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Willi zu Gaste bei einem Bauern

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Team Wissensdurst
Willi zu Gaste bei einem Bauern
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi zu Gaste bei einem Bauern

Wie melkt man eigentlich eine Kuh? Das und alles, was sonst noch auf einem Bauernhof passiert, will Willi herausfinden. Dafür muss er früh aufstehen. Zusammen mit Bauer Anderl aus Forstinning lässt er dessen Hühner raus auf die Wiese, sammelt Eier ein und entlässt die Gänseschar aus dem Stall. Eines der Schafe hat sich mit dem Kopf im Weidezaun verheddert und muss schnell befreit werden. Das Besondere an Anderls Hof: Anderl ist Biobauer mit eigenem Hofladen, und er betreibt eine Mühle - selbstverständlich erklärt er Willi ganz genau, wie das Mehl produziert wird. Auf dem Nachbarhof erlebt Willi, wie die Kühe in einem Milchstand gemolken werden. Anschließend hilft er der Bäuerin Inge beim Käsen. Und schon ist es Zeit, mit auf's Feld zu fahren, um das Biogemüse zu ernten, das in Anderls Laden verkauft wird. Zum Abendessen mit Anderls Familie kommen lauter selbst erzeugte Leckereien auf den Tisch.

Transkript Willi zu Gaste bei einem Bauern

Guten Morgen. Eigentlich wollte ich mich ja heute Morgen vom Hahn wecken lassen, aber ich glaube, der hat verschlafen. Jetzt ist er auch wach. Heute bin ich nämlich auf einem Bauernhof und will mal gucken, was es hier so zu tun gibt. Guten Morgen, Willi. Du bist ja schon wach. Guten Morgen, Anderl. Der Anderl ist übrigens der Bauer hier. Nicht lange reden, aufstehen. Der Tag ist kurz. Wir haben viel zu tun. Alles klar. Danke schön. So, Willi, das Erste, was wir in der Frühe machen auf dem Bauernhof ist die Hühner rauslassen. Die sind hier drin? Genau. Und du hörst schon. Guten Morgen, Frau Henne. Genau. Du kommst hier raus. Das ist die Heidi. Das sind unsere australischen Hühner. Guten Morgen. Ein Hahn. Du warst heute zu spät. Mein Wecker war vor dir wach. Kann man eigentlich ein Huhn einfangen? Das ist die Helga. Können wir eines einfangen? Die Helga haben wir schon. Oh, super. Guten Morgen. Du hast aber ein schönes, weiches, ja, Fell ist es ja nicht. Das sind Federn. Federkleid ist das. Ein Federkleid. Ich habe gedacht, Hähne hätten nur so einen Kamm. Nein, auch Hühner. Der von den Hennen sind umso größer. Das fühlt sich so ein bisschen weich, fleischig an. Und was gibt es bei den Hühnern noch besonders? Die Krallen? Die Krallen. Da sieht man jetzt bei so Legebatterien-Hühner, dass die Krallen halt viel zu lange sind. Die sind eigentlich viel kürzer. Das ist jetzt nämlich die Helga und die war bis vor ein paar Monaten noch in der Legebatterie gesessen. Was heißt das? Legebatterie? Legebatterie, dass die Hühner in einem ganz kleinen Metallkäfig eingesperrt sind und wie wir sie bekommen haben, hat die fast keine Federn mehr gehabt. Die war fast ganz nackt. Oh, sie war sozusagen im Gefängnis. Das war im Hühnergefängnis. Genau. Und du bist natürlich ein Biobauer? Beim Biobauern müssen die Hühner raus. So ist es. Das ist der Unterschied zum Beispiel? Ein ganz ein wichtiger Unterschied. Ja. Wollen wir sie mal wegrennen lassen? Helga? Auf