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Willi schaut hinter die Kulissen eines Fotoapparats

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Die Autor*innen
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Team Wissensdurst
Willi schaut hinter die Kulissen eines Fotoapparats
lernst du in der Volksschule 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi schaut hinter die Kulissen eines Fotoapparats

Willi ist heute mit der Münchner "Promi"-Fotografin Sabine Brauer unterwegs. Sie fotografiert Stars bei einer Premiere. Im Büro wählt Sabine am Computer die besten Fotos aus, die sie dann Zeitungen und Zeitschriften zum Verkauf anbietet. Kleine Schönheitsfehler der digitalen Aufnahmen können ganz leicht korrigiert werden. Aber wie kommt das Bild nun überhaupt in die Kamera? Anhand der einfachsten Kamera der Welt, eines schwarzen Pappkartons, lernt Willi die physikalischen Voraussetzungen des Fotografierens kennen. Wie Profi-Fotoapparate gebaut werden, erfährt er bei der Firma Leica. Dann darf Willi bei einem "Foto-Shooting" zusehen und schließlich schaut er noch bei einer Firma vorbei, wo an Spitzentagen bis zu 3,5 Millionen Fotos entwickelt werden. Fotos - Fotos - Fotos - Bitte Lächeln!

Transkript Willi schaut hinter die Kulissen eines Fotoapparats

Wo geht das hin, das Rohr im Klo? Wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werde ich Astronaut? Wie wird ein Haus gebaut? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Wie wird man eigentlich Bürgermeister? Und warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr? Wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Geht noch ein kleines Stückchen zurück. Sehr schön. Und jetzt nach rechts. Nach rechts. Wunderbar. Nein. Nicht so weit. Nach links noch. Und jetzt beide zusammenstellen. Sehr schön. Und jetzt lächeln. Hey, sehr gut. Schaut mal. Das ist das Willi will es wissen Kamerateam. Normalerweise seht ihr die beiden ja nicht, weil die ja hinter der Kamera stehen und mich filmen. Aber um die zwei geht es heute nicht, sondern ums Fotografieren. Also, wie kommt das Foto in den Apparat? Genau. Ich bin mit der Münchner Profi-Promi-Fotografin Sabine Brauer unterwegs. Sie fotografiert heute Stars, die zu einer Kinoprämiere kommen. Von Felix dem Hasen läuft nämlich ein Zeichentrickfilm an. Und wir warten auf die Promis, die den Figuren ihre Stimmen gegeben haben. Und auf andere VIPs, die einfach den Film sehen wollen. Also, ihr steht ja jetzt schon da, wo gleich die prominenten Menschen, die berühmten Leute langgehen. Das ist dann-. Wir können das ja schonmal durchspielen. Wenn ich jetzt der Promi wäre, dann komme ich hier so lang. So. Dann bleibst du hier stehen, vielleicht an dem Filmplakat. Aber du darfst ja gar nicht auf den roten Teppich drauf. Doch, wenn ich dich jetzt fotografiere, schon. Achso. Aber wenn wir jetzt mal nachspielen, wie das so ist, dann später-. Normal würde ich dahinter jetzt. Okay, dann üben wir das gleich mal. Also du kommst jetzt. So, jetzt mache ich erstmal. Ja, und nettes Posing, Willi, schau mal nach vorne, ja. Wunderbar, ja, wunderbar. Willi der King. Danke. So, jetzt muss ich normal wieder da hinter die Absperrung. Jetzt stehen wir in der ersten Reihe. Das ist gut. Das ist wichtig. Und das Pech ist halt, wenn man dann der zweite ist in der Reihe, da kann man nur noch den Rücken vom anderen Kamera-, Fotografen-. Schlecht. Da hast du schon verloren. Das ist wie in einer Schulaufgabe fünf oder sechs, da hast halt verloren. Erste Reihe ist wichtig. Erste Reihe ist wichtig. Hast