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1954 - Die Bomben von Bikini

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Team Zeitreise
1954 - Die Bomben von Bikini
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema 1954 - Die Bomben von Bikini

Es ist die bisher größte Explosion in der Menschheitsgeschichte. Auf dem Bikini-Atoll im Pazifik zünden die USA am 1. März 1954 die Wasserstoffbombe ”Bravo”. Sie hat die Sprengkraft von 1000 Hiroshima-Bomben. Der Atomtest bringt die Amerikaner im Rüstungswettlauf mit der UdSSR wieder auf die Überholspur. Doch der Preis ist hoch. 300 Menschen werden vom radioaktiven Niederschlag verseucht.

Transkript 1954 - Die Bomben von Bikini

New York, ein Morgen wie jeder andere. Doch plötzlich wird Atomalarm gegeben. Die Menschen sollen das Unvorstellbare proben, Verhalten im nuklearen Ernstfall. Damals hatte es den Anschein der dritte Weltkrieg stehe bevor. Und viele meinten ganz verzweifelt wir müssen doch gewappnet sein. Diese Waffe macht den Menschen Angst, auch im Westen. Vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg verfügt auch die Sowjetunion über die Atombombe. Startschuss für das nukleare Wettrüsten. Los Alamos, New Mexico. Wo einst die Atombombe entstand, wird nun an einer neuen Superwaffe gebaut, der Wasserstoffbombe. Ich war der Überzeugung, das was gemacht werden kann, gemacht wird. Frage von wem? Mir schien es unvergleichlich besser, wenn diese Bombe zuerst in den Vereinigten Staaten gebaut würde. Das Bikini-Atoll im Pazifik, ein Südsee-Traum. Hier weiß niemand vom nuklearen Wettlauf. Wir lebten damals alle zusammen. Wir, unsere Eltern, und Großeltern. Wir hatten niemals Hunger, es gab alles was wir brauchten, und wir lebten in Harmonie. Doch die Tage dieses Paradieses sind gezählt. Evakuierung vor dem großen Test. US-Soldaten gehen an Land, auch sie noch ahnungslos. Über die Strahlung wussten wir nicht mehr als über den Sonnenschein. Man sagte uns, ‘Ihr werdet geschützt, kein Problem. Tut einfach, was wir euch sagen‘, und wir waren jung und dumm genug das zu tun. Die Amerikaner haben Mike mitgebracht, Codename der ersten H-Bombe. „In weniger als einer Minute werden wir die gewaltige Detonation erleben, die die Menschheit je gesehen hat.“ Countdown für eine neue Dimension des Schreckens. „Minus ten seconds, niner, eight, seven, six, five, four, three, two, one.“ Das war einer der eindrucksvollsten Momente in meinem Leben. Ich dachte, ja, das ist es, so wird's gemacht. Und ich hatte das Gefühl die Geschichte hat eine neue, plötzliche Wendung erfahren. Die Bombe entwickelt eine Sprengkraft von mehr als zehn Millionen Tonnen TNT, 600 Mal Hiroshima. Erkundungsflug über ein Atoll, das nicht mehr existiert. Das Inselparadies Elugelab ist tot. Für die Bombenbauer zählt allein ihr Erfolg. Ich habe sofort telegrafiert an Los Alamos, und zwar durfte ich nicht sagen, die Wasserstoffbombe geht. Das war geheim. Und mein volles Telegramm war, es ist ein Junge. Andere bekommen Skrupel. „Im Falle eines neuen Weltkrieges droht unserer Zivilisation der Untergang. Wir müssen uns fragen, ob wir wirklich alles tun um das zu verhindern.“ Sagt der Vater der Atombombe. Die Bewohner der Pazifikinseln sehen, wie ihre Heimat untergeht. Wir spürten, dass wir machtlos waren. Wir hatten keine Mittel und keine Macht, irgendetwas dagegen zu unternehmen. Jetzt läuft der Countdown für die zweite, größere Bombe, Codename Bravo. Die Sonne geht im Westen auf, so kam es uns vor, aber das einzige was aufstieg war ein Blitz, nicht wie eine aufgehende Sonne, die langsam aufsteigt. Es war wie ein Kugelblitz. Tausendmal Hiroshima. Von nun an kann der Mensch alles Leben auf Erden zerstören.Es war eine ungeheure Explosion. Als wir sie hörten, dachten wir die ganze Insel Rongelap ist vernichtet. Die Bombe lässt tödliche Asche regnen. Die Besatzung eines japanischen Fischerbootes gerät in die radioaktive Wolke, 23 Männer sind völlig verstrahlt, einer stirbt sofort. Man dachte es geht ja schließlich um die Bewahrung des Friedens. Da sind einige Unfälle auf dem Weg dorthin unvermeidlich, wenn auch bedauerlich. Bedauerlich auch, dass der Wind die Asche auf die Inseln treibt. Die Strahlung ist messbar, der Schmerz über die Folgen nicht. Mein erstes Baby kam ohne Rückgrat auf die Welt, alles war weich. Es war eine Totgeburt. In den folgenden Jahren sterben viele Bewohner von Rongelap an Schilddrüsenkrebs. Die meisten Kinder leiden an bösartigen Tumoren. Auch amerikanische Soldaten zählen zu den Opfern der Bombe Bravo. Wir waren da Versuchskaninchen. Es hieß, ‘Wenn du während der nächsten 40 Jahre nicht ernsthaft krank wirst, dann hast du es geschafft‘. Ich habe diese 40 Jahre nicht geschafft. Ich bekam Krebs. Der Preis des Friedens? Wir waren so glücklich, als wir noch als Familie zusammenleben konnten. Jetzt sind wir in alle Winde zerstreut wegen dieser furchtbaren Dinge, die uns widerfahren sind.

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