?” "Hat der Gerichtshof beschlossen, ihr Hab und Gut einzuziehen.” "Aber wieso denn das?” "Weil Herr Fust Ihnen 16000 Gulden geliehen hat. Dafür müssen Sie jährlich Zinsen von sechs Prozent zahlen. Diese Zahlung ist aber nicht erfolgt. Deswegen wurde die Pfändung eingeleitet.” "Aber wir sind doch Geschäftspartner. Ich habe die Bibeln fast fertig. Wenn sie verkauft sind, ist die Schuld beglichen.” "Ich muss nur meinen Anweisungen folgen. Daraus folgt: Pfändung, Pfändung, Pfändung.” "Diese ekligen Kerle wollen doch nur unsere Druckerei einkassieren. Der ist doch nur deswegen hier, damit sie uns…” "Johannes, Johannes. Warte doch auf mich! Johannes, warte doch. Das ist alles nicht so wichtig. Wir müssen eben von Neuem anfangen. Wir schaffen das, glaub mir. Pass auf, es ist noch nicht alles verloren. Ich habe immer noch ein bisschen Geld. Es bleiben mir, wenn ich richtig rechne, noch drei Gulden.” "Finde ich ganz schön gemein.” "Er ist drauf reingefallen und dann hat er nichts mehr gehabt.” "Bei dieser Geschichte gibt es aber einen Sieger. Johannes Gutenberg. Er wollte, dass jeder ein Buch zu Hause hat. Und das hat er geschafft. Am Ende des Jahrhunderts hatte man bereits zehn Millionen Bücher gedruckt. Heute sind es zehn Milliarden pro Jahr. Unglaublich. Zehn Milliarden pro Jahr. Dabei habe ich die Zeitungen und Zeitschriften noch nicht einmal mitgerechnet. Johannes Gutenberg war ein großer Entdecker und Erfinder.” "Sag mir wieso. Das haben Menschen oft sich gesagt. Sag, was ist groß, was ist klein. Schau hinein und sieh ein. Gedanken fliegen weit. Werden dann Wirklichkeit. Die Sonne strahlt an jedem Morgen, der neu erwacht. Der Himmel malt in so viel Lichtern neu jede Nacht. Und alles dreht sich im Kreis, sanft und leis’ und wer weiß, warum die Sterne glühen, Kometen sich versprühen und die Blumen blühen? Wie mag es gehen? Mit dieser Frage fängt alles an. Hast du gesehen, wie wunderbar Erfinden sein kann? So wunderbar! So wunderbar!”

Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Gutenberg und die Erfindung der Druckkunst – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 6) kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die Begriffe Entdeckung und Erfindung.

    Tipps

    Vielleicht hast du im Physikunterricht schon einmal von der Schwerkraft gehört. Es handelt sich hierbei um ein Naturgesetz.

    Bevor es Papier gab, schrieb man auf Tontafeln oder Papyrus. Das Papier ist daher also nur eine Abänderung von etwas bereits Bestehendem. Ist das Papier also eine Entdeckung oder Erfindung?

    Lösung

    Obwohl die Begriffe Entdeckung und Erfindung eine unterschiedliche Bedeutung haben, werden sie fälschlicherweise oft als Synonym verwendet. Während sich eine Entdeckung auf etwas bereits Vorhandenes bezieht, das bislang unbekannt war, meint der Ausdruck Erfindung die Kreation von etwas, was es in dieser Form bislang noch nicht gab. Man spricht daher zum Beispiel von der Entdeckung Amerikas und von der Erfindung des Laserdruckers. Während es Amerika auch schon vor der Entdeckung durch Christopher Columbus gab, ist der Laserdrucker eine Weiterentwicklung der bestehenden Drucktechnik.

  • Bestimme, wie Gutenberg das Druckverfahren erfand.

    Tipps

    Zwei Wörter sind zu viel.

    Vor dem Druckverfahren wurden Bücher von Hand abgeschrieben oder jede einzelne Seite mühsam aus einer Holztafel herausgeschnitzt.

