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Willi und die Krankheit Krebs

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Die Autor*innen
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Team Wissensdurst
Willi und die Krankheit Krebs
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi und die Krankheit Krebs

Ein Leben mit Krebs - was bedeutet das? Reporter Willi lernt junge Menschen kennen, die an verschiedenen Arten von Krebs leiden, er erfährt, wie sie sich mit ihrer Krankheit auseinandersetzen, welche medizinische Hilfe sie erfahren und wie sich ihr Leben und das ihrer Familien verändert hat. Er erlebt mit ihnen Traurigkeit und Mut, Gelassenheit und Hoffnung. Und er spricht mit Forschern, die nach Möglichkeiten suchen, diese Krankheit beherrschbar zu machen.

Transkript Willi und die Krankheit Krebs

Willi: Hi Oliver, grüße dich. Oliver: Hallo. Willi: Ihr seid ja auch da. Ja, dann kann ich euch gleich den Oliver vorstellen. Wo gehen wir jetzt überhaupt hin? Oliver: Wir gehen jetzt ins Krankenhaus zu einer Blutuntersuchung. Willi: Wir gehen ins Krankenhaus, weil du, Oliver, du hast eine sehr ernste Krankheit. Oliver: Ja, genau, ich habe Krebs. Willi: Und um dieses Thema geht es heute. Ich folge dir. Was hat man, wenn man Krebs hat? Oliver ist 18 Jahre alt. Vor ungefähr vier Monaten hat er erfahren, dass er an Krebs erkrankt ist, an Knochenkrebs. Seitdem hat sich sein Leben sehr verändert. Wie Olli haben viele Menschen Krebs. Hauptsächlich Erwachsene, aber auch Kinder leiden unter dieser gefährlichen Krankheit, an der man sterben kann. Jedes Jahr bekommen in Deutschland fast 400.000 Menschen Krebs. Wir sind jetzt im Wartezimmer und wir machen das, was man im Wartezimmer macht: warten. Wo wärst du jetzt eigentlich, wenn du nicht Krebs hättest? Oliver: Ich wäre in meiner alten Schule jetzt. Willi: Was für ein Fach hättest du gerade? Weißt du das? Oliver: Ja, Sport. Willi: Sport geht aber gerade nicht? Oliver: Ja, Sport geht jetzt ganz schlecht. Willi: Könnte ich dir jetzt irgendwie ansehen, du bist krank, du hast Krebs? Oliver: Ja, also einmal habe ich hier eine kleine Auswölbung Und hier ist auch die Narbe. Willi: Das ist aufgeschnitten worden. Oliver: Ja, also die haben geguckt, ein bisschen rausgeholt, um zu bestimmen, was es genau ist. Willi: Was war da? Oliver: Das ist ein Geschwür, ist also ein Tumor. Das ist dann eine Ansammlung von bösartigen Zellen. Das wächst dann. Und noch, da die Medikamente, lassen die Haare eigentlich verschwinden, also ausfallen. Willi: Das kommt durch die Medikamente, mit denen dein Krebs behandelt wird. Oliver: Genau. Willi: Wachsen die wieder nach? Oliver: Ja nach der Behandlung dann. Willi: Was ist das für ein Gefühl, auf einmal mit einer Glatze zu leben? Oliver: Es ist kalt. Krankenschwester: Oliver, du kannst jetzt mit mir kommen. Willi: Kann ich auch mitkommen? Krankenschwester: Ja, ist in Ordnung. Willi: Auf geht es zum Fingerpiks. Schwester, was ist denn ein Fingerpicks? Krankenschwester: Das zeige ich dir jetzt mal Willi. Gib mal die Hand. Willi: Autsch. Krankenschwester: Jetzt machen wir es für dich fertig, Oliver. Willi: Hey, ich blute. Krankenschwester: Dann kriegst du einen Tupfer von mir. Den drückst du ganz fest drauf und dann ist das gleich vorbei. Willi: Okay. Also eigentlich hat es gar nicht wehgetan, ich habe mich nur erschreckt jetzt. Das heißt, das ist eine Blutuntersuchung, die jetzt passiert. Krankenschwester: Das ist eine Blutuntersuchung. Willi: Olli, der wievielte Fingerpiks in deiner Krankenhauskarriere ist das? Oliver: Ich habe aufgehört zu zählen. Krankenschwester: Dann nehme ich die so genannte Piksmaschine. Willi: Ohne mit der Wimper zu zucken. Wie viel Liter Blut hat ein Mensch? Krankenschwester: Oh Gott, genügend, dass ihn die drei Tropfen nicht stören. Willi: Bluten tut es nicht mehr. Also weg damit. Oliver: Bei mir auch nicht. Krankenschwester: Okay Oliver, dann kriegst du deinen Lolli als Belohnung für den Fingerpiks. Willi: Moment mal, ich habe auch einen Fingerpiks gehabt. Krankenschwester: Stimmt, du hattest auch einen. Da kriegst du auch einen Lolli. Willi: Dankeschön. Krankenschwester: Bitteschön. Willi: Und wie geht es jetzt weiter dem Blut eigentlich? Krankenschwester: Jetzt bringen wir das rüber zur Claudia ins Labor und die untersucht das Blut dann. Willi: Können wir da mit gehen? Krankenschwester: Ja, natürlich könnt ihr mitgehen. Willi: Claudia untersucht das Blut, um festzustellen, wie es Oliver geht. Diese Maschine kann den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, messen. Das ist dafür zuständig, den Sauerstoff im Blut zu transportieren. Die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten, sind die Polizei des Körpers und wichtig, um Krankheiten abzuwehren. Unter dem Mikroskop kann man genau erkennen, wie viele weiße, hier lila eingefärbt, und wie viele rote Zellen im Blut sind. Ich hätte jetzt eigentlich gedacht, ich sage, ich sehe rot, aber ich sehe gar nicht rot, ich sehe irgendwie lauter so kleine Bläschen. Was sehe ich denn da jetzt überhaupt? Arzt: Also was du da siehst, sind die Blutzellen. Willi: Und du musst es wissen, weil der Matthias ist hier der Oberarzt und du bist der Arzt, der den Olli betreut. Arzt: Genau. Willi: In den Knochen ist der Krebs beim Oliver. Und wir haben jetzt aber das Blut bestimmt. Warum machen wir das? Arzt: Das machen wir deswegen, weil wir geben dem Oliver ja, um gesund zu werden von seiner Tumorerkrankung, von seinem Knochenkrebs, geben wir Chemotherapie. Willi: Das ist die Medizin sozusagen. Arzt: Das ist die Medizin. Und das machen wir halt in gewissen Abständen. Wir müssen aber immer dafür sorgen, dass der restliche Körper sich gut erholt hat, bevor er die nächste Chemotherapie bekommt, weil die anstrengend ist. Das Blut muss sich erholt haben. Das hat sich im Moment noch nicht so gut erholt. Der Oliver muss noch ein bisschen warten. Willi: Das ist eine Röntgenaufnahme von Ollis Unterschenkel. Matthias als Arzt kann erkennen, dass der Knochen von Krebs befallen ist. Arzt: Das ist nicht gleichmäßig. Willi: Nicht glatt. Arzt: Das ist nicht glatt, das ist nicht gleichmäßig und das sieht man am Röntgenbild als Zeichen des Tumors. Willi: In der Kernspintomographie wurde diese Aufnahme gemacht. Arzt: Da sieht man das ganze Bein mit der Muskulatur und mit den Knochen. Und in seinem Wadenbein sieht man diesen Tumor. Willi: Aber wie entsteht so ein Tumor? So wie ein Haus aus Steinen