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Kronstädter Matrosenaufstand

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Team Zeitreise
Kronstädter Matrosenaufstand
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Grundlagen zum Thema Kronstädter Matrosenaufstand

Unter dem Motto „Alle Macht den Sowjets – Keine Macht der Partei“ forderten aufständische Matrosen der russischen Kriegsmarine im März des Jahres 1921 eine Stärkung der lokalen Sowjets und keine Parteibindung bei Sowjetmandaten. Die angreifende Rote Armee wurde zuerst zurückgeschlagen, blieb beim zweiten Angriff jedoch siegreich.

Transkript Kronstädter Matrosenaufstand

Am 17. März 1921 stürmen bolschewistische Truppen den Hafen Kronstadt und beenden mit Waffengewalt den dortigen Matrosenaufstand. Insgesamt an die 15.000 Seeleute und Arbeiter haben sich seit Februar immer wieder gegen die leninistische Zentralregierung in Moskau erhoben. Noch 1917 war Kronstadt eine Hochburg des Bolschewismus und die Matrosen galten als Revolutionshelden. Jetzt im März 21 verabschieden sie ein Manifest gegen die kommunistische Partei, in dem geheime Wahlen, freie Wahlpropaganda, Wort- und Pressefreiheit gefordert werden. Die Aufständischen verlangen auch Versammlungsfreiheit für Gewerkschaft und Bauernräte, die Freilassung der gefangenen Sozialisten, ein Ende der Beschlagnahmungen und gleiche Lebensmittelrationen für alle. Sogar die Forderung nach Privatbesitz für die Bauern findet sich in dem Papier. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet man den Aufstand in Moskau als eine von Amerika geleitete Konterrevolution. Das Sowjetregime befindet sich zu dieser Zeit in einer schweren Krise. Seit der Krieg zu Ende ist, erwartet das Volk endlich eine Verbesserung seiner misslichen Lage. Die nun nicht mehr unter dem Etikett Kriegskommunismus durchgeführten Beschlagnahmungen und die drastische Lebensmittelrationierung stoßen zunehmend auf Widerstand. Besonders in den ländlichen Gebieten zählen die Rebellen um den Führer Antonov zehntausende Anhänger. In Leningrad beginnen die ausgehungerten Arbeiter gegen das Regime zu streiken. Die Prawda veröffentlicht eine in scharfem Ton gehaltener Warnung Trotzkis, der die Aufständischen zur Kapitulation aufgefordert und ihnen Überwältigung mit Waffengewalt androht. Die meuternden Matrosen von Kronstadt, das inzwischen vom Militär belagert wird, ergeben sich aber nicht. Sie halten sich für die wahren Vertreter der proletarischen Revolution und verkünden: hier in Kronstadt ist der Grundstein zur dritten Revolution gelegt worden, die eine neue Straße zur Verwirklichung des Sozialismus öffnen wird. Trotz erbitterten Widerstandes fällt die Garnisonsstadt nach 18 Tagen proklamierter Unabhängigkeit. Es ist ein blutiges Ende. Die Volkserhebung schlägt jedoch nicht völlig fehl. Die Ära des Kriegskommunismus ist vorbei und Lenin kündigt eine neue Wirtschaftspolitik an. Die wichtigsten Änderungen bestehen in der Abschaffung der Arbeitsarmeen und der Zwangsarbeit, der Rückkehr zu einem normalen Währungs- und Steuersystem und dem Ende der Beschlagnahmungen. Auch verspricht die Führung eine Ausweitung des Kleinhandels und Toleranz gegenüber Privatinitiativen. Der neue Kurs rettet das Regime vor dem Bankrott und erlaubt dem Land, sich zu erholen. Die Forderungen nach Wort und Pressefreiheit werden allerdings nicht erfüllt.

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