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Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?

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Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?

Inhalt

Plastikmüll im Meer

Hast du dich schon einmal gefragt, wie viel Plastikmüll eigentlich im Meer ist? Es sind ungefähr 150 Millionen Tonnen, das ist schwerer als 800 000 Blauwale zusammen. Jährlich landen weitere 5–10 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Pro Minute entspricht das einer ganzen Lastwagenladung. Jetzt kennst du schon einige Fakten zum Plastik im Meer.

Aber welche Folgen hat der Plastikmüll im Meer und wie sehen Lösungen aus, um Plastik im Meer zu vermeiden? Die Antworten auf diese wichtigen Fragen erfährst du in diesem Text. Wenn du also in der Grundschule ein Referat über Plastik im Meer halten möchtest, findest du hier das Wichtigste über Müll im Meer für Kinder erklärt.

Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?

Habt ihr in der Grundschule schon darüber gesprochen, warum so viel Müll und Plastik im Meer liegt? Hier werden dir einige Ursachen genannt:

  • Ein Teil des Mülls kommt von Schiffen, die ihren Müll im Meer verlieren oder ihn dort entsorgen, obwohl das weltweit verboten ist.
  • In manchen Ländern gibt es keine richtige Müllentsorgung. Deshalb landet der Müll in der Natur oder in Flüssen, von denen er dann ins Meer getrieben wird.
  • Auch an Stränden wird Müll oft rücksichtslos liegen gelassen. Der Wind trägt ihn dann auf das Meer hinaus.

Neben Flaschen, Kisten oder Plastiktüten gibt es auch unzählige Plastikteile, die fast gar nicht zu sehen sind, weil sie so klein sind. Diese Plastikteile, die kleiner als fünf Millimeter sind, nennt man Mikroplastik.

Wie kommt Mikroplastik ins Meer?

Mikroplastik gelangt auf zwei Wegen ins Meer:

  • Mikroplastik entsteht, wenn größere Plastikteile nach und nach zu kleineren Teilen zerfallen. Eine Plastiktüte im Meer zersetzt sich zum Beispiel in immer kleinere Teilchen, die dann einzeln herumschwimmen.

  • Mikroplastik ist in vielen Pflege- und Kosmetikprodukten wie Shampoo oder Zahnpasta. Wenn du deine Zähne putzt, landet das Mikroplastik der Zahnpasta durch den Abfluss im Meer. Zudem bestehen viele Kleidungsstücke aus künstlichen Fasern – das ist Kunststoff, der wie kleine Härchen aussieht. Bei jedem Waschen lösen sich einige der Fasern und landen im Abfluss. Mikroplastik ist so klein, dass es in Klärwerken nicht aus dem Abwasser herausgefiltert werden kann.

Mikroplastik im Meer

Wie lange bleibt Plastik im Meer?

Plastik braucht sehr lange, um zersetzt zu werden. In der folgenden Tabelle siehst du die ungefähren Abbauzeiten von verschiedenen Plastikprodukten.

Plastiktüte Plastikbecher Plastikflasche
20 Jahre 50 Jahre 450 Jahre

Durch die extrem langsame Zersetzungszeit von Plastikmüll bleibt dieser lange in den Meeren und verschmutzt unsere Umwelt. Außerdem hat das Plastik im Meer schlimme Folgen für Tiere und Pflanzen, was im nächsten Abschnitt genauer erklärt wird.

Was passiert mit dem Plastik im Meer?

Seevögel und Meerestiere wie Fische oder Schildkröten verwechseln Plastikmüll oft mit Nahrung und fressen ihn. Die gefressenen Plastikteilchen können ihren Magen verstopfen, ohne die Tiere mit den lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Deshalb verhungern viele Fische, Seevögel und andere Meeresbewohner. Zudem werden viele Tiere wegen der im Plastik enthaltenen Giftstoffe krank und sterben. Darüber hinaus bleiben auch zahlreiche Meerestiere im Müll hängen. Weil sie nicht mehr freikommen, verhungern sie dann.

