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Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1)

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Es War Einmal Forscher Und Erfinder
Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1)
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Grundlagen zum Thema Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1)

Im alten China wurde das erste Papier hergestellt, eine Erfindung, die die Welt verändern sollte. Aber auch "gefährliche" Erfindungen wurden gemacht: Pulver, Raketen, Kanonen und andere schreckliche Waffen. Die Chinesen unternahmen erste Flugversuche mit einfachen Drachen, und so fing der Traum vom Fliegen an, den dann später die Brüder Montgolfier und in der Neuzeit Lindbergh Wirklichkeit werden ließen. Maestro sagt es am Schluß der Folge ganz deutlich: "Erfindungen können Fortschritt bedeuten, oder auch Gefahr und Unglück. Es kommt immer auf die Menschen an, was sie daraus machen."

Transkript Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1)

Wo ist er? Wo bleibt er? Er müsste längst da sein. Vielleicht hat der Meister ja auch verschlafen? Sonst ist er immer pünktlich. Hoffentlich ist ihm nichts zugestoßen. Ach was. Unseren Meister haut so schnell nichts um. Der ist doch unverwüstlich, unser Meister. Schnauze da hinten. Nimm das. Auweia. Und das nennt sich Zivilisation. Nanu? Organisation. Was für ein Verkehr? Da geht einem ja der Hut hoch. Da sind die Chinesen schon ganz andere Kerle. Tut mir leid Kinder. Ich habe mich ein bisschen verspätet. Das kann ja einmal passieren. Ich habe mich ein bisschen mit den Chinesen beschäftigt. Und wie ich eben schon sagte. Was sage ich denn da? Ich habe ja noch gar nichts gesagt. Es war dieser verdammte Verkehr, der mich aufgehalten hat. Das macht mich ganz wischel-waschel-wuschig. Außerdem ist es so kalt, dass einem der Bart abfriert. Seht euch das an. Er ist total ausgefranst. Wie wäre es denn, meiner Kleiner, wenn du mit dem Dreher die Heizung ein bisschen höher drehst? Und du da könntest mir ein bisschen Tee aufbrühen, danke. Basta sage ich. Ja. Es geht nichts über eine schöne Tasse Tee. Der Tee erinnert mich an die Chinesen. Es waren immer die Chinesen. Worüber wollen wir denn heute reden? Ach ja, über die Chinesen. Und über alles andere. Über die großen Probleme der Erde, von denen eine ganze Menge schon gelöst wurden. Fangen wir an mit Ökologie. So ein Quatsch. Ich würde am liebsten etwas von Cowboys und Indianern hören. Da fliegen die Fetzen. Piff paff. Wenn ihr schon von Gewehren reden müsst, denkt daran, es waren die Chinesen, die sie erfunden haben. Und zwar als aller allererste. Und das Schießpulver und die Kanonen und das Porzellan. Die Chinesen waren schon 1.700 Jahre vor unserer Zeitrechnung oberschlau. Deine Spielkarten, mein Junge, haben auch die Chinesen erfunden. Fünf Jahrhunderte vor allen anderen. Verdammt lang her. Nee. Die Chinesen nerven. Ja genau. Jetzt weiß ich, was ich euch erzählen wollte. Alles, was für uns heutzutage selbstverständlich ist, was wir sehen, was uns umgibt. All diese vertrauten Gegenstände, die waren uns nicht immer so vertraut. Wir leben hier in einem recht komfortablen Haus mit elektrischem Licht und zentraler Zentralheizung. Wasser kommt aus dem Hahn, Stimme aus dem Telefon. Und viele, viele bunte Bilder aus dem Fernseher und andere Dinge. Wir haben uns an den Luxus gewöhnt. Aber das hat tausende von Jahren gedauert und war eine ungeheure Anstrengung. Viele Erfinder und Entdecker. Man verbesserte sich von der Wald- und Wiesenhütte zur Mehrfamilienburg. Ja. Von all