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Evangelische Kirche – was ist das?

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Evangelische Kirche – was ist das?
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Evangelische Kirche – was ist das?

Inhalt

Was ist die evangelische Kirche?

Die evangelische Kirche ist eine der größten christlichen Kirchen der Welt. Genau genommen müsste man eigentlich von evangelischen Kirchen in der Mehrzahl sprechen, denn es gibt viele verschiedene dieser Kirchen, die jedoch einen gemeinsamen Ursprung haben. Im folgenden Text wird deswegen ganz einfach erklärt, was die evangelische Kirche ist, seit wann es sie gibt und wie sie entstanden ist.

Evangelisches Pfarrgewand

Was bedeutet der Begriff „evangelisch“?

Wenn man sich die Bedeutung des Begriffs „evangelisch“ vor Augen führt, kann man leichter verstehen, woher die evangelische Kirche kommt. Der Begriff „evangelisch“ bedeutet so viel wie „der biblischen Botschaft des Evangeliums entsprechend“. Als Evangelium bezeichnen Christen die Frohe Botschaft, die Gott durch Jesus Christus zu den Menschen gebracht hat. Diese Botschaft zu verkünden, sehen Christen als ihre Aufgabe an. Die zentralen Texte des Evangeliums sind die vier Evangelien der Autoren Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Darin erzählen sie die Lebensgeschichte von Jesus Christus.

Warum wurde die evangelische Kirche gegründet?

Bis ins 16. Jahrhundert hinein dominierte die römisch-katholische Kirche den christlichen Glauben in Mitteleuropa. Ihr Oberhaupt war der Papst in Rom, vor Ort wurde sie von Bischöfen und Priestern vertreten. Im Laufe ihrer langen Geschichte hatte es in der römisch-katholischen Kirche Entwicklungen gegeben, die einigen Gläubigen nicht gefielen. Die Kirche war immer weltlicher geworden, Geistliche herrschten zum Teil wie Fürsten und häuften großen Wohlstand an, ihr Lebenswandel wurde nicht mehr als vorbildhaft und christlich angesehen. Besonders missfielen weiten Teilen der Gläubigen zwei Dinge. Zum einen, dass kirchliche Ämter immer häufiger gegen Geldzahlungen erworben werden konnten. Diesen Vorgang nennt man Simonie. Zum anderen, dass man gegen Geldzahlungen seine Sünden erlassen bekommen konnte, was als Ablasshandel bezeichnet wird. Aus der Auffassung, dass sich die römisch-katholische Kirche immer weiter von den wahren Inhalten des christlichen Glaubens entfernt hatte, entstand eine Protestbewegung. Ihre Forderung bestand darin, sich im Glauben allein an der Bibel zu orientieren. Für sie war das Evangelium die alleinige Grundlage des Glaubens. Deswegen nannten sie sich evangelisch.

Warum kam es zur Trennung zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche?

Zunächst wollten die Protestanten, wie man die Anhänger der Protestbewegung auch nennt, nur Veränderungen in der katholischen Kirche anstoßen, eine Spaltung des Christentums wollten sie nicht. Als sich aber eine Reform der katholischen Kirche als unmöglich herausstellte, bildeten sie ihre eigenen evangelischen Kirchen.

Wichtige Personen der Reformation

Die evangelische Kirche entstand also aus einer Reformbewegung heraus. Die Frage, wer die evangelische Kirche begründete, lässt sich also nicht so einfach beantworten. Jedoch gab es einige Personen, die mit ihren Ideen maßgeblich zur Entstehung der evangelischen Kirche beigetragen haben. Für Deutschland am bedeutendsten ist der Mönch und Theologe Martin Luther (1483–1546). Großen Einfluss auf die Reformation bekamen seine 95 Thesen, in denen er seine Vorstellung von einer christlichen Kirche auf Grundlage der Bibel darlegte.