aufgebaut ist, bestehen Lebewesen aus ganz vielen Zellen. Die sind winzig klein und nur unter dem Mikroskop erkennbar. Gesunde Zellen wie die oben im Bild teilen sich dann, wenn es für den Körper nötig ist. Und zwar in zwei genau gleich große Zellen. Unten bei Tumorzellen ist das nicht so. Sie teilen sich viel öfter und hören nicht mehr damit auf. So ist auch der Tumor entstanden, der Ollis Knochen zerstört. Manche Tumore sind so aggressiv, dass sie wandern und letztlich den ganzen Körper zerstören. Aber ich mein, ich könnte mir vorstellen, dass man jetzt als Arzt einfach daher geht und du könntest doch operieren so ein bisschen und er schneidet das Teil einfach raus, geht das nicht? Arzt: Das geht deswegen nicht, weil- Früher hat man das so versucht. Da hat man gedacht, gut, da ist etwas, das gehört da nicht hin, das schneidet man raus. Da hat man gesehen, dass die meisten der Patienten später einen Rückfall erleiden, dass der Tumor zurückkommt. Willi: Der wächst wieder nach dann? Arzt: Ja und an anderer Stelle. Es gibt so genannte Metastasen, es gibt Tochtergeschwülste im Körper. Und deswegen weiß man heutzutage, dass auch wenn wir den Tumor mit unseren Mitteln nur dort unten sehen, sind einzelne Tumorzellen auch schon abgelöst vom Tumor und Kreisen im Körper von Oliver. Und deswegen müssen wir die Chemo machen, damit wir auch diese im Blut schwimmenden Tumorzellen abtöten können. Willi: Ich besuche jetzt noch eine andere Krebspatientin, Raphaela. Aber was machen denn die Clowns hier im Krankenhaus? Ich schaue mal, was die vorhaben. Im Zimmer von Raphaela. Clown: Du kennst mich noch? Julchen, ich habe eine. Die passt ihm bestimmt. Oh Willi, perfekt. Willi: Ich glaube, ich hätte nicht hinterher gehen sollen. Was habt ihr hier mit mir vor? Clown: Rein und zu und zu lassen. Nichts mehr sagen. Willi: Ich muss aufs Klo. Clown: Willi, du musst jetzt aufs Klo? Willi: Ja, ganz dringend es eilt. Julia und ihre Töchter Nadine und Nicole sind Klinikclowns. Seit acht Jahren gehen Sie regelmäßig im Clownskostüm ins Krankenhaus. Wie kommt ihr jetzt da drauf ins Krankenhaus zu gehen und den Kindern und den Patienten Freude zu bereiten? Clown: Also wenn ich ganz von vorne anfangen soll. Die Nicole hat selber Krebs gehabt, Knochenkrebs. Das Bein musste amputiert werden, mit Chemotherapie, mit allem Drum und Dran. Willi: Das heißt, du hast das alles schon durchgemacht, was die Patienten hier erleben? Clown: Genau, habe ich. Ich habe jetzt eine Prothese. Willi: Das heißt, ein Bein von dir ist nicht echt? Welches ist das? Clown: Das linke. Willi: Kann ich das mal sehen? Ui. Das heißt, du hattest Krebs und der Krebs hat das angerichtet, dass dein Bein abgenommen werden musste. Clown: Genau. Willi: Und wann war das? Clown: Das ist schon ganz lange her, 14 Jahre. Willi: Ist man dann nicht froh, wenn man jetzt alles hinter sich hat, möchte man da überhaupt nochmal ins Krankenhaus gehen? Das ist schon komisch. Clown: Also mir macht es Spaß, wenn ich hierher komme und kann sehen, wie die Kinder sich freuen. Das ist für die auch ein bisschen Abwechslung. Und das ist das Schöne daran. Willi: Was gibst du den Kindern und den Menschen, die jetzt Krebs haben, für Tipps, weil du hast es ja hautnah