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Leben in der Bronzezeit

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Leben in der Bronzezeit
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Grundlagen zum Thema Leben in der Bronzezeit

Funde in der Nähe von Tiflis verraten den Archäologen einiges über das Leben in der Bronzezeit. Mithilfe modernster Technik gelang es den Forschern, eine bronzezeitliche Siedlung auszugraben. Schon vor 5000 Jahren lebten rund 2000-3000 Menschen im "Goldland". Wie die Arbeit von Archäologen aussieht und welche technischen Hilfsmittel sie für die Ausgrabungen benutzen, erfährst du in diesem Video.

Transkript Leben in der Bronzezeit

Ein Friedhof, in der Nähe von Tiflis gelegen. Totengräbern waren hier beim Ausheben eines Grabes seltsame Knochen aufgefallen. Das Archäologenteam ist in Bereitschaft, denn ganz in der Nähe haben sie das älteste Goldbergwerk der Menschheit entdeckt. Schon der erste Blick verrät: Die menschlichen Überreste müssen sehr alt sein. Gehören sie den ersten Goldgräbern der Menschheit? Das Team macht sich sofort an die Arbeit. Archäologische Routine: freilegen, dokumentieren, zeichnen. Erste Spuren der Vergangenheit: Keramiken und Töpfe, wahrscheinlich Grabbeigaben, aber keine Goldobjekte. Dann Knochen, zerstreut, die Zähne der Toten. Ihre DNS könnte wichtige Erkenntnisse bringen. Dann eine entscheidende Entdeckung im Staub, mikroskopisch klein: Spuren von Gold im Sand. Das könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass hier das Golderz aus dem Goldbergwerk Sakdrissi verarbeitet wurde. Um zu verstehen, warum die Menschen in der Bronzezeit genau hier siedelten, erkundet Archäologe Thomas Stöllner das legendäre Goldland aus der Luft. Von oben beantwortet sich die Frage wie von selbst. Das Gebiet war für die Bewohner leicht zu bewachen und gut gegen potentielle Angreifer zu verteidigen. Zurück am Boden. Mithilfe eines Bodenradars ist das Forscherteam in der Lage, eine digitale Ausgrabung durchzuführen. Wie erhofft, ortet das Gerät Straßen, Kanäle und Mauern unter der Erdoberfläche. Die Messungen deuten darauf hin, dass sich hier eine ungefähr 60 Hektar große Siedlung befunden hat, in der 2000 bis 3000 Menschen gelebt haben könnten.” Anhand der geophysikalischen Ergebnisse können die Archäologen ihre Grabungsstellen zentimetergenau einmessen. Die Ausgrabungen führen schnell zu ersten Funden: Keramiken, winzige Perlen, Werkzeuge, Grundmauern und ein Ofen, wie er wahrscheinlich in einer Werkstatt benutzt wurde. Darauf deutet auch ein auffällig glatter Stein hin, ganz offensichtlich eine Reibefläche. Er könnte als Erzmühle benutzt worden sein. Das würde den Fund des Goldsandes erklären. Erst die Gesamtansicht zeigt den Zusammenhang. Unweit des Mühlsteins im Nebenraum stand der Ofen. Der wabenförmige Gebäudekomplex war eine Werkstatt mit verschiedenen Fabrikationsstufen. Das spricht für eine Arbeitsteilung und ausgereiftes Knowhow in der Goldverarbeitung. Und das vor 5000 Jahren.

Leben in der Bronzezeit Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Leben in der Bronzezeit kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse den Bericht über die Ausgrabungen von Sakdrissi zusammen.

    Tipps

    Der Beginn der Bronzezeit unterscheidet sich zwar je nach Region, kann aber etwa im 3. Jahrtausend v. Chr. gesehen werden.

    Die Luftbildarchäologie und das Bodenradar sind Verfahren der Archäologie.

    Lösung

    Das Goldbergwerk Sakdrissi wurde im Jahr 2004 in der Nähe der georgischen Hauptstadt Tiflis entdeckt. Es stammt aus der Bronzezeit und ist etwa 5000 Jahre alt.

    Bei der Untersuchung eines nahegelegenen Areals, unter anderem mit der Methode der Luftbildarchäologie und durch Ausgrabungen, legten Archäologen eine etwa 60 Hektar große Siedlung frei.

    Handwerkliche Einrichtungen wie Öfen und Erzmühlen deuten darauf hin, dass sich die Bewohner dieser Siedlung der Goldverarbeitung widmeten.

  • Gib die Zeiträume an, über die sich die Bronzezeit in verschiedenen Gebieten erstreckte.

    Tipps

    Du kannst die Jahreszahlen auf der Zeitleiste unten ablesen.

    Die Zahlen an der senkrechten Achse entsprechen den Zahlen in der Liste mit den Lücken.

    Lösung

    Der Zeitstrahl zeigt einen vereinfachten zeitlichen Vergleich der Bronzezeit in verschiedenen Gebieten. Man sieht, dass die Bronzezeit im Nahen Osten schon um 3300 v. Chr. begann. Von dort breitete sie sich nach Westen aus. Um 3000 v. Chr. begann sie in Griechenland, um 2700 v. Chr. in Ägypten. In Mitteleuropa begann die Bronzenutzung um 2200 v. Chr. Sehr spät erreichte die Bronzeverarbeitung Südskandinavien. Erst um das Jahr 1800 v. Chr. begann hier die Bronzezeit.