Wichtige Merkmale der evangelischen Kirche

Die evangelische Kirche ist also aus der katholischen entstanden, deswegen teilen beide Kirchen viele Gemeinsamkeiten, vor allem in ihrem Glauben an Gott, die Bibel und das christliche Menschenbild. In der Organisation, den Ämtern und den Bräuchen gibt es aber auch viele Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche. Die folgende Tabelle stellt einige dieser Unterschiede gegenüber:

Evangelische Kirche Katholische Kirche
kein Papst, die evangelischen Kirchen haben verschiedene Leitungsorgane (zum Beispiel Synode, Rat der EKd, Kirchenkonferenz). weltweites Oberhaupt: Papst
2 Sakramente: Taufe, Abendmahl 7 Sakramente: Taufe, Abendmahl, Firmung, Beichte, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung
männliche und weibliche Priester; Priester dürfen heiraten und Kinder bekommen. nur männliche Priester, Priester müssen ehe- und kinderlos bleiben.
Priester sind nicht geweiht, deswegen dürfen Katholiken kein Abendmahl von einem evangelischen Priester empfangen. Priester sind geweiht.

Transkript Evangelische Kirche – was ist das?

Evangelische Kirche – was ist das? Evangelische Kirchen sind christliche Kirchen, die ihre Glaubenslehre direkt aus dem Evangelium ableiten. Der Begriff evangelisch bedeutet so viel wie der biblischen Botschaft des Evangeliums gemäß. Die Bibel stellt eine Sammlung von Schriften dar, die zum Teil über 3.000 Jahre alt und in einem Zeitraum von mindestens 1200 Jahren entstanden sind. Unterschiedliche Zusammenstellungen dieser Schriften bilden die Glaubensgrundlage der Religionsgemeinschaften Judentum und Christentum. In veränderter Form wurden Schriften der Bibel auch im Koran übernommen. Der Koran ist die Glaubensgrundlage des Islam. Aus Protest gegen die katholische Kirche kam Mitte des 16. Jahrhunderts im Westen Europas der Begriff evangelisch auf. Evangelisch sollte ausdrücken, dass ausschließlich die Bibel als Glaubensgrundlage akzeptiert wird. Mit dem Begriff evangelisch grenzte man sich von der katholischen Kirche ab, die ihre Normen, Verhaltensregeln und ihre Organisation auch von anderen Quellen sowie kirchlichen Traditionen ableitet. Diese Protestbewegung nannte sich Reformation. Im Jahr 1517 fand das ausschlaggebende Ereignis für den Beginn der Reformation statt. Martin Luther, ein Augustinermönch und Theologieprofessor, veröffentlichte in Wittenberg seine Kritik an der katholischen Kirche. Seine berühmten 95 Thesen formulierte Martin Luther auf Grundlage der Bibel. Insbesondere seine Kritik an der Institution des Papsttums zeigte eine große Wirkung bei der Bevölkerung. Die wichtigsten Reformatoren neben Martin Luther waren Ulrich Zwingli in der Schweiz, Johannes Calvin in Frankreich, Thomas Cranmer in England. Die Reformationsbewegung führte im Westen Europas zur Spaltung des Christentums. Die römisch-katholische Kirche hielt am Papst fest, während die evangelischen Kirchen sich andere Organisationsformen suchten. Die größten aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen sind die Evangelisch-Lutherische Kirche, die Evangelisch-Reformierte Kirche und der in England entstandene Anglikanismus. Zusammenfassung: Evangelische Kirchen sind christliche Kirchen. Evangelisch bedeutet, der biblischen Botschaft des Evangeliums gemäß. Evangelische Kirchen entstanden als Abspaltung von der Römisch-Katholischen Kirche. Der Abspaltungsprozess wird Reformation genannt. Evangelische Kirchen unterstehen nicht dem Papst.

Evangelische Kirche – was ist das? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Evangelische Kirche – was ist das? kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse zusammen, was evangelische Kirchen ausmacht.

    Tipps

    Der Koran ist die heilige Schrift des Islams.

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Der Begriff evangelisch bedeutet so viel wie der biblischen Botschaft des Evangeliums gemäß. Das Wort kam erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts während der Reformation auf. Die Reformation, angeführt durch Martin Luther, war eine Protestbewegung gegen die katholische Kirche. Sie führte zur Spaltung des Christentums in eine katholische und eine evangelische Kirche. Die evangelische Kirche untersteht daher im Gegensatz zur katholischen Kirche nicht dem Papst.

  • Stelle dar, wie die evangelische Kirche entstand.

    Tipps

    Beginne mit Luthers Thesenanschlag.

    Als Ablasshandel bezeichnete man das Geschäft der katholischen Kirche mit den sogenannten Ablassbriefen. Wer einen Ablassbrief kaufte, sollte von seinen Sünden frei sein. In welcher Schrift prangerte Luther diese Machenschaften an?