diesen Erfindern und Entdeckern will ich euch erzählen. Denn sie haben die Welt geschaffen, in der wir heute leben. Und es wird weiter erfunden, damit die Welt von morgen besser wird als die Welt von gestern. Alle einverstanden? Na klar! Also mir wären die Cowboys wirklich lieber. Das wird aber verdammt langweilig werden. Nein, das wird überhaupt nicht langweilig. Erst denken, dann reden! Geschichten über Erfindungen und Entdeckungen sind spannender als jeder Kriminalroman. Denn diesen Genies haben wir zu verdanken, dass wir heute nicht mehr in einer Höhle wohnen. Das sage ich euch. Was wollte ich eigentlich sagen? Na sagt schon. Darf ich mal fragen, was das Ganze mit den Chinesen zu tun hat? Eine gute Frage. Aber wie schon gesagt, haben die Chinesen viele Dinge vor allen anderen erfunden. Sie haben fast alles erfunden. Das Papier, die Spielkarten, das Dezimalsystem, die Dampfmaschine, den Fallschirm, die Streichhölzer, den Kompass. Sie haben den Blutkreislauf entdeckt zu einer Zeit, als man hier noch auf den Bäumen lebte. Die haben schon Wein gebrannt und Branntwein genannt. Sie konnten die Zeit mit der mechanischen Uhr messen. Und sie beherrschten die Kunst des Druckens. Sie hatten Raketen, Fließbänder, sie konstruierten Hängebrücken und sie kannten das Petroleum. Niemand hat davon gewusst. Und fast keiner hat es gesehen. Ihr seid die ersten, die das erfahren. Also dran bleiben. Meister? Es hat doch auch noch andere Erfinder in der Geschichte der Menschheit gegeben. Zum Beispiel Archimedes, Gutenberg oder Galilei, Pasteur, Edison und noch viele andere, nicht wahr? Wo du recht hast, hast du recht. Aber eins nach dem anderen. Heute reden wir erst einmal von den Erfindungen der Chinesen und später dann davon, was die anderen Erfinder erfunden haben. Einverstanden?
Fangen wir also hübsch von vorne an. Die allerersten Erfinder, die es in der Geschichte der Menschheit gab, waren zweifellos die Tiere — die Vögel, die Affen. Natürlich hat ihnen manchmal der Zufall geholfen. Denn Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht. Unsere Steinzeitbrüder und -schwestern haben eine ganze Menge entdeckt. Das erste Werkzeug. Die erste Waffe. Und sie haben als erste das Feuer benutzt. Später dann wurden die großen Tiere, die sie am liebsten aßen, etwas knäpplich. Und deshalb haben die Menschen etwas erfunden, damit sie trotzdem ihren Hunger stillen konnten: den Ackerbau. Ja. Diese Ackerei bringt mich wieder zurück zu den Chinesen. Die kannten schon 600 vor Christus die Kultivierung in Reihe. Das richtige Unkraut jäten. Pflugscharen aus Eisen. Und ein wenig später die Technik des Aussäens in mehreren Reihen. Das hat den Ertrag ganz schön in die Höhe getrieben. Wir kamen erst 2.000 Jahre später auf diesen Trichter. So lange haben wir hinter dem Mond gelebt. Nehmen wir zum Beispiel das Bier, das man brauen kann, wenn Hopfen und Malz nicht verloren gehen. Die Chinesen haben das schon 1.500 Jahre früher zusammengebraut. Und schon war auch die Schlangenlinie erfunden. Wo war ich jetzt eigentlich stehen geblieben? Bei der Landwirtschaft, glaube ich. Ah jaja, bei der Landwirtschaft. Das Pferdegeschirr haben die Chinesen nämlich auch erfunden. Nicht zum Essen. Zum Reiten. Bis dahin gab es nur fehlerhafte Konstruktionen. Von Servolenkung weit entfernt und eine Quälerei für die armen Tierchen. Ihnen blieb glatt die Luft weg. Da hatte einer der alten Chinesen die Idee, Zügel mit Riemen zu erfinden. Er erfand den Brustriemen, der genau in der Höhe der Brust angebracht wurde. Die Pferde konnten aufatmen und haben vor Freude gewiehert. Ein wenig später hat