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Das Drama - Aufbau, Kennzeichen und bekannte Beispiele 07:16 min

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Transkript Das Drama - Aufbau, Kennzeichen und bekannte Beispiele

Hallo, ich bin´s Lusie und ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Video. In diesem Video geht es um das Drama. Ihr werdet die wichtigsten Begriffe und Kennzeichen kennenlernen. Außerdem werde ich euch die wichtigsten Theorien zum Drama vorstellen. Damit ihr sie kennenlernt und einordnen könnt. Es gibt verschiedene Formen des Dramas - welche, werdet ihr hier erfahren. Und ich werde euch die wichtigsten Beispiele nennen. Das Drama ist eine der drei Literaturgattungen. Die anderen Gattungen sind die Lyrik und die Epik. Die Epik ist die erzählende Literatur, Beispiele dafür sind der Roman, die Erzählung und die Kurzgeschichte. Die Lyrik ist die Dichtung, zu ihr gehören alle Gedichte und Balladen. Nach diesem Video werdet ihr wissen was die Dramatik ist und ihr kennt die wichtigsten Beispiele.Das Wort Drama kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Schauspiel“, „Handlung“ oder „gespielte Handlung“. Der Ursprung des Dramas, das wir in Europa kennen, liegt im antiken Griechenland. Entstanden ist das Drama aus Umzügen und religiösen Kulthandlungen. Im 4. und 5. Jahrhundert v. Chr. wurden Schauspiele noch häufig für Kultfeste gehalten. Die Schauspieler standen meist auf Schuhen mit sehr hohen Sohlen und trugen Masken, die die gespielten Personen charakterisierten. Die Inhalte damals waren Erlebnisse aus der Geschichte oder Mythen. Bekanntester griechischer Dichter ist Sophokles. Seine bekanntesten Dramen sind „Antigone“ und „König Ödipus“.Das arestotelische Theater: Als erster entwickelte Aristoteles seine Theorie zum Theater. Aristoteles war ein griechischer Philosoph und lebte von 384-322 v. Chr. Er sammelte seine Beobachtungen zum Drama und fasste diese in seiner Theorie zusammen. Diese Definitionen galten lange als Lehrsätze für die europäische Dramatik.Der pyramidale Aufbau des Dramas nach Gustav Freytag. 1863 stellte Freytag in einem Buch ein von Aristoteles geprägtes Schema auf: Er beschrieb den Aufbau des Dramas in einer Pyramide. Außerdem stelle er fest, dass für die Struktur eines Dramas wichtig ist, dass es 3 Einheiten gibt: Die Einheit der Handlung, die Einheit der Zeit und die des Ortes. Jede Szene hat einen begrenzten Zeitraum und findet an einem Ort statt, an den die Handlung gebunden ist. Eine Szene ist Teil einer Bühnenhandlung. Verschiedene Szenen bilden einen Akt. Das ganze Drama ist unterteilt in Akte. Der 1. Akt ist die Exposition, also die Einleitung. Der 2. Akt ist die steigende Handlung und hat eine Besonderheit. Die Besonderheit hierbei ist der erregende Moment, also der spannungsaufbauende Moment. Der 3. Akt ist der Höhepunkt und die Peripetie. Der 4. Akt ist die fallende Handlung mit dem retardierenden Moment, also dem verzögerndem Moment. der 5. Akt ist die Katastrophe. Das Drama nach Aristoteles wird auch das geschlossene Drama genannt. Dieser Dramenform wurde das offene Drama gegenüber gestellt. Berthold Brecht entwickelte diese Dramenform als das epische Theater. Brecht wollte damit Akzente im Drama verschieben und vor allem das Publikum zum kritischen Mitdenken anregen. Zum epischen Theater gibt es ein eigenes Video.Es gibt 2 wichtige Grundformen des Dramas, die Tragödie und die Komödie. Beide lassen sich auf die griechische Antike zurückführen. In der Tragödie ist die Hauptfigur einem Schicksal ausgeliefert, das sich nicht umgehen lässt. Es bedeutet nicht, dass der Held immer stirbt, aber eine Tragödie endet mit dem Scheitern des Helden.Im Gegensatz dazu steht die Komödie. Diese endet meist glücklich. Durch die übertriebene Darstellung von menschlichen Schwächen lässt sie den Zuschauer häufig lachen. Eine Tragikomödie ist ein Drama, in dem die Merkmale der Komödie und der Tragödie miteinander verknüpft sind. Es ist eine Mischform aus Beidem. Es handelt sich um eine Tragödie, die auch komische Bestandteile enthält. Es gibt verschiedene Sonderformen des Dramas. Ich nenne euch einige: Das Volksstück, das Hörspiel, der Schwank, ein Lehrstück oder das absurde Theater.Begriffe, die ihr im Zusammenspiel mit dem Drama ausserdem kennen solltet: Das Theater ist das Schauspielhaus oder der Zuschauerraum. Die Wechselrede zwischen 2 Personen nennt man Dialog. Der Monolog ist die Rede einer einzelnen Person.Und jetzt nenne ich euch die wichtigsten Dramen: Sophokles verfasste „Antigone“ im Jahr 442 v. Chr.. „Emilia Galotti“ entstand in der Aufklärung und wurde von Gotthold Ephraim Lessing 1772 verfasst. Die Tragödie „Faust“ von Goethe entstand im Jahr 1797 und ist euch sicher bekannt. Das offene Drama „Woyzeck“ wurde 1836 von Georg Büchner verfasst und wird noch heute oft gespielt. Berthold Brecht verfasste das Drama „Der gute Mensch von Sezuan“ im Jahr 1943.Das waren die wichtigsten Kennzeichen und Informationen zum Drama. Ich hoffe, das Video hat euch gefallen und wir sehen uns beim nächsten Mal. Eure Luise.