in den schönen Tag. Du, jetzt machen wir da drüben noch die Tür auf, weil da sind auch noch Hühner drin. Genau. Das da oben noch aufdrehen. Guten Morgen. Hey, Moment mal. Vielleicht haben die Eier gelegt. Wollen wir mal schauen? Ja. Sicher. Schau rein. Schau mal da. Hier liegt schon eins. Da auch! Super. Und hier ist auch eins, ein weißes Ei. Genau. Das ist ein weißes Ei. Da sind zwei Braune. Weil es ist halt so, es gibt verschiedene Hennen. Braune Hühner, weiße Hühner, graue Hühner. Und so sind auch dann die Eier ungefähr. Bei den weißen Hühnern ist es in der Regel so, dass die auch weiße Eier legen, weil die braunen Hühner in der Regel im Normalfall, dass sie braune. Sind die dunkler dann. Genau braune Eier legen. Wie viele Eier legen eigentlich Hühner pro Tag? Eins. Im Normalfall, wenn schönes Wetter ist. Im Winter ist es ihnen zu kalt und auch zu dunkel. Da legen sie dann weniger. Und jetzt? Füttern? Ja, es ist noch füttern angesagt. Die brauchen noch Futter für den ganzen Tag. Das muss langen. Und dann schauen wir raus. Und die behalten wir uns? Die nehmen wir mit. Und das ist das, was sie kriegen? Ja, genau. Ein bisschen gequetschtes Getreide. Alles andere ist ja draußen. Und Maiskörner. Genau so ist es. Einfach hinstreuen? Einfach am Boden verteilen. Piep-piep-piep-piep-piep-piep. Du machst das schon richtig. Groß ausstreuen. Oh, Entschuldigung. Wollte ich nicht. Vielleicht frisst sie mir ja aus der Hand. Aua! Das sagt man, gell? Put-put-put-put. So. Ausnahmsweise hatte mal ein Tier mehr Angst vor mir als ich vor ihm. So. Sehr schön. Dann würde ich sagen, haben wir es hier bei den Hühnern. Nehmen wir die Eier mit rein und dann gehen wir zu den nächsten Viechern. Sehr schön. Der Anderl, der ist gerade in den Schuppen gegangen, um da ein paar Tiere rauszuholen, die hier auf der Weide grasen sollen. Also keine Ahnung, was das für Tiere sind, aber schaut mal. Das ist das, was bei denen hinten rauskommt. Gänse! Lauter Gänse! Die sehen ja aus wie ein lebendiges Federbett. Bis zum Winter haben sie es hier gut auf Anderls Hof. Dann werden sie geschlachtet und als Weihnachtsbraten verkauft. So. Jetzt will ich mal ausrechnen, was das für ein Tier hier ist. Das ist 7.000 plus 353 ist gleich 7.000, ach, andersrum. Esel. Das ist der Esel vom Anderl. Wie heißt der denn? Das ist eine Sie. Das ist die Sissi. Sissi? Wie die Kaiserin. Ah, eine Eselin sozusagen. Und das hier sind die berühmten Eselsohren, für die man in der Schule immer schlechte Noten kriegt oder jedenfalls einen Anschiss von der Lehrerin. Das ist ja interessant! Die hat so eine ganz schöne Zierleiste. Ist das Standard bei Eseln? Nein. So wie es halt einfach verschiedene Menschen gibt, gibt es auch verschiedene Esel und jeder Esel schaut halt ein bisschen anders aus. Wofür hast du die Sissi? Weil wir halt einfach ein paar Viecher auf dem Hof herumlaufen lassen. Gott sei Dank. Ja. Und ein bisschen das Gras abfressen. Dann brauchen wir nicht so viel mähen. Ich habe schon gedacht, weil du Salami daraus machen willst. Nein. Nein. Wir essen keine Eselsalami. Aus dir nicht, gell? Aber ich habe noch andere Mähgeräte auch. Was denn? Auch vierbeinige. Mäher? Schafe? Genau. Oh, jetzt