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Altsteinzeit

Die Altsteinzeit dauerte etwa von 2,5 Millionen bis 10.000 v. u. Z. und war geprägt von Nomadentum, Steinwerkzeugen und der Nahrungssuche durch Jagen und Sammeln. In der eiszeitlichen Mitteleuropa lebten die Menschen in Zelten, jagten Mammuts und gestalteten Kunstwerke. Interessiert? Das und vieles mehr findest du im folgenden Text!

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Team Digital
Altsteinzeit
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Grundlagen zum Thema Altsteinzeit

Vorzeitmensch und Altsteinzeit – wann war die Steinzeit?

Die Steinzeit gilt als die längste Epoche der Menschheitsgeschichte. Rechnet man nach Generationen, umfasste die Steinzeit insgesamt ca. 52 120 Generationen. Ihr Beginn wird vor etwa 2,5 Millionen Jahren datiert. Da sich die Regionen in der Welt unterschiedlich schnell entwickelten, wird das Ende der Steinzeit nicht überall auf den gleichen Zeitraum festgelegt. In Mitteleuropa geht man davon aus, dass die Steinzeit etwa 2200 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung (v. u. Z.) endete. In dem von der Archäologie festgelegten Dreiperiodensystem ist die Steinzeit vor der Bronzezeit und Eisenzeit der älteste Zeitabschnitt. Menschen der Gattung Homo habilis und später dann der Homo erectus lebten in ihr.

Die Steinzeit ist die älteste und längste Epoche der Menschheitsgeschichte und endete ungefähr 2200 Jahre v. u. Z. mit der Ausbreitung der Gattung Homo sapiens.

Die Steinzeit wird im Allgemeinen in drei Abschnitte gegliedert: Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit.

In diesem Text soll es hauptsächlich um die Altsteinzeit gehen.

Abschnitt Zeitraum Merkmal
Altsteinzeit ca. 2,5 Millionen bis 10000 v. u. Z. Herstellung erster Steinwerkzeuge
Mittelsteinzeit ca. 10000 bis 5000 v. u. Z. Europa nach der letzten Eiszeit, beginnender Ackerbau und Viehzucht, Sesshaftwerdung des Menschen
Jungsteinzeit ca. 5000 bis 2200 v. u. Z. Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu Hirten- und Bauernkulturen, Entwicklung neuer Techniken und Werkzeuge

Dazu muss gesagt werden, dass eine genaue Datierung der drei Zeitabschnitte fast unmöglich ist. Denn zum einen verliefen die Entwicklungen wie gesagt nicht in allen Regionen zeitgleich und zum anderen sind sich die Archäologinnen und Archäologen und Historikerinnen und Historiker nicht immer einig. Hinzu kommt, dass neue Entdeckungen auch zu Veränderungen bei der Einordnung der Steinzeit führen.

Die Altsteinzeit dauerte circa vom Jahr 2,5 Millionen v. u. Z. bis ins Jahr 10000 v. u. Z. und ist gekennzeichnet durch die Herstellung erster Steinwerkzeuge.

Die Altsteinzeit – Flora und Fauna

In der vorzeitlichen Epoche, die du nun als Altsteinzeit (in der Fachsprache auch Paläolithikum genannt) kennengelernt hast, herrschte ein ganz anderes Klima als heute. Es war fast das ganze Jahr deutlich kälter und wärmere Perioden im Sommer waren merklich kurz. Dies hatte einen großen Einfluss auf die Flora und Fauna des Paläolithikums, also auf die Pflanzen- und Tierwelt. Beispielsweise waren weite Teile Mitteleuropas von Gletschern bedeckt, die in sogenannte Tundren (Einzahl: Tundra) übergingen. Das waren Vegetationszonen, die zwar nicht mehr von Eis bedeckt waren, in denen allerdings auch keine Bäume wuchsen und es bestenfalls Sträucher und Büsche gab.

Ein wildes Tier, von dem du sicherlich schon gehört hast und das an diese Bedingungen relativ gut angepasst war, war das Mammut. Es ist mit dem Elefanten verwandt und weist daher optische Ähnlichkeiten auf. Allerdings trug es eine dicke Fellschicht und hatte deutlich längere Stoßzähne.

