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Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes

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Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes

Die Wikinger sind von Skandinavien aus Richtung Osten bis nach Russland gereist, um Geschäfte zu machen. Sie verkauften Jagdfalken, Schmuck und Sklaven. Im Gegenzug erhielten sie Silbermünzen und wurden reich. Sie galten im 8. - 11. Jahrhundert als der Schrecken Europas, da sie andere Völker überfielen und ausraubten. Neben ihrem räuberischen Potenzial waren sie aber auch geschickte Händler. Lerne in diesem Video mehr über den Aufstieg und den Fall der Wikinger.

Transkript Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes

Die Wikinger waren Seefahrer, die aus dem Nord- und Ostseeraum stammten, also aus Norwegen, Schweden oder Dänemark. Die Wikinger werden deshalb auch Nordmänner genannt. Vom achten bis ins elfte Jahrhundert hielten sie ganz Europa auf Trab, als sie auf Raubzug waren, in fremden Ländern einfielen und sie plünderten. Das zumindest sagte man ihnen damals nach. Kriegerisch und brutal seien sie vorgegangen, einfach wie wilde Barbaren. Die Wikinger segelten Richtung Osten bis nach Russland. Wissenschaftler, die hier die Erde untersuchen, haben Schwerter und Beschläge der Wikinger gefunden, aber auch Schmuck und Silbermünzen. Die Experten sind sich sicher, dass all dies den Wikingern gehörte, denn die Fundstücke sind mit der Schrift der Nordmänner verziert. Es sind eingeritzte Striche, die schon fast wie unsere heutigen Buchstaben aussehen. Eine Reise bis nach Russland war weit und gefährlich. Warum zog es die Nordmänner so weit in den Osten? “Sie wollten näher an die Quellen des Silbers heran, näher an den Handel, den Austausch mit dem Osten.” Wikinger waren aber nicht nur wilde Barbaren, sondern auch geschäftstüchtige Händler. Sie bildeten Jagdfalken aus und verdienten damit jede Menge Silbermünzen im Osten Aber auch blonde und hellhäutige Frauen waren in den fernen Ländern sehr begehrt. Die Wikinger verkauften sie als Sklavinnen. Manchmal nahmen sie die Sklaven aber auch mit nach Hause, damit sie für die eigene Familie arbeiteten, zum Beispiel auf dem Feld. Je weiter die Nordmänner in den Osten vordrangen, desto höher stieg der Preis ihrer Beute. Bald hatten sich die Seefahrer so sehr an die ausländischen Silbermünzen gewöhnt, dass das ihre eigene Währung wurde. Mit der Zeit bauten die Wikinger richtige Handelsrouten mit festen Marktsiedlungen. Die Raubzüge, aber auch die zahlreichen Geschäfte brachten den Wikingern Reichtum ein. Als die übrigen Länder Europas im Schiffsbau aufholten und genauso gute Boote wie die Wikinger bauten, ging die erfolgreiche Zeit der Nordmänner allmählich zu Ende.

Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Wikinger - Aufstieg und Fall eines Volkes kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme, wer die Wikinger waren.

    Tipps

    Die Wikinger werden auch Nordmänner genannt. Kannst du erklären, wie es zu dieser Bezeichnung kam?

    Die echten Wikingerhelme waren gerundet, ohne aufwendige Verzierungen. Warum wären Helme mit Hörnern, wie von vielen Künstlern dargestellt, unpraktisch gewesen?

    Lösung

    Wikinger lebten etwa im heutigen Skandinavien. Da sie jedoch auf Raubfahrt gingen, sind die Wikinger sogar bis nach Russland vorgedrungen. Das Wort Wikinger wurde damals übrigens nur für jene Leute gebraucht, die auf Seeräuberfahrt gingen. Es leitet sich entweder vom Wort Vik (Bucht) ab oder von dem Begriff Viken, einer Landschaft am norwegischen Oslofjord. Übersetzt würde das Wort Wikinger dann so viel bedeuten wie Seeräuber aus der Bucht bei Viken.

  • Gib an, warum es heute keine Wikinger mehr gibt.

    Tipps

    Anfangs nahmen die Wikinger den christlichen Glauben nicht ernst. Sie glaubten bereits an eine Vielzahl von Göttern, da machte ein weiterer Gott nichts aus. Doch inwiefern änderte sich die Lebenseinstellung der Wikinger, als sie ernsthafte Christen wurden?

