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Die Mode im Kaiserreich

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Die Mode im Kaiserreich
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Grundlagen zum Thema Die Mode im Kaiserreich

Inhalt

Die Mode im Kaiserreich

Das Deutsche Kaiserreich erlebte nach seiner Gründung im Jahr 1871 eine Modernisierung vieler Lebensbereiche. Der Wandel im Leben und Arbeitsleben, der bereits vor 1871 eingesetzt hatte, setzte sich fort. Viele Menschen arbeiteten nun statt auf dem Land in großen Städten in Fabriken. Anstatt mit Kutschen und Pferden bewegten sie sich mit Straßenbahnen, Fahrrädern oder in seltenen Fällen sogar Automobilen fort. Als Reaktion auf diese Veränderungen änderte sich auch die Mode – also der Kleidungsstil der Menschen. Besonders für Frauen wandelte sich dieser grundlegend.

Was trugen Frauen im Kaiserreich?

Jahrzehntelang hatten Frauen lange, schwere Kleider getragen. Darunter trugen sie häufig starre Unterröcke, die dem Kleid eine bestimmte Form geben sollten, sowie weiche Unterröcke und lange Unterwäsche. Oft wurde außerdem ein Korsett getragen (= ein schnürbares, extrem eng anliegendes Oberteil), das Frauen eine schlanke Körpermitte (= Taille) bescheren sollte. Häufig waren diese Kleider mit einer langen Schleppe (= hinterer Teil eines Kleids, der auf dem Boden aufliegt) ausgestattet. So eine Schleppe war für das neue großstädtische Leben und Arbeiten unpraktisch. Sie konnte sich beispielsweise bei der Fahrt mit einer Straßenbahn leicht in der Tür verheddern oder auf Treppen zur Stolperfalle werden.

Dieser Kleidungsstil schränkte die Frauen in ihrer Mobilität ein (die diversen Kleidungsschichten konnten insgesamt mehrere Kilo wiegen), machte produktive Arbeit und einfache Fortbewegung nahezu unmöglich und war zudem medizinisch bedenklich (vor allem das „Zuschnüren“ des Oberkörpers mit dem Korsett). Eine neue Art, sich zu kleiden, wurde gebraucht.

Kleider Anfang des 19. Jahrhunderts

Wie änderte sich die Mode zwischen 1890 und 1914?

Einen großen Anteil an den Veränderungen der Kleidung der Frauen im Deutschen Kaiserreich hatte der Wandel in der Arbeitswelt. Immer mehr Frauen wurden berufstätig. Das vertrug sich nicht mehr mit ihrem bisherigen Kleidungsstil.

Nach und nach wurden Korsetts, Unterröcke und der extrem ausladende Schnitt der Kleider abgeschafft. Der „Deutsche Verband zur Verbesserung der Frauenkleidung“ stellte praktischere und gesündere Alternativen vor: Frauen sollten vor allem Röcke tragen und das ohne die zahlreichen Unterröcke, die früher üblich waren. Kombiniert werden konnten diese Röcke mit Blusen (= Kleidungsstücke für den Oberkörper, ähnlich einem Hemd).

Wenn weiterhin Kleider getragen wurden, dann waren diese nun deutlich enger geschnitten als die alten Modelle, auf mehrere weitere Kleidungsschichten wurde auch hier verzichtet.

Dieser neue Kleidungsstil war deutlich praktischer als der alte und vertrug sich besser mit dem Leben im „modernen“ Kaiserreich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Übrigens: Hosen spielten für Frauen nach wie vor keine Rolle. Wenn überhaupt dann trugen Frauen einen sogenannten Hosenrock (= ein Hose, die allerdings eher aussieht wie ein Rock) und selbst dieser wurde von vielen Menschen eher kritisch beäugt.

Was trugen Männer im Kaiserreich?

Im Gegensatz zur Mode der Frauen im Kaiserreich wandelte sich der Kleidungsstil der Männer kaum. Er sollte vor allem seriös wirken (= ordentlich und unspektakulär). Männer trugen häufig Sakkos (= schicke, eher eng anliegende Jacken), andersfarbige Hosen und Krawatten, dazu einen Hut und manchmal einen Gehstock. Solche Kleidung trugen sowohl eher reichere als auch „normal“ verdienende Männer. Sollte der eigene Wohlstand über Kleidung präsentiert werden, dann geschah dies mithilfe der Ehefrau. Sie trug dann die neuesten Kleider aus Paris (die beliebteste Mode kam um 1900 von dort) und zeigte dadurch den Reichtum ihrer Familie.

Die Mode im Kaiserreich im Vergleich zur Mode während des Ersten Weltkriegs

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 änderte sich der Kleidungsstil erneut. Viele Materialien, die bisher für die Herstellung von Kleidung genutzt wurden, wurden für Kriegszwecke benötigt. Die Mode wurde einfacher und so gestaltet, dass möglichst wenig Stoff verwendet werden musste. Nach Ende des Kriegs wurde dieser Stil oft beibehalten, was zu der Verbreitung kleinerer und kürzerer Kleider führte.

Die Mode im Kaiserreich – einfach erklärt
Welche Kleidung spielte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Frauen die größte Rolle? Frauen trugen große, schwere Kleider, darunter viele Schichten von Unterwäsche und Unterröcken sowie ein enges Korsett.
Was trug man um 1900? Männer trugen vor allem seriöse Kleidung wie Sakkos und Anzüge. Frauen trugen Röcke oder praktische Kleider. Hosen spielten für Frauen noch keine Rolle.
Mode im Kaiserreich – Beispiele Männer: Sakkos, andersfarbige Hosen, Krawatten und Hüte. Frauen: Blusen, Röcke, Kleider und in seltenen Fällen Hosenröcke.

Transkript Die Mode im Kaiserreich

Fast schüchternes Posieren für die Kamera: Die neueste Mode aus Paris lässt jedes Frauenherz höher schlagen. Um sich das leisten zu können, muss Geld da sein. Und Leute mit Geld gibt es in Deutschland nicht wenige. Die Bekleidungsindustrie im frisch eroberten Elsass bringt Pariser Mode nach Deutschland. Aber auch die deutsche Textilbranche wächst. Und als Wasserattraktion vor den Augen der Frauen entsteht Haute Couture im Schaufenster eines Kaufhauses. Neuer Modehit ist der Hosenrock. Doch ist er, vorerst, nicht durchzusetzen.

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