du eigentlich einen ganz besonderen Prominenten-Fotoapparat oder was ist das für ein Fotoapparat? Das ist nicht speziell für Prominente, sondern ist eine ganz normale-. Kannst du auch andere Leute mit fotografieren. Ist nicht die Prominenten-Kamera. Wie viele Filme hast du dabei? Das sind keine Filme, das sind Chips. Man arbeitet heute digital mit Chips. Chips ist man. Kann man den Chip mal rausnehmen, geht das? Nein, jetzt im Augenblick nicht. Dann ist das-. Ah, hier, der Kollege hat Chips. Ich habe auch einen hier in der Tasche. Das sind diese-. Der hat ein Gigabyte, da. Das ist ein Chip. Da werden die Filme drauf gespeichert? Nicht die Filme, die Fotos. Die Fotos. Die Fotos. Und schon ist Schluss mit der Fragerei. Es geht los. Die Promis kommen. Und ich versuche mich auch als Fotograf. Der erste: Komiker Tom Gerhardt mit seiner Frau. Naja, gestochen scharf war das nicht. Das ist die Mutter von Jimmy Blue Ochsenknecht, der bei den Wilden Kerlen mitspielt. Vicky. Vicky Leandros ist Sängerin. Und Helmut Markwort ist der Chef einer großen, wichtigen Zeitschrift. Ich habe schon wieder danebengeknipst. Müssen nur ein bisschen aufpassen, dass die uns die Prominenten jetzt hier nicht abfängt, der Herr mit dem RTL. Schaut ihr mal her? So. Schnell ein Foto, schaut her bitte. Ein schönes Lachen. Das ist Sonja Kirchberger, eine Schauspielerin. Sonja, guck mal, beide. Hallo, hier bin ich. Und jetzt auf zu den Gruppenfotos. Das ist ein Blitzlichtgewitter. Und seht ihr die Frau in der Mitte? Das ist Fernsehstar Uschi Glas und mit ihr spreche ich gleich. Uschi? Ja. Sie heißen ja Glas mit Nachnamen. Ja. Und wissen Sie eigentlich, Sabine, wie dieses Glas heißt, was hier auf der Kamera ist? Dieses Glas? Das ist die Linse, oder nicht? Ja, richtig. Das ist die Linse? Ah ja, okay, wir machen nämlich gerade eine Sendung über Fotoapparate. Ja, natürlich, wie die-. Ja, die kennt sich aus. Kennt ihr den Prominenten hier? Der sich nicht so gut rasiert hat, mit der Brille. Das ist der Rick Kavanian. Hallo, Entschuldigung, Herr Kavanian. Ich bin der Willi, ich mache gerade eine Reportage darüber, wie Fotografen Prominente fotografieren und ich wollte das gerade mal umdrehen. Könntest du als Prominenter uns mal fotografieren? Kein Problem. Du musst nur hier oben draufdrücken. Das mache ich. Die Sabine und mich, ja? Also ihr beide seid im Bild, oder? Ich sehe nichts, ist das richtig?Doch, das kommt dann, wenn du draufdrückst. Ah, alles klar, okay. Können denn Prominente auch fotografieren? Jetzt drei, zwei, eins, bitte lächeln. Jawoll. Reinstecken. Reinstecken. Fest, das schnackelt. Gut, zuklappen. Schau her, dann leuchtet der hier auf. Das heißt, die Infos gehen jetzt in den Computer rein. Ja. Und hier sind die Fotos. Die besten bietet Sabine zum Verkauf an. Also 404 Fotos, nicht ganz 500, hast du geknipst. Wie viele Fotos-? Fotografiert. Fotografiert sagt man. Genau. Profis machen Fotos, fotografieren, Amateure knipsen. Genau so ist es. Wie viele Fotos sind jetzt von denen wirklich so gut, dass du sie anbietest für die Zeitungen und Zeitschriften? 