30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Die Karl-Marx-Allee - Geschichte einer sozialistischen Prachtstraße

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

Kostenlos testen
Du willst ganz einfach ein neues Thema lernen in nur 12 Minuten?
  • Lucy lernt 5 Minuten 5 Minuten verstehen

    Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.

  • Lucy übt 5 Minuten 5 Minuten üben

    Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.

  • Lucy stellt fragen 2 Minuten Fragen stellen

    Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden

Bewertung

Ø 5.0 / 4 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team History
Die Karl-Marx-Allee - Geschichte einer sozialistischen Prachtstraße
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Karl-Marx-Allee - Geschichte einer sozialistischen Prachtstraße

Wusstest du, dass die Karl-Marx-Allee in Berlin früher nach dem sowjetischen Diktator benannt war und Stalinallee hieß? In diesem Video wird dir die Geschichte der sozialistischen Prachtstraße Ost-Berlins erklärt. Du erfährst dabei, dass hier die ersten Demonstrationen des Volksaufstandes im Juni 1953 stattfanden. Außerdem wird dir erklärt, wie die Straße zu ihrem heutigen Namen kam und wofür sie in DDR-Zeiten genutzt wurde.

Transkript Die Karl-Marx-Allee - Geschichte einer sozialistischen Prachtstraße

Die Frankfurter Allee 1946. Wäre es nach den Plänen des damaligen Ostberliner Magistrats gegangen, hätten hier bald eingeschossige Gartenhäuser und Eigenheime gestanden, wäre ein Stadt Dorf, eine Gartenstadt als Wohnquartier für Berliner Arbeiter, entstanden. Doch wenige Jahre später standen hier Hochhausfronten, deren sowjetischer Zuckerbäckerstil seither den zwiespältigen Charme von Urbanität und Monumentalität verströmt. Und das kam so. Zum 70. Geburtstag Josef Stalins hatte die damals in der DDR diktatorisch regierende SED am 21. Dezember 1949 einen Massenaufmarsch an der Frankfurter Allee organisier. Zur Huldigung ihres großen Vorbilds in Moskau erhielt die Ostberliner Prachtstraße den Namen des sowjetischen Diktators. Für die SED-Führung war klar, ihre Stalinallee sollte eine bombastisch breite Aufmarschstraße für Kundgebungen und Demonstrationen im Zentrum Berlins sein. Die Gebäude, die den Marschierboulevard umstellen, sollten mächtig und repräsentativ sein. Gartenstadt ade. 1952 wurde für diese erste sozialistische Straße Deutschlands der Grundstein gelegt. SED-Chef Walter Ulbricht hatte die Stalinallee zu seiner Chefsache gemacht. Auch der junge Erich Honecker, damals FDJ-Chef, half ordentlich mit. Propagandistische Bilder, die darüber hinwegtäuschen sollten, dass die Bauarbeiten unter einem enormen staatlichen Druck stattfanden, nicht nur für die beteiligten Arbeiter, Ingenieure und Architekten. Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre drehten an der Normschraube, forderten alle Ostberliner in Betrieben und Verwaltungen auf, immer aufs neue in zusätzlichen Arbeitseinsätzen beim Aufbau der sozialistischen Alle mitzuhelfen. Das Prestigeobjekt musste gelingen, damit es später von der SED-Propaganda so präsentiert werden konnte. „Man bezog die Wohnungen der Straße, die das Gesicht der Zukunft trägt. Damals zog auch der jüngste Bewohner der Stalinallee, das erste Kind der schönsten Straße Berlins ein. Alter 8 Tage. Der Augenzeuge war dabei. Heute, zwei Jahre später, treffen wir den kleinen Bernd wieder auf eigenen Füßen. Interessant und voller Wunder ist für den kleinen Mann die große Straße, deren jüngster Bewohner er einmal war.“ Doch die sozialistische Idylle trog. Der Druck der Partei erzeugt Gegenwehr. Am 16. Juni 1953 waren es zunächst die Stalinallee Arbeiter, die den Aufstand gegen den Arbeiterstaat der SED probten. Sie streikten, verlangten die Rücknahme der immer höher geschraubten Arbeitsnormen. Erste Rufe nach freien Wahlen werden laut. Aus der Revolte der Stalinallee Arbeiter wurde ein Volksaufstand. Zuerst auf der Paradestraße der Partei, dann im ganzen Osten Berlins. Die Demonstration der Massen konnte die SED-Führung schließlich nur mit Hilfe sowjetischer Panzer niederschlagen. Stalins Tod im März 1953 hatten die SED-Größen noch mit einem Trauermarsch voll Pathos und Propaganda auf der Stalinallee begangen. „Wes Herz im Herz der Völker weiter schlägt, dein Atem wird in unserer Fahnen wehen, dein Name lebt in leuchtenden Alleen. Der ganzen Menschheit Glück und Frieden, das war Stalins großes Ziel. In enger Freundschaft mit dem Sowjetvolk wird es Wirklichkeit werden, weil es Stalin war, weil Stalin in uns weiterlebt, weil Stalin unsterblich ist.“ So unsterblich nun allerdings auch wieder nicht. Nach der Entstalinisierung des Ostblocks durch den neuen sowjetischen Parteichef Nikita Chruschtschow ließ auch die SED-Regierung 1961 die Stalinallee flugs in Karl-Marx-Allee umbenennen. Heute stehen die einst als leblos und gigantomanisch verschrienen Protzbauten an der Karl-Marx-Allee unter Denkmalschutz, sind Kult bei jungen Leuten und interessantes Anlageobjekt für Investoren.

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

2.575

sofaheld-Level

5.784

vorgefertigte
Vokabeln

10.212

Lernvideos

42.303

Übungen

37.382

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden