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Indirekte Rede – Personal- und Possessivpronomen 08:01 min

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Transkript Indirekte Rede – Personal- und Possessivpronomen

Hallo, ich bin Martina! Und in diesem Video lernst Du etwas über die Pronominalverschiebung in der indirekten Rede und noch einige Besonderheiten beim Gebrauch des Konjunktiv 2. Ich wünsche Dir dabei viel Spaß! Du hast bereits gelernt, dass man beim Umformen der direkten in die indirekte Rede Zeit- und Ortsangaben manchmal ändern muss, weil aus der Perspektive des ursprünglichen Sprechers berichtet wird und diese nicht unbedingt mit der Sprechsituation der indirekten Rede übereinstimmt. Aber wie ist das nun mit dem Pronomen? Und was sind eigentlich noch mal Pronomen? Pro bedeutet für, es sind also Fürwörter, denn sie stehen für ein Nomen oder sie begleiten es. Sieh Dir am besten mal die Videos zu den einzelnen Pronomen an, denn hier geht es jetzt nur um die Pronomen, die für die indirekte Rede wichtig sind, d. h. die Personalpronomen und die Possessivpronomen. Fangen wir mit dem Personalpronomen an. Personalpronomen werden auch persönliche Fürwörter genannt und sie sind flektierbar, d. h., sie werden gebeugt. Die Personalpronomen im Nominativ sind ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie. Aber es gibt ja noch mehr Fälle. Uns interessieren hier allerdings nur noch der Dativ und der Akkusativ, da die Formen des Genitiv nur noch selten verwendet werden. Überspringen wir also den Genitiv und machen weiter mit dem Dativ. Der Dativ von ich ist mir, von du dir, von er ihm, von sie ihr, von es ihm, von wir uns, von ihr euch und von sie ihnen. Und für den Akkusativ haben wir dann mich, dich, ihn, sie, es, uns, euch, sie. So, das war ein kleiner Ausflug zu den Personalpronomen. Was wir damit in der indirekten Rede machen, lässt sich am besten an einem Beispiel erklären und dabei helfen uns Lukas, Nik, Tina und Ben. Stellen wir uns mal vor, Lukas sagt zu Nik: "Ich esse ein Eis." Wenn Nik Tina davon erzählt, kann er natürlich nicht ich sagen, denn ich steht ja für Lukas. Er müsste also sagen, Lukas sagt, er esse ein Eis. In der indirekten Rede wird also das Personalpronomen der ersten Person, Singular durch das der dritten Person ersetzt, ich wird zu er. Wenn Lukas mit Ben Eis essen geht, dann sagt er: "Wir essen ein Eis." Und in der indirekten Rede heißt es: Lukas sagt, sie essen ein Eis. Denn auch im Plural wird aus der ersten Person die dritte Person. Es gibt aber auch Sätze, die ein Personalpronomen als Objekt haben. Und auch hier muss das Pronomen der direkten Rede an die Sprechsituation der indirekten Rede angepasst werden. Wenn Lukas zum Beispiel zu Ben sagt, "Ich schreibe Dir eine E-Mail." dann muss man hier auch das direkte Objekt, nämlich das dir verändern. Es heißt dann: Lukas sagt, er schreibe ihm eine E-Mail. Um Missverständnisse zu vermeiden, kann man natürlich auch einfach Ben statt ihm einsetzen, aber wenn beide Gesprächspartner wissen, wer gemeint ist, kann das Personalpronomen den Namen ersetzen. Und dann wird aus dem dir der direkten Rede ihm in der indirekten Rede. Üben wir das gleich noch mal an einem anderen Beispiel. Lukas und Ben wollen Nik und Tina später anrufen. Lukas sagt also: "Wir rufen euch später an." Und Nik erzählt Tina: Lukas sagte, sie werden uns später anrufen. Wir hatten also in der direkten Rede wir und euch und daraus wurden sie und uns in der indirekten Rede. Du musst also wie bei den Zeit- und Ortsangaben auch die Personalpronomen der Sprechsituation der indirekten Rede anpassen. Dabei musst Du darauf achten, wer in der direkten Rede mit wem spricht und dann die Pronomen entsprechend verändern. Es werden aber nicht nur die Personalpronomen verändert, sondern auch die Possessivpronomen. Possessivpronomen drücken ein Besitzverhältnis aus, zum Beispiel mein Hund, sein Hund, dein Hund usw. In der deutschen Sprache gibt es folgende Possessivpronomen mein, dein, sein, ihr, sein, unser, euer, ihr. Possessivpronomen werden nach Zahl und Geschlecht des Substantivs, das sie begleiten, dekliniert. Es gibt auch hierzu ein Video, das die Possessivpronomen ausführlicher behandelt. Ich beschränke mich hier auf einige Beispiele, die für die indirekte Rede wichtig sind. Stellen wir uns mal vor, Lukas erzählt Nik von seinem Hund. "Mein Hund hat schwarzes Fell." Nik erzählt nun wieder Tina davon und sagt: Lukas sagt, sein Hund habe schwarzes Fell. Aus mein wird sein, nur in der indirekten Rede natürlich, weil der Hund ja Lukas gehört und nicht Nik. Tina hat auch einen Hund mit schwarzem Fell. Und sie antwortet: "Mein Hund hat auch schwarzes Fell." Nik erzählt das Lukas und diesmal heißt es, Tina sagt, ihr Hund habe auch schwarzes Fell. Da Tina ein Mädchen ist, wird hier aus mein natürlich ihr. Lukas und Ben packen ihre Sachen für die Klassenfahrt, als Nik sie fragt, wo sie hinfahren. Lukas und Ben antworten: "Unsere Klasse fährt an die Nordsee." In der indirekten Rede heißt es: Lukas und Ben sagen, dass ihre Klasse morgen an die Nordsee fährt. Aus unsere wird ihre, weil man statt Ben und Lukas auch sie einsetzen könnte. Ich denke, Du hast jetzt verstanden, wie das mit der Pronominalverschiebung funktioniert. Zum Schluss erkläre ich Dir noch einige Besonderheiten zum Gebrauch des Konjunktiv 2 in der indirekten Rede. Den Konjunktiv 2 nimmt man häufig, um Zweifel an dem Gesagten auszudrücken. Wenn Nik zum Beispiel sagt: "Lukas sagt, er wüsste von nichts" statt "Lukas sagt, er wisse von nichts.", dann zweifelt er an der Richtigkeit der Aussage. Darüber hinaus kann der Konjunktiv 2 aber auch einfach verwendet werden, wenn der Sprecher deutlich machen will, dass er nur die Aussage eines anderen wiederholt. Das ist vor allem der Fall, wenn der Konjunktiv 1 und der Indikativ die gleiche Form haben. In der direkten Rede heißt es zum Beispiel: "Ich komme später." Im Konjunktiv 1 heißt es, Lukas sagt, er komme später. Um hier deutlich zu machen, dass es sich nur um die indirekte Rede handelt, also etwas nur wiedergegeben wird, nimmt man den Konjunktiv 2. Lukas sagt, er käme später. Wenn Du mehr über den Gebrauch des Konjunktiv 2 wissen möchtest, dann sieh Dir am besten das Video zu diesem Thema an. So, jetzt fasse ich zum Schluss noch mal zusammen: beim Umformen von der direkten in die indirekte Rede müssen auch die Personalpronomen sowie die Possessivpronomen der Sprechsituation der indirekten Rede anpasst werden. Darüber hinaus kann der Konjunktiv 2 in der indirekten Rede verwendet werden, um Zweifel am Gesagten auszudrücken, oder um deutlich zu machen, dass der Sprecher die Aussage nur wiedergibt. Und schon sind wir wieder am Ende des Videos. Ich hoffe, es hat Dir gefallen. Bis zum nächsten Mal! Martina