    Lösung

    Zu Beginn des 16. Jahrhunderts geriet die katholische Kirche, deren Stellung bis dahin als unangefochten galt, unter Druck. Innerhalb weniger Jahre kam es zu einer Kirchenspaltung in eine katholische und protestantische Richtung. Diese Protestbewegung ging als Reformation in die Geschichte ein und wurde mit der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen gegen den Ablasshandel ausgelöst.
    Ob Martin Luther seine Thesen tatsächlich an die Schlosskirche von Wittenberg geschlagen hat, ist unter Historikerinnen und Historikern umstritten. Sicher scheint jedoch, dass sie am 31. Oktober 1517 in Umlauf gebracht wurden.

  • Arbeite heraus, was die Heiligen Schriften des Islam und des Judentums mit dem Christentum gemeinsam haben.

    Tipps

    In veränderter Form wurden Schriften der Bibel auch im Koran übernommen. Kannst du Beispiele nennen?

    In den fünf Bücher Moses wird die Befreiung des israelischen Volkes beschrieben. Für welche Religion ist dies wohl von besonderer Bedeutung?

    Lösung

    Das Judentum teilt sich mit dem Christentum das Alte Testament. Für die Juden spielen dabei die fünf Bücher Moses eine zentrale Rolle, da hierin die Befreiung der Israeliten thematisiert wird. Doch auch im Koran finden sich Ereignisse, die auch in der Bibel geschildert werden. Dazu gehören zum Beispiel die Schöpfungsgeschichte, aber auch Aussagen zur Hölle und zum Paradies.

  • Stelle die wichtigsten Grundsätze der verschiedenen reformatorischen Richtungen von Luther, Zwingli und Calvin einander gegenüber.

    Tipps

    Sicher hast du schon einmal vom Papst gehört. Er ist laut der katholischen Kirche der Stellvertreter Gottes auf Erden. Doch was sagt laut Luther die Bibel dazu?

    Lösung

    Martin Luther war die entscheidende Figur, die die Reformation mit seinen berühmten 95 Thesen 1517 auslöste. Durch sie kritisierte er den Ablasshandel und löste einen folgenreichen Konflikt mit der katholischen Kirche aus, der letztendlich in der Kirchenspaltung mündete. Der Schweizer Ulrich Zwingli war zwar Anhänger Luthers, doch unterschieden sich seine Glaubensvorstellungen teilweise vom großen Reformator. Insbesondere in der Schweiz und in Süddeutschland verbreiteten sich Zwinglis Lehren. Die Anhänger des französischen Reformators Johann Calvin wurden in Frankreich Hugenotten und in England Puritaner genannt. Viele von Calvins Anhängern wanderten im 17. Jahrhundert als Glaubensflüchtlinge nach Nordamerika aus.

  • Bestimme die Begriffe protestantisch und evangelisch.

    Tipps

    Welches Nomen steckt in dem Adjektiv protestantisch? Es bezieht sich auf eine Gegenbewegung zur römisch-katholischen Kirche.

    Lösung

    Während der Begriff protestantisch sich mehr auf den geschichtlichen Verlauf der Reformation bezieht, leitete sich der Ausdruck evangelisch von der Glaubenslehre, dem Evangelium ab. Dennoch werden beide Wörter heute synonym verwendet für die aus der Reformation entstandenen evangelischen/protestantischen Kirchen.

  • Erläutere, was die Anglikaner von den Katholiken und Protestanten unterscheidet.

    Tipps

    An der Spitze der katholischen Kirche steht der Papst. Verehren auch die Protestanten den Papst?

    Als Bischof bezeichnet man den Inhaber eines kirchlichen Amtes, der die administrative Leitung für ein bestimmtes Kirchengebiet übernimmt.

    Lösung

    Die Mutterkirche der Anglikaner ist die Kirche von England. Daher gibt es die meisten anglikanische Kirchen in den englischsprachigen Gebieten und insbesondere in den Ländern des Commonwealth. Was viele nicht wissen: Die anglikanische Kirche ist sowohl katholisch als auch evangelisch geprägt. Während sich die Anglikaner so hinsichtlich des Bibelverständnisses eher an den Katholiken orientiert, teilen Anglikaner und Protestanten das gleiche Kirchenverständnis.

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