erlebt? Clown: Ja, das Wichtigste ist, dass sie die Hoffnung nicht aufgeben und dass sie danach versuchen, so weiterzuleben wie vorher auch. Willi: Die Hoffnung halt auch, dass man es einfach überlebt, dass man die Krankheit besiegt. Clown: Ja, dass man wieder gesund wird. Willi: Jetzt habe ich noch eine Frage, aber ich glaube zur Beantwortung dieser Frage brauche ich einen Arzt, das könnt ihr mir gar nicht beantworten. Ich hole mal ganz kurz den Matthias, ganz kurz. Matthias, die Klinikclowns, die kennst du ja. Arzt: Ja, die kenne ich. Hallo. Willi: Jetzt eine kleine Frage. Und zwar, man sagt doch, Lachen ist die beste Medizin. Stimmt das? Arzt: Also es ist auf jeden Fall sehr, sehr wichtig und ein guter und wichtiger Bestandteil, aber es braucht auch richtige Medizin. Und die habe ich hier gerade. Und wenn du mir helfen magst, kannst du die schon der Raphaela ins Zimmer bringen. Willi: Ja, das bringe ich ihr einfach. Arzt: Ja, einfach ins Zimmer bringen. Ich komme dann nach. Willi: Alles klar. Julia, Nadine, Yvonne Tschüss. Oliver ist 18 Jahre alt und hat Krebs, Knochenkrebs. Um zu sehen wie sein Körper die Medikamente dagegen verträgt, muss einmal in der Woche sein Blut untersucht werden. Auf dem Röntgenbild ist der Tumor in Ollis Knöchel deutlich erkennbar. Die Klinikclowns helfen Kinderkrebspatienten trotz Krankheit das Leben und das Lachen nicht zu vergessen. Hallo, ich bin der Doktor Willi, der Doktor schickt mich. Ich soll das bringen. Kann ich mich kurz zu euch setzen? Mutter: Ja. Willi: Also, dass du die Raphaela bist, das weiß ich schon und du bist die Mama, oder? Mutter: Angelika, genau. Willi: Angelika, hallo. Warum bist du hier? Raphaela: Weil ich krank bin. Willi: Was hast du genau? Raphaela: Krebs. Willi: Speziellen Krebs? Wo hast du den Krebs? Raphaela: Im Blut. Willi: Blutkrebs sozusagen. Wie lange bist du schon hier? Mutter: Seit fünf Monaten. Willi: Fünf Monate schon. Immer nur im Krankenhaus, oder? Mutter: Nein, die durfte auch mal nach hause, aber die ersten drei Monate war nur voll stationär. Durfte gar nicht aus dem Zimmer. Willi: Wie hast du am Anfang gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt? Raphaela: Ich habe es nicht gemerkt. Willi: Wie hat denn das angefangen? Raphaela: Ich war blass. Mutter: Das hat man im Urlaub gemerkt. Im Urlaub wird man normalerweise braun, wenn die Sonne scheint. Und sie blieb blass und angespannt und das Bein tat ihr weh. Und dann war erst die Vermutung vom vielen Sport vielleicht. Willi: Muskelkater oder sowas. Mutter: Schleimbeutelentzündung, vielleicht bisschen Eisenmangel. Dann sind wir zum Arzt gegangen. Willi: Hast du gewusst, was das für eine Krankheit ist? Raphaela: Ich wusste nie, was das für eine Krankheit ist. Ich wollte es auch nicht wissen. Willi: Aber jetzt kennst du dich schon aus, oder? Was weißt du alles darüber? Raphaela: Dass sie gefährlich ist. Ja, mehr weiß ich eigentlich nicht. Und es tut halt nicht weh im Körper. Das finde ich schon mal gut. Willi: Matthias kommt, damit Raphaelas Chemotherapie losgehen kann. Arzt: Erstmal spritzen wir ein Mittel gegen die Übelkeit. Willi: Die Chemo tröpfelt langsam in Raphaelas Körper, um dort Krebszellen abzutöten. Leider zerstört das Medikament