haben wir sie. Mist. Da muss man schnell schauen. Guck. Wie der Zaun? Der ist weg. Oh! Da hat sich ein Schaf verhängt. Schau mal. Ach, um Himmels Willen! Oh, schau nur. Du musst ein bisschen langsam machen. Langsam, langsam. Was kann ich denn machen? Pass mal auf, wir müssen jetzt das Schaf hier darüber heben über den Zaun. Das ist jetzt gar nicht so einfach. Einfach hier bei den Füßen nehmen, dann tun wir es einfach darüber heben. Ah, das ist schwer. So ein Schaf ist richtig schwer. Ja. So, jetzt darf es nicht aufstehen und jetzt müssen wir den Kopf aus der Schlinge ziehen, dann laufe ich schnell rein und hole ein Messer. Okay. Und du bleibst jetzt einfach hier. Ja. Und ich streichle es und beruhige es. Hältst die beiden Füße fest und drückst es mit dem Ellbogen runter, okay? Okay. Und kannst es streicheln und kannst mit ihr reden. Wie nenne ich das Schaf denn? Einfach Schaflein. Ruhig, ganz ruhig mein Schäflein, Schaflein. Ruhig. Ja. Oh Gott, das hätte ich ja nicht gedacht, dass ich so etwas erlebe. Hier kann man richtig das Herz schlagen hören. Dadum-Dadum-Dadum-Dadum-Dadum-Dadum. Das ist voll aufgeregt. Jetzt kommt der Andi. Schön festhalten. Ja, ich habe es. Ich habe es ganz. So. Bisschen vorsichtig. Das hat Angst, dass du es schlachten willst mit dem Messer. Nein. Das hat einfach vor uns Menschen Angst. Erst mal schauen, ob noch etwas da ist. Ist okay. Jetzt haben wir wirklich Glück gehabt, dass wir es noch gesehen haben. Weil es ist heute ziemlich heiß und die mögen gerne im Schatten sein, die Schafe. Jetzt kann es wieder seinem Beruf nachgehen. Mähen. Guten Morgen. Helga hat lange in einer engen Legebatterie gelebt, aber bei Anderl hat sie den Platz, den sie braucht. Schaf Schaflein hatte sich im Zaun verheddert. Ich habe es beruhigt, bis Anderl es mit einem Messer losschneiden konnte. Jetzt mäht es wieder. Zum Mähen ist auch Anderls Freund Pe da, zum Gras mähen, als Futter für seine Kühe. Pe nimmt mich mit auf seinen Hof, der ganz in der Nähe liegt. Jetzt sind wir am Bauernhof vom Pe angekommen und jetzt füttern wir erst mal die Kühe. Nein, nein, Willi. Jetzt tun zuerst einmal melken und dann werden sie gefüttert. Melken? Ja. Zuerst müssen wir sie melken. Melken meint er. Dieser komische Raum hier ist der Melkstand und hier mit dem Knopf kann ich jetzt eine Türe aufmachen und dann kommen die Kühe rein. Boah. Sie kommen. Oh, oh. Sie kommen. Sie kommen. Wir stehen jetzt quasi unter den Kühen drunter und können dann gleich an die Euter rangehen. Wie viele Kühe hast du? Wir müssen 46 melken. Gibt es auch eine Kuh, die Willi heißt? Nein, Willi ist doch ein Männername und das sind doch lauter Weiber. Magst du auch mal probieren? Ja, gerne. Das ist das Euter hier? So, Willi, ich zeige dir jetzt mal genau, wie das geht. Du musst zuerst die vier Zitzen ganz sauber machen, ja, damit kein Dreck mehr dran ist, weil sonst tun wir den Dreck mit in die Melkmaschine einsaugen und dann können wir, die Milch muss ganz sauber sein. Ja. Das Nächste ist dann, dass du es ein bisschen massierst, damit die Kuh auch weiß, dass sie jetzt gemolken wird. Mit der Hand? Mit der Hand oder mit dem Lumpen. Das ist egal. Zeig mal. Und