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1912 - Der Untergang der Titanic

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Team Zeitreise
1912 - Der Untergang der Titanic
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema 1912 - Der Untergang der Titanic

Im April 1912 versinkt das modernste und luxoriöseste Schiff der Welt im eiskalten Atlantik – und mit ihm der ungezügelte Glaube an den technischen Fortschritt. Die Titanic geht unter, doch ihr Mythos überlebt. Die Katastrophe, die Reiche und Arme im Tod vereinte, bewegt noch heute die Gemüter.

Transkript 1912 - Der Untergang der Titanic

Das Wrack der Titanic am Ende des Jahrhunderts, in fast 4.000 Metern Tiefe. Mit ihrem Untergang starb eine Illusion. Die damalige Vorstellung war, dass die Titanic unsinkbar sei. Sie wurde gebaut, um die Natur und damit Gott zu übertreffen. 10. April 1912, im Hafen von Southampton wird der Ozeanriese für die Jungfernfahrt gerüstet. Mehr als 1.000 Passagiere gehen an Bord des größten Schiffes der Welt, streng getrennt nach Klassen. Millionäre, ebenso wie hunderte von armen Immigranten. Gemeinsam haben sie das Ziel der Reise, New York. Zehn britische Pfund kostet die Fahrt dritter Klasse ins gelobte Land. Dafür gibt es eine Schlafgelegenheit, tief unten im Bauch der Titanic. Wir fuhren dritte Klasse, weil mein Vater fast sein ganzes Geld für ein Haus in Kansas ausgegeben hatte und dort einen Tabakladen aufmachen wollte. Der höchstbezahlte Kapitän der Welt, der Brite Edward Smith. Um zwölf Uhr mittags verlässt die Titanic den Pier. Ein unsinkbarer Koloss, so heißt es. Für Smith der krönende Abschluss einer langen Karriere. Nach der Überfahrt will er in Rente gehen. Das Leben an Board, selbst für die dritter Klasse Passagiere, ungewohnter Luxus. Die Welt der erster Klasse Reisenden. Das war höchster Luxus, den jeder erster Klasse Passagier für sich beanspruchte. Das war gar nicht so außergewöhnlich für sie. Es war wie in einem Luxushotel in London, so wie dem Ritz. Das entsprach ihren Gewohnheiten. Eben erstklassiges in Reinform. Grüße an die Daheimgebliebenen, vom luxuriösesten Schiff der Welt. Das Mitteilungsbedürfnis der Passagiere sorgt in der Funkstation für Hochbetrieb. Ein gefährlicher Zeitvertreib. Die eingehenden Eiswarnungen finden bei den Funkern kaum Beachtung. Die Maschinen machen volle Fahrt. Das Schiff durchpflügt den Nordatlantik in der Nacht zum 15. April mit Höchstgeschwindigkeit. Kurz vor Mitternacht erblickt der Ausguck einen Eisberg. Verzweifelte Manöver. Ein Beben geht durchs Schiff. Eisbrocken an Deck. Da spielten ein paar Männer Fußball mit den Eisbrocken und erster Klasse Passagiere schauten ihnen zu. Man wusste zwar, dass was passiert war, doch man glaubte, dass der Schaden schnell behoben würde, dann ginge es schon weiter. Tief unten dringt das Wasser durch die Bordwände und überflutet schon die Kesselräume. Als mein Vater erfuhr, was passiert war, sagte er zu meiner Mutter „Hol die Kinder schnell aus dem Bett und bringt sie an Deck“. Noch herrscht Ruhe an Bord. Viele der Passagiere haben den Zusammenstoß gar nicht bemerkt. Doch auf der Brücke hat Captain Smith bereits die furchtbare Gewissheit, die Titanic ist verloren. Nur für die Hälfte aller Passagiere ist in den Rettungsbooten Platz. Er muss innerlich zusammengebrochen sein, der Captain überblickte die Lage nicht und verlor kostbare Zeit. Leuchtraketen, hoffen auf Rettung durch Schiffe in der Nähe. Viel zu spät erteilte der Kapitän den Befehl Notsignale zu morsen. Das Schiff läuft voll. Viele Leute glaubten immer noch es sei unsinkbar und kümmerten sich nicht weiter drum. Doch mein Vater hatte eine Vorahnung, weil er uns sofort da unten rausgeholt hat. Er hatte im Gefühl, dass etwas Schlimmes passieren würde. Kampf um die Rettungsboote, Frauen und Kinder zuerst, dann die Männer. Doch auch jetzt noch werden die Regeln der Klassengesellschaft eingehalten. Die Männer aus der ersten und zweiten Klasse kamen zuerst dran. Mein Vater hat es nicht geschafft. Unter Deck, in der dritten Klasse bricht Panik aus. Verängstigte Passagiere suchen einen Weg nach draußen, Besatzungsmitglieder halten sie auf. Ich finde es furchtbar, dass sie nicht die gleichen Chancen hatten, wie die Millionäre. Aber es bleiben auch Millionäre zurück. Isidor Strauß zum Beispiel will keinem einen Platz wegnehmen, seine Frau Ida geht mit in den Tod. John Jacob Astor setzt seine schwangere Frau in eines der Boote, sich selbst rettet er nicht. Benjamin Guggenheim will wie ein Gentleman sterben und zieht sich mit einer Flasche Champagner zurück. Und dennoch blieben so viele Frauen und Kinder auf der Titanic. Plötzlich kamen sie wie Ameisen aus ihren Höhlen auf die Decks, die voll mit Menschen waren, aber Rettungsboote gab es nicht mehr. Ich glaube am Ende wussten alle, dass es keine Rettung gab. Es kam zur großen Panik, vor allem die Frauen und Kinder haben fürchterlich gelitten. Es war hoffnungslos. Sie versuchten so lange wie möglich dem Wasser zu entgehen und auf das hoch aufragende Heck zu klettern, doch dann brach die Titanic in zwei Teile und das Heck vibrierte so stark, dass sie abgeschüttelt wurden. Viele Tote und Schwerverletzte trieben im Wasser. Für mich ist es einfach ein grauenhaftes Bild, diese letzten Minuten, weil ich immer den Untergang meines Vaters vor Augen habe. Um 2 Uhr 20 versinkt das größte Schiff der Welt in den Fluten des Atlantik. Mit ihm 1.495 Menschen. Erst nach Stunden werden die 712 Überlebenden von einem anderen Schiff geborgen. Bis in den Tod gilt das Klassenprinzip, es überleben 2/3 der ersten, die Hälfte der zweiten, doch nur 1/4 der dritten Klasse Passagiere. Mit der Titanic sank auch der blinde Glaube an die Technik. Wenn heute jemand sagt unmöglich, kann man ihm ein Schlagwort entgegenhalten, Titanic.

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