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Bismarcks Außenpolitik

Tauche ein in Bismarcks außenpolitische Strategien nach den Einigungskriegen. Erfahre, wie seine Prioritäten – Stabilisierung des Deutschen Reiches, Bildung von Bündnissen und Isolierung Frankreichs – das Mächtegleichgewicht in Europa beeinflusst haben. Neugierig geworden? Entdecke detailliert seine außenpolitische Konzepte, das Bündnisgeflecht und Einschätzungen dazu!

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Die Autor*innen
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Lasse
Bismarcks Außenpolitik
lernst du in der Unterstufe 4. Klasse - Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Bismarcks Außenpolitik Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bismarcks Außenpolitik kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme, welche Aussagen zu Bismarcks Außenpolitik korrekt sind.

    Tipps

    Von einer Binnenlage spricht man dann, wenn ein Land keine direkte Verbindung zum offenen Meer hat. Deutschland grenzt zwar an die Ost-/Nordsee, war aber sonst ringsum von anderen Mächten umschlossen. Deshalb wurde die Bezeichnung gelegentlich verwendet.

    Russland war Bestandteil des Dreikaiserabkommens (1873) bzw. des Dreikaiserbündnisses (1881). Außerdem schlossen beide 1887 den geheimen Rückversicherungsvertrag.

    Lösung

    Um Bismarcks Bündnispolitik zu verstehen, muss man die Situation in Europa zu jener Zeit verstehen.
    Die Balkanhalbinsel stellte einen besonderen Krisenherd des 19. Jahrhunderts dar. Die größtenteils christliche und slawische Bevölkerung dieser Region strebte nach Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Russland unterstützte sie dabei aufgrund der gemeinsamen slawischen Kultur und sah sich als Schutzmacht der Christen. Es kam sogar zum Krieg mit dem Osmanischen Reich. Indirekt war Russland aber auch an einem Zugang zum Bosporus interessiert.
    Der Berliner Kongress brachte zwar einigen Teilen des Balkans die Unabhängigkeit, doch Russland blieb weiterhin der Zugang zum Meer verwehrt. Außerdem führte der große russische Einfluss auf dem Balkan zu Protesten der anderen Mächte der Pentarchie (Fünfherrschaft). Österreich zum Beispiel hatte selbst großes Interesse an den nördlichen Balkangebieten. Das wiederum führte zum Konflikt mit Russland.
    Bei einem Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Russland wäre es für Deutschland nicht nur problematisch geworden, weil es geografisch dazwischen liegt, sondern auch, weil beide Länder Bestandteil von Bismarcks Bündnispolitik waren und sich der Konflikt somit auf die Beziehung zu Deutschland auswirkte. Russland sollte also auf keinen Fall isoliert werden, sondern eine Konstante im Bündnissystem bleiben, um so die Rivalitäten der Länder abzuschwächen.

  • Bestimme die Voraussetzungen, Maßnahmen und Ergebnisse von Bismarcks Außenpolitik.

    Tipps

    Was lässt sich Bismarck durch die Bündnisse versichern? Das sind die Ergebnisse.

    Die geschlossenen Bündnisse gelten als Maßnahmen, um seine außenpolitischen Ziele zu erreichen.

    Lösung

    Die Außenpolitik Bismarcks hatte besondere Voraussetzungen, wie beispielsweise die Lage Deutschlands oder die Gegnerschaft Österreich-Ungarns und Russland. Außerdem strebte er mit seiner Politik innen- wie außenpolitische Ziele an, zu denen unter anderem die Stabilisierung des frisch vereinten Reiches und die Isolierung Frankreichs gehörten.
    Um das zu erreichen, baute er innerhalb Europas ein kompliziertes Bündnissystem auf. So sicherte er sich vor allem die Neutralität und den Beistand der Bündnispartner. Das Problem war allerdings, dass die Bündnisse fast alle an ihn gebunden waren, weshalb es in Richtung des Ersten Weltkrieges zu einer ungünstigen Verschiebung der Bündnisse kam.

  • Ordne die Ereignisse aus Bismarcks Regierungszeit chronologisch.

    Tipps

    Beginne mit der Erhebung Bismarcks in ein politisches Amt.

    Nach der französischen Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 kam es zur Gründung des Deutschen Reiches in Versailles.

    Bismarck schloss seine Bündnisse vor allem während der Regierungszeit Wilhelms I.

