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Willi und die Schokoladenfabrik

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Team Wissensdurst
Willi und die Schokoladenfabrik
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi und die Schokoladenfabrik

Willi isst gerne Schokolade, aber wo kommt sie eigentlich her? In den heißen Ländern rund um den Äquator wächst der Kakaobaum. Die Bohnen dieses Baums werden geerntet und auf Containerschiffen nach Europa verschickt. In einer Schokoladenfabrik erfährt Willi, wie aus den Bohnen und anderen Rohstoffen Schokolade und Pralinen hergestellt werden. Willi bekommt dort als Überraschung sogar köstliche kleine Schokoladetafeln, die seinen Namen tragen. Trotzdem: Iss lieber nicht zuviel davon, Willi!

Transkript Willi und die Schokoladenfabrik

Wo geht das hin, das Rohr im Klo, wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werd' ich Astronaut, wie wird 'n Haus gebaut? Wie, wie, wie, wie? Willi, Willi wills' wissen, Willi wills' wissen! Wie wird man eigentlich Bürgermeister, warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr, wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie, wie, Willi, Willi wills' wissen, Willi wills' wissen! Willi: Willi wills wissen. Und das Ganze aus Schokolade. Hmm. Wollt ihr auch ein Stück Schokolade? Bedient euch, bitte. Also Schokolade gegessen haben wir alle schon mal. Aber wie wird Schokolade gemacht? Das will ich heute herausfinden. Also wie kommt die Schoko in den Laden? Los geht es mit dem Rohstoff, ohne den nichts geht. Ihr werdet schon sehen, was ich meine. Und hepp. Wo bin ich denn jetzt gelandet, im Dschungel oder was? Cool. Martin: Kann ich dir helfen? Willi: Tag. Vielleicht. Hilfe. Hallo, ich bin der Willi. Martin: Hallo, ich bin der Martin. Willi: Wo bin ich denn jetzt hier gelandet? Martin: Das ist das Tropenhaus im Kölner Schokoladenmuseum. Weil, wir haben ganz viele Pflanzen aus den Tropen hier. Willi: Ja, das ist tropisch heiß, will ich mal sagen. Martin: Das soll es auch sein, damit sich unsere Pflanzen wohlfühlen. Die brauchen 25 bis 30 Grad, hundert Prozent Luftfeuchtigkeit. Wenn wir anfangen zu schwitzen, dann fühlen sich unsere Pflanzen richtig wohl. Willi: Und wächst hier auch ein Schokoladenbaum? Martin: Nein, also leider, Schokoladenbäume, die wachsen eigentlich nirgendwo, um ehrlich zu sein. Aber Kakaobäume, die gibt es hier tatsächlich. Wir sind ein Schokoladenmuseum, da muss es auch Kakaobäume geben. Aber es gibt hier viele andere Bäume. Kannst ja mal gucken, ob du einen findest, der aussieht wie ein Kakaobaum. Willi: Da ist einer. Also ich sehe jedenfalls das Schild „Kakaobaum“. Und wo ist er jetzt? Martin: Etwas dahinter. Gucke mal hier, dieser etwas dünnere Stamm, das ist der Kakaobaum. Willi: Das ist ein Kakaobaum? Martin: Ja. Und daran siehst du die Blüten. Das sind Blüten, die sitzen dann direkt am Stamm des Baumes. Das ist eine ganz interessante Besonderheit des Kakaobaums. Und aus diesen kleinen Blüten werden jetzt im Lauf von einigen Monaten große Früchte, Kakaofrüchte. Willi: Ist da jetzt schon so eine reife Frucht dran an diesem Baum? Martin: Nein, im Moment nicht. Im Moment haben wir da nur die Blüten. Aber die Früchte hat meine Frau. Hanan, kommst du mal grade? Hanan: Ja. Willi: Hallo. Hanan: Hi, hallo. Willi: Ich bin der Willi. Hallo. Hanan: Ich bin die Hanan. Hi. Willi: Das ist eine Kakaofrucht? Hanan: Ja.
