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Franz Kafka – Leben und Werk

Ein Schriftsteller aus Prag, der seine Werke hauptsächlich nach seinem Tod bekannt machte. Entdecke seine berühmtesten Werke und tauche ein in sein faszinierendes, kafkaeskes Universum. Interessiert? Dies und mehr über Kafka findest du im vollständigen Text!

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
Franz Kafka – Leben und Werk
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Franz Kafka – Leben und Werk Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Franz Kafka – Leben und Werk kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne wichtige Stationen in Frank Kafkas Leben.

    Tipps

    Ein Jahr nach seinem Abitur lernt Frank Kafka seinen lebenslangen Freund Max Brod kennen.

    Lösung

    Franz Kafka begann nach seinem Jurastudium seinen sogenannten Brotberuf, den er bei zwei Versicherungsgesellschaften bis zu seiner frühen Pensionierung ausübte. Neben diesem Brotberuf beschäftigte sich Kafka seit seiner frühsten Jugend mit der Literatur.

    Neben zahlreichen Erzählungen schrieb Kafka drei Romanfragmente:

    • „Der Prozess“,
    • „Das Schloss“ und
    • „Der Verschollene“.
    Sie zählen zu Kafkas Hauptwerk. Vieles von dem, was Kafka geschrieben hat, wurde erst nach seinem Tod von seinem Freund und Nachlassverwalter Max Brod veröffentlicht. Dies geschah gegen Kafkas Willen. Seine testamentarische Verfügung besagte eigentlich, dass sein Werk nach seinem Tod vernichtet werden sollte.

  • Bestimme, welche Werke Kafka wann schrieb.

    Tipps

    Zwischen 1909 und 1912 hatte Franz Kafka eine intensive Schaffensphase.

    Lösung

    Franz Kafka schrieb neben zahlreichen Erzählungen auch drei Romanfragmente:

    • „Der Prozess“
    • „Das Schloss“
    • „Der Verschollene“.
    Entgegen Franz Kafkas letzer Verfügung wurden zahlreiche seiner Texte nach seinem Tod veröffentlicht. Viele davon zählen heute zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur.

  • Beschreibe Kafkas Verhältnis zu seinem Vater anhand der Textauszüge.

    Tipps

    Franz Kafka setzt sich in seinen Werken stark mit der Beziehung zu seinem Vater auseinander. Denke beispielsweise an das Werk „Die Verwandlung“, in der sich der Protagonist Gregor Samsa in ein riesiges Ungeziefer verwandelt.

    Lösung

    Franz Kafka schrieb 1919 einen Brief an seinen Vater, den er jedoch nie abschickte. Darin thematisiert er den Konflikt mit seinem Vater und versucht diesen aufzuarbeiten. Er zeichnet den gemeinsamen Lebensweg nach und analysiert die Schwierigkeiten, die sich für Kafka auch aufgrund der unterschiedlichen Wesensarten ergeben haben. Franz Kafka beschreibt seinen Vater als kräftig, dominant und impulsiv. Franz Kafka hingegen ist sensibel, empfindsam und auch von zarterem Körperbau als sein Vater. Er fühlte sich von seinem Vater Zeit seines Lebens missverstanden und nicht anerkannt. Der Brief endet mit der Hoffnung, dass Vater und Sohn sich in Zukunft annähern würden.

    Der Brief an den Vater wurde 1952 in der Neuen Rundschau veröffentlicht.

    Kafka, Franz: Brief an den Vater. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/brief-an-den-vater-169/1 [Zugriff: 17.02.2016]

  • Erläutere, warum Franz Kafka sein Werk nach seinem Tod vernichten wollte.

    Tipps

    Welches Selbstbild hatte Franz Kafka?

    Lösung

    Franz Kafka wollte verhindern, dass seine unvollendeten Manuskripte und seine private Korrespondenz nach seinem Tod an die Öffentlichkeit kommen. Daher verfügte Kafka, dass sein Nachlass nach seinem Tod vernichtet werden sollte. Da Kafka aber seine drei Romane „Der Verschollene“, „Der Process“ und „Das Schloss“ nicht vollendet hatte, hätte sein Freund und Nachlassverwalter Max Brod ein Großteil seines Werkes vernichten müssen. Aus diesem Grund setzte sich Brod über den Wunsch Kafkas hinweg.

    Quelle: Kafka, Franz: Testament. URL: http://www.franzkafka.de/franzkafka/fundstueck_archiv/fundstueck/457426 [Zugriff: 17.02.2016]

  • Nenne die Frauen, mit denen Franz Kafka verlobt war.

    Tipps

    Kafka war mehrmals verlobt, zweimal sogar mit ein uns derselben Frau.

    Lösung

    Franz Kafkas Verhältnis zu Frauen kann man als schwierig bezeichnen. Er war insgesamt dreimal verlobt. Doch jedes Mal löste er die Verlobung nach kurzer Zeit, zu einer Eheschließung kam es nie. Dabei ist aus verschiedenen Texten wie einem Brief an seinen Vater zu ersehen, dass die Gründung einer Familie für ihn ein erstrebenswertes Ziel war.

    Mit der Berlinerin Felice Bauer, die er 1912 kennen lernte, führte Franz Kafka eine intensive Brieffreundschaft, die zweimal zu einer Verlobung führte. Franz Kafka war begeistert von Felice Bauers Charakter, fand sie allerdings körperlich nicht sehr anziehend. Beide Verlobungen wurden wieder gelöst und die beiden trennten sich 1917 endgültig voneinander.

    Mit Julie Wohrycek verlobte sich Kafka 1919 fast heimlich. Franz Kafkas Familie war allerdings aus Standesgründen gegen diese Verbindung und so trennte sich das Paar 1920 wieder.

    Seine letzte Partnerin traf Franz Kafka 1923. Es war das jüdische Mädchen Dora Diamant. Mit ihr wohnte Kafka bis zu seinem Lebensende zusammen. Franz Kafka und Dora Diamant hatten gemeinsame Hochzeitspläne, allerdings scheiterte eine Verlobung am Widerstand von Doras Vater.

    Dora Maar wurde am 22. November 1907 als Henriette Theodora Markovitch in Tours geboren und verstarb am 16. Juli 1997 in Paris. Sie war eine französische Fotografin und Malerin und eine Muse Pablo Picassos. Mit Franz Kafka hatte sie keine Beziehung.

  • Erläutere den Begriff kafkaesk.

    Tipps

    Denke beispielsweise an das Werk „Die Verwandlung“. Welche Stimmung wird darin transportiert?

    Lösung

    Kafkaesk ist ein Adjektiv und hat seine Herkunft im Namen des deutschsprachigen Autors Franz Kafka. Das Wort beschreibt ein unergründliches Gefühl der Bedrohung, des Ausgeliefertseins und der Unsicherheit. Als Synonym können Begriffe wie irreal, imaginär, seltsam, gespenstig, bizarr, skurril, grotesk, unwirklich, unheimlich, eingebildet, absonderlich verwendet werden.

    Anfangs wurde das Adjektiv nur im Bereich der Literatur verwendet und für literarische Werke genutzt, die ähnliche Stilmittel nutzen und eine ähnliche Stimmung transportierten wie die Werke Franz Kafkas. Mittlerweile nutzt man kafkaesk auch um reale Situationen zu beschreiben.