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Die Generalmobilmachung in Russland am 30. Juli 1914

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Die Generalmobilmachung in Russland am 30. Juli 1914
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Grundlagen zum Thema Die Generalmobilmachung in Russland am 30. Juli 1914

Inhalt

Die Julikrise – die Welt kurz vor dem Krieg

Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Lage zwischen den europäischen Großmächten stark zugespitzt. Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Frank Ferdinand in Sarajevo am 28. Juni 1914 war insbesondere das Verhältnis zwischen Österreich-Ungarn und Serbien extrem angespannt. Sowohl Österreich-Ungarn als auch Serbien hatten europäische Großmächte als Verbündete. In diesem Lerntext bekommst du eine Zusammenfassung der Julikrise von 1914 einfach erklärt.

Julikrise – die Vorgeschichte

Europa zu Beginn des 20. Jahrhundert war anders strukturiert, als es in der Gegenwart der Fall ist. Der Auslöser der Julikrise lässt sich auf Südosteuropa festlegen. Österreich-Ungarn besetzte Bosnien und Herzegowina. Der Hintergrund der Julikrise ist auf serbische Nationalisten zurückzuführen. Sie wollten Bosnien und Herzegowina in das serbische Königreich eingliedern und seinen Nachbarn, Österreich-Ungarn, nachhaltig schwächen. Ihr Weg, um dieses Ziel zu erreichen: ein Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand. Dieses Attentat wurde am 28. Juni 1914 in Sarajevo ausgeführt. Franz Ferdinand wurde ermordet.

Obwohl die Ermordung von serbischen Nationalistengruppen geplant und ausgeführt wurde, gab man der serbischen Regierung eine Teilschuld. Während diese eine Mitschuld ablehnte, wurden diese Widersprüche in Wien ignoriert. Ein Angriff von Österreich-Ungarn schien bevorzustehen. Die Folgen des Attentats in Sarajevo sollten das europäische Festland für immer verändern.

Julikrise – das europäische Bündnissystem

Um die Geschehnisse der Julikrise zu verstehen, bedarf es einer Klärung der Bündnissysteme in Europa um 1910. Es gab zwei große Bündnisse: die Triple Entente – Frankreich, Großbritannien und Russland – und den Dreibund – Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien.

Im Zuge der Vorbereitungen eines österreichischen Angriffs fragten österreichische Diplomaten in Berlin nach dem deutschen Rückhalt. Kaiser Wilhelm II. sprach den Österreichern die bedingungslose und volle Unterstützung zu. Diese Unterstützungszusage wird in der Geschichtsschreibung als Blankoscheck betitelt.

Italien dagegen hielt sich aus diesen Angelegenheiten heraus, da es zuvor mit Frankreich eine Neutralitätszusage unterschrieben hatte.

Julikrise – Russlands Generalmobilmachung

Obwohl Serbien kein Mitglied der Triple Entente war, sah sich Russland als Schutzmacht für das kleine Königreich. Dafür musste Russland zunächst eine Generalmobilmachung durchführen, weil es zu dem Zeitpunkt militärisch nicht auf einen Krieg vorbereitet war. Die Definition einer Generalmobilmachung ist: Vorbereitungen der Streitkräfte für einen Krieg. Soldatinnen und Soldaten werden für den Kriegsfall ausgerüstet und an ihren Einsatzort verlegt. Es sei von einem Angriff Russlands auszugehen, falls Österreich tatsächlich seine Offensive beginnen würde.

Wenn Russland Österreich angreifen würde, erkläre das Deutsche Reich wegen des Zweibunds (Deutsche Reich – Österreich-Ungarn) dann Russland den Krieg. Kampfhandlungen zwischen Deutschland/Österreich und Russland würden in einer Involvierung Frankreichs wegen der Triple Entente resultieren.

Julikrise – der Verlauf 1914

Im Folgenden erhältst du eine Tabelle in Form eines Zeitstrahls als Übersicht über die Julikrise 1914.

Datum Aktion
28. Juni Ermordung von Franz Ferdinand
6. Juli Ausstellung des Blankoschecks in Berlin
28. Juli Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien
29. Juli russische Mobilmachung (ein Teil)
31. Juli – Russische Generalmobilmachung

– Ultimaten von Deutschland an Russland und Frankreich
1. August – Kriegserklärung Deutschlands an Russland

– Französische Generalmobilmachung
2. August deutsche Generalmobilmachung
3. August deutsche Kriegserklärung an Frankreich
4. August Kriegserklärung von Großbritannien an Deutschland
6. August Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Russland
8. August Kriegserklärung Großbritanniens an Österreich-Ungarn

Die Julikrise war der Auslöser für den Kriegsausbruch in Europa. Im Juli 1914 gab es drei Generalmobilmachungen, die zum Ersten Weltkrieg geführt haben. In den folgenden vier Jahren sollten Millionen von Menschen auf allen Seiten fallen.

Die folgende Karikatur zur Julikrise stellt die Kettenreaktion der Kriegserklärungen der europäischen Großmächte dar.

Julikrise.svg

Der Erste Weltkrieg endete mit dem Versailler Vertrag formell. In ihm war festgeschrieben, dass Deutschland die Alleinschuld des Ersten Weltkriegs trägt. Abhängig von der Interpretation und Beurteilung der Julikrise kann die Kriegsschuldfrage unterschiedlich beantwortet werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Die Generalmobilmachung Russlands in der Julikrise

Was bedeutet Generalmobilmachung?
Was ist Generalmobilmachung?
Was ist die Julikrise?
Was ist ein Blankoscheck?
Was passierte in der Julikrise?

Transkript Die Generalmobilmachung in Russland am 30. Juli 1914

Am 30. Juli 1914 befiehlt Zar Nikolaus II. die Generalmobilmachung der russischen Truppen. Es wird der Anfang seines Endes. Der Ausbruch des Weltkriegs verschlechtert die Lage des Zaren. Die russische Armee kann keine Siege erzielen, auch dann nicht, als Nikolaus II. persönlich den Oberbefehl übernimmt. Die kontinuierlichen Misserfolge fallen jetzt direkt auf Nikolaus zurück, untergraben sein Ansehen bei den Untertanen. Die Mehrheit von ihnen ist durch den Krieg endgültig verarmt, leidet Hunger. Gegen Ende des Jahres 1916 warnen Vertraute, dass eine Revolution drohe. Doch Nikolaus weigert sich, Reformen zuzustimmen. Seine antidemokratische Haltung und seine übertriebene Härte bei der Niederschlagung von Aufständen im eigenen Land erzwingt schließlich seine Abdankung im Jahre 1917.

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