Willi: Und wo hast du die her? Hanan: Ja, kommt von uns aus Afrika. Ja. Willi: Du bist auch aus Afrika? Hanan: Ja, ich komme aus Afrika. Willi: Das heißt, Kakao wächst in Afrika? Martin: Hauptsächlich. Willi: Aber nicht nur. Der Kakaobaum wächst in Ländern rund um den Äquator. Also in Asien und in Mittel- und Südamerika. Die Früchte werden mit an Stangen befestigten Messern oder mit der Machete geerntet. Die Kerne, um die es geht, sind in diesem weißlichen Zeugs, dem Fruchtfleisch, eingebettet. Das Fruchtfleisch zersetzt sich langsam an der Luft. Die feuchten Bohnen gären und werden braun. Dabei entsteht das typische Kakaoaroma. Anschließend werden die Kakaobohnen in der Tropensonne getrocknet. Und ich bin jetzt in Bremen. Hier ist grade per Schiff eine ganze Containerladung Kakaobohnen angekommen, die zu Schokolade verarbeitet werden soll. Willi: Hilfe. Wieviel Kilo wiegt der, Helmut? Helmut: Willi, was machst du denn da? Solch ein Sack wiegt doch nur 62 Kilo. Willi: Und deshalb kommt Fritz mit dem Gabelstapler, um die Säcke in die Lagerhalle zu transportieren. Und mich gleich mit. Willi: Und eins, und zwei, und drei. Helmut: Willi, der Bodybuilder. Willi: Ich trainiere hier, damit ich irgendwann mal so einen schweren Kakaosack stemmen kann. Helmut: Aber die Gewichte sind nicht dazu da, um deine Muskeln zu stärken, sondern um den Kakao hier zu wiegen, um das Gewicht festzustellen, ob dort nicht was fehlt, ob da nicht unterwegs was entnommen wurde. Willi: Ach so, dass tatsächlich 62 Kilo auch drin sind, nicht dass euch einer am anderen Ende der Welt, wo das mal auf das Schiff geladen worden ist, dass euch da einer beschummelt. Helmut: Genau. Willi: Wie viele Säcke Kakao lagern eigentlich hier bei euch? Helmut: In der gesamten Halle hier circa 13000 Säcke. Willi: Könnte ich mir mal so einen Sack Kakao ausleihen, um daraus Schokolade zu machen? Helmut: Selbstverständlich. Willi: Ja? Helmut: Ja. Willi: Super. Ich bin auf dem Weg zur Firma Hachez, einem der ältesten Schokoladenhersteller in Deutschland. Und der einzige, der von der Verarbeitung der Bohne bis zur fertigen Tafel alles unter einem Dach erledigt. Willi: Ich suche jemanden, der mir sagen kann, wie aus Kakaobohnen Schokolade gemacht wird. Bin ich bei euch richtig? Herbert: Jetzt erzähle du mir doch erstmal: Wer bist du überhaupt? Willi: Ach so. Ich bin der Willi, hallo. Herbert: Hallo, ich bin der Herbert. Willi: Hallo, Herbert. Hallo. Lehrling: Hallo. Herbert: Sage mal, wie kommst du eigentlich hier rein? Willi: Ich weiß nicht, die Schranke ging auf und dann war ich drin. Herbert: Das kann doch wohl nicht angehen. Willi: Ja. Herbert: Und was willst du mit dem Sack Kakao hier? Willi: Schokolade machen. Herbert: Ja, dann mache den Sack mal auf. Willi: Na, das fängt ja gut an. Aber zum Glück müssen die Bohnen ohnehin erstmal gründlich gereinigt werden. Herbert: Rein damit. Willi: Das passiert in dieser Maschine. Die sortiert alles aus, was nicht in die Schokolade gehört. Außerdem wird regelmäßig die Qualität der Bohnen überprüft, damit nur gute Ware verarbeitet wird. Schaut mal, was Herbert