aber nicht nur kranke, sondern auch gesunde Zellen. Deshalb wird dem Patienten oft schlecht und die Haare fallen aus. Damit das Medikament schnell und direkt in Raphaelas Blutkreislauf gelangt, wird es über einen Schlauch zum Herz geführt. Arzt: Hoch zum Hals, dort gibt es eine Biegung im Schlauch und der Schlauch geht in der Vene bis zum Herzen. Willi: Mithilfe der Chemotherapie hat Raphaela gute Chancen, bald wieder gesund zu sein. Im Durchschnitt können acht von zehn Kindern geheilt werden. Aber ganz wichtig ist, gib mal deine Hand, Krebs das ist nicht ansteckend. Arzt: Krebs ist nicht ansteckend. Willi: Da kann jetzt nichts passieren, auch wenn ihr beide Schweißfinger haben oder irgendwas? Arzt: Genau. Willi: Also wir gehen jetzt zu einer Untersuchung. Wie heißt die Untersuchung? Raphaela: LP. Willi: LP. Ohne Mama. Raphaela: Ohne Mama. Willi: Also Matthias, dich kenne ich, dich kenne ich Raphaela, wie heißt du? Bastian: Bastian. Willi: Und du? Anne: Anne. Willi: Anne, neue Ärztin. Anne: Genau. Willi: Das erkennt man am weißen Kittel. Eine LP passiert jetzt. Das habe ich schon verstanden. Was ist das genau? Arzt: LP kommt von Lumbalpunktion. Lumbale ist der Bereich von Rücken, der untere Bereich vom Rücken. Punktion ist Piks, Doppelpiks. Willi: Tumorzellen setzen sich auch an der Hirnhaut und Rückenmarkshaut fest. Die Lumbalpunktion, also der Rückenpiks, wird gemacht, um die Chemo auch ins Gehirn zu leiten. Anne sticht mit einer dünnen Nadel in das untere Ende des Rückenmarkkanals, dort wo kein Rückenmark mehr ist, sondern nur Nervenwasser. Ein bisschen davon wird in ein kleines Röhrchen abgezapft, um es im Labor zu untersuchen. Dazu muss Raphaela ganz stillhalten. Dann wird das Medikament eingespritzt. Willi: Wie geht es dir jetzt? Raphaela: Gut. Willi: Gut. Raphaela, darf ich dir mal was sagen? Du bist das tapfersten Mädchen, das ich je kennengelernt habe. Wie entsteht eigentlich Krebs? Um das herauszufinden mache ich mich auf dem Weg zum deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 735 Wissenschaftler sind dort ausschließlich damit beschäftigt, die Krankheit Krebs zu erforschen und Mittel zu finden, sie zu besiegen. Für dieses Interview brauche ich einen Doktorkittel, eigentlich einen Professorenkittel, weil Peter Kammer, du bist ein Professor, ein Krebsforscher. Was macht denn ein Krebsforscher den ganzen Tag? Professor: Also Willi, als meine Kinder klein waren, haben sie gedacht, ich beschäftige mich mit kleinen Krebsen, die am Strand entlang laufen. Das ist aber nicht der Fall. Willi: Das habe ich auch schon rausgefunden. Aber was ist so das Ziel, das große Ziel der Krebsforscher? Professor: Letztlich müssen wir die einzelnen Zellen, die einen Tumor aufbauen, ein Geschwulst, dieses bösartige Wachstum, das müssen wir erforschen und müssen uns fragen: warum wächst diese Zelle in diesem Tumor oder warum wachsen die Zellen in den Tumoren unkontrolliert? Und wie können wir dieses Wachstum stoppen? Der Traum ist, das Tumorgeschehen zu vermeiden oder das Tumorgeschehen richtig zu heilen. Willi: Die Wissenschaftler forschen nach den Ursachen von Krebs und auch nach besseren Therapiemethoden. Dabei versuchen Ärzte die Krebszellen mit Chemotherapie, Operation oder