dann schaust du einfach, ob das schöne Milch ist und wenn da irgendwie Dreck oder Batzen oder Blutspuren dabei sind, dann darfst du es natürlich nicht mit in die Melkmaschine reintun. Was ist deine Diagnose hier? Die Diagnose ist, das ist okay. Willi, was ist los? Da kommt nichts raus, aber das ist schön warm auf jeden Fall. Schau, du bist ein schlechter Melker. Oh. Das spritzt und spratzt ja. So. Jetzt machst du mal einen hier. Und jetzt kommt die Melkmaschine dran. Kann ich sie mal ganz kurz anschauen? Nein. Du musst es, also anschauen darfst es schon. Aber du musst es mit einer Hand da nehmen, das Sammelstück Ja. Und dann müssen die Dinger schön unten sein, die Zitzenbecher, weil wenn du die jetzt so schräg hältst, dann saugen die schon Luft und dann saugen sie auch Dreck. Aha. Und so musst du das schön umgeknickt halten und dann gehst du so unter die Kuh hin und dann fängst du mit den Vorderen am besten an, das sind die da vorne. Und dann fängst du mit dem Vorderen an. Das ist wie so ein Staubsauger. Schlups, Schlups und jetzt der Letzte. Schlups. Sehr gut! Cool. Und hier sieht man schon 200 Milliliter habe ich schon abgezapft. Hier unten tropft es raus. 400 reicht es schon für eine große Pause in der Schule. Locker. Wie viele Liter gehen so ungefähr in ein Euter rein? Na ja, die Schlechtesten geben, sagen wir mal so sieben, acht Liter und die Besten so bis 20 in einer Mahlzeit. Also zweimal am Tag werden sie ja gemolken. Schau, Willi, das ist jetzt so eine, die unbedingt weggemolken werden muss. Da kommt Blut. Wo siehst du das? Da ist Milch und Blut zusammen. Siehst du es da? Oh, au, au, au. Da sieht man es auch. Die hat gestern scheinbar irgendeinen Schlag abbekommen und da, so eine Milch können wir leider nicht gebrauchen. Das ist ganz rot, orange. Ist das etwas ganz Gefährliches jetzt? Nein. Gefährlich ist es nicht, aber man sollte es halt weg trennen. Läuft das jetzt nicht alles zusammen mit den anderen? Nein, weil da haben wir unten ja den Kübel wieder hingestellt, Willi. Ah, hier rein läuft das. Pe, ich habe mir noch eine Frage notiert, platzt eigentlich das Euter, wenn man die Kuh nicht melkt? Sagen wir mal so, platzen tut es nicht gleich, aber sie werden ziemlich nervös. Die fangen an zu plärren. Das merkt man schon, wenn man mal eine Stunde zu spät kommt oder so. Da werden sie schon ziemlich sauer. Die wollen schon regelmäßig gemolken werden, weil das natürlich schon einen Druck macht, die Milch. Und dann wollen sie schon irgendwann auch, dass die Milch wieder weg ist. Das tut denen weh? Das ihnen dann am Schluss irgendwann richtig weh. Ja. Ja, aber wenn die jetzt? Darum ist es auch ganz wichtig, dass man als Bauer quasi die Melkzeiten immer ganz gleich macht, weißt? Am Morgen sechs Uhr, abends fünf Uhr. So läuft das bei dir? So läuft das. Willi da vorne musst du auch mal noch die Türe aufmachen, damit sie wieder rausrennen können in den Stall. Gibt es hier auch? Ah, hier draufdrücken. Den Knopf genau. Dann geht die Türe wieder auf. Raumschiff Kuhscheiß. Hier drin ist die Milch, die wir gerade gemolken haben. Hier ist sie. Und das hier ist die Inge. Die Inge ist die Frau vom Pe und mit der Inge mache ich jetzt