  • Erläutere, was ein Archäologe macht.

    Tipps

    Der Begriff materielle Hinterlassenschaften meint Gegenstände und Objekte aus vergangenen Zeiten.

    Die Archäologie ist eine Wissenschaft, die sich geisteswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Methoden bedient.

    Lösung

    Ebenso wie Historiker erforschen Archäologen vergangene Kulturen, also die Vergangenheit des Menschen. Beide Wissenschaften sind also miteinander verwandt und können sich bei ihrer Arbeit unterstützen. Dennoch unterscheiden sie sich voneinander.

    Historiker beschäftigen sich vor allem mit schriftlichen Quellen, die sie analysieren, um daraus Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen. Aus diesem Grund beschäftigen sich Historiker in erster Linie mit dem Teil der Vergangenheit, für den wir schriftliche Quellen besitzen, also etwa ab 4000 v. Chr. Archäologen untersuchen die gesamte Geschichte der Menschheit und ihre materiellen Hinterlassenschaften und setzen dabei vor etwa 2,5 Millionen Jahren an.

    Ihre Herangehensweise ist deswegen eine andere. So bedienen sie sie sich zum Beispiel in großem Maße naturwissenschaftlicher Methoden. Das heißt natürlich nicht, dass Archäologen nicht auch zu schriftlichen Quellen greifen, wenn sie daraus etwas lernen können, ebenso wie Historiker archäologische Methoden nutzen, um ihre Quellenanalyse zu unterstützen.

  • Beschreibe, welche Methoden Archäologen nutzen, um etwas über die Vergangenheit zu erfahren.

    Tipps

    Das griechische Wort für „Baum“ lautet „déndro“.

    Lösung

    Die Ausgrabung ist vermutlich die bekannteste archäologische Methode. Spuren des Menschen, die mit der Zeit von Erde, Sand und Schutt vergraben wurden, werden wieder ausgegraben. Dabei müssen die Forscher sehr behutsam vorgehen und all ihre Funde genau dokumentieren.

    Luftbildarchäologie nennt man die Untersuchung von Aufnahmen aus der Luft. Betrachtet werden zum Beispiel Pflanzenbewuchs oder Schattenwurf, was Rückschlüsse auf Spuren des Menschen zulässt.

    Die Dendrochronologie wird auch Baumringdatierung genannt. Untersucht man die Jahresringe von verbautem Holz, zum Beispiel in Gebäuden, kann man Rückschlüsse auf das Alter des Gebäudes ziehen.

    Die Archäometallurgie untersucht Metallfunde. So kann man nicht nur herausfinden, auf welchem technischen Stand eine bestimmte Kultur war, man kann auch sehen, an welchen Orten Metallobjekte einer bestimmten Herkunft zu finden sind und kann so zum Beispiel Handelsbeziehungen rekonstruieren.

    Die Experimentelle Archäologie möchte die Vergangenheit durch Experimente erforschen. Dabei werden zum Beispiel Geräte und Technologien der Vergangenheit nachgebaut oder es wird die Lebensweise vorgeschichtlicher Zeiten praktisch nachgestellt, um herauszufinden, wie die Menschen damals gelebt haben könnten.

  • Beschreibe die Arbeit der Archäologen an der Fundstelle in Tiflis.

    Tipps

    Drei Aussagen sind falsch.

    Archäologen befassen sich mit allen Epochen der Menschheit.

    Lösung

    In der Nähe von Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, entdeckten Archäologen im Jahr 2004 eines der ältesten bekannten Goldbergwerke der Menschheit.

    Etwas später wurde in der Nähe eine Siedlung entdeckt. Beide stammen vermutlich aus der Bronzezeit – der Periode von 2000 v. Chr. bis 700 v. Chr.. Vor 15.000 Jahren war Europa noch in der späten Steinzeit.

    Archäologen sind Wissenschaftler, die sich mit allen Perioden befassen, in denen der Mensch gewirkt hat, nicht nur mit der Bronzezeit. Große Flächen untersuchen sie zum Beispiel mit der Methode der Luftbildarchäologie. Eine andere Methode ist die Untersuchung des Bodens mit einem sogenannten Bodenradar.

  • Interpretiere die Entdeckungen der Archäologen.

    Tipps

    Schau dir das Video noch einmal an. Achte dabei genau darauf, was die Forscher herausgefunden haben und welche Schlussfolgerung sie aus jeder Beobachtung gezogen haben.

    Am Anfang der Erforschung der Siedlung stand ein Knochenfund.

    Die Siedlung selbst wurde durch das Bodenradar gefunden.

    Lösung

    Erste Hinweise auf den Aufenthaltsort der Goldgräber bekamen die Archäologen durch Knochenfunde. Goldspuren bei den Knochen deuteten auf eine Verbindung zum nahen Goldbergwerk hin.

    Untersuchungen aus der Luft zeigten, warum die Region für die Menschen ein guter Siedlungsort gewesen sein könnte: Sie war leicht zu verteidigen.

    Durch das Bodenradar entdeckten die Forscher Grundmauern, die auf eine Siedlung hinwiesen. Weitere Grabungen brachten unter anderem einen Ofen und eine Erzmühle zu Tage, die für die Goldverarbeitung genutzt worden sein könnten. Sie waren wohl Teil einer Werkstatt mit verschiedenen Fabrikationsstufen, was auf ausgefeilte Prozesse bei der Goldverarbeitung hindeutet.

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