mit radioaktiven Strahlen zu bekämpfen. Krebsforscher gehen die ungewöhnlichsten Wege, um zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Sogar mithilfe von Fruchtfliegen möchten sie mehr über den Krebs herausfinden. Die Krankheit gibt es schon seit vielen 1000 Jahren. Noch vor wenigen Jahrzehnten sind die allermeisten Krebspatienten an der Krankheit gestorben. Heute können durch die Forschung viele von ihnen geheilt werden. Hast du jetzt als Professor und Forscher irgendwelche Tipps, wie man sich gegen Krebs schützen kann? Professor: Also man sollte gesund leben, gesund essen, frisches Obst, Gemüse zum Beispiel, man sollte Sport treiben, man sollte zu viel Sonnenbaden vermeiden. Willi: Wegen Hautkrebsgefahr. Professor: Wegen Hautkrebsgefahr. Man sollte nicht rauchen und Alkohol nur in Maßen, wenn überhaupt, zu sich nehmen. Willi: Und als Kinder mit dem Alkohol. Professor: Als Kinder mit dem Alkohol überhaupt nicht. Aber wenn man dann mal groß ist, darf man auch mal ein gutes Glas Wein trinken. Willi: Die Menschheit hat mittlerweile schon so viel erreicht in der Forschung. Mittlerweile kann man mit Sonden, die kann man zum Mars schicken, auf andere Planeten. Aber so eine Krankheit zu heilen, das funktioniert nicht. Professor: Krebs ist nicht gleich Krebs. Es gibt etwa 300 verschiedene Tumorarten. Und jede ist was ganz Besonderes. Und man kann manche Krebserkrankung, die kann man bisher noch nicht so gut behandeln und andere sehr gut. Und das Gute ist, dass gerade Tumore, die bei Kindern vorkommen, solche gibt es ja auch, zum Beispiel Blutkrebs, wobei sich die Zellen des Blutes vermehren. Willi: Leukämie. Professor: Leukämie heißt das auch. Dass man die ganz besonders gut behandeln kann. Willi: So, und ich bin noch einmal mit Olli verabredet. Seine Mutter Gaby hat mich zum Spaghetti Essen eingeladen. Ollis Bruder Patrick ist auch dabei. Er ist 15. Nicht nur der Patient ist von der Krankheit Krebs betroffen. Das Leben der ganzen Familie wird durcheinandergebracht. Das ist der? Gaby: Das ist der Uwe, mein Mann und der Papa von Oliver und Patrick. Willi: So sieht er aus. Wo ist denn der jetzt? Wieso ist er nur auf dem Foto vorhanden? Gaby: Der muss jetzt leider arbeiten, weil er hat viel im Büro zu tun. Willi: Der Oliver hat Krebs. Wie ist das? Hast du jetzt eigentlich Zeit, dich um Patrick zu kümmern oder bist du die ganze Zeit im Krankenhaus? Gaby: Ich bin, wenn der Oliver in Therapie ist, die 6 Tage, bin ich im Krankenhaus ganz viel. Willi: Wenn er dann Infusion kriegt sechs Tage lang. Gaby: Chemotherapie bekommt, wenn die durchläuft und abends löst mich der Uwe dann ab. Der kommt dann direkt vom Büro ins Krankenhaus und löst mich ab. Und der Patrick ist sehr viel alleine. Die letzten zwei Chemo Zyklen war meine Mutter da. Aber ich hab ein schlechtes Gewissen, dass ich ihn zu viel alleine lasse, ein total schlechtes Gewissen. Willi: Wie ist denn das eigentlich als Mama, wenn du auf einmal hörst vom Arzt dein Kind hat Krebs, was passiert dann mit einem? Gaby: Ich habe gedacht, ich bin im Albtraum. Das ist ein Schock. Das ist, als wenn dir jemand den Boden wegzieht unter deinen Füßen. Und der Oliver und ich, wir sind dann da rausgegangen am Boden zerstört. Oliver