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Vereinigungsbestreben und Globalisierung

Die Welt verändert sich und wächst mehr und mehr zusammen. Hier erfährst du alles rund um die Kontinente unserer Erde, die wichtigsten Wirtschaftsnationen und wie die Globalisierung die Welt in verschiedenen Bereichen miteinander verknüpft.

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Europa als Gemeinschaft

Die Welt ist im ständigen Wandel. Völker und Nationen ebenso. Gemeinschaften einzugehen und Allianzen oder Bündnisse zu schmieden ist dabei seit jeher die gängige Praxis des sozialen Miteinanders. Logisch, denn wie du vielleicht aus eigener Erfahrung sagen kannst, erreicht man mit vereinten Kräften oft mehr als allein! Gemeinschaften sorgen für Entlastung und Sicherheit. Der heutige, globalisierte Mensch steht sogar vor noch komplizierteren Herausforderungen, denn die Welt ist interaktiver geworden - alles ist vernetzt.

Doch muss man leider sagen, dass die Zeichen internationaler Vereinigungen schon einmal besser standen. Nationale Bewegungen betonen verstärkt die negativen Aspekte von Gemeinschaften und versuchen die Menschen wieder zurück in nationale Modelle zu drängen. Und das zum Teil auch mit Erfolg, wie du am Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU („Brexit“) erkennen kannst. Doch sind die Herausforderungen einer global vernetzten Welt wirklich durch Abschottung zu bewältigen? Die Geschichte lehrt uns bisher oft, dass Völker, die sich Veränderungen mittels Kooperation und Zusammenarbeit stellten, meist wohlhabender und erfolgreicher als ihre isolierten Nachbarn waren. Welche politischen und wirtschaftlichen Veränderungen bringen Entscheidungen wie die Großbritanniens mit sich?

EU - Die Europäische Union

Natürlich beginnt alle Organisation erst einmal im Kleinen. Über regionale Gruppen bis zum Nationalstaat versucht sich jeder erst einmal um sich selbst zu kümmern. Die Demokratie Deutschlands ist da keine Ausnahme. Wir haben unsere eigenen Gerichte, wählen unsere eigenen Vertreter und Parteien und haben unser eigenes Parlament. Doch merken wir immer deutlicher, dass die meisten Probleme nicht mehr von einem Land allein gelöst werden können. Globale Marktwirtschaft, Flüchtlings - und Migrationskrisen, Sicherheits - und Verteidigungsfragen oder auch Umweltprobleme: Alles sind internationale Probleme geworden und internationale Probleme verlangen internationalen Lösungen!

EU

Überall auf der Welt bilden sich also Allianzen und Vereinigungen. In Europa ist dies die EU - die Europäische Union. Die Idee eines geeinten Europas entspringt dabei einem tiefen Verlangen nach Frieden und Sicherheit auf unserem Kontinent, denn die Europäer wissen nur zu gut, wie schnell Kriege ausbrechen können. Aber auch eine gemeinsame Handels- und Wirtschaftspolitik ist im Zeitalter der Globalisierung unverzichtbar, denn wer vermag schon allein den „global playern“ aus USA oder China die Stirn zu bieten?

So begann Europa ab der Montanunion 1952 - ein erster europäischer Wirtschaftsverband - mehr und mehr auch europäisch zu denken. Über die Jahrzehnte folgte der Europäische Gerichtshof, der Europäische Rat, die Europäische Zentralbank (EZB) und natürlich auch ein Europaparlament. Sicherlich herrscht noch nicht überall Einigkeit über Fragen nach einer europäischen Identität - jeder interpretiert diese auf seine eigene Weise und das ist auch gar nicht schlimm. Nur sollten wir begreifen, dass wir längst in einer europäischen Gemeinschaft leben, ob wir das nun wollen oder nicht. Also warum nicht das Beste daraus machen, statt in die Vergangenheit zu schauen?