30 bis 40. Vielleicht die hier. Die Promis sind gut drauf. Also ich meine, nicht nur gut gelaunt, sondern vor allem gut getroffen. Oder? Oh, das ist ja noch ganz wichtig. Willi mit Uschi. (lacht) Herrlich. Und ich so, und ich mache ihr Hasenohren. Ja, machst du. Ist gut gelungen. Würdest du so ein Bild auch für die Tageszeitung jetzt hernehmen? Also in dem Fall würde ich das nicht rausgeben. Ich würde die netten zwei Finger von dir, die würde ich von meinem lieben Hansi wegretuschieren lassen, im Computer. Ist das der Kanarienvogel, der Hansi? Der macht das über Foto-. Der Hansi ist ein Kanarienvogel. Der hier im Büro sitzt und … Hallo Hansi. Du bist jetzt für die Bildbearbeitung zuständig? Ich bin jetzt für die Bildbearbeitung und für die Weiterbearbeitung der Bilder zuständig. Die Finger, die kannst du jetzt auch wegmachen? Die könnte ich jetzt wegmachen, ja. Und nicht nur das. Ein Pickel am Kinn des Reporters? Kein Problem für Hansi und seinen Computer. Müssen wir bei der Uschi auch was am Gesicht machen? Nicht so viel wie beim Willi. (lacht) Und jetzt geht es Uschis Hasenohren an den Kragen. Hilfe, mein Finger geht weg. Der Hintergrund, der geht dann-? Ja, der geht von dem Punkt hier, wo das Kreuz ist, da hier, ist ein Punkt jetzt. Siehst du das? Und den spiele ich jetzt darüber. … der stempelt sich wie ein Stempel da drauf. Ah ja. Der macht das Blau drauf. Vorher hat er Rot drauf gemacht. Vorher hat er Rot-. Wenn ich über Rot male, hat er Rot drauf gemacht. So, finished. Nun sieht man nichts mehr. Ist ja heiß. Ist ja heiß. Eine Uschi Glas ohne Hasenohren. Kannst du das Foto, also das Originalfoto, nochmal danebenlegen? Das ist das Original und da ist der korrigierte. Aber ich meine, man macht das so eine Zeitung auf, denkt so, mein Gott, die Stars, die sehen so super aus. Hängt das auch mit euch zusammen, weil ihr-. Zum Teil, zum Teil. Aber wir machen nicht sehr viel, weil das wäre dann eine Verfälschung des Bildes und das darf man eigentlich nicht machen. Obwohl, das ist ja auch schon eine kleine Verfälschung. Nein, das ist eine Korrektur. Man bearbeitet das Bild, man-. Das Bild wird an sich nicht geändert, sondern es wird nur verbessert. Für Promifotografin Sabine ist es wichtig, in der ersten Reihe zu stehen, damit sie die Stars direkt vor die Linse bekommt. Vom Chip werden die Fotos über das Lesegerät in den Computer geladen. Die besten wählt Sabine aus und bietet sie zum Verkauf an. Schönheitsfehler wie mein Pickel und Hasenohren können entfernt werden. Mein Finger geht weg! Hallo. Ich bin jetzt in der Uni, der Universität. Also, normalerweise werden hier schlauere Schriften gelesen als diese Tageszeitung, aber bleibt mal kurz stehen. Hier sind nämlich die Bilder drin, die Sabine gemacht hat bei der Kinopremiere. Hier, hier, hier, hier der Hase mit der Uschi Glas. Alles drin. Also, wie die Fotos in die Zeitung kommen, das haben wir ja jetzt gesehen. Aber was passiert eigentlich innen drin, in der Kamera? Das finde ich jetzt hier heraus, hoffe ich jedenfalls, in der Uni. Da bin ich nämlich verabredet mit dem Friedrich. Ich soll nach oben. Hallo Willi. Hallo, grüß dich. Jetzt musst du mir gleich die wichtigsten Fragen beantworten. Was heißt eigentlich fotografieren? Fotografieren heißt schreiben mit Licht. Schreiben mit Licht. Um das zu verstehen, muss ich jetzt malen. Mit Kreide. Also, das bin ich, sieht doch jeder. Arme nicht vergessen. Ein Teil der Lichtstrahlen, die von meinem Körper zurückgeworfen werden, fällt durch die Linse auf die Rückwand des Fotoapparates. Der andere Teil wird wild in die Gegend reflektiert. Und jetzt kommt der Gag. Das Licht, was von den Füßen wegstrahlt, das käme ja-. Geht nach oben. Und was vom Kopf weggeht-. Geht nach unten. Du machst also einen Handstand in der Kamera. Und hier kommt der Beweis. Seht ihr mich auch? Wir sehen dich auch. Seht ihr mich auch? Achso. Na, dann zeig mir mal. Nein. Achso, ja, jetzt bin ich natürlich hier. Ich kann ja nicht gleichzeitig da sein. Ja, dann stelle ich mich jetzt mal hin. Ja. Und dann