5 Kommentare
  1. Hallo Fnek,
    das ist wirklich eine kniffelige Frage. Das Wort Drama stammt aus dem Griechischen, deshalb darf die genannte Antwortmöglichkeit nicht als korrekt gezählt werden. Die Antwortmöglichkeit lautete nämlich „Das lateinische Wort Drama...“. Wir haben die Aufgabe aber nun angepasst.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 3 Monaten
  2. dass sagt ihr sogar bei 1 min und 18 sek

    Von Fnek, vor 3 Monaten
  3. das wort drama bedeutet doch soviel wie handlung gespielte handlung bzw. schauspiel wenn ich mich nicht verhört habe ist in der 1sten übung falsch!!

    Von Fnek, vor 3 Monaten
  4. Hallo Tina,
    danke für deinen Hinweis! Das Wort Drama stammt aus dem Griechischen, deshalb darf die genannte Antwortmöglichkeit nicht als korrekt gezählt werden. Das haben wir nun korrigiert.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Vreni Striggow, vor fast 2 Jahren
  5. bei,,Wähle die richtigen Antworten aus´´
    steht lateinisch aber in der Zusammenfassung steht das Drama ein griechisches Wort ist..Was denn nun?:D

    Von Tina 27, vor fast 2 Jahren

Das Drama - Aufbau, Kennzeichen und bekannte Beispiele Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Drama - Aufbau, Kennzeichen und bekannte Beispiele kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Aufbau des Dramas nach Gustav Freytag.

    Tipps

    Überlege dir, welche Funktion der einzelne Akt übernimmt.

    Beachte, dass jedem Akt ein Fachausdruck zukommt.

    Lösung

    Folgendes solltest du über den pyramidalen Aufbau des Dramas nach Gustav Freytag wissen:

    Die von Aristoteles entwickelten Theorien zum geschlossenen Drama liegen diesem Schema zugrunde. Zu den drei Einheiten des Dramas zählen:

    • die Einheit der Handlung, d.h. die Dramenhandlung ist eine geschlossene Handlung mit Anfang, Mitte und Ende.
    • die Einheit der Zeit, d.h. die Dramenhandlung findet innerhalb von 24 Stunden statt. Die Vorgeschichte wird dabei beispielsweise durch die Dialoge der Personen erzählt.
    • die Einheit des Ortes, d.h. die Dramenhandlung findet ausschließlich an einem Ort statt.
    Jedes Drama ist in fünf Akte unterteilt:
    • Der 1. Akt wird auch Exposition, d.h. Einleitung genannt und dient der Einführung in den Konflikt.
    • Der 2. Akt enthält einen erregenden Moment durch den die Spannung der Handlung gesteigert wird.
    • Der 3. Akt zeichnet sich durch den Höhepunkt und die Peripetie aus, d.h. es findet ein Umschlag der Dramenhandlung statt, innerhalb derer der Held entweder siegen oder scheitern kann.
    • Im 4. Akt fällt die Spannung der Dramenhandlung, wird jedoch durch den retardierenden Moment noch hinausgezögert.
    • Im 5. Akt findet die Katastrophe statt, die bei einer Tragödie im Untergang des Helden besteht.

