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1938 - Der erkaufte Friede

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Team Zeitreise
1938 - Der erkaufte Friede
lernst du in der Oberstufe 6. Klasse - 7. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema 1938 - Der erkaufte Friede

Am 29. September 1938 atmet die Welt auf. Am Schlußtag der Münchener Konferenz verzichtet Hitler auf den Einmarsch in Prag und begnügt sich mit dem Sudetenland. Der britische Premierminister Neville Chamberlain läßt sich daheim als Friedensbringer feiern. Nur Hitler ist verärgert. Er hat den Krieg gewollt. Elf Monate später bekommt er ihn.

Transkript 1938 - Der erkaufte Friede

Das letzte Friedensjahr in Europa. Die Idylle trügt. Hitler denkt an Krieg, will ein Großdeutsches Reich. Österreich hat er schon, doch er will mehr. „Er dachte sehr in Symmetrie und ich erinnere mich, wie ich ihn aufsuchte mit Akten in Berchtesgaden am 02. Juli 1938. Da zog er mich ins Vertrauen und zeigte mir eine Karte und fuhr dann mit dem Nagel quer über die Grenze Böhmens runter und sagte, sagen Sie Ihrem Minister, das wird die zukünftige Grenze sein.” Das heißt Zerschlagung der Tschechoslowakei. Zunächst der Griff nach dem Sudetenland. Hitlers Helfer dort, Konrad Henlein, Führer der sudetendeutschen Partei. Der schürt Unruhe, damit Hitler den Retter spielen kann. Edvard Benes, Präsident der Tschechoslowakei, hat kaum Spielraum. Seine Landsleute fordern von ihm keine Zugeständnisse an Henleins Partei. „Von ihr fühlt sich Benes erpresst. Wann immer die tschechische Regierung, die…ihm sagte ja, wir nehmen das an, da haben die Sudetendeutschen ihre Forderungen sofort gesteigert. Davon größere, und größere Forderungen. Um die eine Vereinbarung nicht zustande kommen zu lassen.” Das Horoskop der Zeit sagt Hitler steht nicht auf Frieden sondern auf Krieg. Doch die Westmächte geben die Hoffnung nicht auf. „Ich werde den deutschen Kanzler treffen, weil mir scheint, dass ein Gespräch zwischen uns hilfreich sein könnte. Meine Politik war immer den Frieden zu sichern.” Chamberlain Friedensflug, vergeblich. Hitler schürt die Krise, fordert die Abtretung des Sudetenlandes. Tschechische Soldaten und sudetendeutsche Freikorps liefern sich blutige Gefechte. Der Krieg scheint unvermeidlich. Doch wieder sind Briten und Franzosen bereit Hitlers Forderungen zu erfüllen. Prag muss akzeptieren. Die Tschechen fühlen sich im Stich gelassen. Rufe werden laut, wir wollen Waffen. „Am Tage nachher gab es eine, die größte Massenversammlung, die es in der Tschechoslowakei gab vor dem damaligen Parlament oder Rudolphinum, wo verlangt wird, dass die Regierung absagt, demissioniert und eine neue Regierung geschaffen wird, die gewillt ist das Land zu verteidigen.” Wieder reißt Chamberlain zu Hitler. Diesmal nach Godesberg am Rhein. Im Gepäck Zugeständnisse an den Erpresser. Doch es kommt zum Eklat. Der Diktator stellt ein Ultimatum, das ganze Sudetenland sofort oder Krieg. Die Konferenz scheitert. Prag lehnt Hitlers Forderungen ab und macht mobil. Die Verbündeten im Westen sagen Hilfe zu. Reservisten rücken ein. Kommt jetzt der Krieg? Hitler spielt mit den Ängsten. In Berlin macht sich die Wehrmachtsführung kriegsbereit. Was Hitler nicht weiß, eine kleine Gruppe hoher Militärs plant den Staatsstreich. Ihr Plan, Hitler festnehmen, wenn der den Krieg befiehlt. Einige wollen ihn sogar töten. Tyrannenmord, um die Katastrophe zu verhindern. Doch dann die Nachricht, die Europa wieder hoffen lässt. Friedenskonferenz in München. Auf Vermittlung Mussolinis hat Hitler eingelenkt. Zwei Diktatoren und zwei Demokraten. Umjubelt werden alle vier. Nur die prager Regierung ist nicht eingeladen. Man verhandelt über ihren Kopf hinweg. Über einen Text Mussolinis, den tatsächlich Goehring verfasst hat. Das Sudetenland fällt Hitler in den Schoß. Nachts um halb zwei ist das Schicksal der Tschechoslowakei besiegelt. „Als wir von dem Münchner Ergebnis hörten, da waren wir alle sehr befriedigt und das selbe kann man von der Bevölkerung auch sagen, dass uns ein Krieg erspart geblieben worden war. Und wir wussten natürlich nicht, dass Hitler ganz andere Absichten verbunden hatte als der Allgemeinheit, der Öffentlichkeit bekannt war.” Doch Chamberlain ahnt, das Münchner Abkommen ist nur ein Aufschub. Zeit zum Rüsten. Auch wenn von Frieden die Rede ist. Die nun erreichte Einigung über die tschechoslowakische Frage ist nach meiner Ansicht nur der erste Schritt für eine weitere Lösung, mit der ganz Europa Frieden finden kann. „Ein schrecklicher, schrecklicher Verrat von Seiten unserer Verbündeten, die uns seit dem Anfang, seit dem Beginn der Tschechoslowakei immer wieder versichert haben, dass sie uns unsere Selbstständigkeit und Freiheit und Sicherheit garantieren werden. Die haben uns verraten.” 01. Oktober 38. Wenige Tage nach dem Münchner Abkommen besetzen deutsche Truppen das Sudetenland. Umjubelt wie Befreiung. Sein letzter Blumenkrieg. Die Gefühle, die erweckt sind, oft sonderbar. „Ich habe auch Hitler Blumen zugeworfen wie die tausend Menschen und Freudentränen geweint. Die Faszination, die von Hitler ausging, und die ja wohl alle, die mit ihm näher zu tun hatten immer wieder bestätigt haben, ist vielleicht in Worten nicht zu erklären.” Sie ahnen nicht, wohin sein Weg sie führt. In einem Jahr ist Krieg.

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