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Girolamo "Hieronymus" Savonarola

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Team Zeitreise
Girolamo "Hieronymus" Savonarola
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Grundlagen zum Thema Girolamo "Hieronymus" Savonarola

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Geschichtsvideo. Dieses hier widmet sich einer der Schlüsselfiguren der florentinischen Gesellschaft: Savonarola. Florenz war neben Genua, Venedig, Mailand und Rom kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der damaligen bekannten Welt und die Medici, eine der einflussreichsten Familien-Dynastien Italiens. Die Medici waren es auch, die Savonarola nach Florenz riefen. Savonarola war zu dieser Zeit schon ein bekannter Reformprediger. Er prangerte nicht nur kirchliche Missstände, sondern auch Dekadenz, ungerechte Herrschaft und Aspekte des Humanismus an. Als Folge seiner andauernden Kritik am ausufernden Lebensstil der herrschenden Florentiner sowie des Papstes aber auch wegen Aufrufen zu Verbrennungen von heidnischen Schriften oder weltlichen Luxusgegenständen wie Gemälden, Schmuck oder Kosmetika, wurde Savonarola schließlich gehängt.

Transkript Girolamo "Hieronymus" Savonarola

Am 23. Mai 1498 wird auf dem Platz der Signoria in Florenz der Dominikanermönch Fra Girolamo Savonarola hingerichtet. Er ist eine der Schlüsselfiguren der florentinischen Geschichte. Lorenzo el Magnifico der Prächtige aus dem Geschlecht der Medici hat aus Florenz das kulturelle Zentrum Europas gemacht. Als er stirbt lässt er nicht nur ein großes kulturelles Vakuum sondern auch eine große politische Verantwortung seinem jungen Sohne Pietro zurück. Dessen wirkungslose Verteidigung gegen die Invasion der Franzosen, unter deren König Karl VIII. im Jahr 1494, gibt dem Florentinern den Vorwand, die Medici aus der Stadt zu jagen. Unter den politischen Kräften der neuen florentinischen Republik gewinnt die Person des Savonarola große Bedeutung. Er ist ein Prediger, der auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um seine Ideen durchzusetzen. Es gelingt ihm eine Stimmung der allgemeinen Unzufriedenheit hervorzurufen, die nach moralischer Erneuerung schreit. Es soll eine Rückkehr zur Einfachheit erfolgen. Savonarolas Kritik an der Gesellschaft der Epoche richtet sich gegen jede soziale Klasse, gegen das Volk mit seinen Festen und Karnevalsumzügen, die Aristokratie mit seinen Glücksspielen, Pferderennen und luxuriösen Gewändern, aber auch gegen die hohen kirchlichen Würdenträger, die über den weltlichen Interessen den spirituellen Wert vergessen haben. Schon im Jahre 1491 hat sich Savonarola die Sympathie des Florentiner Volkes durch die Strenge seines eigenen Lebens verdient, durch seine Beredsamkeit und den Mut, mit dem er jede Unterwürfigkeit vor den Medicis zu vermeiden weiß. In der ursprünglichen Kirche, so predigt Savonarola, waren die Kelche aus Holz und die Prälaten aus Gold. Heute seien die Prälaten aus Holz und die Kelche aus Gold. Sein Zeloten-Kampf hält auch vor dem Papst Alexander VI. nicht ein. Savonarola wirft ihm vor, sich die Papstwürde erkauft zu haben, korrupt und innerlich leer zu sein. Alexander VI. antwortet, indem er Savonarola droht, das öffentliche Predigen zu verbieten. Die Unterstützer der römischen Kirche, die sich dem Prediger und seinen Treuen entgegenstellen, heißen Arrabbiati, zu Deutsch die Erzürnten. Die Unterstützer Savonarolas werden Pianoni, die Weinenden, genannt. Sie werden so genannt, weil sie während der Predigten des Savonarola in Tränen auszubrechen pflegen. Die Pianoni beginnen ihren Kampf gegen die Korruption auf exzessive Weise. In der Fastenzeit ruft Savonarola die folgenden Worte aus: „Viele von euch sagen, dass es zur Exkommunikation kommen werde. Ich bitte dich, oh Herr, lass das Übel bald kommen. Ich will nichts als dein Kreuz. Lass mich verfolgt werden.“ Auf diese Überheblichkeit reagiert der Papst tatsächlich mit Exkommunikation. Savonarola wieder antwortet, indem er den Papst exkommuniziert. Die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des Papstes und des Savonarola geben der Florentiner Stadtregierung Anlass Savonarola zu verhaften. Er wird mit zwei Mitbrüdern eingesperrt und es wird ihm unter Androhung der Folter ein kurzer Prozess gemacht. Dieselben Florentiner, die im Jahr vorher noch auf der Piazza della Signoria der von Savonarola veranstalteten Vernichtung von Schmuck, Kleidern, Büchern und Bildern beigewohnt und ihm dabei zugejubelt haben, sehen nun fasziniert zu, wie der gleiche Savonarola gehängt und am Galgen hängend verbrannt wird.

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