hat geweint. Willi: Wie fühlt sich das an, weil du kennst den Olli aus gesunden Tagen, du kennst ihn jetzt aus den kranken Tagen. Ist er unterschiedlich, ist er anders? Patrick: Er ist netter geworden. Früher war er immer- Kam er halt von der Schule und dann war er halt gleich schlecht gelaunt und so. Und jetzt weiß er, was er am Leben hat, glaube ich. Willi: Hast du Angst um Olli? Patrick: Ein bisschen schon. Also die Krankheit ist ja nicht so ungefährlich. Willi: Vor was hast du konkret Angst? Patrick: Ja, dass mein Bruder jetzt tatsächlich sterben kann. Willi: Gab es eigentlich mal so das große Gespräch zwischen den zwei Brüdern, die dann über die Krankheit reden, also du und der Olli? Patrick: Das gab es bisher noch nie. Willi: Warum nicht? Patrick: Ich rede vielleicht auch nicht so gerne über Ollis Krankheit. Willi: Aber gibt es nicht noch irgendwelche Sachen, die du ihm sagen willst, wenn du so dein Herz ausschütten möchtest ihm gegenüber? Patrick: Ja, vielleicht, dass er halt stark sein soll für die Krankheit. Weil wenn er sich halt schlecht fühlt, dann trommelt er ständig auf sein Kopf und sagt, er will die Chemotherapie abbrechen. Das darf er halt nicht. Willi: Okay, der Olli ist jetzt zwar nicht da, aber du kannst ja in die Kamera sagen, weil ich gehe davon aus, der Olli wird sich den Film anschauen. Patrick: Olli sei stark und halte durch. Willi: Das ist ein richtiger großer kleiner Bruder. Raphaela hat Blutkrebs, in der Fachsprache Leukämie. Um die Krebszellen im Blut abzutöten, bekommt sie eine Chemotherapie. Damit die Medizin auch in Raphaelas Rückenmark und Gehirn gelangt, wird sie bei der Lumbalpunktion ins Nervenwasser gespritzt. Krebsforscher forschen, wie Krebs entsteht und wie man ihn vermeiden und heilen kann. Olli, Tischfußball ist jetzt deine Ersatzsportart, kann man sagen, weil du für anderes nicht stark genug ist. Oliver: Ja, genau. Willi: Aber dein größtes sportliches Vorbild ist eigentlich ein Radfahrer. Oliver: Ja Lance Armstrong. Willi: Und das hat auch einen Grund. Oliver: Ja der hat gut den Krebs besiegt. Willi: Der war krebskrank, ja Oliver: Ist jetzt wieder gesund. Willi: Und deswegen habe ich jetzt ein kleines Geschenk für dich zum Schluss. Und zwar ein gelbes Trikot. Kennst du das? Oliver: Ja. Willi: Pass auf, das ziehe ich dir jetzt an. Das gelbe Trikot, das ist im Radsport für den Sieger reserviert, für denjenigen, der die Zähne zusammenbeißt, kämpft und ganz zum Schluss auf dem Siegertreppchen steht. Der kriegt dann meistens noch die Küsschen von den Frauen, die links und rechts daneben stehen. Damit du wie dein Vorbild auch den Krebs besiegst. Oliver: Dankeschön. Willi: Bitteschön. Alles Gute wünsche ich dir.

16 Kommentare

16 Kommentare
  1. traurig mit dem kind

    Von lux zocker, vor 2 Monaten
  2. Wow die beiden tun mir echt leid ich will nie meine Haare verlieren nie nie nie😱🤕🙅🏼‍♀️🩸🦠

    Von sofia 4a, vor 4 Monaten
  3. Das Video war echt spannend und ganz gut gemacht👍🏽

    Von Chang 3c, vor 5 Monaten
  4. ist das leif oder gespielt

    Von jursch l., vor mehr als 5 Jahren
  5. -
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    Von jursch l., vor mehr als 5 Jahren
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