ganz tolle Dinge. Wir machen Käse, gell? Ja, genau. Wie geht denn das? Jetzt fangen wir mal an. Jetzt müssen wir zuerst eine Kultur reintun. Kultur? Kultur nennt sich das. Das ist so gefrorene, getrocknete Kultur. Die ist schon gleich fertig. Die habe ich nicht mehr ansetzen brauchen. Gemeint sind Milchsäurebakterien. Zusammen mit Labextrakt, das Inge mit einer Spritze abmisst, werden sie dafür sorgen, dass die Milch gerinnt, also fest wird. Mit diesem Gerät, das aussieht wie eine Gitarre, aber Käsehafer heißt, wird umgerührt. Jetzt Deckel drauf und warten. Nach einer Stunde fühlt sich die Milch wie Joghurt an, weil nämlich Molke, diese gelbe Flüssigkeit ausgetreten ist. Und wie lange müssen wir jetzt warten? Jetzt müssen wir 40 Minuten warten, bis es fest wird. Schon wieder warten. Oh, yeah die Inge. Jetzt verstehe ich es. Käse machen ist ja ganz einfach. Ja. Du ziehst einfach die Molke, also das Wasser aus der Milch raus und dann, was übrig bleibt, das ist dann relativ fest. Ja. Und mit ein paar Zusätzen mit dem Lab und den Kulturen schmeckt es dann und ist noch richtig fest. Ganz einfach eigentlich. Jetzt wird es ernst. Jetzt nicht mehr so langsam tun. Jetzt müssen wir schon arbeiten. Wie kommst du denn eigentlich zurecht, wenn ich dir nicht helfe? Ja, siehst du ja was für einen Stress, dass ich dann habe. Jetzt schick dich weiter. Du bist aber ganz schön streng. Zugeschaut haben sie mir bei der Arbeit da. Und den Knoblauchkäse verkauft ihr an Leute, die Angst vor Vampiren haben und sich schützen müssen? Stinkt es schon nach Knoblauch? Ja. Ja. Riecht mal. Knoblauchkäse. Kannst Du mal die Formen noch her tun, die kleinen? Die gehören noch her. Die Inge, die jagt mich hier. Der große Kessel ist jetzt leer. Da waren vorher 200 Liter Milch drin und wir haben eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, 137 Käse. Wenn du willst, kannst du noch ein Stück Käse mal herunterschneide? Hast du ein Messer da? Sicher. Sicher, mei. Gleich so ein Großes. Um Gottes Willen! Von dem hier? Da probiere mal, mit viel Pfeffer. Ein Pfefferkäse ist das jetzt? Ja. Mhm! Ja, du aber jetzt lange Brotzeit tun wir jetzt da nicht machen. Du musst ja noch etwas anderes tun, habe ich gehört. Das stimmt. Du hast ja noch Arbeit heute. Ach so? Ja. Willi, komm! Dann hänge ich meine Schürze an den Nagel. Ist besser. Ja. Oder auf euch. Komm, Willi, auf geht es! Ganz schön was los auf einem Bauernhof. Jetzt bin ich mit Pe unterwegs raus zu seinen Feldern zum Gemüse schneiden. So. Super. Du fährst aber ganz schön schnell. Ach geh! So, Willi, wir packen jetzt an. Alle, die länger sind als zehn Zentimeter, die schneiden wir ab. Schau, du musst da so herlangen, Willi, und dann oben, wo der Ansatz ist, da schneidest du einfach mit dem Messer einmal entlang. Wieso ist hier eigentlich so eine komische schwarze Matte? Dass kein Unkraut durchwächst, weil bei uns das wächst ja alles biomäßig und da müssen wir dann so viel hacken, wenn die Matte nicht drunter ist, weil dann zwischen den Pflanzen überall Unkraut wächst. Und so kann das nicht durch. Das ist quasi wie so eine Mulchfolie. Bio heißt Leben. Bio heißt in dem Fall nicht Leben, sondern im Prinzip ja, aber