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Aktiv und Passiv – Überblick

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Team Digital
Aktiv und Passiv – Überblick
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Beschreibung Aktiv und Passiv – Überblick

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, das Aktiv vom Passiv zu unterscheiden.

Zunächst lernst du, wie man Handlungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Anschließend zeigen wir dir, wie man einen Aktivsatz in einen Passivsatz umwandeln kann. Abschließend lernst du, wann das Passiv zum Einsatz kommt und welche Ersatzformen es gibt.

Lerne etwas über das Aktiv und Passiv, indem du erfährst, wie Jacques sein abenteuerliches Dasein als Piratenkapitän gegen ein neues Leben im Stadtpark ausgetauscht hat.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Aktiv, Passiv, Genus Verbi, Handlungsträger, Vorgang, Präpositionalgruppe, Partizip II, Akkusativobjekt, Subjekt, Ersatzform.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie das Partizip II gebildet wird und wie man Satzglieder bestimmt.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, das Passiv in allen Zeitformen kennenzulernen.

Transkript Aktiv und Passiv – Überblick

Bei einem gemütlichen Lagerfeuerabend erzählt Jacques seinen Freunden Smilla und Deri, wie er bei ihnen im Stadtpark gestrandet - äh geLANDET ist. Dabei lernen wir das „Aktiv und Passiv“ kennen. Smilla und Deri sind total gespannt, denn auf diesen Moment haben sie lange gewartet: Jacques erzählt seine Geschichte. Das ist ein Aussagesatz im Aktiv. Das Aktiv betont die Person, die etwas tut bzw. die handelt. Man kann auch sagen, dass der bzw. die Handlungsträger*in betont wird. Aber was ist, wenn man nicht die Person, sondern das Geschehen betonen möchte? Handlungen und Vorgänge lassen sich dann auch im „Passiv“ beschreiben: Die Geschichte wird erzählt. Das Passiv betont, mit wem oder was etwas geschieht. Es steht also der VOGRANG und nicht die Person, die etwas tut, im Vordergrund. Es ist dann gar nicht wichtig, WER Handlungsträgerin oder Handlungsträger der Aktion ist. Trotzdem kann man auch bei einem Passivsatz Handelnde durch eine Präpositionalgruppe ergänzen: Die Geschichte wird von Jacques erzählt. Aktiv und Passiv sind also zwei Verbformen durch die man Handlungen und Vorgänge aus unterschiedlicher Sicht darstellen kann. Man nennt diese grammatischen Kategorien auch Genus Verbi. Im Aktiv steht die Handlungsträgerin oder der Handlungsträger als Subjekt des Satzes im Fokus. Beim Passiv gibt es meist gar keine Handelnden und der Vorgang bzw. die beschriebene Handlung selbst steht im Vordergrund. Jacques lebte als junger Krebs an einem schönen Strand, doch dann passierte etwas Schreckliches... „Ich wurde entführt und auf ein Piratenschiff gebracht.“ Am Beispiel „wurde entführt“ wollen wir uns die Bildung des Passivs einmal genauer ansehen. Das Passiv besteht hier aus zwei Teilen: Aus einer Form von „werden“ und dem Partizip II des Vollverbs, auch Partizip Perfekt genannt. Passivformen kannst du in allen Zeitformen bilden. Wurde entführt ist die Präteritum-Form des Passivs, erkennbar am gebeugten Verb „wurde“. Setzen wir dieses ins Präsens, erhalten wir „wird entführt“, das Präsens des Passivs. Kannst du mit dem Verb „entführen“ das Perfekt im Passiv bilden? Ist entführt worden. Wenn du mehr über die Bildung des Passivs in allen Zeitformen lernen willst, dann schau dir unser Video „Aktiv und Passiv - alle Zeitformen“ an. Jacques erzählt weiter über die aufregende Zeit auf dem Piratenschiff. „Die Crew ernannte mich zum Kapitän.“ Sätze, in denen die Handelnden als Subjekt des Satzes erscheinen, stehen in der Verbform Aktiv. Wer oder was ernannte Jacques zum Kapitän? Die Crew. Die Crew ist also Subjekt. Bei der Umwandlung eines Aktivsatzes in einen Passivsatz wird das Akkusativobjekt des Aktivsatzes zum Subjekt des Passivsatzes.

Wen oder was ernannte die Crew zum Kapitän? „Mich“. Mich ist das Akkusativobjekt des Aktivsatzes. Dieses wird jetzt zum Subjekt des Passivsatzes und muss daher im Nominativ stehen: ich. Außerdem müssen wir das Prädikat, also die Handlung, von der Aktivform „ernannte“ in die Passivform wandeln: wurde ernannt. Ich wurde von der Crew zum Kapitän ernannt. Die Präpositionalgruppe „von der Crew“ kannst du weglassen, wenn du einfach nur die Handlung betonen möchtest. Wahnsinn! Ihr Freund Jacques der Kapitän eines Piratenschiffes? Deri und Smilla sind begeistert! „Ich fand sogar einen Goldschatz. Dieser war auf einer einsamen Insel versteckt worden.“

Wir erzählen meist im Aktiv, da es lebendiger und anschaulicher wirkt als das Passiv. Es ist aber sinnvoll das Passiv zu benutzen, wenn Handelnde z. B. unbekannt sind. Jacques weiß nicht, WER den Schatz auf der einsamen Insel versteckt hatte. Daher nutzt er das Passiv mit „war versteckt worden“. Aber nicht nur aus Informationsmangel, sondern auch um betroffene Personen zu schützen, kann man Handelnde oder Täter mithilfe des Passivs nicht namentlich nennen. Aus diesem Grund findest du das Passiv häufig in Nachrichtenerstattung, wenn es z. B. um Unfälle oder Straftaten geht. Jacques erzählt, wie ihm die Seeräuberei zu anstrengend wurde und er beschloss, an einem anderen Ort ein neues Leben zu beginnen. „Eins habe ich gelernt: Jede Krise lässt sich lösen.“ Um viele Passivformen hintereinander zu vermeiden und um Texte abwechslungsreicher zu gestalten, kannst du auch sogenannte Passiv-Ersatzformen nutzen. Die Ersatzformen haben mit dem Passiv gemein, dass der oder die Handlungsträger*in nicht genannt wird. Allerdings handelt es sich bei den Ersatzformen um aktive Verbformen. Statt das Passiv zu nutzen, könntest du im obigen Beispiel auch sagen „Man kann jede Krise lösen“, oder „Jede Krise ist lösbar.“ Bevor wir herausfinden, wie Jacques neues Leben im Stadtpark aussieht, fassen wir das Wichtigste nochmal zusammen. Aktiv und Passiv sind zwei Verbformen (Genus Verbi), durch die man Handlungen und Vorgänge aus unterschiedlicher Sicht darstellen kann. Im Aktiv steht die Handlungsträgerin oder der Handlungsträger als Subjekt des Satzes im Fokus. Beim Passiv gibt es meist gar keine Handelnden und der Vorgang bzw. die beschriebene Handlung selbst steht im Vordergrund. Passivformen kannst du in allen Zeitformen bilden. Es ist sinnvoll das Passiv zu benutzen, wenn Handelnde unbekannt sind, oder wenn man Handelnde bzw. Täter nicht namentlich nennen möchte.

Jacques hat sich seinen Traum von einem eigenen Friseursalon erfüllt.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Sehr schön erzählt & tolle Handlungen

    Von Tildi, vor 10 Tagen
  2. Erster und gutes Video

    Von Sophia, vor 20 Tagen
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