dann ein Urenkel dieses alten Chinesen diese Idee verfeinert. Dieses neue Pferdegeschirr wurde an den Schultern festgemacht. Und das war sensationell! Denn damit konnte das Pferd zehnmal schwerere Lasten abservieren als zuvor. Bei uns hat es noch 1.000 Jahre gedauert, bis sich diese geniale Erfindung im Volksmund herumgesprochen hatte. Da fällt mir etwas ein. Die Steigbügel wurden auch erfunden. Denn wie sollte man bequem auf ein Pferd steigen, ohne Steigbügel? Etwa so? Viele Wege führten auf das Pferd. Die Vorstufe des Steigbügels war die sogenannte Räuberleiter. Auch bei den Ägyptern, den Griechen und den Römern war der Steigbügel noch unbekannt. Wenn einer runterfiel beim Reiten, blieb er unten. Aber die chinesischen Erfinder erfanden weiter. Hier sehen wir eine frühe Konstruktion. Na ja. Was machen denn diese Burschen? Oh ja. Rechts hat Vorfahrt. Ganz klar! Erst einmal musste man die Methode der Metallbearbeitung weiterentwickeln. Wen wundert es? Es waren wieder die Chinesen vor etwa 2.000 Jahren, die eine tolle Erfindung machten. Sie hämmerten Steigbügel aus Metall. Das war eine Tat, die die Welt verändern würde. Aus Asien kam das unbesiegbare Volk der Awaren herangaloppiert. Sie galoppierten und galoppierten und wenn sie nicht zu Ende galoppiert hätten, galoppierten sie heute noch. Durch den chinesischen Steigbügel kam die Reiterei auch bei uns in Europa groß in Mode. Das waren ja ober tolle Erfinder, diese Chinesen. Echt pfiffig! Rede nicht so einen Riesenquatsch. Das ist nicht wahr! Der will uns doch nur ärgern, ärgern! Und das war bei weitem nicht alles. Ich muss euch ja noch so viel erzählen. Die Chinesen hörten nicht auf mit den Erfindereien. Sie erfanden den Kompass. Die Laterna Magica, ein Vorläufer des Projektionsapparates. Die Kardanwelle für die Übertragung von Kräften. Die hydraulische Energie. Das Wassertreten. Die Dampfmaschine. Die Schleusen. Die Schiffe mit den Schaufelrädern. Und das Steuerruder. Schon im dritten Jahrhundert, das heißt 1.600 Jahre vor uns, entdeckten die Chinesen die biologische Schädlingsbekämpfung. Die Insekten, die sich das Obst reinziehen wollten, wurden von ihren Artgenossen vernichtet. Als hierzulande noch das düstere Mittelalter herrschte, erfanden die Chinesen was ganz was Tolles. Eine Technik, um versunkene Gegenstände aus dem Wasser zu holen. Übrigens, im 20. Jahrhundert war man in Europa mit der Hebetechnik auch nicht sehr viel weiter. 1894 wird zum ersten Mal ein Mensch mit dem Namen Baden-Powell in die Lüfte steigen mithilfe eines fliegenden Drachens. Diese Vogelflugtechnik verfeinert Otto Lilienthal und fliegt damit höher und weiter. Doch der erste Drachenflieger aller Zeiten war ein junger chinesischer Prinz. Diese spannende Geschichte erzähle ich euch jetzt. Schon im fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ließen die Chinesen Drachen fliegen. Ein findiger Feldherr hat sie bei der Belagerung einer großen Stadt dazu benutzt, seinen Verbündeten Mitteilungen mitzuteilen. Ist das nicht eine schöne Geschichte? Ob es wirklich so war, weiß ich nicht. Nun aber flugs zurück zu dem fliegenden Prinzen. Zu dieser Zeit herrschte der böse Kaiser Gao Yang. Er hatte eine eigenwillige Methode, sich seiner vornehmen Gefangenen zu entledigen. So flatterte der junge Prinz Yuan einige Kilometer weit. Er war also der erste Mensch, der fliegen konnte. Ein paar tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Ich habe euch doch schon einmal von einer Brücke erzählt. Ich meine diese hängende Hängebrücke. Erinnert ihr euch noch? Das ist natürlich auch eine chinesische Erfindung. Das war