Bio heißt in dem Fall, dass das Ganze ohne Düngemittel und ohne synthetische Pflanzenschutzmittel gezogen wird. Ja. Aha. Also richtig? Das ist eine besondere Anbauform. Natur. Genau. Dann bist du ein Ökobauer. Genau. Deswegen hast Du die Birkenstock-Schuhe an. Ja. Natürlich. Die gehören dazu. Lustig. Aber was machen denn Bauern, die nicht Biobauern sind anders als du? Ja. Das Problem ist schon mal, dass die halt düngen, Düngemittel kaufen, im Lagerhaus und dann ausbringen, damit die Umwelt und die Gewässer belasten und halt mit Chemie das Unkraut wegspritzen und so. Das ist halt in meinen Augen nicht schön. Ja, aber Du hast ja auch einen Misthaufen. Ja. Den musst Du auch auf das Feld streuen oder so. Freilich. Das ist ja klar. Das ist ja auch gut wertvoller Dünger. Aber ich muss mir nicht zusätzlich etwas kaufen, was wasserlöslich ist und dann, wenn es ein bisschen regnet, wieder abhauen will. Aha. Das ist nichts. Das ist der Hof von Anderl und das ist sein Hofladen. Hier verkauft er das Gemüse von Pe und viele andere biologisch angebaute Lebensmittel. Nein. Was ist denn das? Mehlsack. 25 Kilo Mehl! Hauruck! Die kriege ich nicht hoch. Das ist ja Wahnsinn. Und da steht dein Name drauf. Wie? Du machst Mehl oder was? Ja. Wir haben eine kleine Mühle, die läuft jetzt gerade. Man hört es auch im Hintergrund ein bisschen rauschen und rattern. Ja. Wir machen unser eigenes Mehl, das wir auch verkaufen. Kannst du mir den mal abnehmen? Soll ich helfen? Schau, fachmännisch geht das, so geht das auf die Schulter. Da geht es leichter. Könntest du mir ganz fachmännisch auch mal die Mühle zeigen? Ja, klar. Gerne. Das ist das Mehl, das wir machen wollen. Und das wird aus diesen Körnern gemacht. Was sind das für Körner? Das ist jetzt Weizen. Und man sieht jetzt ganz schön den Unterschied. Hier haben wir das weiße Mehl und da sind diese goldgelben Körner. Ja, wie werden die denn weiß gemacht? Ganz einfach schauen wir mal, was in den Körner drin ist. Nehmen wir ein paar Körner hier raus, indem wir es einfach mal kleinhauen. Achtung! Ja. Jetzt haben wir nur eins erwischt. Und wie man hier sieht, sind die Körner innen drin weiß. Da ist das Mehl drin. Aha! Und unsere Mühle mahlt das Mehl von der Schale weg. Und in der Mühle passiert das natürlich nicht nur mit einem beziehungsweise mit drei Körnern, sondern mit ungefähr, naja, 25.336.725 Körnern und die schütten wir hier in den großen Trichter. Schaut euch den Trichter mal an. Ganz tief da runter ins nächste Stockwerk. Hallo! Wird das runterfallen? Wir stehen jetzt ein Stockwerk tiefer unter dem Trichter. Hier kommen die Körner an, fallen hier durch und das ist jetzt die Mühle, oder wie? Ja. Das ist das Herzstück von der Mühle. Da sind zwei Metallwalzen drin. Eine sehe ich nur. Die Zweite ist da unten drin. Da unten. Und zwischen den beiden Walzen werden die Körner klein gemahlen. Aber das ist noch kein Mehl. Aber man sieht schon ein Mehl. Und zwar das Weiße, das ist das Mehl, das du in der Hand hast. Aber es hängt noch an der Schale dran. Und wir müssen die Schale noch wegbekommen. Wie machen wir das? Noch mal mählen? Wir müssen es noch. Also nochmal mählen. Mählen, quatsch mahlen. Und zwar mit