Steinzeit Mammut

Die Menschen in der Altsteinzeit jagten zwar auch Mammuts. Jedoch geschah dies aufgrund der Größe des Tieres, die eine Gefahr für den Menschen darstellen konnte, vermutlich eher selten. Denn so ein eiszeitliches Mammut konnte knapp vier Meter groß werden! Für eine erfolgreiche Jagd eines Mammuts war neben Mut eine ausgeklügelte Taktik nötig, die sich für den Menschen nur in einer Gruppe verwirklichen ließ. Daher ist anzunehmen, dass man sich bei der Jagd überwiegend auf kleinere Beutetiere konzentrierte. Es gibt aber auch archäologische Funde, die eine Mammutjagd belegen. In jedem Fall geht die Forschung davon aus, dass das Mammut zum Ende des Paläolithikums ausgestorben ist.

Die Altsteinzeit – Menschen

Die Steinzeit war für die Evolution, also die Entwicklung des Menschen, von großer Bedeutung. In dieser Zeit bildete sich der Mensch zu dem Lebewesen heran, das wir heute sind. Während der Steinzeit lebten verschiedene Arten, die der Gattung Mensch zugeordnet werden. Der folgenden Tabelle kannst du eine Auswahl und die ungefähre zeitliche Einordnung der Gattung Homo entnehmen:

Menschenart Zeitraum
Homo rudolfensis vor 2,5 bis 1,8 Millionen Jahren
Homo habilis vor 2,1 bis 1,6 Millionen Jahren
Homo erectus vor 1,8 Millionen bis 40 000 Jahren
Homo neanderthalensis vor 200 000 bis 30 000 Jahren
Homo sapiens vor 300 000 Jahren bis heute

Quelle: Greschik, Stefan: Die Evolution des Menschen. URL: https://www.geo.de/geolino/mensch/9293-rtkl-geschichte-die-evolution-des-menschen (20.12.2020).

Vielleicht hast du jetzt schon ableiten können, dass in zeitlicher Reihenfolge vor allem Homo rudolfensis und Homo habilis in der Altsteinzeit dominierten.

Ein Merkmal, das die Altsteinzeit klar von den anderen Epochen der Vorgeschichte abgrenzbar macht, ist, dass die Menschen als Nomaden lebten. Das heißt, sie zogen weiter, wenn es in ihrem direkten Umfeld kaum noch Tiere oder Pflanzen gab, von denen sie sich ernähren konnten. Oftmals folgten sie dazu einfach den wenigen übrig gebliebenen Wildtieren, die in ihrer Herde selbst auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren.

Um mobil sein zu können, lebten die Menschen der Altsteinzeit überwiegend in Zelten, die sie einfach dort aufschlagen konnten, wo sie sich niederlassen wollten. Manchmal suchten sie auch Unterschlupf in Höhlen, zum Beispiel, um sich vor dem Wetter zu schützen. Langfristig bewohnten die Menschen diese aber nicht, da ein Zelt als Behausung viel flexibler ist als eine Höhle. Wenn sie einen neuen Ort gefunden hatten, an dem es viele essbare Pflanzen und genügend Wild gab, schlugen sie dort ihr Zelt auf. Den Ort der Niederlassung davon abhängig zu machen, ob es in direkter Umgebung eine Höhle gibt, hätte das Leben der Menschen vermutlich zu sehr erschwert. Man zog der Nahrung nach und nicht den Behausungen.

Die Lebenserwartung altsteinzeitlicher Menschen lag ungefähr bei 30 Jahren. Zum einen gab es eine hohe Kindersterblichkeit und zum anderen gab es keine medizinische Versorgung.

Die Altsteinzeit – Jäger und Sammler

Wie du anhand des Mammuts gelernt hast, gingen die Menschen in der Altsteinzeit auf die Jagd, um ihre Ernährung zu sichern. Im kalten und rauen Eiszeitklima Mitteleuropas war es für das Überleben der Menschen wichtig, dass sie regelmäßig Fleisch zu sich nahmen. Also erlegten sie manchmal Mammuts, öfter jedoch Rentiere oder Hasen. Deutlich unkomplizierter und ungefährlicher als die Jagd von Wildtieren war das Sammeln von Beeren, Pilzen, Nüssen und Wurzeln. Die Menschen der Altsteinzeit aßen also, was die Natur ihnen zur Verfügung stellte, und ließen sich dort nieder, wo sie genug Nahrung finden konnten.