stehe ich auf dem Kopf. Du stehst auf dem Kopf. Sportlichste Höchstleistung ohne sportliche Anstrengung. Jetzt fotografieren wir mit der einfachsten Kamera, die es gibt: einem schwarzen Pappkarton. Ist das ein Film? Das war ein Film. Dieser Film ist jetzt leider verdorben. Und belichtet. Aber ich kann es jetzt so ganz gut zeigen. Entschuldigung. Den Film also im Dunkeln einsetzen, damit der erst belichtet wird, wenn man das Loch vorne in der Pappkamera öffnet. Und schon geht es los, mit einem unbelichteten Film natürlich. Willi, jetzt hast du das schwarze Tuch vergessen. Friedrich, wo bist du? Hier. Hier, hier. Immer dem Geräusch nach. Okay. So Willi, würdest du in Ausgangsposition gehen? Nee, da setze ich mich nicht drauf. Ich setze mich hier oben auf die Kante drauf. Setz dich hier oben auf die Kante. Und jetzt? Also wie lange wird den das Foto gemacht überhaupt? Und wir werden ungefähr so 20 Sekunden belichten. Das heißt, 20 Sekunden grinsen. 20 Sekunden ruhighalten. Achso, ja. Und jetzt schenkst du mir ein Lächeln. Geht es schon los? Friedrich, wie lange noch? Nicht wackeln, Willi. Denn sonst wird das Foto unscharf. Schließlich wird jede Bewegung abgebildet. Hätte unsere Kamera eine richtige Fotolinse, würde sie ratzfatz genügend Licht einfangen und ich müsste nur kurz stillsitzen. Aufnahme im Kasten. Und jetzt ab in die Dunkelkammer. Wir haben jetzt unseren Film in der Kamera. Hier drin. Aufmachen dürfen wir die immer noch nicht. Erst bei Dunkelheit. Dann haben wir uns vorbereitet. Unsere Entwicklungsdose besteht aus dem Einsatz und dem Deckel. Diese Dose ist genauso wichtig wie unsere Kamera. Und ich werde jetzt ganz schnell diesen Film bei Dunkelheit, bei absoluter Dunkelheit, einlegen. Also Willi, Licht aus. Unsere Dose ist geladen mit dem Film und wir füllen jetzt in die Dose unseren Entwickler. Dazu machen wir die-. Entwickler ist eine Flüssigkeit? Entwickler ist eine Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit verstärkt unser latentes, unser unsichtbares Bild. Kann ich das reinschütten? Steckst die Dose da rein. Ja. Und schüttest es da rein. Genau. Wie viel? Sagst du Stopp? Einfach den ganzen Inhalt. So. Und flott. Okay, Friedrich. Rein mit dem Entwickler und den Filmcocktail gut schütteln, damit er sich, oh, nicht über mich, sondern über den gesamten Film gleichmäßig verteilt. Das jetzt zehn Minuten. Das jetzt zehn Minuten. Sieht aus wie so ein durchsichtiges Gespenst. Aber das bin ich. Unser Foto-. Also nein, unser Foto ist ja noch nicht fertig. Nein, wir haben jetzt ein Negativ und davon können wir Papierabzüge machen. Das heißt, der Film, den wir belichtet haben und entwickelt haben, der wird zum Negativ. Schaut mal, wenn ihr genau hinschaut, auf meine Haarfarbe. Auf dem Negativ her ist das Weiß eigentlich. Genau. Weil ich in echt natürlich-. Schwarze Haare habe. Schwarze Haare habe. Also das, was man in Natur hat, ist im Negativ einfach Umgedreht. umgedreht. Ich lege das jetzt hier ein in meine Negativbühne. So, jetzt mache ich etwas Licht aus und habe aber mein Rotlicht an hier in der Dunkelkammer. Hier sehe ich es. Da ist schon der Willi drauf. Mit den weißen Haaren. Mit den weißen Haaren. So weiße Haare habe ich vielleicht mal, wenn ich 80 Jahre alt bin. Das ist mein Fotopapier. Ich lege mein Fotopapier hier ein in meinen Rahmen. Hier ist jetzt das Fotopapier? Hier ist das Fotopapier. Und jetzt belichte ich. Eins, zwei und weg. Und jetzt wird es entwickelt. Das Entwickeln übernimmt ein Mix aus Chemikalien, die Namen tragen wie Hydrochinon. Details erspare ich