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Die Zeitformen des Verbs – Überblick

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Team Digital
Die Zeitformen des Verbs – Überblick
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Zeitformen des Verbs – Überblick

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du einen Überblick über alle Zeitformen des Verbs erlangt haben.

Zunächst wiederholen wir die Zeitform Präsens. Anschließend zeigen wir dir, wie Präteritum und Plusquamperfekt meist zusammen gebraucht werden. Abschließend lernst du noch die Bildung des Perfekts sowie des Futur I und II kennen.

Erhalte einen Überblick über alle Zeitformen, indem du Smilla dabei zusiehst, wie sie eine sonderbare Maschine baut.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Präsens, Gegenwart, Präteritum, einfache Vergangenheit, Plusquamperfekt, Perfekt, vollendete Gegenwart, Futur I, Futur II, vollendete Zukunft, Zukunft, Zeitformen, Verben, tempus, tempora.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie die einzelnen Zeitformen gebildet und angewendet werden.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, alle Zeitformen richtig zu bilden.

Transkript Die Zeitformen des Verbs – Überblick

Nanu, was macht Smilla denn da? Sieht so aus, als würde sie schon wieder an einem neuen Projekt arbeiten. Was sie wohl vor hat? Das finden wir heraus, indem wir die Zeitformen des Verbs wiederholen. Du weißt bestimmt schon, dass Verben sich in verschiedene Zeitformen setzen lassen. Der Fachbegriff für Zeitform ist „Tempus“, im Plural „Tempora“. Die entsprechende Zeitform zeigt uns, wann das im Satz Mitgeteilte passiert. Smilla arbeitet an einem Projekt. Das Verb „arbeitet“ steht HIER z. B. in der Zeitform „Präsens“, der Gegenwart. Smilla arbeitet in diesem Augenblick. Das Präsens kann aber auch genutzt werden, um Zukünftiges zu beschreiben: Morgen geht Smilla in den Supermarkt. Außerdem kannst du mit dem Präsens auch eine allgemeingültige Aussage treffen: Kleber klebt Dinge zusammen. Gebildet wird das Präsens, indem man vom Infinitiv, z.B. „kleben“, die Infinitvendung „-en“ des Verbs entfernt und eine entsprechende Personalendung an den Verbstamm anhängt, hier ein „-t“ für die 3. Person Singular. Ah, sieht so aus, als würde Smilla eine Art Maschine bauen. Nachdem Smilla den Plan gemacht hatte, kaufte sie die notwendigen Materialien ein. In diesem Satz findest du gleich 2 verschiedene Zeitformen. Weißt du, welche? Gemacht hatte steht im Plusquamperfekt, der vollendeten Vergangenheit, auch VORvergangenheit genannt. Kaufte steht im Präteritum, der einfachen Vergangenheit. Mit dem Plusquamperfekt drückst du etwas Vergangenes aus, das noch VOR einem anderen, ebenfalls in der Vergangenheit liegenden Ereignis, stattgefunden hat. Vor 3 Tagen hatte Smilla zuerst einen Plan für ihre Maschine gemacht. Das Ereignis, das danach stattfand, wird meist mit dem Präteritum beschrieben: Smilla kaufte ein. Das Präteritum drückt nämlich ebenfalls etwas Vergangenes aus. Es wird meist für schriftliche Erzählungen und Berichte verwendet. Um das Plusquamperfekt zu bilden, setzt du das Partizip II eines Vollverbs, also z. B. „gemacht“, mit einer Präteritum-Form von „sein“ oder „haben“, also z. B. „hatte“, zusammen. Das Präteritum erhältst du, indem du vom Infinitiv, hier „kaufen“, die Infinitivendung „-en“ des Verbs entfernst und eine neue Personalendung an den Verbstamm anhängst, z. B. „-te“ für die 3. Person Singular.

Smilla bastelt gerade an einem besonders kniffligen Teil der Maschine. Dafür hat sie schon den Kaktus umgetopft. Weißt du, welche Zeitform sich hinter „hat umgetopft“ versteckt? Das Perfekt, auch vollendete Gegenwart, genannt. Mit dem Perfekt kannst du etwas ausdrücken, das bereits in der Vergangenheit abgeschlossen wurde, aber noch bis in die Gegenwart fortwirkt. Smilla hat den Kaktus vorgestern bereits umgetopft. Folglich ist dieser jetzt immer noch in seinem Topf und bereit dafür, in die Maschine eingebaut zu werden. Das Perfekt wird meist in mündlichen Erzählungen angewendet.