    Lösung

    Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks hat die damalige Welt wohl ebenso revolutioniert, wie in unserer Zeit der Computer. Während durch den Buchdruck für das Bürgertum plötzlich Druckerzeugnisse erschwinglich wurden und ihnen so die Möglichkeit der Informationsbeschaffung offen stand, wurde durch die moderne Digitalisierung unter anderem die Kommunikation vereinfacht.

  • Stelle die Vor- und Nachteile des Buchdrucks einander gegenüber.

    Tipps

    Bonus Accursius betont die Vorteile des Buchdrucks, während Johannes Trithemius etwas am Buchdruck kritisiert.

    Lösung

    Johannes Trithemius stand dem Buchdruck kritisch gegenüber, da gedruckte Bücher angeblich keine lange Lebensdauer hätten. Auch war er der Meinung, dass sich der Buchdruck erst etablieren müsse, um gesellschaftliche Anerkennung zu finden. Trithemius beachtete demgegenüber nicht die Vorteile des Buchdrucks wie die bessere Verbreitung des Wissens an breite Bevölkerungsschichten. Diesen Punkt betont nämlich gerade Bonus Accursius, wenn er sagt, dass handgeschriebene Bücher durch ihre hohen Preise bislang nicht für jedermann zugänglich waren.

    Quelle: Christoffer, Sven (u. a.): Zeitreise 2. Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 2006, S. 13.

  • Erläutere, warum die Presse auch als „vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet wird.

    Tipps

    Der Begriff Zensur bedeutet die Überwachung und Unterdrückung von Veröffentlichungen in Presseerzeugnissen, Radio, Internet und Fernsehen.

    Der Ausdruck Legislative kommt vom lateinischen Wort Lex, was so viel wie „Gesetz“ bedeutet.

    Lösung

    Freie Meinungsäußerung in der Presse oder in sozialen Netzwerken ist keine Selbstverständlichkeit. In vielen Teilen der Erde riskieren Menschen auch heute noch ihr Leben, wenn sie Unrecht beim Namen nennen. Auch Zensuren sind leider immer noch in einigen Gebieten an der Tagesordnung. Dabei braucht Demokratie Pressefreiheit, um über Machtmissbrauch in der Politik oder in der Wirtschaft zu berichten. In jenem Fall kann man die Presse dann neben der Regierung, dem Parlament und den Gerichten als vierte Gewalt in einem demokratischen Staat bezeichnen.

  • Gib an, wer die jeweiligen Erfindungen gemacht hat.

    Tipps

    Die antike Schrift der Hieroglyphen wurde rund um den Nil gefunden.

    Als Keilschrift bezeichnet man das Schriftsystem, das im Vorderen Orient verwendet wurde.

    Lösung

    Etwa 3.000 v. Chr. schrieben die Sumerer mit der Keilschrift auf Tontafeln. Zirka zur gleichen Zeit erfanden auch die Ägypter das Schriftsystem der Hieroglyphen. Auch sie schrieben noch auf Tontafeln oder Papyrus. Die Chinesen hingegen verfassten ihre Texte auf Bambusrollen. Da diese viel Platz in Anspruch nahmen, erfanden sie schließlich das Papier. In China kam auch etwa tausend Jahre vor der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg die Kunst des Druckens auf.

  • Erkläre, welche Auswirkungen die Erfindung des Buchdrucks hatte.

    Tipps

    Vielleicht hast du schon einmal von Martin Luther gehört. Er führte die Reformation an, die letztendlich zu einer Spaltung der Kirche führen sollte.

    Bis zur Verbreitung des Buchdrucks legte die katholische Kirche die Bibel aus. Warum fürchtete sie sich davor, dass jetzt plötzlich auch das einfache Volk die Bibel lesen konnte?

    Lösung

    Der Buchdruck mit beweglichen Lettern revolutionierte die Welt. Plötzlich war es möglich, dass sich Menschen durch das Lesen von gedruckten Schriften selbst informieren und sich auch zusammentun und rebellieren konnten. Für die katholische Kirche, die bislang die unangefochtene Autorität innehatte, war diese Entwicklung gefährlich. Sie fürchteten nicht zuletzt durch die Bewegung der Reformation um ihren Einflussbereich.

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