    Lösung

    Bismarck hatte schon zu Beginn seiner Amtszeit große innen- und außenpolitische Ziele.
    Vor allem ihm wird die Gründung des Deutschen Reiches zugesprochen. Um diese zu erreichen, wurden jedoch mehrere Kriege geführt (Deutsch-Dänischer Krieg 1864, Deutscher Krieg [auch: Preußisch-Österreichischer Krieg] 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870/71).
    Nach dem Sieg über Frankreich wurde im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Reich mit Wilhelm I. als Kaiser ausgerufen. Anschließend versuchte Bismarck durch viele außenpolitische Bündnisse, Deutschlands Position in Europa zu stabilisieren.
    Nach dem Machtantritt Wilhelms II. verlor Bismarck seinen politischen Einfluss. Der neue Kaiser war wenig an den Bündnissen Bismarcks interessiert. Nach anscheinend unüberbrückbaren Differenzen trat Bismarck zurück. Das Desinteresse Wilhelms II. an der Fortführung der Bündnispolitik sollte im Ersten Weltkrieg einen der Gründe für Deutschlands Niederlage liefern.

  • Bestimme die korrekten Aussagen zum Rückversicherungsvertrag.

    Tipps

    Deutschland hatte selbst kein Interesse an den Balkangebieten, wusste aber, dass die Konflikte dort ein außenpolitisches Problem darstellen.

    Russland erhoffte sich vom Berliner Kongress 1878 die Bestätigung eines Zugangs zum offenen Meer. Dies wurde allerdings nicht gewährt.

    Lösung

    Zusätzlich zum Dreikaiserabkommen und zum Dreikaiserbündnis schloss Deutschland mit Russland den Rückversicherungsvertrag. Hierbei handelte es sich um ein geheimes Neutralitätsabkommen. Sollte also Österreich-Ungarn Russland oder Frankreich Deutschland unprovoziert angreifen, würde sich das jeweils andere Land neutral verhalten. Das galt nicht, wenn Deutschland oder Russland selbst den Angriff starten würden.
    Um Russland zu diesem Abkommen zu bewegen, sicherte Deutschland Russland zu, dessen Rechte in Bezug auf den Balkan anzuerkennen.

  • Fasse die Informationen zu Bismarcks Außenpolitik zusammen.

    Tipps

    Nach der Reichsgründung 1871 hatten die bis dahin existierenden europäischen Großmächte Bedenken, dass das neu gegründete Deutsche Reich zu viel Macht beanspruchen könnte.

    Zur Regierungszeit Bismarcks gab es drei "Kaiser".
    Den Kaiser des Deutschen Reiches: Wilhelm I.
    Den Kaiser Österreich-Ungarns: Franz Joseph I.
    Den russischen Zar (ähnlich eines Kaisers): Alexander II.

    Lösung

    Bismarck versuchte mit seinen Bündnissen das neugegründete Deutsche Reich zu stabilisieren. Daher wollte er einen Krieg – vor allem an zwei Fronten – unbedingt vermeiden.
    Unter Einbeziehung Russlands, Österreich-Ungarns und Italiens baute er so ein Bündnissystem auf, dass dem Deutschen Reich Schutz, Beistand und gegebenenfalls auch Neutralität der Bündnispartner sichern sollte.

  • Stelle die außenpolitischen Zielsetzungen Bismarcks dar.

    Tipps

    Lange Zeit wurde von der Deutsch-Französischen Erbfeindschaft gesprochen, da es immer wieder zu Konflikten und Kriegen zwischen den beiden Ländern kam. Inzwischen gibt es Forscher, die diesen Begriff als nachträgliches historisches Konstrukt sehen. Das heißt, dass sie nicht davon ausgehen, dass die Länder sich immer und generell als Feinde sahen, sondern nur in den jeweiligen kriegerischen Phasen.

    Status Quo beschreibt den gegenwärtigen Zustand.

    Lösung

    Im Kissinger Diktat erklärte Bismarck die Grundzüge seiner außenpolitischen Strategie. Er machte dabei deutlich, dass es ihm nicht darum ginge, andere Länder anzugreifen, oder weitere Gebiete zu erobern. Er versuchte lediglich, das Deutsche Reich außenpolitisch abzusichern, um Konflikte zu vermeiden. Dabei galt es vor allem, einen Krieg mit Russland, oder noch schlimmer mit Frankreich und Russland, zu vermeiden.