Für Pflanzen ist das Plastik im Meer ebenfalls gefährlich, weil sie durch den schwimmenden Müll weniger Licht bekommen. Ohne Licht können die Pflanzen nicht wachsen und gehen ein. Dadurch werden die Lebensräume von vielen Tieren zerstört.

Auch Menschen können Mikroplastik über die Nahrungskette aufnehmen, wenn sie beispielsweise Fisch essen, der Mikroplastik in sich hat. Welche Folgen das für den Körper hat, ist noch unklar. In dem Video zur Nahrungskette für die Grundschule findest du noch weitere Informationen.

Was kannst du tun?

Je mehr Plastik wir benutzen und produzieren, desto mehr landet auch in unseren Meeren. Deshalb solltest auch du versuchen, Plastikmüll so gut wie möglich zu vermeiden. Statt immer wieder Einwegplastikflaschen zu kaufen, kannst du zum Beispiel eine wiederverwendbare Trinkflasche mit in die Schule nehmen. Möchtest du weitere Tipps zur Müllvermeidung kennenlernen, dann schau dir das Video an und lerne, was Umweltbewusstsein ist.

Quellenangabe zum Thema Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?

Transkript Wie kommt der Plastikmüll ins Meer?

Wie kommt Plastikmüll in die Meere? In unseren Meeren befinden sich viele Millionen Tonnen Plastikmüll. Auf der Wasseroberfläche, auf dem Meeresboden und ein Teil treibt in verschiedenen Tiefen umher. Auch Plastikteile, die man gar nicht gleich sieht, weil sie so klein sind, befinden sich im Meer. Man nennt sie Mikroplastik. Unsere Meere sind die größten Müllkippen der Welt. Aber wo kommt der Müll her? Teilweise von Schiffen, die Müll im Meer verlieren oder einfach entsorgen, aber auch von Stränden. Wenn Müll dort einfach weggeworfen wird, dann trägt der Wind ihn auf das Meer hinaus. Auch, wenn Müll sorglos in Flüsse geschmissen wird, landet er letztendlich im Meer. Die Flüsse fließen zum Meer hin und transportieren den Müll. Mikroplastik gelangt auf zwei Wegen ins Meer. Zum einen entsteht es, wenn größere Plastikteile nach und nach im Wasser zu kleineren Teilen zerfallen. Mikroplastik befindet sich aber auch in vielen Kosmetikprodukten wie zum Beispiel Zahnpasta. Wenn wir diese Zahnpasta benutzen, dann gelangt Mikroplastik in den Abfluss. Das passiert auch beim Wäschewaschen. Es gibt Kleidung, die aus künstlichen Fasern besteht. Das ist Kunststoff, der wie kleiner Härchen aussieht. Einige dieser Fasern werden beim Waschen herausgelöst und landen auch im Abfluss. Wasser, das durch unseren Abfluss läuft, nennt man Abwasser und Abwasser wird in Klärwerken gereinigt, bevor es in die Flüsse geleitet wird. Das Mikroplastik ist aber teilweise so klein, dass es oft nicht vollständig herausgefiltert werden kann. So landet Mikroplastik in den Flüssen und dadurch letztendlich im Meer. Die Verunreinigung der Meere mit Plastik hat dramatische Folgen für unsere Umwelt. Für Pflanzen, Tiere und auch für uns Menschen. Meerestiere oder Seevögel verwechseln Plastikmüll oft mit Nahrung und essen ihn. Das Plastik bleibt in ihrem Körper, dadurch werden sie krank und sterben. Viele Tiere bleiben im Müll hängen und verhungern. Pflanzen bekommen durch den schwimmenden Müll weniger Licht, das sie zum Wachsen brauchen. Mikroplastik wird auch von Fischen gegessen, die wir Menschen später fangen und selber essen. Je mehr Plastik wir Menschen produzieren und nutzen, desto mehr landet auch in unseren Meeren. Das heißt, wenn wir auf Plastikprodukte verzichten, können wir verhindern, dass immer mehr Plastikmüll in unsere Meere gelangt.