also die erste Hängebrücke. Wie lange das her ist, fragt ihr vielleicht? Nichts Genaues weiß man nicht. Doch weiter mit der Hängebrückengeschichte. Da diese Hängebrücken doch sehr wackelig waren, entwickelte man im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung die erste feste Brücke von Anlan in Szechuan. Die technische Perfektion der alten Chinesen versetzt uns heute noch in Erstaunen. Nun erzähle ich euch mal etwas von Fallschirmen. Man war lange der Meinung, dass der große Erfinder Leonardo da Vinci diese brillante Idee hatte. Aber ihr ahnt es sicher schon: Die Chinesen waren wieder einmal früher, schneller, besser. Dieser junge Mann, der hier die Treppe hinauf läuft, ist der künftige Kaiser aus der Dynastie Xia. Der kleine Kaiser hatte schon früh schlaue Ideen, 3.000 vor Christus. Wir springen auch in das Jahr 1080 nach Christus. Die beiden waren die ersten Trickdiebe. Diese gymnastischen Übungen fanden 1688 statt. Der französische Botschafter machte sich eifrig Notizen über die Kunststücke dieser Luftikusse. Diese Aufzeichnungen lasen die Brüder Montgolfier und erfanden den Heißluftballon. Außergewöhnlich. Einfach unglaublich. Endlich ein Mensch, der fliegen kann. Jetzt machen sie mal halblang, Monsieur. Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass man damit in die Tiefe springen kann. Aber selbstverständlich kann man das doch. Frei in der Luft herumzufliegen. Das ist doch der Traum der ganzen Menschheit. Die Chinesen haben es gekonnt und ich kann es viel besser. Wenn ich mich erst einmal in luftiger Höhe befinde mit einem dieser Ballons, dann lasse ich mich fallen. Wie sagten die alten Chinesen? Guter Fallschirm, weiche Landung. Kommen wir zu einer weiteren Erfindung. Die Sumerer schrieben alles Wissenswerte auf Platten aus Ton. Die waren aber den Ägyptern zu schwer. Und so erfanden sie den Papyrus. Papier, so wie wir es heute kennen, wurde so 200 Jahre vor Christus von den Chinesen erfunden. Man konnte es nicht nur zum Schreiben verwenden. Papier war ganz groß in Mode. Man konnte es für Kleider benutzen und für Fächer. Es gab sogar Ritterrüstungen aus Papier. Um das Jahr 810 führten die Chinesen das Papiergeld ein. Aber Falschgeldfälschung konnte einen den Kopf kosten. Oje. In Europa hat man erst im 13. Jahrhundert das Papier kennengelernt. Und das Papiergeld gab es erst im 17. und 18. Jahrhundert. 868 gab es das erste Buch mit Seiten aus Papier. Ein heiliger Text. 1041 erfand der Chinese Bi Sheng bewegliche Schriftzeichen. Bei uns sind das 26, in China bis zu 400.000. Mit den Horden der Mongolen kam diese Erfindung bis an die Grenzen des germanischen Reiches. Und sogleich wurde die Druckkunst erfunden. Aber unsere chinesischen Freunde haben nicht nur sinnvolle Dinge erfunden. Sondern auch Gewehre, Granatwerfer, Kanonen, Schleudern für Feuer und Flammen. Auch bei diesen Dingen kannte ihr Erfindungsgeist keine Grenzen. Eigentlich suchten die Alchimisten nach einem Elixier, um das Leben der Menschen zu verlängern. Aber sie fanden etwas, mit dem man das Leben der Menschen verkürzen kann: das Schießpulver. Man kann es auch für Feuerwerkskörper verwenden, um Feste zu feiern. Manchmal erfinden die Menschen leider ganz schlimme Dinge. Ein paar Jahrhunderte später gab es die Knallerei dann auch bei uns. Die Raketen wurden immer größer, flogen immer weiter und ihre Wirkung wurde immer vernichtender. Ich finde, Erfindungen sollten den Menschen helfen und ihnen nicht schaden. Doch leider empfinden das nicht alle so. Erfinden und Entdecken ist die eine Seite der Medaille. Aber es kommt darauf an, was man daraus macht.

Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Erfindungen der Chinesen – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 1) kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle vier große Erfindungen des Alten Chinas dar.

    Tipps

    Der Name Goldfisch-Kompass geht auf seine Form zurück. Wie sah der Kompass wohl aus?

    Der Begriff Papyrus beschreibt die Papiersorte, die bereits die Alten Ägypter benutzten.

    Ein Alchemist beschäftigt sich mit der Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihren Reaktionen.

    Lösung

    Einige der größten Errungenschaften der Menschheit stammen aus dem Alten China. Dazu gehören zum Beispiel der Kompass, die Papierherstellung, das Schießpulver, aber auch die Erfindung des Drucks. Bezüglich des Schießpulvers kann man darüber streiten, ob dieses eine nützliche Erfindung für die Menschheit war. Schließlich ist es für moderne Waffen unumgänglich. Schießpulver braucht man jedoch auch für Feuerwerke. Von daher hat diese Erfindung sowohl eine gute als auch eine schlechte Seite.

  • Gib an, wie Marco Polo in seinem Bericht „Wunder der Welt“ Peking beschrieb.

    Tipps

    Der Begriff der Urbanisierung beschreibt die Ausbreitung städtischer Lebensformen.

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Das Wort Großkhan umfasst einen Kaisertitel und ist dem obersten Herrscher zuzuordnen.

    Lösung

    Marco Polo, der vermutlich von 1254 bis 1324 lebte, war ein aus Venedig stammender Händler. Im Jahre 1271, also im Alter von 17 Jahren, brach er mit seinem Vater und seinem Onkel zum Großkhan der Mongolen auf. Der Begriff des Großkhans entspricht einem Kaisertitel. Nach einer Reisezeit von etwa vier Jahren erreichte Marco Polo 1275 den Großkhan in Xanadu. Xanadu lag in der Nähe von Peking und war die Palaststadt und Sommerresidenz des Großkhan. Marco Polo war insgesamt 20 Jahre in China und reiste im Auftrag des Großkhans sogar als Verwalter durchs Land. Nach seiner Rückkehr in Italien hielt er seine Reiseberichte in II Milione, auf Deutsch: Die Wunder der Welt, fest. In dem hier dargestellten Textauszug spricht er von Cambaluc, Peking. Der Begriff Cambaluc war der im Mittelalter verwendete Name der chinesischen Hauptstadt, die damals noch unter mongolischer Herrschaft stand.

    Quelle: Marco Polo, Il Milione. Die Wunder der Welt. Übersetzung von Elise Guignard, Zürich 1989, S. 154.

  • Erläutere, welche Stellung der Seidenhandel in China einnahm.

    Tipps

    Byzanz wurde zwischen dem 7. und 11. Jahrhundert der Marktführer Europas für Seide. Wie gelang Byzanz das?

    Lösung

    Obwohl die Anfänge der Seidenzucht in China nicht bekannt sind, geht man von einer Entstehungszeit um das Jahr 3.600 v. Chr. aus. In jener Zeit fand man in Hemudu in der Provinz Zhejiang, im Osten von China, Webvorrichtungen und gefärbte Seidengaze (Gewebe), die sich bis in jene Jahre zurückdatieren lassen. Leizu, die Frau des Gelben Kaisers Huangdi, soll die Eigenschaften der Seidenspinnerraupe entdeckt haben. Der Legende nach habe Leizu nämlich beobachtet, wie die Seidenspinne ihren Kokon aus einem Endlosfaden wickelte, den die Chinesen später zum Spinnen von Seide verwendet haben. Auch die Erfindung des Webstuhls soll auf das Konto der chinesischen Kaisergattin gehen.

  • Zeige auf, inwiefern bereits die Alten Römer von den Erfindungen der Chinesen profitierten.

    Tipps

    Ein Synonym für Hoftracht ist Amtskleidung. Vielleicht kennst du aus dem Geschichtsunterricht Bilder, auf denen sich die römischen Kaiser mit einem roten Seidenumhang zeigen.

