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Christianisierung im Mittelalter 02:37 min

Christianisierung im Mittelalter Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Christianisierung im Mittelalter kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, welche Aussagen zur Christianisierung im Mittelalter korrekt sind.

    Tipps

    Überlege, was bis heute das Christentum kennzeichnet.

    Wenn ein Land erobert wurde, setzten die Herrscher dort auch die Christianisierung fort.

    Um direkt mit den Menschen in Kontakt zu kommen, sprachen die Missionare meist die Sprache der Länder, die sie bereisten.

    Lösung

    Im Mittelalter versuchten die Herrscher, die Christianisierung mit Waffengewalt durchzusetzen. So führte zum Beispiel Karl der Große im 8. Jahrhundert Krieg gegen die Sachsen, welche nach ihrer Niederlage zwangsgetauft wurden. Die Taufe gilt bis heute als Zeichen für den Eintritt ins Christentum.
    Auf der anderen Seite war die Mehrheit der Kirchenleute aber der Meinung, dass die Menschen freiwillig zum Christentum übertreten müssten. Deshalb verbreiteten Missionare auf ihren Wanderungen die Lehren Christi in der Sprache der Länder, die sie bereisten, denn Latein verstand das einfache Volk nicht. Sie erklärten den christlichen Glauben durch Taten und zeigten vor allem, wie sie das Gebot der Nächstenliebe lebten.
    Nach der Christianisierung gab es viele Veränderungen im Alltag der Menschen: So gab es immer sonntags einen Gottesdienst, an dem die Menschen teilnehmen sollten und es durfte an diesem Tag nicht mehr gearbeitet werden.

  • Zeige auf, welche Informationen im Text falsch sind.

    Tipps

    Überlege genau, wer welche Ansicht vertrat, wie man die Menschen vom Christentum überzeugen kann.

    Die Missionare trugen Tragealtare mit sich, die die Geschichte der Bibel bildlich darstellten.

    Eine Zwangsmissionierung fand oft unter Androhung von Gewalt statt. Dazu zählten beispielsweise Zwangstaufen.

    Lösung

    Mit Waffengewalt versuchten nur die Herrscher die Bevölkerung zum Christentum zu zwingen. Ein Vertreter unter ihnen war Karl der Große. Er war der König der Franken. Er führte während seiner Regierungszeit keine Kriege gegen die Franken, sondern gegen die Sachsen. Nach seinem Sieg ließ er die Sachsen taufen, um sie zu Christen zu machen. Während also die Herrscher eher gewaltsam vorgingen, versuchte die Mehrheit der Kirchenleute und hier vor allen die Missionare einen friedlichen Weg. Sie wollten, dass die Menschen das Christentum freiwillig als Glauben annahmen. Um das zu erreichen, zeigten sie auf tragbaren Altaren Bilder von Geschichten aus der Bibel, um ihre Erzählungen zu veranschaulichen.

  • Stelle die friedliche und die gewaltsame Christianisierung gegenüber.

    Tipps

    Manchmal erkennt man schon an einzelnen Wörtern, ob sie eher mit Frieden oder Gewalt in Verbindung gebracht werden können.

    Mönche unternahmen Missionsreisen, um die Lehre Christi zu verbreiten.

    Lösung

    Manchmal kannst du schon beim Betrachten des Wortes erkennen, dass die Handlungen nicht friedlich und freiwillig, sondern gewaltsam ausgeführt oder erzwungen wurden (zum Beispiel: Zwangstaufen, Zwangsmissionierung, Kriege, Gewalt).

    Neben den gewaltsamen Aktionen von Feldherren und Staatsoberhäuptern standen die Mönche, die auf ihren Missionsreisen mit Wanderaltaren die Lehre Christi verkündeten. Sie waren überzeugt davon, dass der Glaube freiwillig angenommen werden muss und handelten daher friedlich.

  • Vervollständige den Text mit den passenden Informationen.

    Tipps

    Bedenke, welche unterschiedlichen Ansichten Karl der Große und die Missionare hatten.

    Chlodwig, der erste König der Franken, begründete die Tradition, dass die Frankenkönige von nun an alle dem christlichen Glauben angehörten.