  • Beschreibe die Merkmale, die das Drama auszeichnet.

    Tipps

    Die Anfänge des Dramas sind im antiken Griechenland zu finden.

    Lösung

    Folgendes solltest du über das Drama wissen:

    • Das Drama gehört neben der Lyrik und der Epik zu einer der drei literarischen Gattungen.
    • Das Wort Drama stammt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie Schauspiel, Handlung oder gespielte Handlung.
    • Sophokles gilt als der bekannteste griechische Dichter. Von ihm stammen die Werke: Antigone und König Ödipus.
    • Der griechische Philosoph Aristoteles entwickelte als erster eine Theorie zum Theater, das von Gustav Freytag mit seinem pyramidalen Aufbau des Dramas aufgegriffen wurde.
    • Zu den Grundformen des Dramas gehören die Tragödie und die Komödie. Die Tragikomödie enthält aus beiden Dramenarten Merkmale.
  • Definiere die folgenden Begriffe zum Drama.

    Tipps

    Der bekannte Filmregisseur Billy Wilder erklärte einmal den Unterschied zwischen Komödie und Tragödie wie folgt: „Ein Mann läuft auf die Straße und fällt hin. Wenn er wieder aufsteht, ist das eine Komödie, die Leute lachen; bleibt er liegen, ist es eine Tragödie." Versuche daraus die Definition der Tragödie abzuleiten.

    Jedes Drama ist in fünf Akte unterteilt.

    Lösung

    Folgende Begriffe solltest du im Zusammenhang mit dem Drama kennen:

    • Das Drama selbst gehört zu einer der drei literarischen Gattungen und beschreibt eine Handlung, die mit verteilten Rollen als Schauspiel im Theater aufgeführt wird. Das Theater meint damit das Gebäude, wo ein Drama aufgeführt wird.
    • Der Begriff Dialog bezeichnet die Wechselrede zwischen den Personen, während ein Monolog die Rede einer einzelnen Person, sozusagen das Selbstgespräch ist.
    • Jedes Drama ist in fünf Akte unterteilt und dient dem Schauspiel als Struktur, da jedem Akt eine bestimmte Funktion zufällt. Zum Beispiel dient der erste Akt dabei als Exposition, als Einleitung, in dem die Personen vorgestellt werden.
    • Die Schauspieler trugen in früheren Zeiten bei ihren Vorstellungen Masken. Die Masken hatten bestimmte Ausdrücke wie Entsetzen oder Freude und dienten dazu den jeweiligen Ausdruck der zu spielenden Person zu unterstreichen.
    • Hinsichtlich der beiden Grundformen des Dramas unterscheidet man die Tragödie und die Komödie. In einer Tragödie ist die Hauptfigur einem Schicksal ausgeliefert, das von Anfang an vorher bestimmt war und sich auch durch aktives Handeln nicht umgehen lässt. Folglich endet die Tragödie immer mit dem Scheitern des Helden. Während die Komödie meist glücklich endet und durch die übertriebene Darstellung von menschlichen Schwächen durchaus komische Elemente enthält.
  • Erläutere den Aufbau eines geschlossenen Dramas anhand Sophokles „Antigone“.

    Tipps

    Das geschlossene Drama nach Aristoteles hat fünf aufeinander aufbauende Akte, die jeweils eine klare Funktion haben.

    Der Disput, ob der Wille der Götter befolgt werden soll oder das irdische Gesetz gilt, durchzieht das Drama wie ein roter Faden und spitzt sich immer weiter zu, da Kreon seine Macht unbedingt durchsetzen will.

