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Plusquamperfekt 05:38 min

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Transkript Plusquamperfekt

"Eli, was machst du denn schon so früh hier? Wir sind doch erst am Nachmittag zum Tee verabredet!" "Du glaubst nicht, was mir passiert ist!" "Nachdem ich mich vor einem lauten Knall erschreckt hatte, ging meine Lieblingstasse zu Bruch." In diesem Satz verwendet Eli zwei verschiedene Zeiten. Einmal das Präteritum und das Plusquamperfekt. Bei beiden handelt es sich um Zeitformen der Vergangenheit, die abgeschlossene Handlungen beschreiben. Doch was genau ist der Unterschied dieser beiden Zeiten? Mithilfe des Plusquamperfekts drückt man aus, dass eine Handlung VOR einer anderen Handlung in der Vergangenheit stattgefunden hat. In diesem Fall handelt es sich darum, dass Eli einen lauten Knall gehört hatte was dazu führte, dass vor Schreck seine Lieblingstasse kaputt ging. Diese neu einsetzende Handlung steht im Präteritum. Da mithilfe des Plusquamperfekts eine Vorzeitigkeit ausgedrückt wird, nennt man es auch die Vorvergangenheit. Es wird vor allem bei Erzählungen und Berichten verwendet. Deshalb benötigt Eli diese Zeitform, um seiner Freundin die Geschichte zu erzählen. Doch wie wird das Plusquamperfekt eigentlich gebildet? Da es zu den zusammengesetzten Zeitformen gehört, braucht man eine Form von "sein" oder "haben" im Präteritum, hier ist es "hatte", und das Partizip II, das auch Partizip Perfekt heißt. Das Wort "nachdem" kann auf das Plusquamperfekt hinweisen, genauso wie "als". Armer Eli. Doch seine Geschichte geht noch weiter. "Ich hatte gerade eine neue Tasse gefunden, als ich erneut einen lauten Knall hörte." Auch in diesem Satz verwendet Eli wieder zwei verschiedene Zeitformen: Das Präteritum und das Plusquamperfekt. Die Handlung, die zeitlich zuerst stattgefunden hat, wird durch das Plusquamperfekt ausgedrückt. Hier ist es: "ich hatte gerade eine neue Tasse gefunden". Auch hier wird das Plusquamperfekt mit den Verben "sein" oder "haben" im Präteritum und dem Partizip Perfekt gebildet. In diesem Fall sind das "hatte" und "gefunden". Das andere Ereignis, das zu einem späteren Zeitpunkt stattfand, steht im Präteritum: "als ich erneut einen lauten Knall hörte." Vielleicht hast du schon bemerkt, dass das Plusquamperfekt selten allein in einem Satz steht. Da es normalerweise verwendet wird, um ein zeitliches Nacheinander darzustellen, wird es fast immer zusammen mit dem Präteritum benutzt. Achje, aufgrund des Tumults im Porzellanladen hat Eli jetzt ein ganz neues Problem. "Die Polizei war mir durch die halbe Stadt gefolgt, bevor ich bei dir ankam." Das Wort "bevor" lässt vermuten, dass in diesem Satz wieder eine Vorzeitigkeit ausgedrückt wird. Deshalb steht die Handlung, die zuerst stattgefunden hat, im Plusquamperfekt: Du erkennst das Plusquamperfekt hier am Hilfsverb "war" - einer Präteritumform von "sein" - und an "gefolgt", der Partzip II Form des Verbs "folgen". Die danach einsetzende Handlung "bevor ich bei dir ankam" steht im Präteritum. Achtung: Die Position der Zeitformen im Satz muss nicht immer mit der Position auf dem Zeitstrahl übereinstimmen. Hier steht die Handlung, die zuerst stattgefunden hat, nicht am Anfang des Satzes, sondern im zweiten Teilsatz. Man kann die Sätze also auch vertauschen. Dann muss man nur darauf achten, dass das erste Ereignis auch tatsächlich im Plusquamperfekt, und das neuere Ereignis im Präteritum steht. Bevor wir uns anschauen, ob Eli der Polizei entkommen konnte, hier noch einmal die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Das Plusquamperfekt ist eine Vergangenheitsform, die auch Vorvergangenheit genannt wird. Es drückt etwas Vorzeitiges aus, beschreibt also ein Ereignis, das vor einem anderen stattgefunden hat. Daher steht es in einem Satz meist zusammen mit dem Präteritum. Es wird gebildet mit einer Form von haben oder sein im Präteritum und dem Partizip II. Eli sah nur einen Ausweg, um der Polizei zu entkommen. DING DONG. "Inspektor Uwe Maulwurf, öffnen sie die Tür!" "Ist offen!" "Haben Sie einen blauen Elefanten gesehen?" "Ein Elefant? Sehen Sie hier irgendwo einen Elefanten? Wie soll der denn hier reinpassen?" "Da haben sie Recht. Tschüss."