schon in den Säcken gefunden hat. Herbert: Hat einer Durst gehabt in Ecuador. Willi: Kronkorken, Steine, Nägel und sogar Stahlhaken. Herbert: Wenn der Kakao die Maschine hier verlässt, dann ist der Kakao super rein, da ist kein Holz und kein Metall drin, kein Stein drin, da ist der reine Kakao nur noch da. Willi: Schokolade ist ja schließlich ein Lebensmittel. Deshalb muss auch jeder in der Schokoladenfabrik Kittel und Mütze tragen. Willi: Wo sind wir jetzt gelandet? Herbert: Wir sind hier beim Röster. Willi: „Röster“ heißt rösten? Herbert: Rösten von Kakao. Willi: Rösten, das ist irgendwie warm. Herbert: Das ist ungefähr 160 Grad ist das. Willi: Ja. Willi: Durch das Rösten gewinnen die Kakaokerne an Aroma und die Schalen lassen sich lösen. Willi: Ah, also… Herbert: Du hast aber auch nicht viel Kräfte? Willi: Nein, aber schaue mal, dafür habe ich den… Was ist denn das jetzt? Herbert: Das ist der Kakaokern. Oder man nennt es Kakao-Nibs. Und das ist der Grundstoff für Schokolade. Und dieses Verfahren, was wir hier haben, ist noch ein sehr altes. Wo wir sehr stolz sind, dass wir das haben, weil es sehr aromafördernd ist. Die modernen Maschinen bringen das einfach nicht. Willi: Du bist ja auch schon aus einer älteren Generation. Herbert: Das kannst du laut sagen. Willi: Welches ist die nächste Maschine? Herbert: Das ist der Brecher. Da müssen wir mal gucken, da wird die Kakaobohne gebrochen. Willi: Der bricht mir fast das Trommelfell. Herbert: Das, was du eben gemacht hast, weißt du, das macht die Maschine hier. Willi: In dieser Maschine werden die Kakaobohnen aufgebrochen und die Schalen von den Kernen gelöst. Das passiert durch dieses Rüttelsieb. Die Kakaokerne, also die Nibs, fahren per Aufzug zur nächsten Station. Dort werden sie zerkleinert zu Kakaokernbruch. Noch so ein Wort aus der Schokoladenfachsprache. Und jetzt wird es endlich schokoladig. Willi: Aha, sieht aus wie Zucker. Was ist das? Herbert: Richtig geraten, Zucker. Willi: Damit kenne ich mich aus, weil, Schokolade ist süß. Wird so das Süße in der Schokolade erzeugt, durch Zucker? Herbert: Also „Süßes“ hören wir eigentlich gar nicht so gern. Aber ohne Zucker geht es nicht. Also man braucht für den Geschmack des Kakaos Zucker. Aber die Kunst ist, mit wenig Zucker auszukommen. Willi: Weil der Geschmack aus dem Kakao entstehen soll. Herbert: Jawohl. Willi: Aber der Zucker unterstützt den Geschmack noch. Herbert: Jawohl. Willi: Aha, Zucker. Was sind denn das überhaupt für große Walzen hier? Herbert: Das sind Granitwalzen, die zerquetschen jetzt den Zucker. Willi: Granit? Das ist ein richtiger Stein? Ja, und hier sieht man jetzt: Der Zucker wird zu Puderzucker. Herbert: Richtig. Willi: Und der Kakao mit einigen Zutaten zu Schokolade. Willi: Was ist das jetzt wieder, was da rauskommt? Einfach gemahlene Kakaokerne? Herbert: Wie das, was du vorhin in der Hand gehabt hast, die Kakaokerne. Die sind jetzt zerkleinert, zermahlen. Der Kakao beinhaltet Fette. Die werden während dieses Mahlvorgangs zerkleinert, erwärmt. Und dadurch werden Fette freigesetzt. Und dadurch wird es eine dickflüssige