9 Kommentare
  1. Dankeschön hat mir sehr geholfen jetzt muss ich nur hoffen auf eine gute note

    Von Minako Chan, vor 5 Monaten
  2. sehr gut habe eine 1 geschrieben
    :):):)

    Von Nadinegressel, vor 8 Monaten
  3. ganz ok

    Von Maja V., vor 12 Monaten
  4. super

    Von M M M Zeller1, vor fast 2 Jahren
  5. :)

    Von Tilla3, vor etwa 3 Jahren
  1. Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns, dass euch das Video geholfen hat.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 4 Jahren
  2. mir auch

    :-)

    Von Justin G., vor mehr als 4 Jahren
  3. das hat mir geholfen

    Von Sarahpirch, vor fast 5 Jahren
  4. Danke

    Von Zellerie, vor etwa 7 Jahren
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Indirekte Rede – Personal- und Possessivpronomen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Indirekte Rede – Personal- und Possessivpronomen kannst du es wiederholen und üben.

  • Vervollständige die Tabelle mit den passenden Formen der Personalpronomen.

    Tipps

    Die Personalpronomen stehen in der 1. Spalte im Nominativ, in der 2. Spalte im Dativ und in der 3. Spalte im Akkusativ.

    Du kannst die Formen der Personalpronomen mit der Fragemethode ermitteln. Frag also mit wer oder was? (Nominativ), wem oder was? (Dativ) und wen oder was? (Akkusativ).

    Lösung

    Um die passenden Formen des jeweiligen Personalpronomens zu bestimmen, kannst du mit der Frageprobe arbeiten. Diese Probe wird eigentlich genutzt, um die Satzglieder eines Satzes zu finden, z.B. das Subjekt (Nominativ) oder die Objekte (Dativ oder Akkusativ). Um eine Frage nach dem Fall zu stellen (Nominativ, Dativ oder Akkusativ), kann es helfen, sich einen Beispielsatz auszudenken:

    1. Nominativ: Wer oder was hat Lisa ein Buch geschenkt?. Du.
    2. Dativ: Wem oder was wurde eine Aufgabe gegeben?. Dir.
    3. Akkusativ: Wen oder was hat man nach der Uhrzeit gefragt?. Dich.
    Mit dieser Methode kannst du auch die übrigen Formen der Personalpronomen bestimmen.

  • Bestimme, welche Wortarten, Verbformen oder Zeichen in der indirekten Rede angepasst werden müssen.

    Tipps

    Versuche, Beispielsätze für die jeweilige Regel zu finden. Fällt es dir dadurch leichter, zu entscheiden, ob die Aussagen richtig sind?

    Als Indikativ wird derjenige Verbmodus bezeichnet, mit dem etwas als tatsächlich, als gegeben dargestellt oder angenommen wird.

    Lösung

    1. Nomen müssen in der indirekten Richt angepasst werden, weil ihr Inhalt und ihre Form nicht von der Sprechsituation (Wer spricht wann an welchem Ort?) abhängen, z.B.: Konrad: „Ich habe das Buch gelesen“ wird zu: Konrad erzählt Jenny, dass er das Buch gelesen habe.
    2. Auch Kommas werden nicht verändert, weil sie auch in der indirekten Rede die Funktion haben, z.B. Teilsätze und Aufzählungen voneinander zu trennen.
    3. Possesiv- und Personalpronomen müssen in der indirekten Rede angepasst werden, weil die Bestandteile der Sprechsituation sind, die sich beim Wechsel von der direkten zur indirekten Rede verändert, z.B.: Konrad zu Jenny: „Ich habe dein Buch gelesen“ wird zu: Konrad erzählt Jenny, dass er ihr Buch gelesen habe.
    4. Der Konjunktiv II wird in der indirekten Rede verwendet, wenn man Zweifel an der Richtigkeit oder Allgemeingültigkeit einer Aussage hat. Sonst kann man weiterhin den Indikativ verwenden:
    • Jenny: „Das Video ist richtig interessant.“ wird zu: Jenny hat erzählt, dass das Video richtig interessant sei. (Konjunktiv II bei Zweifel)
    • Jenny: „Die Erde ist eine Kugel.“ wird zu: Jenny hat erzählt, dass die Erde eine Kugel ist. (Indikativ, wenn kein Zweifel besteht)

  • Bestimme, welche Personal- und Possesivpronomen in die Sätze der indirekten Rede eingesetzt werden müssen.

    Tipps

    Überlege, wer jeweils der Sprecher in direkter und indirekter Rede ist.