euch lieber. Schaut, schaut, schaut, schaut, schaut, da komme ich, da komme ich, da komme ich. Da komme ich raus. Du kommst eigentlich verdammt gut. Im nächsten Tauchbad wird die Entwicklung gestoppt. Und im dritten das Foto haltbar gemacht, fertig. Passend zum Thema: Linsensuppe. Magst du auch Linsensuppe, Friedl? Sehr gerne mag ich die, aber die Linsen, die wir hier machen, kann man leider nicht essen. Ich kann dir mal eine zeigen. Die ist aus Glas. Und die Linse, wenn ich das richtig verstehe, ist ja vorne im Fotoapparat drin. Richtig? Hier. Das sind verschiedene Linsen in einem System. Das heißt, mehrere Linsen hintereinander. Das kann ich dir hier zeigen, an einem Querschnitt von einem Objektiv. Boah, das ist aufgeschnitten sozusagen. Jawohl, das ist-. Also dieses Ding, was vorne auf dem Fotoapparat drauf ist. Richtig, haben wir jetzt in der Mitte durchgeschnitten, sodass man genau erkennen kann, wie die Linsen aussehen und wie viele Linsen in dem Objektiv enthalten sind. Das heißt, das Objektiv ist eigentlich das Auge des Fotoapparates. Und wie so ein Auge das Fotoapparat gefertigt wird, darum geht es jetzt. Ich bin übrigens in Hessen, in Solms, bei der Firma Leica, Profis in Sachen Profi-Kameras. Also eine Linse ist erst mal nichts anderes als ein Stück Glas. In mehreren Arbeitsgängen werden ganz große oder ganz kleine immer glatter geschliffen und poliert. Und jetzt kommt die Feinstarbeit. Andre. (B7: Ja?) Wie komme ich denn jetzt rein? Auf den Knopf drücken. Achso. Hey. Wie im Raumschiff. Ja hallo Willi. Hallo Andre, Grüße erstmal. Das ist jetzt ein staubfreier Raum? Das ist ein staubfreier Raum, jawohl. Staubfrei, weil die Linsen hier veredelt werden. Und da stört eben jedes Staubkörnchen. Helen putzt die Linse erst einmal blitzeblank. Und mit Dampf aus solchen Kristallen werden sie entspiegelt. Also wenn ich in einen Spiegel schaue, dann sehe ich mich selbst. Wenn ich jetzt in eine Glasscheibe gucke-. Ah ja, dreht euch mal kurz um, da sehe ich zwar auch eine Frau, die sich da jetzt gleich versteckt. Aber wir sehen uns ja auch so ein bisschen. Hast du den gleichen Effekt. Ja. Sogar ihr könnt euch ein bisschen sehen. Aha. Ja. Die Frau weiß gar nicht, was wir wollen. Kommen Sie ruhig rein. Moment, jetzt geht der Spiegelreflex weg. Ah. Und so soll es eigentlich auch aussehen, wenn ihr eure Arbeit getan habt. So soll es aussehen, genau. Dass man sich nicht mehr spiegeln kann. Richtig. Im Glas. Genau. Und diese Linse wird jetzt drüben in der anderen Abteilung in die Objektive eingebaut. Die ist fertig sozusagen. Die ist fertig. Dann gehe ich einfach in die andere Abteilung. Genau. Nimm die Linse und geh in die andere Abteilung. Grüß dich. Danke Andre. Tschau. Ja, mach es gut. Oh. Ja hier. Trotz Spiegeleffekt. Was ist der erste Arbeitsschritt? Der erste Arbeitsschritt ist, dass die Linsen reinkommen. Die kennen wir ja schon bestens. Die kennt ihr ja schon aus der- Die vergüteten, veredelten. Optik, genau. Sybille baut aus den Linsen und anderen Teilen das Objektiv zusammen. Ganz wichtig: der Blendenring. Das heißt, wenn ich jetzt ein Foto machen will und die Sonne, tada, die scheint ganz doll, dann mache ich die Blende zu. Genau. Damit nicht zu viel Licht auf deinen Film kommt. Das heißt, bei Sonnenschein so. Und wenn es jetzt so dämmerig ist und wir haben nicht so viel Licht, dann Auf auf. Objektive fangen Lichtstrahlen ein und bündeln sie. Teleobjektive können das besonders gut. Sie wirken wie ein Fernrohr und holen weit entferntes nah ran. Die Kamera hier ist noch nicht fertig aber, ah.