    Lösung

    Die geschlossene Dramenform orientiert sich an Gustav Freytags pyramidalen Aufbau des Dramas. Dieses Schema kann man auch wie folgt auf „Antigone“ anwenden:

    • 1. Akt: Exposition: Kreon bestimmt, dass Eteokles würdevoll beigesetzt wird, während die Überreste von Polyneikes den Tieren zum Fraß vorgeworfen werden sollen. Antigone widersetzt sich dieser könglichen Anweisung.
    • 2. Akt: Steigende Handlung: Handlungsfäden werden verknüpft und das Geschehen entwickelt sich Antigone wird festgenommen und es entbrennt ein heftiger Streit, ob nun der Wille der Götter oder die Pflichten gegenüber dem Vaterland Vorrang haben.
    • 3. Akt: Höhepunkt: Höhepunkt des Konflikts, in dem der Held vor der entscheidenden Auseinandersetzung steht und der Umschlag zur dramatischen Wende seinen Ausgangspunkt findet Haimon versucht den Vater noch davor zu warnen, nicht seine staatliche Macht zu missbrauchen. Enttäuscht über diese Sichtweise beschließt Kreon nun, Antigone lebendig einzumauern.
    • 4. Akt: Fallende Handlung mit retardierendem Moment: Die Entwicklung geht dem Ende zu, jedoch kommt noch einmal die Hoffnung auf, dass der Held noch gerettet werden kann. Der blinde Seher Teiresias kündigt Kreon an, dass sein Sohn Haimon bald sterben wird. Um dies noch zu verhindern wendet sich Kreon an den Chor, der ihm daraufhin rät, Polyneikes angemessen zu bestatten und Antigone wieder frei zu lassen.
    • 5. Akt: Katastrophe: Die Tragödie endet mit dem Untergang des Helden. Sowohl Antigone, Haimon als auch seine Mutter haben getrieben von den Ereignissen Selbstmord begangen. Als göttliche Strafe für sein hochmütiges Verhalten bleibt Kreon allein zurück.
  • Bestimme die Merkmale einer Komödie.

    Tipps

    Überlege, ob die Aspekte eine Tragödie oder eine Komödie besser beschreiben.

    In einer Tragödie stirbt der Held nicht immer, sie endet aber immer mit dem Scheitern des Helden.

    Lösung

    Folgendes solltest du über eine Tragödie und eine Komödie wissen:

    Während die Hauptfigur der Tragödie ihrem Schicksal hilflos ausgeliefert ist, bringt sich die Hauptfigur der Komödie durch ihre eigenen Schwächen meist selbst in Bedrängnis. Demnach kann eine Komödie durchaus einen positiven Ausgang finden, während die Tragödie stets mit der Katastrophe endet. Die Komödie regt zum Lachen an, da die oberflächlichen Werte der Gesellschaft, aber auch menschliche Schwächen belustigend dargestellt werden. Die Tragödie soll beim Zuschauer hingegen Furcht und Mitleid mit dem Helden auslösen.

  • Zeige, woran erkennbar ist, dass es sich bei „Iphigenie auf Tauris“ um ein aristotelisches Drama handelt.

    Tipps

    Überlege, wie man eine einheitliche Handlung noch anders ausdrücken könnte.

    Das Stück wird gekennzeichnet durch den Spannungsaufbau, ob Iphigenie mit Orest und Pylades schließlich die Insel verlässt oder nicht.

    Lösung

    Bei Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“ handelt es sich um eine geschlossene Dramenform, die die drei Einheiten von Ort, Zeit und Handlung strengstens einhält:

    So spielt sich das Stück an einem einzigen Ort, nämlich am Hain vor Dianas Tempel ab – Einheit des Ortes. Hier trägt sich die gesamte Handlung zu, wobei auch alle Nebenhandlungen zur Haupthandlung führen: Der zentrale Konflikt, nämlich Iphigenies Sehnsucht nach ihrer Heimat, aber auch ihre Verpflichtung gegenüber den Menschen auf Tauris stehen hier im Vordergrund – Einheit der Handlung. Das Stück spielt sich dabei innerhalb einer Sonnenwende ab, d.h. die Einheit der Zeit wird berücksichtigt. Dies hatte in der Antike zunächst aufführungstechnische Gründe, da die Menschen auf das Tageslicht angewiesen waren.