Steinzeit Sammlerin

Die Altsteinzeit – Handwerk und Kunst

Neben dem Leben als jagende und sammelnde Nomaden stellten die Menschen in der Altsteinzeit bereits erste Gegenstände her, die beispielsweise als Werkzeug benutzt wurden. Ein sehr bekanntes Beispiel für diese Produktivität ist der Faustkeil aus Stein. Mit diesem konnten verschiedene Arbeiten erledigt werden, wie zum Beispiel das Aufschneiden eines erlegten Tiers oder das Trennen von Wurzeln.

Stein Hand Werkzeug Steinzeit

Ebenfalls aus Stein waren die Spitzen der Speere, die sich bei der Jagd von Wild und Fisch als äußerst nützlich erwiesen. Weil die Menschen aus Steinen so viele hilfreiche Gegenstände herstellten, nennen wir diese Zeit heute Steinzeit.

Es gibt auch Belege dafür, dass die Menschen in der Altsteinzeit schon einen Sinn für Kunst hatten. Neben den bekannten Höhlenmalereien, wie beispielsweise in der Cueva de Altamira in Kantabrien (Nordspanien), wurden auch Schmuckstücke oder Figuren hergestellt.

Steinzeit Höhlenmalerei

Die Altsteinzeit – Zusammenfassung

  • Die Altsteinzeit ging ca. von 2,5 Millionen bis 10000 v. u. Z.
  • Sie ist gekennzeichnet durch das Nomadentum und die Herstellung von Steinwerkzeug.
  • Die Menschen ernährten sich von dem, was sie jagten und sammelten.
  • Sie wohnten überwiegend in Zelten und suchten manchmal Unterschlupf in Höhlen.
  • Das Klima in Mitteleuropa war eiszeitlich.

Häufig gestellte Fragen zur Altsteinzeit

Was bedeutet Steinzeit?
Wie lange dauerte die Steinzeit?
Wie haben die Menschen in der Steinzeit Nahrung beschafft?
Wie haben die Steinzeitmenschen Feuer gemacht?
Gab es in der Steinzeit schon Kunst?
Was ist das Paläolithikum?