einer zweiten Mühle. Die sorgt dafür, dass das Mehl, das ja schon im Korn drin ist, von der Schale abgelöst wird. Jetzt, das ist schon viel feiner. Schau her. Das war das einmal Gemahlene, das zweimal Gemahlene. Und das heißt, hier sind noch Schalen und Mehl zusammen. Genau. Das muss noch getrennt werden. Mit einem Sieb oder wie? Mit einem Sieb. Habe ich doch gut geraten. Ein Stockwerk höher, letzter Arbeitsgang. Schalen raus aus dem Mehl. Schaut euch mal die Maschine an. Die sieht echt, also ich sage mal cool krass aus. Und da wird das Mehl gesiebt. Da sieht man es auch jetzt ganz schön. Ach, das ist so ein Schüttelsieb. Ja, genau. In jeder Etage ist das Sieb drin. Oben ist ein ganz Grobes und unten ist ein ganz Feines und es fällt, das gemahlene Korn fällt von oben rein. Da fällt es wieder rein. Können wir da mal so ein Türchen aufmachen? Unbedingt. Weil da kommt das fertige Mehl raus. Das müsste jetzt so aussehen wie das, was ich vom Anfang noch in der Hand halte. Schütteln. Hier sieht man es ja auch schon. Ah! Ganz weißes Mehl. Toll. Aber jetzt schau mal her. Lege mal Dein Mehl daneben hin. Das ist dunkler. Weil das Mehl öfters gemahlen wird. Und wenn es öfter gemahlen wird, wird das Mehl immer dunkler. So wie auf der Seite. Wie auf der Seite. Das ist jetzt ein fertiges Brotmehl, das nimmt man zum Brotbacken. Also weißes Mehl ist zum Kuchenbacken und dunkleres Mehl zum Brotbacken. Toll! Haben wir wieder etwas gelernt, oder? In ein Euter passen zwischen sieben und 20 Liter Milch. Die Kühe werden kurz per Hand angemolken und dann kommt die Melkmaschine dran. Schlups aus der Milch habe ich mit Inge Käse gemacht. Als Biobauer verwendet Pe nur umweltverträgliche Stoffe. Das Gemüse habe ich zu Anderls Hofladen gebracht. Anderl ist auch Müller. Um aus Korn Mehl zu machen, wird es gemahlen und anschließend mit dieser Maschine gesiebt. Und zum Schluss kommt natürlich das Beste, das Essen. Aber ich muss euch erstmal die ganzen Leute vorstellen. Das ist nämlich die Mama und der Papa vom Anderl. Die sind Bauern. Anderl und Katrin, na klar, die sind auch Bauern. Und die Liselotte, das ist die Tochter. Du wirst vielleicht auch noch eine Bäuerin. Und der ganze Tisch, der ist gedeckt mit lauter Sachen vom Biohof. Hier haben wir die Eier, die wir heute Morgen von den Hühnern geholt haben. Und das hier, das ist der Käse, den ich mit der Inge gemacht habe. Was gibt es denn noch? Die Zucchini, die ich mit dem Pe geerntet habe und natürlich das Brot mit den Körnern aus der Mühle. Und zum Schluss, nach dem Essen, das wissen sogar schon so kleine Leute wie die Liselotte, macht selbst der Bauer ein Bäuerchen. Der Eber ist oft missgestimmt, weil seine Kinder Ferkel sind. Nicht nur die Frau, die Sau alleine, auch die Verwandten, alles Schweine. Und jetzt gibt es Kartoffeln.

8 Kommentare

8 Kommentare
  1. Ich fand’s cool

    Von Alexia, vor 3 Monaten
  2. super cool

    Von Yusuf Talha YILMAZ, vor 4 Monaten
  3. Ich mag Willi wils wissen gerne

    Von Emily, vor 5 Monaten
  4. ich fande das lustig wo er raumchif kucheis

    Von Manu, vor 6 Monaten
  5. Ja genau

    Von Emily, vor 7 Monaten
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