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Kultur erleben

Wer arbeitet alles in der Oper - Sänger, Souffleuse, Chor, Orchester - und wie entstehen Trickfilme?

Was ist eigentlich Kultur?

Die Natur besteht aus allen Dingen und Teilen der Welt, die nicht vom Menschen gemacht wurden. Kultur sagt man zu dem, was der Mensch sich ausdenkt und erschafft. Viele Leute denken dabei an etwas Schönes wie Theater oder Musik. Schon vor über 200 Jahren wurden Werke aus der Musik auf der Bühne gesungen. Die Oper entstand. masken.jpeg

Was hörst du in der Oper?

Die ersten Opern wurden von berühmten Komponisten aus Italien geschrieben. Sie werden auch heute noch im Original gesungen. Daher gibt es bei der Oper auch viele italienische Bezeichnungen. Zum Beispiel sagt man zum Text Libretto, das bedeutet Büchlein.

Die Sängerinnen und Sänger müssen ihren Text und die Melodien auswendig lernen. Das kann ganz schön viel sein, denn so eine Aufführung dauert ungefähr drei Stunden! Wenn jemand doch seinen Text vergessen hat, hilft ihm eine Souffleuse weiter.

Die Frauen- und Männerstimmen im Chor der Oper haben je nach Tonhöhe verschiedene Bezeichnungen. Ein Orchester spielt die Musik. Damit alle wissen, wann und wie schnell sie spielen sollen, führt der Dirigent die Musiker und Sänger durch die ganze Oper. Orchester.jpeg

Was siehst du in der Oper?

Vor der Aufführung sind Gesangstraining und der Aufbau der Kulisse für die Künstler besonders wichtig. Die Kulisse ist das Bühnenbild, der Hintergrund auf der Bühne. Viele Menschen arbeiten daran, dass die Aufführungen auch fantastisch aussehen. Die Kostüme werden selbst geschneidert, Perücken hergestellt und Schuhe genäht. Die Maskenbildner lassen die Künstler bei der Vorstellung richtig toll aussehen. Auch Requisiten wie zum Beispiel Fahrzeuge werden hier täuschend echt nachgebaut. Für den gesamten technischen Bereich wie die Beleuchtung, Bühnentechnik und Maschinerie ist der technische Direktor zuständig.

Zu Beginn der Oper spielt das Orchester zunächst die Ouvertüre. Dann fährt eine gemalte Leinwand hoch, der sogenannte Prospekt. Das Bühnenbild wird sichtbar und die Aufführung kann beginnen! Theatherbühne2.jpeg

Wie entstehen Trickfilme?

Gemütlich ist es natürlich, sich zuhause einen Trickfilm anzuschauen. Auch der ist eine Art von Kultur. Aber weißt du, wie diese Filme gemacht werden?

Bestimmt hast du schon einmal ein Daumenkino gesehen. Du kannst es dir wie ein Büchlein vorstellen. Auf jeder Seite ist ein Bild, was immer ein kleines bisschen verändert wird. Wenn man die Seiten schnell mit dem Daumen abblättert, sieht das Auge eine Bewegung, sozusagen einen kleinen Film.

Auch Handgezeichnete Trickfilme entstehen so ähnlich. Der Regisseur zeichnet zunächst eine Figur auf Papier. Zuerst zeichnet er die Ausgangsposition, dann die Endposition einer Bewegung der Figur. Anschließend müssen die Zwischenpositionen gezeichnet werden. Jede einzelne wird mit einer Videokamera aufgenommen. Die Zeichnungen werden mit dem Computer farbig gestaltet. Anschließend bekommt jede Szene einen eigenen Hintergrund. Im Tonstudio sprechen Synchronsprecher gleichzeitig zu den Mundbewegungen der Figuren im Film die Texte in ein Mikrofon.

Beim Puppentrick werden die Figuren nicht gezeichnet, sondern aus Silikon und einem Drahtskelett gestaltet. Auch hier müssen viele einzelne Bilder von den Figuren in unterschiedlichen Positionen gemacht werden, um eine Bewegung entstehen zu lassen. 10634_Hand_zeichnet.jpeg

Trickfilme mit dem Computer gestalten

Etwas einfacher ist die Trickfilmherstellung am Computer. Hierfür wird zunächst eine Figur am Computer entworfen. Wie eine Marionette an Fäden bewegt wird, können die einzelnen Körperteile und sogar das Gesicht der Figur durch Anklicken bewegt werden. Es brauchen nur noch die Anfangsposition und die Endposition einer Bewegung gespeichert werden. Der Computer entwirft die Zwischenbilder ganz alleine.

Besonders trickreiche Bewegungen der Computerfiguren können im Motion-Capture-Studio in Frankfurt dargestellt werden. Hierfür trägt der ein echter Mensch einen speziellen Anzug und so können seine Bewegungen von Kameras eingefangen und an einen Computer gesendet werden. Nun werden seine Bewegungen auf die gleichen Körperteile einer Computerfigur übertragen – die Computerfigur bewegt sich wie ein echter Mensch! Das funktioniert sogar mit Tieren. In unseren Videos kannst du dir alles noch einmal genauer anschauen. Viel Spaß dabei! Motion-Capture-Studio in Frankfurt