Masse. Willi: Jetzt wuchten wir einen Schwung Milchpulver dazu. Alles wird gut vermengt, wie beim Kuchenbacken. Per Knopfdruck gebe ich das Startsignal für eine andere Kakaosorte. Und das hier sind keine Nägel, sondern Vanillestangen. Eine satte Schokomasse entsteht, die nun sämtliche Zutaten enthält. Und jetzt wisst ihr auch, warum es nicht wirklich gesund ist, wenn man zu viel Schokolade isst. Das in den Kakaobohnen enthaltene Fett und der Zucker machen Schokolade leider zu einem echten Dickmacher. Also aufpassen beim Naschen, okay? Damit auch noch die letzten Zuckerklümpchen, Vanillebrocken und Kakaokernkrümel verschwinden, läuft die Mischung durch mehrere Walzen. Dabei wird die Schokomasse ganz trocken und flockig. Herbert: Lecker? Willi: Ganz fein. Willi: Schokolade wird aus Kakao gemacht, genauer gesagt, aus Kakaokernen, die in der Frucht so, und nach dem Gären so aussehen. In der Schokofabrik bei Herbert werden die Kerne gereinigt, geröstet, zerkleinert und mit Zutaten bestückt. Je nach Schokosorte kommen zum Beispiel mehr Milchpulver oder mehr Kakao dazu. Willi: Herbert, diese Maschine, da klingt schon innen drin was, wie heißt die? Herbert: Die heißt Conche. Willi: Conche? Herbert: Conche. Das ist ein riesengroßes Rührwerk, wo drin die Schokolade über einen ganz langen Zeitraum bewegt wird, wir sagen verseibt wird an den Seiten. Willi: Kann man da mal reingucken? Herbert: Marko, mache doch mal auf. Willi: Ihr seht, die Masse ist wieder flüssig. Durch die Bewegung wird die Schokolade erwärmt und veredelt. Herbert: Und es wird durch das ständige Bewegen, wird es, hat einen hohen Schmelz auf der Zunge, das spürt man nachher auch. Willi: Noch zarter als eben gerade in der Maschine? Herbert: Ja, viel zarter. Willi: Drei Tage schwappt die Schokolade in der Maschine, rauf und runter. „Conchieren“ nennt man diesen Vorgang. Zeit genug für einen kurzen Abstecher zurück nach Köln. Im Museum gibt es nämlich etwas, wovon viele träumen, einen Schokoladenbrunnen. Willi: Wollt ihr Schokolade? Kinder: Ja. Willi: Wollt ihr wirklich Schokolade? Kinder: Ja. Willi: Dann kriegt ihr Schokolade vom Schokoladenbrunnen. Willi: Hilfe. Und sage mal, wenn ich jetzt das richtig erkenne, das sind Kakaofrüchte oder? Museumsmitarbeiter: Genau, das sind stilisierte Kakaofrüchte, wie sie am Baum wachsen. Willi: Aus Gold. Museumsmitarbeiter: Das ist das Gold der Azteken, das uns so wunderbar mundet. Willi: Aha, Moment. Willi: Bei den Maja und bei den Azteken, den Ureinwohnern von Mittelamerika, galt Schokolade schon vor Hunderten von Jahren als eine Gabe der Götter. Bei den Azteken waren Kakaobohnen so kostbar, dass sie sogar mit ihnen bezahlten. Ein Kaninchen kostete zum Beispiel zehn Kakaobohnen. Von den Azteken stammt auch das Wort „Schokolade“. Sie sagten dazu: „Xocoatl“. Und um eine ganz besondere Form der Xocoatl geht es nun als nächstes. Willi: Oliver, ich sehe dich zwar nicht, aber ich weiß was über dich. Du und dein Kollege, der Georg, ihr habt zusammen eine Pralinenfabrik. Oliver: Ja. Willi: Ach so, hier bist du. Ja, genau. Ach so, wieso habe ich jetzt überhaupt