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Der Islam – Ausbreitung und Kultur

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Der Islam – Ausbreitung und Kultur
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Wie wurde der Islam zu einer der großen Weltreligionen? In diesem Video verfolgst du die Ausbreitung des Islams und der islamischen Kultur im Mittelalter – von der ersten muslimischen Gemeinde in Medina bis zu einem Herrschaftsgebiet, das im achten Jahrhundert von Indien bis nach Spanien reichte. Du erfährst, welche militärischen, politischen und religiösen Gründe hinter dieser rasanten Expansion standen und warum der oft überraschend tolerante Umgang mit Andersgläubigen dabei eine wichtige Rolle spielte. Außerdem zeigen wir, wie ein reger Austausch von Wissen und Gütern zwischen Islam, Judentum und Christentum entstand – und wie stark er Kultur, Handel und Wissenschaft bis heute geprägt hat.

Der Islam – Ausbreitung und Kultur Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Islam – Ausbreitung und Kultur kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps

    Mohammed lebte im 7. Jahrhundert auf der arabischen Halbinsel.

    Der Koran gilt als wörtliche Offenbarung Gottes an Mohammed.

    Lösung

    Koran: So heißt die Heilige Schrift des Islams.

    Musliminnen/Muslime: So nennt man die Menschen, die dem Islam angehören.

    Moscheen: So nennt man Gotteshäuser im Islam.

    Mohammed: So heißt der wichtigste Prophet und Gründer des Islams.

    Kalifen: So nannte man die Nachfolger Mohammeds.

    Allah: So wird Gott im Islam genannt.

  • Tipps

    Egoisten sind keine Religionsgemeinschaft.

    Sieh dir die Karte oben an, um zu sehen, wie weit der islamische Herrschaftsbereich reichte.

    Lösung

    Das islamische Herrschaftsgebiet reichte im 8. Jahrhundert bereits vom heutigen Spanien im Westen bis an den Rand des heutigen Indiens im Osten. Gründe für diese schnelle Ausbreitung waren unter anderem die militärischen Erfolge der Kalifen und die politische Schwäche der Nachbarreiche. Auch wirtschaftliche Interessen spielten eine Rolle.

    Bestimmte Verse des Koran kann man auch als Aufruf zum Heiligen Krieg auffassen. Allerdings durften Juden und Christen in den eroberten Gebieten meist ihre Religion behalten und die muslimischen Herrscher zeichneten sich durch Toleranz gegenüber anderen Religionen aus.

  • Tipps

    Córdoba ist eine Stadt im Süden Spaniens, die lange unter muslimischer Herrschaft stand.

    Das Wissen antiker Gelehrter war in Europa teilweise verlorengegangen.

    Lösung

    Im islamischen Herrschaftsbereich herrschte ein reger kultureller Austausch, der auch zu wissenschaftlichen Fortschritten beitrug. In Córdoba und anderen muslimischen Städten wurden Bildungseinrichtungen gegründet und bedeutende Bauwerke errichtet. Texte aus der arabischen Sprache wurden ins Lateinische übersetzt und so für die Europäer zugänglich, ebenso wie lange verloren geglaubtes Wissen aus der Antike, das im arabischen Raum erhalten geblieben war.

  • Tipps

    Ein Land hier gehört nicht nach Europa.

    Achte darauf, von welchen Religionen hier die Rede ist.

    Lösung

    Der Islam hatte einen großen Einfluss auf die europäische Kultur. Im damals von den Muslimen besetzten Spanien kann man heute noch prächtige islamische Bauwerke wie die Alhambra in Granada besichtigen. Aber auch mit dem christlichen Europa gab es kulturelle und wirtschaftliche Kontakte.

    So finden sich arabische Einflüsse auch in der deutschen Sprache, zum Beispiel bei den Worten Alkohol, Ziffer oder Chemie. Große wissenschaftliche Fortschritte auf dem Gebiet der Medizin, der Mathematik und der Naturwissenschaften kamen unter dem Einfluss der islamischen Kultur zustande.

    Das war falsch: Der Hinduismus spielte keine große Rolle in Europa. Mexiko liegt in Mittelamerika und war nie muslimisch besetzt. Auch buddhistische Einflüsse gab es damals in Europa noch nicht. Arabische Wörter findet man in der Sprache und nicht in der Malerei, und das Wort Kartoffel kommt nicht aus dem Arabischen. Die Psychologie als Wissenschaft entwickelte sich erst viel später.

  • Tipps

    Drei Antworten sind richtig, drei falsch.

    Ein Blick auf die Karte kann hilfreich sein.

    Lösung

    richtig:

    • Schon im 8. Jahrhundert reichte der islamische Herrschaftsbereich von Spanien bis fast nach Indien.
    • Die Gründe für die schnelle Ausbildung waren vielschichtig und umfassten sowohl wirtschaftliche und politische als auch religiöse Faktoren.
    • Auch in der deutschen Sprache gibt es Wörter, die auf arabische Wurzeln zurückgehen, vor allem im Bereich von Wissenschaft und Kultur.

    falsch:

    • Muslimische Herrscher unterdrückten alle Angehörige andere Religionen und zwangen sie zum Übertritt zum Islam.
    Muslimische Herrscher waren gewöhnlich tolerant und gestatteten den Angehörigen anderer Glaubensrichtungen die Ausübung ihrer Religion.
    • Das islamische Herrschaftsgebiet war vom christlichen Europa durch unüberwindliche Grenzwälle getrennt und kulturell isoliert.
    Es gab einen regen Austausch von Handelsgütern und Wissen zwischen den beiden Gebieten.
    • Die arabische Wissenschaft war rückständig und wurde erst durch den Kontakt mit dem christlichen Europa bedeutend.
    Die arabische Wissenschaft war bereits weiter fortgeschritten und hatte außerdem viel antikes Wissen bewahrt, das in Europa verloren gegangen war.

  • Tipps

    Odin ist einer von vielen heidnischen Göttern.

    Das griechische Wort für „ein“ ist „mono“.

    Lösung

    Islam, Judentum und Christentum werden auch oft zusammenfassen als „abrahamitische“ Religionen bezeichnet, weil sie auf die gleichen Wurzeln zurückgehen. Sie sind monotheistisch und predigen den Glauben an nur einen Gott. Die jüdische Tora und die christliche Bibel sind im Islam anerkannt: Moses und Jesus werden als Propheten verehrt.

    Im Laufe der gemeinsamen Geschichte kam es zu Verfolgungen, aber auch zu Perioden gegenseitiger Toleranz. Der Islam hatte einen bedeutsamen Einfluss auf die europäische Kultur.

    Folgende Antworten passen nicht in den Text: Der Buddhismus spielt für die europäische Geschichte keine große Rolle. Atheismus bedeutet, dass man an gar keinen Gott glaubt. Die Heilige Schrift des Judentums ist nicht der Koran, sondern die Tora. Der Gott Odin entstammt aus der nordischen Mythologie und hat mit keiner der genannten Religionen etwas zu tun.

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