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Die Wirtschaftspolitik im Dritten Reich

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Die Wirtschaftspolitik im Dritten Reich
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Grundlagen zum Thema Die Wirtschaftspolitik im Dritten Reich

Wie alle Bereiche der Politik und des gesellschaftlichen Lebens, wurde auch die Wirtschaft im „Dritten Reich“ der Ideologie Hitlers angepasst. Doch wie bekämpfte der Diktator die Massenarbeitslosigkeit? Baute Hitler tatsächlich die Autobahnen? Und wie wurden sogar schon Kinder zum Krieg erzogen? Das und vieles mehr erfährst du in diesem Video. Historische Filmaufnahmen zeigen dabei verschiedenste Alltagssituationen im nationalsozialistischen Deutschland der dreißiger Jahre.

Transkript Die Wirtschaftspolitik im Dritten Reich

Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Die NS-Diktatur präsentierte ihr Land als weltoffene Gesellschaft. Antisemitische Hetzparolen wie diese waren kurzzeitig aus dem Stadtbild verschwunden. Die Mehrheit der Deutschen schien zufrieden mit dem Leben unter Hitler. Die NS-Machthaber hatten es geschafft das Volk ruhig zu stellen. Sie regierten mit Terror gegen alle Andersdenkenden und sicherten ihre Macht durch permanente Gewaltandrohung gegen jeden Bürger, der sich kritisch zu ihrem System äußerte. Zugleich betrieben sie eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, durch die sie die Mehrheit der Deutschen für sich einzunehmen wussten. Die meisten Deutschen fanden bis Mitte der Dreißigerjahre neue Arbeit und empfanden daher die Wirtschaftspolitik des NS-Staates als erfolgreich. Zunächst kam die Erholung der Weltwirtschaft den NS-Machthabern zugute. Sie ließ die Massenarbeitslosigkeit bereits vor der Machtübernahme der Nazis leicht sinken. Die Einführung des Reichsarbeitsdienstes sowie die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht ließen ab 1935 die Arbeitslosenzahlen gleichfalls zurückgehen. Die Nazis beschafften der Bevölkerung Arbeit, indem sie gigantische Aufrüstungsprogramme auflegten. Die Schwerindustrie boomte. Gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages rüstete Deutschland massiv auf. Die NS-Wirtschaftspolitik diente zur Konsolidierung der Diktatur im Inneren und zur Kriegsvorbereitung nach außen. Auch die zügige Umwandlung der Hitlerjugend von einer Partei- zur einer Staatsjugend mit Zwangsmitgliedschaft ab 1939 verfolgte kriegerische Zwecke. Der NS-Staat wollte von klein auf seine Kinder an die Hand nehmen und sie in seinem Sinne beeinflussen. Eine als großes Abenteuerspiel verkleidete Erziehung zum Kriege fand statt. Die HJ war geprägt von militärischen Drill und soldatischen Denken. Die Jugendlichen wurden jeder Individualität beraubt, sollten lernen, als Soldat im kriegerischen Kollektiv zu leben. Die umfassenden staatlichen Konjunkturprogramme, wie beispielsweise der Bau der ersten Autobahn, dienten gleichfalls der Kriegsvorbereitung. Über die gut ausgebauten Straßen konnten die Truppenverbände schnell die Außengrenzen des Reiches erreichen. Schließlich verfolgten die NS-Machthaber durch die starke Förderung technologischer Entwicklungen, wie etwa die Benzingewinnung aus Kohle bei den LEUNA-Werken, das Ziel, die deutsche Wirtschaft unabhängig zu machen gegenüber Importen aus dem Ausland. Eine autarke Wirtschaft sollte den Nachschub an Ressourcen für die Angriffskriege der Deutschen Wehrmacht dauerhaft sicherstellen. Die Mehrheit der Deutschen konnte oder wollte das heraufziehende Unheil eines neuen Krieges nicht erkennen. Sie sammelten lieber Kraft durch Freude, so nannte sich die NS-Freizeitorganisation, kurz KdF, und genossen die Möglichkeit, auf spektakulär preisgünstige Reisen zu gehen. Sie sparten auf einen KdF-Wagen, den späteren VW-Käfer und träumten davon eines Tages mit ihm, wie in diesem Werbefilm, durch die Landschaft zu brausen. Es wäre ein preiswertes Vergnügen gewesen. Schließlich war im NS-Staat die KFZ-Steuer abgeschafft worden. Mehr Urlaub und Freizeit durch neue Feiertage, wie dem Tag der Arbeit, seit 1934 nationaler Feiertag des deutschen Volkes, mehr Kindergeld für kinderreiche Familien. Das alles brachte dem Regime gleichfalls Sympathien in der Bevölkerung ein. Dass die Machthaber damit unter anderem ihren ideologisch propagierten Mutterkult populär machen wollten, erkannten nur wenige. Gleichfalls wenige mochten erkennen, welchen Preis die Deutschen irgendwann für die sozialen Wohltaten der Nazis hätten zahlen müssen. Die Machthaber finanzierten ihre Wirtschaftsprogramme allesamt auf Pump. Sie trieben die Staatsverschuldung in ruinöse Höhen. Der Wirtschaftsaufschwung wurde durch Niedriglöhne für die Masse der Beschäftigten erkauft. Von den gigantischen Staatsprogrammen profitierten in erster Linie Konzerne und Großindustrielle. Ab 1936 hatten auch sie sich den Vorgaben des NS-Vierjahresplans zu beugen, demnach alle Bereiche der Rüstungsindustrie unterzuordnen wären. Der Rüstungsboom brachte der Schwerindustrie enorme Rendite. Die Konsumgüterindustrie wurde in Deutschland dagegen zunehmend vernachlässigt.

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