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Der Flughafen Berlin-Tempelhof - Der Landeplatz für Zeppeline und Rosinenbomber

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Der Flughafen Berlin-Tempelhof - Der Landeplatz für Zeppeline und Rosinenbomber
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Der Flughafen Berlin-Tempelhof - Der Landeplatz für Zeppeline und Rosinenbomber

Der Flughafen Berlin-Tempelhof gehörte einst zu den wichtigsten Verkehrsflughäfen Europas, wurde allerdings Ende 2008 geschlossen. Warum? In diesem Video erfährst du genau das und vieles mehr. Du siehst historisches Filmmaterial, das zeigt, wie sich das Tempelhofer Feld im Zentrum Berlins vom Exerzierplatz des Kaisers zum bedeutsamen Flughafen entwickelte. Außerdem kannst du dir anschauen, wie hier einst tausende Soldaten marschierten und riesige Zeppeline oder amerikanische Rosinenbomber starteten und landeten.

Transkript Der Flughafen Berlin-Tempelhof - Der Landeplatz für Zeppeline und Rosinenbomber

Der Kaiser auf dem Rollfeld. Im Jahre 1900 dachte noch kaum jemand, dass sich der kaiserliche Exerzierplatz auf dem Tempelhofer Feld schon bald zu einem Ort entwickeln könnte, auf dem merkwürdige Flugmaschinen starten und landen werden. Wenig später begann das Zeitalter der Zeppeline. 1912 konnten die Berliner fliegende Zigarren am Himmel erleben. Die merkwürdigen Fluggeräte landeten auf dem Tempelhofer Feld. An Bord ihr Erfinder Graf Zeppelin. Er machte den Traum vom Fliegen wahr. Im Zeppelin, benannt nach der Tochter des Kaisers, Victoria Luise. Dennoch wurde zur Kaiserzeit auf dem Tempelhofer Feld mehr exerziert und marschiert, kaum gestartet und gelandet. Erst 1923 wurde der nun ehemalige Exerzierplatz der expandierenden Luftfahrt zur Verfügung gestellt. Erste reguläre Linienflüge zwischen Berlin und München begannen. Die Junkers Gesellschaft und der Deutsche Aero Lloyd schlossen sich 1926 zur Deutschen Lufthansa zusammen. Ihre Zentrale war Tempelhof. Auch der Zeppelinbau hatte sich unter Hugo Eckener, dem Nachfolger von Graf Zeppelin, weiterentwickelt. Regelmäßig starteten nun von Tempelhof Zeppeline zur Atlantiküberquerung oder kehrten von fernen Zielen in Übersee zurück. Tempelhof entwickelte sich allmählich vom Flugplatz zum Flughafen. Doch die fünf hölzernen Flugzeughallen und das eine Abfertigungs- und Verwaltungsgebäude waren den Nazis nicht genug. Die neuen Machthaber hatten in den dreißiger Jahren große Pläne mit Tempelhof. Sie bauten Tempelhof zum Berliner Zentralflughafen aus und machten hieraus ein Prestigeprojekt. Gleich für ihre erste Maifeier an der Macht nutzten sie das Gelände des Tempelhofer Flughafens für eine Massenkundgebung mit spektakulärem Feuerwerk für ihre glühendsten Anhänger. Während des Dritten Reiches, Tempelhof war nun auch Regierungsflughafen, garantierten Roll- und Umfeld des Flughafens Hitler und seinen Anhängern propagandawirksame Jubelauftritte. 1945 fanden die sowjetischen Truppen in Tempelhof nur noch Zerstörung und Verwüstung vor. Der deutsche Kommandant kapitulierte. Nach der Potsdamer Konferenz übernahmen die Amerikaner den Flughafen. 1948/49 wurde Tempelhof erneut zum strategisch wichtigen Schauplatz. Die Sowjets hatten den westlichen Teil Berlins blockiert. Die Alliierten bauten eine Luftbrücke zur Versorgung der Bevölkerung in der Stadt auf. Pausenlos flogen sie mit ihren Maschinen, Rosinenbomber genannt, zwischen den Stützpunkten in Westdeutschland und Tempelhof hin und her. Schließlich gaben die Sowjets ihre Blockade auf. In den fünfziger Jahren gehörte Berlin Tempelhof neben London und Paris zu den wichtigsten europäischen Verkehrsflughäfen. Alles was Rang und Namen hatte in Politik und Showbusiness landete in Tempelhof. Theodor Heuss kam hier an, bevor er am 17. Juli 1954 in Berlin für eine weitere Amtszeit als Bundespräsident gewählt wurde. Gleichfalls 1954 startete Dirigent Herbert von Karajan von Tempelhof aus zu einer Welttournee mit den Berliner Philharmonikern 1960 schließlich bereiteten Fans und Presse dem Berliner Weltstar Marlene Dietrich auf dem Tempelhofer Rollfeld einen begeisterten Empfang. Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef begrüßte die Dietrich. Trotz mancher Starauftritte verlor Tempelhof ab den sechziger Jahren zunehmend an Bedeutung. Eine für große Düsenflugzeuge angemessene Verlängerung der Landebahnen war nicht möglich. Für kleinere Maschinen blieb er aber wegen seiner zentralen Lage weiterhin ein attraktiver Flughafen, dessen Schließung im Oktober 2008 im Vorfeld Proteste und ein Volksbegehren auslöste.

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