Gebildet wird es mit „sein“ oder „haben“ im Präsens, also z. B. „hat“, und dem Partizip II des Vollverbs, also z. B. „umGEtopft“. Hm, aber wozu braucht Smilla nur die alten Schuhe? Smilla ist sich sicher: Der Mechanismus wird gut funktionieren. In diesem Beispielsatz finden wir mit „wird funktionieren“ die Zeitform „Futur 1“, die Zukunft. Das Futur I hilft dir dabei, ein zukünftiges Geschehen auszudrücken. In Smillas fertiger Maschine, wird der Schuh das Auto bewegen. Smilla ist sich dessen zwar ziemlich sicher, ob es aber TATSÄCHLICH so eintreten wird, kann sie nicht wissen. Deshalb verwendet man das Futur I für Vermutungen oder Prognosen.

Auch für Aufforderungen eignet sich das Futur I: „Beim Basteln wirst du vorsichtig sein, Smilla!“

Außerdem kann das Futur I genutzt werden, um Versprechen zu machen: „Keine Sorge, Deri. Beim Basteln werde ich immer Sicherheitshandschuhe tragen.“

Gebildet wird das Futur I mit einer Präsens-Form von „werden“, also z. B. „werde“, und dem Infinitiv, also der Grundform des Vollverbs, hier „tragen“.

Smillas Projekt ist fast fertig. „Morgen werde ich Deri eine große Freude bereitet haben.“

Weißt du, welche zusammengesetzte Zeitform HIER vorhanden ist? Das Futur 2, die vollendete Zukunft. Mit dem Futur 2 kannst du etwas ausdrücken, das in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Smilla wird Deri morgen ihre Maschine präsentieren. Danach wird er dadurch erfreut sein.

Weil man sich über Zukünftiges nie GANZ sicher sein kann, wird auch das Futur 2 für Vermutungen oder Annahmen benutzt: Am Ende wird Smilla auch die letzte Schraube angeschraubt haben. Du bildest das Futur II mit einer Form von „werden“ im Präsens, hier „wird“, dem Partizip II eines Vollverbs, hier „angeschraubt“ und dem Infinitiv von „haben“ oder „sein“. Aber ob die Maschine auch wirklich funktioniert? Wahnsinn!

35 Kommentare

35 Kommentare
  1. Unglaublich gut

    Von Gyuvin An, vor 20 Tagen
  2. Es hat mich se hr viel geholfen

    Von Norseen Khider, vor 29 Tagen
  3. Richtig gut 😊

    Von Paulina , vor etwa einem Monat
  4. richitg gut stern

    Von Kamila, vor etwa 2 Monaten
  5. Macht mehr Videos mit deri und smilla

    Von Fiona, vor 2 Monaten
Mehr Kommentare

Die Zeitformen des Verbs – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Zeitformen des Verbs – Überblick kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, für welche Zeitspanne die Zeitform steht.

    Tipps

    Die Gegenwart kannst du mit einer Zeitform darstellen.

    Je nachdem wann etwas in der Vergangenheit geschah, kannst du eine von drei verschiedenen Zeitformen einsetzen.

    Um Zukünftiges auszudrücken, gibt es drei Zeitformen.

    Lösung

    Merke dir: Um über Zukünftiges zu sprechen, nutzen wir meist das Präsens im mündlichen Sprachgebrauch.

    Das Futur I wird in der Regel für Prognosen, Vermutungen, Aufforderungen und Versprechen eingesetzt.

    Mit dem Futur II beschreibst du etwas, was in der Zukunft abgeschlossen ist.

    Perfekt, Präteritum und Plusquamperfekt werden für Handlungen und Vorgänge verwendet, die in der Vergangenheit stattgefunden haben.

  • Bestimme die Zeitformen.

    Tipps

    Das Perfekt wird mit sein oder haben im Präsens + Partizip II des Vollverbs gebildet.

    Das Plusquamperfekt wird mit Partizip II des Vollverbs + sein oder haben im Präteritum gebildet.

    Das Futur II wird mit werden im Präsens + Partizip II des Vollverbs + sein oder haben im Infinitiv gebildet.

