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Die Invalidenstraße in Berlin

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Team History
Die Invalidenstraße in Berlin
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Invalidenstraße in Berlin

Was befand sich einst in der Invalidenstraße, wo vor einigen Jahren der Berliner Hauptbahnhof gebaut wurde? Das und vieles mehr zeigt dieses Video. Historische Aufnahmen zeigen dabei, wie der europäische Hochadel hier einst mit dem Zug ankam. Außerdem erfährst du, dass es in der Invalidenstraße einen der wenigen Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin gab. Im Video wird dir dann auch erklärt, warum der Schneider Günter Litfin hier kurz nach dem Mauerbau durch einen Schuss getötet wurde.

Transkript Die Invalidenstraße in Berlin

Der 2006 eröffnete Berliner Hauptbahnhof an der Invalidenstraße. Der heutige Bahnhof ist der Nachfolgebau des seit 1868 betriebenen und 1958 als Kriegsruine abgerissenen Lehrter Bahnhofs. Der Kopfbahnhof bekam die Bezeichnung, weil von hier aus die Züge über den Bahnknotenpunkt Lehrte bei Hannover nach Nord- und Westdeutschland fuhren. Im Mai 1913 war der Lehrter Bahnhof Schauplatz eines glanzvollen Empfangs. Der europäische Hochadel traf sich zur Hochzeit der Kaisertochter Victoria Luise in Berlin. Kaiser Wilhelm empfing seinen englischen Vetter King George. Kaiser Wilhelm und King George fuhren durch ein Jubel Spalier. Die Gattinnen folgten in der Kutsche. 200 Meter vom Hauptbahnhof entfernt wurde 1961 die Mauer gebaut. Später entstand hier der Grenzübergang Invalidenstraße. Am 24. August 1961 gab es am Kanal einen Mauertoten. Günter Litfin war der erste durch Schüsse der DDR-Grenzpolizei getötete Flüchtling. Er wohnte in Ostberlin, arbeitete aber im Westen. Er hatte schon eine Wohnung in Westberlin als er durch den Mauerbau überrascht wurde. Unbedingt wollte er in den Westen übersiedeln. Als er durch den Grenzkanal an der Humboldt Hafenbahnbrücke schwamm, wurde er durch einen Kopfschuss getötet. Heute erinnert an der Sandkrugbrücke über dem Kanal eine Gedenktafel an Günter Litfin. In einem ehemaligen Grenzwachturm in der Nähe an der Scharnhorststraße hat Jürgen Litfin ein Gedenkmuseum für seinen Bruder eingerichtet. 28 Jahre später, in der Nacht vom 9. November 1989 öffnete sich die DDR-Grenze. Die Ostberliner strömten auch zum Grenzübergang Invalidenstraße. Zunächst gab es noch erregte Diskussionen mit den Grenzpolizisten, die nicht wussten, was sie tun sollten. Dann war auch hier die Grenze offen. Ein unendlicher Strom von Fußgängern und Autos ergoss sich von Ost nach West. Die DDR-Grenzer hatten jede Kontrolle aufgegeben. Sogar zaghafte Verbrüderungen waren zu beobachten. Inzwischen hatten sich auch Westberliner auf der anderen Seite eingefunden. Sie empfingen die Gäste mit Jubel. Als es wieder Tag wurde, stellten die Grenzorgane die Ordnung insofern wieder her, dass Pässe abgestempelt wurden. Jemand hatte die Fahnen der beiden deutschen Staaten zusammengebunden. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner, dass die Vereinigung ein knappes Jahr später Wirklichkeit wurde.

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