Oh um Gottes Willen. Keine Angst, Andreas. Die besteht aus ganz schön vielen Einzelteilen. Und wenn ich es jetzt hätte fallenlassen, dann wären die alle wieder lose. Die besteht aus rund 1200 Einzelteilen. Der Film liegt hier hinten und das Fenster ist im Prinzip nachher dein Bild. Ach genau. Weil der Film muss ja belichtet werden. Und solange ich draufdrücke, beziehungsweise solange offen ist-. Wird der Film belichtet. Zack. Ein Foto. Bitte lächeln. Moment. Ah ja doch, jetzt. Und mit einer digitalen Kamera bekommt man wirklich, zack, ein Foto. Wie hat die Kamera jetzt dein Bild eingefangen? Also ich meine, was ist da innen drin passiert? Wenn hier ein Film drin ist, kann ich es mir vorstellen. Im Prinzip das gleiche wie hier. Die Lichtstrahlen fallen durch das Objektiv, in dem Falle auf einen lichtempfindlichen Film und in dem Falle auf einen lichtempfindlichen Sensor. Hallo. Hier wo ich jetzt bin, findet gleich ein Shooting statt (Türknallen), ein Shooting statt. Wisst ihr, was Shooting bedeutet? Schießerei. Aber nicht so mit Pistolen beziehungsweise Bananen, sondern mit dem Fotoapparat. Eine Foto-Schießerei. Hallo. Hallo Maik. Hallo, du bist der Fotograf hier. Jawohl, genau. Hi, ich bin der Willi. Hallo Willi. Du schießt hier die Fotos? Ich schieße hier die Fotos, genau. Wie viele Fotos hast du heute schon geschossen? Also auf jeden Fall 400 oder 500 sogar. Habe gar nicht mitgezählt. Vom Model? Ja, nur von ihr. Genau. Hallo. Hallo. Ich bin der Willi, hallo. Isabell. Hallo Isabell. Ja, also wenn man vor der Kamera ist, dann muss man schon hübsch sein. Hinter der Kamera interessiert es eigentlich niemanden. Ich bin nicht so wichtig. Ich muss da nicht so gut aussehen. Wozu sind denn diese Styroporplatten? Dass wir einfach das Licht, was von vorne kommt, so ein bisschen auch reflektieren zum Gesicht wieder. Das heißt, dadurch entstehen keine Schatten an der Seite und-. Das heißt, wenn ich jetzt die Styropor wegnehme-. Dann wird es ein bisschen dunkler. Haha, ich-. Ah, Willi. Entschuldigung, das wollte ich nicht. Verzeihung. Entschuldigung. Jetzt müssen wir leider hier aufhören. (lacht) Ich habe dir die Modelkarriere verbaut. Naja, nicht wirklich zum Glück. Und weiter geht es mit der Schießerei. Ein Shooting kann den ganzen Tag dauern, schließlich geht auch mal was schief. Und außerdem will der Kunde eine Auswahl zwischen vielen verschiedenen Motiven haben. Sehr schön. Fotos wie diese werden zum Beispiel von Kosmetikfirmen in Auftrag gegeben. Das ist aber auch schön. Mit gegessener Banane. Das ist-, das sieht gut aus, ja. Und ein letzter Trick von Maik. Die Banane hält er einfach raus. Und ich halte mich besser auch raus. Hast du dich schon mal in ein Model verliebt? Nein. Noch nie? Noch nie. Also richtig verliebt nicht. Jetzt hast du-. Und ich habe ja auch eine nette Frau. (lachen) Das hätte ich jetzt auch an deiner Stelle gesagt. Ja genau. Absolut. Wird hier sozusagen kontrolliert. Genau. Ich bin jetzt bei der Firma Cewe Color in Germering bei München. Hier treffe ich Steffan. Um was es geht? Na, um das, was ich mit Friedrich in der Dunkelkammer