    Lösung

    In allen Sätzen müssen die Personalpronomen und Possesivpronomen angepasst werden, weil sich die Sprechsituation verändert:

    • Im 1. Satz wird aus unsere das Possesivpronomen ihre, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf mehrere Personen bezieht.
    • Im 2. Satz wird aus mein das Possesivpronomen sein, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Lukas bezieht und Lukas ein Junge ist.
    • Im 3. Satz wird aus ich das Personalpronomen sie und aus meiner das Possesivpronomen ihrer, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Maja bezieht und Maja ein Mädchen ist.
    • Im 4. Satz wird aus ich das Personalpronomen er und aus meine das Possesivpronomen seine, weil weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Achmed bezieht und Achmed ein Junge ist.
  • Ergänze die Tabelle mit den passenden Formen der Possesivpronomen.

    Tipps

    Die Possesivpronomen stehen alle im Nominativ.

    Lösung

    Um die passenden Formen des jeweiligen Possesivpronomens zu bestimmen, kannst du auch hier mit einer Frageprobe arbeiten. In diesem Fall kannst du die Frage nach dem Genitivobjekt benutzen: Wessen?. Um eine passende Frage zu stellen, kann es helfen, dir einen Beispielsatz auszudenken:

    • Wessen Buch hat er sich geliehen? Mein Buch.
    Achtung: Damit erfragst du ein Besitzverhältnis, aber nicht den Fall, in dem das Possesivpronomen steht. Den Fall erfragst du mit den Fragen nach Nominativ (Wer oder was? Sein Buch.), Dativ (Wem oder was? Seinem Buch.) und Akkusativ (Wen oder was? Sein Buch.). In dieser Aufgabe stehen die Possesivpronomen alle im 1. Fall (Nominativ).

  • Ergänze die Personalpronomen in den Sätzen der indirekten Rede.

    Tipps

    Beachte, wer etwas sagt. Ist es ein Junge, ein Mädchen oder sind es mehrere Personen?

    Lösung

    In fast allen Sätzen muss das Personalpronomen angepasst werden, weil sich die Sprechsituation verändert: In der direkten Rede sprechen jeweils die mit Namen bezeichneten Personen, während in der indirekten Rede eine nicht näher bezeichnete Person spricht. Nur im letzten Satz ist der Sprecher der indirekten Rede mit in die Sprechsituation einbezogen.

    1. Aus ich in der direkten Rede wird er, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Lukas bezieht und er ein Junge ist.
    2. Aus ich in der direkten Rede wird sie, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Tina bezieht und sie ein Mädchen ist.
    3. Aus wir in der direkten Rede wird sie, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf eine Gruppe von Personen bezieht, zu der er selbst nicht gehört.
    4. Aus ich und euch in der direkten Rede werden er und ihnen, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Lukas bezieht, der einer Gruppe von Personen den Salat gibt.
    5. Das Personalpronomen Wir in der direkten Rede bleibt auch in der indirekten Rede wir, weil sich die Sprechsituation nicht verändert hat.
    Die Personalpronomen stehen alle im Nominativ.

  • Entscheide, welches Possesivpronomen in den Sätzen der indirekten Rede eingesetzt werden muss.

    Tipps

    Um das passende Possesivpronomen in der indirekten Rede zu bestimmen, kannst du eine Frage zu dem Satz der direkten Rede stellen, z.B. Erik: „Mein Vater sitzt im Auto.“ Wessen Vater sitzt im Auto? Sein Vater.

    Lösung

    In allen Sätzen muss das Posessivpronomen angepasst werden, weil sich die Sprechsituation verändert:

    • Im 1. Satz wird aus mein das Possesivpronomen sein, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Lukas bezieht und Lukas ein Junge ist.
    • Im 2. Satz wird aus mein das Possesivpronomen ihr, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Tina bezieht und Tina ein Mädchen ist.
    • Im 3. Satz wird aus unsere das Possesivpronomen ihre, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf mehrere Personen bezieht und nicht zur Gruppe gehört.
    • Im 4. Satz wird aus dein das Possesivpronomen sein, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf Lukas bezieht und Lukas ein Junge ist.
    • Im 5. Satz wird aus eure das Possesivpronomen ihre, weil sich der Sprecher in der indirekten Rede auf mehrere Personen bezieht und nicht zur Gruppe gehört.
    Die Possesivpronomen stehen alle im Nominativ.