Wie kommt der Plastikmüll ins Meer? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie kommt der Plastikmüll ins Meer? kannst du es wiederholen und üben.
  • Was weißt du über Mikroplastik? Bestimme.

    Tipps

    Fische verwechseln Mikroplastik mit Nahrung und fressen die kleinen Teilchen.

    Lösung

    Jedes Jahr gelangen riesige Mengen Plastikmüll in unseren Meere. Durch die Wellen und Strömungen werden sie auf der ganzen Welt verteilt, sodass selbst in der menschenleeren Antarktis Müll ankommt.

    Neben den großen Plastikteilen im Meer gibt es auch winzig kleine. Sie sind nicht größer als 5 Millimeter und werden Mikroplastik genannt. Manche sind so klein, dass du sie kaum sehen kannst und trotzdem können sie großen Schaden anrichten. So werden sie zum Beispiel von Fischen gefressen, die dadurch krank werden. Essen wir die Fische, gelangt das Mikroplastik auch in unseren Körper.

    Aber woher kommt das Mikroplastik? Zum einen entsteht es, wenn Plastikmüll zu kleineren Teilen zerfällt. Zum anderen befindet sich Mikroplastik in Zahnpasta oder Kleidung. Es gelangt dann über das Abwasser in unsere Meere.

  • Welche Gefahren entstehen durch Plastikmüll im Meer? Beschreibe.

    Tipps

    Speisefische sind Fische, die von Menschen gefangen und gegessen werden. Der Lachs oder die Scholle sind solche Fische.

    Das Titelbild zeigt dir, welchen Gefahren Schildkröten ausgesetzt sind.

    Lösung

    In unseren Meeren befinden sich viele Tonnen Plastikmüll. Sie liegen am Meeresboden, Schwimmen auf der Oberfläche und in verschiedenen Tiefen des Meeres. Dort stellen sie eine große Gefahr für die verschiedenen Lebewesen des Meeres dar:

    Meerestiere können das Mikroplastik nicht von richtiger Nahrung unterscheiden und fressen es. Sie werden krank und sterben. In größeren Plastikteilen können die Tiere hängen bleiben und sich stark verletzen oder verhungern.

    Aber auch Pflanzen wie Algen leiden unter den Massen an Müll. Zu ihnen gelangt weniger Sonnenlicht, welches sie zum Wachsen und Überleben benötigen.

    Auch wir Menschen sind durch das Mikroplastik gefährdet. Wir fangen und essen Fische aus den betroffenen Meeren. Diese tragen das Mikroplastik in sich, welches dann auch in unsere Körper gelangt und eventuell zu Krankheiten führen kann.

  • Wie kommt das Plastik in unsere Meere? Beschreibe.

    Tipps

    Auch in gereinigtem Abwasser befindet sich immernoch Mikroplastik.

    Mikro bedeutet klein.

    Lösung

    Viele Menschen fahren jedes Jahr zum Baden an die schönsten Strände der Welt. Dabei hinterlassen sie leider viel zu viel Plastikmüll, welcher durch Wind und Wellen auf den Meeren verteilt wird. Der Müll treibt dabei überall, von der Meeresoberfläche bis zum Meeresboden.

    Auch Schiffe entsorgen eine große Menge Müll in den Meeren und gefährden damit die Umwelt. In den Flüssen treiben sorglos hineingeworfener Plastikabfall sowie Mikroplastik aus unserem Abwasser. Die Flüsse münden in den Meeren und transportieren so die Kunststoffe dort hin.

    Das Mikroplastik ist so winzig, dass du es kaum sehen kannst. Es ist zu klein, um in den Kläranlagen herausgefiltert zu werden. Deshalb fließt es mit der Strömung in die Meere und bringt großen Schaden für, Pflanzen, Tiere und letztlich uns Menschen.

  • Wie kann Mikroplastik in unseren Körper gelangen? Erkläre.