Transkript Altsteinzeit

"Steinzeit" das Wort hast du bestimmt schon mal irgendwo gehört! Aber von welcher Zeit sprechen wir da eigentlich genau? Und warum heißt sie ausgerechnet STEINzeit? Das und vieles mehr klären wir in diesem Video, in dem wir uns in die "ALTsteinzeit" begeben! Die Frage, wann genau die Steinzeit war, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Das hängt nämlich zum Beispiel davon ab, welche Region auf der Welt wir betrachten. Ganz grob können wir aber sagen, dass die Steinzeit vor circa 2,5 Millionen Jahren begann und ungefähr bis zum Jahr 2200 vor Beginn unserer Zeitrechnung andauerte. Das ist eine EXTREM lange Zeitspanne, deren Dauer man sich gar nicht richtig vorstellen kann. Zum Vergleich: Die Zeit von dem Beginn unserer Zeitrechnung – der Geburt Jesu Christi – bis heute ist viel, viel kürzer. Wir unterscheiden bei der Steinzeit dann noch zwischen der ALTsteinzeit, um die es in diesem Video gehen soll und die ungefähr zehntausend Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung endete, der MITTELsteinzeit, die circa fünftausend Jahre andauerte und der JUNGsteinzeit, die in Europa um das Jahr 2200 vor Beginn unserer Zeitrechnung endete. Insgesamt sprechen wir bei der Epoche der Steinzeit auch von der "Vorgeschichte", da es aus dieser Zeit der Menschheitsgeschichte noch keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Was wir von der Steinzeit wissen, haben wir vor allem durch archäologische Ausgrabungen erfahren. Durch solche Ausgrabungen sind zum Beispiel Skelette von früheren Menschenarten, wie dem "Homo erectus" oder auch dem "Neandertaler" gefunden worden. Der moderne Mensch, der "Homo sapiens", entwickelte sich vor ungefähr zweihunderttausend Jahren und verbreitete sich von Afrika aus auf dem ganzen Globus. Er kam so unter anderem auch nach Europa, das bereits seit ungefähr sechshunderttausend Jahren durch Frühmenschen bevölkert wurde. Hier war das Klima deutlich kälter, was das Leben der Frühmenschen vor allem auch während Perioden extremer Kälte, sogenannter Eiszeiten, stark beeinflusste. Wie lebten unsere Vorfahren also im Europa der späten Altsteinzeit? Das wollen wir uns jetzt mal genauer anschauen! Die Menschen der Altsteinzeit lebten in Gruppen. Diese Gruppen boten ihnen Schutz und die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen. Zum Beispiel bei der Nahrungsbeschaffung! Die Menschen waren damals Jäger und Sammler. Man aß, was die Natur hergab. So wurden zum Beispiel Beeren, Pilze, Wurzeln und Nüsse gesammelt. Ergänzt wurde der Speiseplan durch Fleisch – unter anderem wurden Mammuts, Rentiere und Hasen gejagt – und Fisch. Bei der Jagd und der Verarbeitung der Nahrung nutzten die Menschen Waffen und Steinwerkzeuge. Stein war damals für die Menschen das wohl wichtigste Material, wodurch auch klar wird, warum wir heutzutage von der STEINzeit sprechen. Typische Beispiele sind Faustkeile aus Stein, die für verschiedene Arbeiten genutzt werden konnten, und Speere mit einer Steinspitze, die zum Jagen gebraucht wurden. Als Material wurde häufig Feuerstein verwendet, eine Gesteinsart, die nach der Entdeckung, dass man mit ihr Funken schlagen kann, auch zum Entfachen von Feuer genutzt wurde. Das Feuer brachte den Menschen viele Vorteile. Sie konnten damit rohes Fleisch garen und hatten eine zuverlässige Licht- und Wärmequelle. Doch auch wenn es an so einem Lagerfeuer ganz schön gemütlich sein kann, waren die Menschen der Altsteinzeit nicht sesshaft, sondern immer in Bewegung! Waren an einem Standort nicht mehr ausreichend viel Nahrung und Tiere zum Jagen zu finden, zogen sie weiter und errichteten an einem anderen Ort ein neues Lager. Wir bezeichnen sie deshalb auch als "Nomaden". Zum Schutz vor schlechtem Wetter, errichteten sie Zelte aus Tierfellen, Knochen und Stöcken. Diese konnten schnell auf- und abgebaut werden – die Menschen blieben so mobil! Hin und wieder kamen sie auch in Höhlen unter. In manchen von ihnen haben Forscher kunstvolle Überreste aus der Altsteinzeit entdeckt: sogenannte Höhlenmalereien. Die, die du hier siehst, befinden sich im heutigen Spanien und stellen Bisons dar. Die künstlerische Ader der Steinzeitmenschen spiegelt sich auch in Schmuck und gefertigten Figuren wider, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Was können wir uns also zum Leben in der Altsteinzeit merken? Die Menschen, die Europa in der Steinzeit bevölkerten, waren bis vor circa zwölftausend Jahren nicht sesshaft, sondern reisten von Lagerplatz zu Lagerplatz – wir bezeichnen sie deshalb auch als "Nomaden". Sie waren Jäger und Sammler, die auf DAS angewiesen waren, was ihnen die Natur anbot. Der Name "Steinzeit" leitet sich außerdem von den Steinwerkzeugen ab, die die Menschen zu dieser Zeit nutzten, um in einem zuweilen sehr kalten Klima ihr Überleben zu sichern. Könntest du dir vorstellen so zu leben? Oder genießt du dann doch lieber die Vorzüge unseres heutigen Lebens, schön gemütlich zu Hause auf dem Sofa? Schreib es uns gerne mal in die Kommentare!