diese Augenbinde auf? Oliver: Du hast eine Augenbinde auf, damit du dich ganz auf deinen Geschmack konzentrieren kannst. Willi:Ich will auch schmecken. Oliver: Wirklich, wir haben ja eine ganz große Auswahl an Pralinen hier. Und ich reiche dir auch jetzt mal eine zum Probieren, so dass du dich jetzt mal ganz auf deinen Geschmack konzentrieren kannst. Willi: Aber gerne doch. Aus rein wissenschaftlichen Gründen natürlich: Pralinen nennt man im Behördendeutsch übrigens „gefüllte Schokolade in Bissengröße“. „Bissengröße“ stimmt. Und „gefüllt“ auch. Hmm, schmeckt nach Karamell. Willi: So siehst du aus. Oliver: Hallo. Willi: Hallo, Oliver. Oliver: Hallo, Willi. Willi: Gute Figur für einen, der in einer Pralinenfabrik arbeitet. Oliver: Ja. Willi: Ich habe gleich zu Beginn mal eine ganz komplizierte Frage: Wer hat die Praline erfunden? Du bist es bestimmt nicht gewesen, du bist noch zu jung. Oliver: Nein, das ist wohl war. Das war im 15.Jahrhundert, das war-. Willi: Weißt du das sogar? Oliver: Ja, das war der Koch eines Grafen Plessis-Praslin. Und das hört sich ja schon so ähnlich an. Willi: Ach, Praslin, Praslin, Praline? Oliver: Praslin, daraus ist Praline geworden, ganz genau. Willi: Ihm zu Ehren sozusagen. Oliver: Ihm zu Ehren, ja. Willi: Das ist ja lustig. Oliver: Und daraus entwickelte sich dann das Produkt einer Praline. Willi: Kannst du mir mal zeigen, wie solche Pralinen hergestellt werden? Oliver: Ja, sehr gerne. Dann gehen wir mal hinten in die Backstube. Und nicht vergessen, Hände waschen vorher. Willi: Das mache ich auf dem Weg dorthin. Willi: Ich bin bei der Firma Coppeneur in Bad Honnef. Jeden Tag werden hier um die 75000 Pralinen hergestellt. Dunkle und helle in allen Geschmacksrichtungen. Einen großen Teil der Arbeit übernehmen Maschinen. Aber wenn es zum Beispiel um die Dekoration geht, sind Menschen am Werk, für die I-Tüpfelchen sozusagen. Willi: Meine Hände habe ich super sauber gewaschen. Und du auch? Oliver: Ja, ich auch, hier. Alles sauber. Willi: Und jetzt kommen die ganzen Zutaten in diesen Topf rein, die wir für eine Praline brauchen. Was machen wir als erstes? Oliver: Wir machen einen weißen Pfirsich-Trüffel. Und nehmen diesen Topf und geben dort Butter hinein. Willi: Butter. Das hier ist Butter. Ich kann hier anfassen, weil, meine Hände sind ja steril sauber. Oliver: Die sind wirklich sauber, ich habe es ja gesehen. Willi: Ein Drittel, zwei Drittel. So. Oliver: Jawohl. Willi: Kann ich es abschneiden? Oliver: Jawohl. Willi: Davon-, also mit dieser Butter kann man ungefähr 2000 Brote belegen, also schmieren. Wieviel Liter Sahne soll ich rein gießen? Oliver: Fünf Liter Sahne. Willi: Von der Menge kann ich schließen, dass wir ziemlich viele Pralinen machen aus dem Batzen. Oliver: Ja, es reicht für das Wochenende. Als nächstes kommt jetzt ein Zuckersirup, es muss ja auch ein bisschen süß sein. Willi: Naja klar. Und wo ist das jetzt? Oliver: Das Zuckersirup haben wir hier. Willi: Das ist doch Tapetenkleister, das erkenne ich. Oliver: Es sieht tatsächlich ähnlich aus. Und? Fass mal rein. Mal richtig rein. Mal richtig zu machen. Und