    Lösung

    Obwohl es in Schweden, Dänemark, Russland, Frankreich, aber auch in Deutschland und Irland viele Wikingernachfahren gibt, nennt sich heute niemand mehr so. Das hängt damit zusammen, dass ein typischer Wikinger auf Raubfahrt ging, Sklavenhandel betrieb und an das Recht des Stärkeren glaubte. All das hörte auf, nachdem die Wikinger:

    • den christlichen Glauben annahmen,
    • auf starke Gegner wie die Franken oder Angelsachsen trafen,
    • in fremden Ländern ihr Zuhause suchten und sich dort anpassten und
    • statt kleinen Stammesgebieten ganze Länder beherrschten.

  • Erkläre, wie die Wikinger bei ihren Raubüberfällen vorgingen.

    Tipps

    Welche Orte waren für einen Überfall der Wikinger besonders attraktiv? Beginne mit diesem Textabschnitt, der darüber Auskunft gibt.

    Lösung

    Vom 8. bis ins 11. Jahrhundert lebten vor allem die Völker und Stämme, die in der Nähe des Meeres angesiedelt waren, in ständiger Angst vor einem Wikingerüberfall. Die Wikinger nannten ihre Raubzüge an den Küsten Strandhögg, was so viel wie Strandhieb heißt und überfielen vor allem die Küsten von England, Irland, Friesland, dem Frankenreich, Spanien und dem Mittelmeer. Doch mit der Zeit wagten sich die Wikinger auch bis tief in das Landesinnere vor. Hierzu fuhren sie manchmal mit ihren wendigen Schiffen viele Hundert Kilometer auf Flüssen ins Land und raubten dort, wo sie niemand erwartete.

  • Arbeite die Bedeutung Haithabus als Handelsstadt der Wikinger heraus.

    Tipps

    Warum erreichte Haithabu als Handelsstadt eine so große Bedeutung? Überlege, was sich in der Nähe von Haithabu befand!

    Lösung

    Heute ist Haithabu an der Schlei in Schleswig-Holstein ein beliebtes Freilichtmuseum, wo sich jedes Jahr viele Tausend Besucher über die Welt der Wikinger erkundigen. Zum Teil wiedererrichtete Wikingerhäuser geben interessante Einblicke in die Konstruktion des Ortes und die Lebensweise der Nordmänner. Zahlreiche Handwerker versuchen darüber hinaus, den Besuchern den Bogenbau oder das Töpfern näherzubringen. Aber auch archäologische Funde – von Tongefäßen bis hin zu restaurierten Wikingerschiffen – können von den Besuchern bestaunt werden.

  • Beschreibe den Handel der Wikinger.

    Tipps

    Der Begriff Import beschreibt die Einfuhr von Waren in ein Land.

    Der Begriff Export beschreibt die Ausfuhr von Waren in andere Länder.

    Lösung

    Für die Wikinger war der Sklavenhandel ganz normal. Bei Raubüberfällen nahmen sie Menschen gefangen und verkauften sie anschließend an fremde Länder oder behielten sie zur Erledigung von Arbeiten. Die Handelswege der Wikinger zogen sich dabei von den kalten Meeren am Polarkreis über Europa bis ins ferne Asien.

  • Erläutere, ob die skandinavischen Rus die Vorfahren des russischen Volkes waren.

    Tipps

    Die schwedischen Wikinger, die gen Osten segelten, wurden von der einheimischen Bevölkerung Waräger genannt. Wie wurden sie noch bezeichnet?

    Lösung

    Die Nestorchronik verherrlichte die Leistungen von Rjurik und Oleg und die damit verbundene Dynastie der Rjurikiden, die bis ins späte 16. Jahrhundert über Russland herrschte. Daher messen Historiker ihr nur bedingt Bedeutung zu. Aus archäologischen Funden geht jedoch hervor, dass es bereits vor der Dynastie der Rjurikiden kleine slawische Ansiedlungen in Kiew gab. Historiker gehen daher davon aus, dass die Kiewer Rus bereits vor der Ankunft der Skandinavier existiert hat. Die Neuankömmlinge gaben jedoch entscheidende Impulse zur Weiterentwicklung der Stadt. Der Gebietsname Rus blieb zwar im Nachhinein erhalten, doch haben sich die Nordmänner äußerst rasch den Sitten und Gebräuchen der Slawen angepasst, wie u. a. durch die Annahme des orthodoxen Christentums im 10. Jahrhundert.

    Quelle: Feuerstein-Prasser, Karin: Wie aus Piraten Russen wurden. In: G/Geschichte. Menschen. Ereignisse. Epochen. Augsburg: Bayard Media GmbH, März 2013, S. 41–43.

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