    Lösung

    Um die Christianisierung voranzutreiben, gab es zwei verschiedene Ansichten. Karl der Große wollte sein Ziel mit Gewalt und Kriegen durchsetzen. Einziges Ziel war es, die Menschen zu taufen und so zu Christen zu machen.
    Ziel der Missionare hingegen war, dass die Menschen freiwillig zu Christen wurden. Sie zeigten den Menschen ihre Vorstellung eines christlichen Lebens. Dazu gehörte Nächstenliebe und der Besuch des Gottesdienstes.

  • Gib an, welche Informationen zusammenpassen.

    Tipps

    Überlege, wobei es sich um Personen, Orte oder Gegenstände handelt.

    Das Verb missionieren bedeutet, jemandem eine Glaubenslehre zu verkünden bzw. jemanden zu bekehren/zu überzeugen.

    Altare (allerdings fest montierte) sieht man auch in der Kirche. Besonders in katholischen Kirchen sind diese sehr prunkvoll und mit Bildern verziert.

    Lösung

    Bei der Christianisierung handelt es sich um die Ausbreitung des Christentums. Man galt dann als Christ, wenn man sich taufen ließ.
    Die meisten Kirchenleute sprachen sich für die gewaltfreie Überzeugung der Bevölkerung aus. So zogen Missionare durchs Land, um vom Christentum zu erzählen. Einige hatten Tragealtare dabei, um auch unterwegs Bilder aus der Bibel zeigen zu können. Außerdem versuchten sie die Menschen durch Taten vom Christentum zu überzeugen. Die Missionare kümmerten sich um ihre Mitmenschen und halfen ihnen, denn Nächstenliebe war ein wichtiger Wert des Christentums.
    Durch die Christianisierung gab es viele Neuerungen. Von nun an gingen die gläubigen Menschen sonntags in den Gottesdienst und Kinder konnten in den Klosterschulen lernen.

  • Ordne die Ereignisse chronologisch.

    Tipps

    Der Apostel Paulus ist vermutlich 10 v. Chr. geboren und zählt zu einem der ersten Missionare des Frühchristentums.

    Die Sachsenkriege unter Karl dem Großen haben von 772 bis etwa 804 stattgefunden.

    Letzte Antwortmöglichkeit sollte der aktuelle Stand des Christentums sein.

    Lösung

    In der Antike, also in der Zeit vor dem Mittelalter, glaubten die Römer und Griechen an viele verschiedene Götter. Diesen Vielgötterglauben nennt man Polytheismus. Der Glaube an diese Götter entsprang häufig aus der Natur.
    Gleichzeitig entwickelte sich nach dem Tod Jesu Christi das Christentum von Jerusalem aus. Von dort aus zog zum Beispiel der Apostel Paulus auf mehreren Reisen durch Kleinasien und verbreitete die Lehren über das Leben Jesu. So bekam das Christentum immer mehr Anhänger. Zu Beginn wurden die Christen unter anderem von den römischen Behörden verfolgt. Im Jahr 311 n. Chr. gelangte Kaiser Konstantin der Große jedoch zu der Ansicht, dass man das Christentum nicht verbieten könne. Nach dieser sogenannten „Konstantinischen Wende“ stieg die Zahl der Christen immer weiter an, bis Kaiser Theodosius I. der Große, das Christentum 391 n. Chr. zur römischen Staatsreligion erklärte. Während der Völkerwanderung drangen germanische Stämme in das Römische Reich vor. Diese nahmen das Christentum in einer abgewandelten Form an. Die Franken allerdings, die ihre Herrschaft im Reich immer mehr ausbauten, waren zunächst keine Christen. Doch eine Legende besagt, dass Gott ihrem König Chlodwig in einer wichtigen Schlacht half, weshalb er sich im Jahr 498 n. Chr. taufen ließ. Mit ihm traten etwa 3000 fränkische Krieger zum Christentum über. Von nun an stellten die Könige ihre Herrschaft in den Schutz der Kirche und auf der anderen Seite sah auch der Papst den König der Franken als den Beschützer des Glaubens an. Neben Mönchen, wie Bonifatius, die auf ihren Wanderungen durchs Land versuchten, dem Volk das Christentum näher zu bringen, waren auch die Könige daran interessiert, das Christentum in den neu eroberten Gebieten zu verbreiten.