es klebt auch so wie Tapetenkleister. Willi: Ist das cool. Oliver: Deswegen habe ich nämlich Wasser hier, damit man sich vorher die Hände nass machen kann, dann klebt es nicht so. Willi: Du hast mich sozusagen reingelegt. Oliver: Ja, du bist ja schon ein richtiger Lehrling. Und? Geht’s ab? Willi: Ja, gar nicht so einfach. Aber mit warmem Wasser geht es. Aber noch nicht mit den anderen Zutaten weitermachen. Willi: Nach dem Kleistersirup jetzt flüssiger Sirup. Willi: Und warum macht ihr jetzt Sirup rein, so ein flüssiges Zeug? Und nicht einfach Zucker oder so? Oliver: Damit der Zucker nicht auskristallisiert. Du kennst das ganz bestimmt von Bonbons. Da beißt man rein. Und dann „knack“, ganz genau. Und das soll in der Praline ja nicht sein. Die Praline soll süß sein, aber sie soll nicht hart sein. Willi: Ja, die will man so zerdrücken. Oliver: Das ist der Zucker, der schon gelöst ist, das heißt, mit Wasser in gelöster Form vorliegt. Willi: Das sind 5740 Milliliter Pfirsichkonzentrat. Willi: Das duftet voll nach Pfirsich. Aber ist trotzdem schwer wie 5740 Pfirsiche. Und jetzt gibt es gleich einen großen Schwapps. Willi: Alles rein in den Mixer. Und ganz zum Schluss noch viel weiße Schokolade. Und ich weiß jetzt auch, warum die weiße Schokolade weiß ist. Weil die braunen Kakaokerne nicht drin sind, sondern nur das aus ihnen herausgepresste Fett, die Kakaobutter. Und Zutaten wie Milchpulver, Zucker und Vanille. Der Mixer mixt nicht nur, sondern zieht auch den Sauerstoff aus dem Gemisch. So bleiben die Pralinen länger haltbar. Und fertig ist die Pralinenfüllung mit Pfirsichgeschmack. Willi: Dann zeige mal, wie daraus eine Praline wird. Oliver: Okay. Willi: Hohl wie ein Hohlkörper. Kann man essen. Und in das Hohle kommt jetzt unsere Füllung? Oliver: Da kommt die Füllung rein. Willi: Also die Füllung ist hier oben drin. Und wenn ich jetzt hier drauf drücke, geht die Füllung rein. Richtig voll machen oder? Oliver: Richtig voll machen. Willi: Jeder will ja volle Pralinen haben. Oliver: Ja, das ist richtig. Jetzt ist aber eins zu beachten. Du bist hier vorne an den Rand gekommen. Und damit hast du ja die Kugel verschlossen. Und unten ist eine Luftblase übriggeblieben. Das heißt, du musst mit der Kugel hineintauchen und rauskommen. Da ist genau das passiert, was ich gerade gesagt habe. Willi: Da ist Luft drin. Oliver: Da ist da der Deckel verschlossen. Willi: Moment, das macht aber nichts. Ich nehme die mal raus. Aber Moment mal, jetzt haben wir eine Praline, da ist die Flüssigkeit drin. Wie soll denn die verpackt werden, die läuft ja jetzt aus, wenn man die andersrum dreht. Schau. Und was tust du dagegen? Willi: Die Öffnung wird verschlossen. Und zwar mit einem Tupfer weißer Schokolade. Und den Tupfer tupft Oliver mit einer Spritztüte aus Papier auf. Oliver: Und jetzt haben wir den verschlossen. Willi: Und haben eine schöne runde Praline. Willi: Was wir grade von Hand gemacht haben, übernehmen ansonsten Maschinen. Geht halt einfach schneller. Zum Schluss noch das Igelmuster. Und fertig. Oliver: Und nicht vergessen: Hände waschen. Willi: Deshalb schnell