    Lösung

    Bei der Bildung des Perfekts, Plusquamperfekts und Futurs II benötigst du jeweils das Partizip II des Vollverbs.

    Das Partizip II wird oft mit der Vorsilbe ge- gebildet, wie bei gekauft, gegessen, gerannt.

    Bei Verben mit den Vorsilben be-/emp-/ent-/er-/ge-/miss-/ver-/zer- und bei der Endung -ieren wird kein ge- eingefügt, sie enden auf t, wie verliebt, besucht, erstaunt.

  • Stelle die verschiedenen Zeitformen gegenüber.

    Tipps

    Achte auf den Unterschied zwischen Futur I und II:

    • Futur I: werden im Präsens + Infinitiv des Vollverbs
    • Futur II: werden im Präsens + Partizip II des Vollverbs + haben oder sein im Infinitiv

    Achtung: Ein Verb passt nicht!

    Lösung

    Wenn du mit Freund*innen oder deiner Familie sprichst, dann nutzt du meist das Perfekt für Vergangenes und das Präsens für Zukünftiges. Diese Zeitformen werden also für den mündlichen Sprachgebrauch verwendet.

    Wenn du eine Erzählung in der Vergangenheit schreibst, setzt du eher das Präteritum ein. Auch wenn du eine Erzählung in der Zukunft schreibst, werden deine Sätze eher im Futur I stehen. Diese zwei Zeitformen werden also vorrangig im schriftlichen Sprachgebrauch angewendet.

  • Erschließe die Zeitform.

    Tipps

    Achte auf den Unterschied zwischen Perfekt und Plusquamperfekt:

    • Perfekt: haben oder sein im Präsens + Partizip II des Vollverbs (ich habe gegessen)
    • Plusquamperfekt: haben oder sein im Präteritum + Partizip II des Vollverbs (ich hatte gegessen)

    Das Futur II wird mit werden im Präsens + Partizip II des Vollverbs + haben oder sein im Infinitiv gebildet.

    Lösung

    Achte bei den drei Vergangenheitsformen auf:

    Ähnlichkeiten bei der Bildung

    • Perfekt und Plusquamperfekt unterscheiden sich nur durch die Personalform von haben oder sein. Beim Perfekt steht das Hilfsverb im Präsens, beim Plusquamperfekt im Präteritum.

    Gemeinsame Anwendung

    • Plusquamperfekt und Präteritum werden öfter zusammen verwendet. In der Zeitfolge passiert etwas (Plusquamperfekt) und danach geschieht etwas anderes (Präteritum).

  • Bestimme, wie viele Zeitformen es im Deutschen gibt.

    Tipps

    Du kannst mit verschiedenen Zeitformen über die Gegenwart, die Zukunft und die Vergangenheit sprechen.

    Die Zeitformen sind: Präsens, Futur I, Futur II, Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt.

    Lösung

    Hier noch einmal ein Überblick über die sechs Zeitformen:

    • Präsens: für die Gegenwart und auch die Zukunft (eher mündlicher Sprachgebrauch)
    • Futur I: für Prognosen, Vermutungen, Versprechen
    • Futur II: für etwas, was in der Zukunft abgeschlossen ist
    • Perfekt: für die Vergangenheit (eher mündlicher Sprachgebrauch)
    • Präteritum: für die Vergangenheit (eher schriftlicher Sprachgebrauch)
    • Plusquamperfekt: für etwas, das noch vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit geschehen ist

  • Ermittle das Personalpronomen und die passende Zeitform.

    Tipps

    Vergiss das Personalpronomen nicht und achte auf die korrekte Schreibung!

    Achte darauf, ob du Singular oder Plural gefragt ist. Die 2. Person kann Singular (du) oder Plural (ihr) sein.

    Das Futur I, das Perfekt und das Plusquamperfekt sind zusammengesetzte Zeitformen. Du bildest sie aus einem Hilfsverb und dem angegebenen Vollverb.

    Lösung

    Jetzt kennst du dich mit den sechs verschiedenen Zeitformen aus. Vergiss dabei nicht, dass Perfekt, Plusquamperfekt und Futur II mit einer Form von haben oder sein gebildet werden.

    Für viele Verben setzt du haben ein. Das Hilfsverb sein wird für Bewegungsverben und Verben, die eine Zustandsveränderung zeigen, verwendet.

    • Ich bin gerannt. → Bewegung
    • Er ist aufgewacht. → Zustandsveränderung

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