    Tipps

    Der Kreislauf beginnt mit dem Kauf von Plastikprodukten.

    Wasser, dass durch unseren Abfluss läuft, nennt man Abwasser.

    Lösung

    Das Mikroplastik gelangt auf zwei Wegen ins Meer. Zum einen entsteht es aus großen Plastikteilen, die im Wasser nach und nach zu kleineren Teilen zerfallen. Zum anderen befindet sich eine Vielzahl an Mikroplastik in Kosmetikprodukten, wie zum Beispiel Zahnpasta oder Shampoo. Benutzen wir diese, gelangt das Mikroplastik in unsere Abflüsse und ins Abwasser.

    Das Abwasser wird in Kläranlagen gereinigt und anschließend in die Flüsse geleitet. Das Mikroplastik ist jedoch häufig so klein, dass es nicht vollständig herausgefiltert werden kann. So gelangt Mikroplastik in die Flüsse, die es weiter bis ins Meer transportieren.

    In den Meeren schaden sie vielen Tieren und Pflanzen. Fische verwechseln das Mikroplastik mit Nahrung und fressen es. So gelangt es in ihrem Magen, wo es nicht verdaut wird. Die Fischer fangen die Fische im Meer und verkaufen sie. Wir erhalten die Fische im Supermarkt und essen sie. Das Mikroplastik gelangt in unseren Körper.

  • Wie kannst du auf Plastik verzichten? Entscheide.

    Tipps

    Bei welchen Bildern entsteht kein unnötiger Verpackungsmüll?

    Welche Eis-Bestellung ist plastikfrei?

    Lösung

    Unsere Meere gelten als die größten Müllkippen der Erde, um sie zu schützen, müssen wir die Verwendung von unnötigem Plastik im Alltag reduzieren. Dafür gibt es viele einfache Möglichkeiten:

    • Du kaufst nur unverpacktes Gemüse und Obst.
    • Du nimmst ein leckeres, selbstgemachtes Essen und Trinken mit, anstatt Fastfood im Schnellimbiss zu kaufen.
    • Du nutzt zum Verpacken Brotdosen, anstelle von Tüten oder Folie.
    • Zum Einkaufen verwendest du Stoffbeutel oder Körbe, anstatt Plastiktüten.
    • Für Getränke nutzt du eine wiederverwendbare Trinkflasche, anstatt Dosen oder Getränkepäckchen zu kaufen.
    • Im Sommer isst du lieber ein Eis in der Waffel als im Becher mit Plastiklöffel.
  • Wieviel Plastikmüll haben wir im Jahr 2016 produziert? Untersuche.

    Tipps

    Produzieren bedeutet, dass du Müll erzeugst, indem du z. B. Verpackungen, benutzte Taschentücher oder andere Artikel wegwirfst.

    Plastikmüll pro Person + anderer Hausmüll pro Person = Gesamter Hausmüll pro Person

    Willst du wissen, wie viel Plastikmüll drei Personen produziert haben? Lies in der Abbildung ab, wie viel Plastikmüll eine Person verwendet hat. Überlege weiter!

    Lösung

    Anhand der Abbildung siehst du, dass im Jahr 2016 jeder einzelne von uns 35 kg Plastikmüll und 427 kg anderen Hausmüll, wie Glas-, Papier- oder Restmüll, produziert hat. Demnach sind wir pro Person für insgesamt 462 kg Müll jährlich verantwortlich:

    35 kg Plastik + 427 kg anderer Hausmüll = 462 kg Gesamtmüll pro Person

    Das hört sich erstmal nicht viel an, wenn man jedoch bedenkt, dass der am meisten produzierte Plastikmüll Verpackungen sind, ist das alarmierend!

    Außerdem lebst du wahrscheinlich nicht allein. Du hast Eltern und vielleicht Geschwister. Seid ihr z. B. drei Personen, habt ihr in einem Jahr zusammen 105 kg Plastikmüll produziert:

    3 $\cdot$ 35 kg = 105 kg Plastikmüll

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