zurück zu HACHEZ, zur Schokofabrik. Willi: Hinter dieser Platte befindet sich der Herbert. Und der Herbert sieht jetzt so aus. Du heißt aber auch Herbert? Herbert: Ja. Willi: Und was machen wir jetzt mit den Platten? Herbert: Die legen wir da jetzt rein, damit die in die ganze Anlage reinkommen. Willi: Herbert, aber Schokoladentafeln, die sollen jetzt hieraus werden? Wie denn? Herbert: Die werden oben reingegossen. Willi: Wie funktioniert das? Herbert: Die werden oben reingegossen durch einen Gießkopf, durch eine Schiene. Sechs Punkte jeweils in je ein Täfelchen. Willi: Aber das gibt ja ziemlich kleine Schokoladentafeln. Herbert: Ja, das sind unsere kleinen Täfelchen, ja. Willi: Ach so. Und bei einer größeren Schokolade wäre das halt eine tiefere Form? Herbert: Bei einer größeren Schokolade wäre das eine tiefere Form und weniger von diesen Einbuchtungen. Willi: Herbert, gib Gas. Herbert: Machen wir mal wieder an. Willi: Die Schokomasse fließt über Gießköpfe in die Tafelformen. In genau abgemessener Menge, es soll ja nichts überlaufen. Damit die Schokolade fest wird, muss sie gekühlt werden. Dabei zieht sie sich ein bisschen zusammen und löst sich automatisch aus den Formen. Ah, und hier kommen die großen Brüder und Schwestern. Jetzt geht es an die Verpackung. Die Alufolie dient dazu, dass die Schokolade so lange wie möglich ihren Geschmack behält. Das meist passiert automatisch. Auch die Pappverpackung wird maschinell verpasst. Und danach kann die Schoko endlich in den Laden. Herbert: Guck mal, was da kommt, was da draufsteht. Das gibt es doch gar nicht: „Willi wills wissen.“ Schokolade, Schokolade, Schokolade. Willi: Das Wort „Schokolade“ geht auf den aztekischen Begriff „Xocoatl“ zurück. Mit Oliver habe ich eine Pfirsichfüllung hergestellt und sie in einen Pralinenhohlkörper gefüllt. Über Gießköpfe fließt die Schokomasse in die Schokoladentafelformen. Beim Abkühlen wird die Masse fest, zieht sich zusammen und löst sich dabei automatisch ab. Zum Schluss spielen wir noch eine Runde Schokoladenessen. Die Spielregeln sind ganz einfach: Wer zuerst eine Sechs würfelt, der muss sich dieses ganze Zeug anziehen und dann blitzschnell mit Messer und Gabel die Schokolade aus diesem Päckchen hier befreien. Los geht es, ihr fangt an. Drei, drei, eins, zwei, sechs. Wo geht das hin, das Rohr im Klo, wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werd' ich Astronaut, wie wird 'n Haus gebaut? Wie, wie, wie, wie? Willi, Willi wills' wissen, Willi wills' wissen! Wie wird man eigentlich Bürgermeister, warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr, wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie, wie, Willi, Willi wills' wissen, Willi wills' wissen!

5 Kommentare

5 Kommentare
  1. Aber gut

    Von Alice, vor 4 Monaten
  2. Tolles Video

    Von Emily, vor 7 Monaten
  3. Ganz gut

    Von Lpf 137, vor mehr als 7 Jahren
  4. Hi tolles video

    Von Danilfroese11, vor mehr als 7 Jahren
  5. halo ich binn erster käsler und verste das nicht

    Von Christopher S., vor etwa 8 Jahren
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