gemacht habe. Erinnert ihr euch? Ums Entwickeln. Aber nicht jedes Foto einzeln und per Hand, sondern maschinell und millionenfach. Hier rauf und hier rüber und schließlich in die Belichtungsmaschine. Jetzt kann ich ein bisschen mit meinem Vorwissen angeben. Jetzt kommt es. Jetzt kommt so ein Lichtstrahl und der belichtet sozusagen. Der leuchtet durch das Negativ durch und hier unten auf das Fotopapier drauf und belichtet damit das lichtempfindliche Fotopapier. Deswegen können wir hier unten nicht aufmachen. Dann ist alles hin. Wie viele Fotos schafft so eine Maschine? Die Maschine macht pro Stunde 20.000 Bilder, belichtet die Maschine. Ja. Tick, tick, tick, tick. Klack, klack, klack, klack. Genau. Klack, klack, klack. In deine Tasche rein. Leider nicht meine ganz persönliche, nein. Wer digital fotografiert, gibt eine CD oder eine Speicherkarte ab statt einer Filmrolle. Die Daten werden eingelesen und auf Fotopapier übertragen. Das Ergebnis in jedem Fall: Fotos, Fotos, Fotos, nichts als Fotos. Damit es keine Verwechslungen gibt, bekommt jeder Auftrag einen Strichcode. Wir machen in den wichtigsten Saisontagen dreieinhalb Millionen Bilder. Pro Tag? Pro Tag. Wahnsinn. Eine endlos lange Fotoschlange. Auseinander geschnitten werden die Fotos von Brigitte. Und sie bearbeitet jetzt nicht irgendwelche Fotos, sondern meine. Brigitte? Ja. Bist du die Brigitte? Ich bin die Brigitte. Ich bin der Willi, hallo. Hi, grüß dich. Hallo. Ich bringe dir jetzt Fotos. Gut. Und du bist dafür zuständig. Was machst du damit? Die werden jetzt eingeschnitten, die Fotos und in die richtige Tasche vom Kunden einsortiert. Ganz exakt. Schauen wir mal. Ok. Hey, das geht aber schnell. Das kommt jetzt hier mit in die Tasche. Super, Brigitte. Danke schön. Bitte, gern geschehen. Und viel Spaß noch mit den Bildern. Danke. Fotografieren heißt wörtlich-. Schreiben mit Licht. Seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend erscheine ich auf der Rückwand des Fotoapparates. In einem Objektiv sorgen Linsen dafür, dass möglichst viel Licht ins Innere der Kamera fällt. Fotograf Maik Schafscher benutzt Reflektoren, damit Isabell im besten Licht erscheint. Und zum Schluss schenke ich euch noch mein schönstes Lächeln. Autsch. Und ich schenke euch nicht nur mein Lächeln, ich schenke euch auch die Fotos, die ich geknipst habe. Moment mal. Also ich schenke sie euch nicht, ich zeige sie euch. Und zwar handelt es sich um alle, die an dieser Sendung mitgearbeitet haben. Jetzt viel Spaß. Autsch. Wo geht das hin, das Rohr im Klo? Wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werde ich Astronaut? Wie wird ein Haus gebaut? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Wie wird man eigentlich Bürgermeister? Und warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr? Wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie? Willi will es wissen. Willi will es wissen.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. was schönen dank

    Von spion, vor 20 Tagen
  2. Schön danke!

    Von Emma, vor etwa einem Monat
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