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Die Juden im Kaiserreich

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Team History
Die Juden im Kaiserreich
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Grundlagen zum Thema Die Juden im Kaiserreich

Nachdem die Nationalsozialisten im Deutschen Reich die Macht übernommen hatten, begann die Diskriminierung und Verfolgung der Juden. Doch wie gestaltete sich das jüdische Leben vor 1933? Und welche Bereiche des Lebens prägten die Juden in den Zeiten der Weimarer Republik maßgeblich? Das und vieles mehr erfährst du in diesem Video. Dabei siehst du viele historische Filmaufnahmen von bedeutenden Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern.

Transkript Die Juden im Kaiserreich

560000 Bürger jüdischen Glaubens lebten 1925 in Deutschland, zweidrittel von ihnen in Großstädten wie hier im Berliner Scheuenviertel. Jahrhunderte alte Vorurteile hatten dafür gesorgt, dass Juden überall in Europa stets Bürger zweiter Klasse blieben. Erst die Reichsverfassung, die Reichskanzler Otto von Bismarck 1871 aus der Taufe hob, machte die Juden in Deutschland zu gleichberechtigten Staatsbürgern mit allen Rechten und Pflichten. Das war einmalig in Europa. Im Wirtschaftswachstum der Kaiserzeit um 1900 fanden die Juden schnell Zugang zu unabhängigen Berufen als Ladenbesitzer. Sie gründeten Kaufhäuser, wurden Industrieunternehmer, engagierten sich im Bankwesen. Jüdische Unternehmer wagten sich auf neue, besonders risikoreiche Geschäftsfelder wie die damals noch junge Filmindustrie. Hier Aufnahmen von den Berliner Dreharbeiten zu dem Film „Anna Boleyn“ von Ernst Lubitsch. Der jüdische Filmregisseur ging 1922 nach Hollywood. Neben dem Film prägten viele Juden die Theaterlandschaft in der Weimarer Republik maßgeblich mit. Kritiker Alfred Kerr war federführend, Regisseur Max Rheinhardt eine bestimmende Größe im Kulturleben Berlins. Berlin war das geistige Zentrum Deutschlands. Hier wirkten Juden als Philosophen wie Ernst Bloch, als Kunstkritiker wie Walter Benjamin oder als Soziologen wie Max Horkheimer und Siegfried Krakauer. Der jüdische Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky schrieb hier seine kritischen Kommentare zur Zeit. Er arbeitete unter anderem an der linken Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“ mit. Herausgeber war der jüdische Publizist Karl von Ossietzky. Unter seiner Leitung vertrat die Zeitschrift schon ab 1927 eine strikt pazifistische Tendenz. Früh warnten die Autoren der Weltbühne vor dem Niedergang der jungen deutschen Demokratie. Doch noch tanzte Berlin auf dem Vulkan und jüdische Komponisten und Texter wie Fritz Rotter, Walter Jurmann und Werner Richard Heymann lieferten mit ihren frechen Schlagern voll jüdischem Witz den passenden Rhythmus dazu. Bildende Künstler wie der jüdische Maler und Grafiker Max Liebermann engagierten sich in den Kunstbewegungen der Zeit. 1932 wurde Liebermann Ehrenpräsident der Preußischen Akademie der Künste. Unter den 15 deutschen Nobelpreisträgern in der Zeit vor 1918 bis 1933 waren fünf jüdische Naturwissenschaftler, der bekannteste Albert Einstein. Er erhielt die Auszeichnung für seine Forschungen zur Quantenphysik. Schon 1919 gründete sich der vaterländische Bund jüdischer Frontsoldaten. Ihre Mitglieder traten der Lüge entgegen, Juden hätten im Ersten Weltkrieg nicht genauso tapfer gekämpft wie alle anderen Deutschen. Trotz alledem blieb die Judenfeindlichkeit in Wort und Tat eine bestimmende Größe in der Weimarer Republik. Dies zeigte sich unter anderem im Sommer 1922, als der deutsche Außenminister Walter Rathenau, ein Jude, durch die rechtsextreme Organisation Konsul ermordet wurde. Die Judenfeindlichkeit in der Bevölkerung bewegte viele deutsche Juden schon früh, ihrem Heimatland den Rücken zu kehren. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg wanderten viele nach Palästina aus.

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