    Der Begriff Export bezeichnet den Verkauf von Gütern ins Ausland, während das Wort Import die Einfuhr von Produkten ins eigene Land beschreibt.

    Zwei Wörter sind zu viel.

    Lösung

    Forscher gehen davon aus, dass vor allem die Parther schuld daran waren, dass sich die Römer und die Chinesen nie direkt begegnet sind. Das Einflussgebiet der Parther lag nämlich wie ein Riegel zwischen den beiden Reichen. In einer chinesischen Quelle, die Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstanden ist, heißt es zudem, dass ein chinesischer General einen Botschafter nach Rom schickte. Der Botschafter kam aber nur bis nach Mesopotamien. Hier teilten ihm parthische Händler mit, dass eine Weiterreise nach Rom mindestens zwei Jahre dauern würde. Daraufhin entschloss sich der Botschafter zur Umkehr. Tatsächlich hätte er jedoch bereits nach zwei Monaten Rom erreicht.

  • Arbeite die Entstehungszeit der jeweiligen Erfindung heraus.

    Tipps

    Der Homo erectus, aus dem sich der Neandertaler entwickelte, verstand es ab etwa 700.000 v. Chr., ein Feuer zu entzünden.

    Vielleicht hast du schon einmal von der Neolithischen Revolution gehört? Sie leitete die Epoche der Jungsteinzeit ein, in der die Menschen erstmals sesshaft wurden. Was war dafür notwendig?

    Lösung

    Das Feuer wurde bereits vom Homo erectus vor rund 1,5 Millionen Jahren entdeckt – es für sich zu nutzen dauerte jedoch noch einige Zeit. Später entdeckte dann der Homo sapiens vor etwa 150.000 Jahren die Vorteile des Ackerbaus für sich. Durch den Ackerbau wurde die Neolithische Revolution eingeleitet und der Mensch, der vorher Nomade war, konnte jetzt sesshaft werden. Als Erfinder des Kompasses wird in Europa der italienische Seefahrer Flavio Gioia gefeiert. Er soll den Kompass im 13. Jahrhundert entdeckt haben. Allerdings wussten bereits die Seefahrer vor ihm, sich an den Sternen zu orientieren. Mit dem Zeitalter der Industrialisierung kamen die ersten Motoren in Mode. Ein Motor steckt übrigens auch in viel kleinerer Form in jedem Computer. Ohne ihn wäre also unser elektronisches Zeitalter gar nicht möglich gewesen. Und im elektronischen Zeitalter darf natürlich auch das Internet nicht fehlen.

  • Vergleiche die historische Seidenstraße mit Chinas neuer Seidenstraße.

    Tipps

    Inwiefern unterscheidet sich die Infrastruktur der historischen und neuen Seidenstraße voneinander? Früher reiste man in Karawanen, das heißt mit Tausenden von Kamelen, Maultieren oder Eseln. Wie reist man heute auf der neuen Seidenstraße?

    Lösung

    Im Mittelalter war insbesondere unter den europäischen Königen und Adligen die Nachfrage nach fremdartigen Waren wie Gewürzen, Edelsteinen, Seide oder farbenprächtigen Teppichen groß. Viele Fernhändler wagten sich daher immer wieder auf den Weg nach Asien. Insbesondere Kaufleute aus Genua oder Venedig waren durch den Handel über die Seidenstraße reich geworden. Sie bekamen die kostbaren Waren auf den Märkten am östlichen Mittelmeer, wohin die Luxusgüter zuvor von arabischen Händlern aus dem fernen Osten über die Seidenstraße transportiert worden war. Die neue Seidenstraße nimmt zwar immer noch eine wichtige Stellung für Chinas Export ein. Doch soll sie auch dazu dienen, Chinas Weltmachtstellung zu betonen und darüber hinaus Touristen aus aller Welt anzulocken.

    Quelle: Fachredaktion Gemeinschaftskunde: Chinas langer Weg nach Westen - die Seidenstraße 2.0: https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/gemeinschaftskunde/materialien-und-medien/wirtschaft/chinas-langer-weg-nach-westen-die-seidenstrasse-2.0/ab-seidenstrasse-handel-china.pdf [zuletzt abgerufen am 27.06.2020]

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