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Mediation – Sprachmittlung 08:07 min

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Transkript Mediation – Sprachmittlung

Herzlich willkommen zu einem neuen Video aus unserer Reihe Prüfungsvorbereitung Englisch. Heute erklären wir euch, was eine gute Mediation ausmacht. Die Sprachrichtung ist hier vom Deutschen ins Englische. Wir beginnen mit ein wenig Theorie. Und anschließend auch wieder einige Tipps und Tricks für die Praxis.Was genau ist den eigentlich eine „Mediation“? Sie ist eine sinngemäße Übertragung eines Textes von einer Sprache in eine andere, und zwar nach wesentlichen, beziehungsweise erfragten Informationen verdichtet. „Verdichtet“, das bedeutet „Summary“, “zusammenfassen”. Die wesentlichen Informationen eines Ausgangstextes – das sind die Hauptaussagen und die erfragten Informationen –, das sind die Informationen, die die Aufgabenstellung einfach von mir erwartet. Die Mediation ist sprachlich angemessen, situativ und altersgemäß. „Sprachlich angemessen“, das bedeutet, mit zunehmendem Englischkönnen werden die Ausgangstexte länger und auch schwieriger. „Situativ“ heißt, ihr findet euch in einer Situation wieder, wo ihr zwischen zwei Partnern steht, die einander nicht direkt verstehen können und ihr müsst jetzt eben zum Beispiel dolmetschen. Und „altersgemäß“, das bedeutet, das Themenspektrum der Mediation ist an euer Alter angepasst. Ganz wichtig der nächste Punkt. Die deutsche Textgrundlage liegt über dem sprachlichen Niveau, das ihr in der Fremdsprache erreichen könnt. Warum das so ist, das erkläre ich gleich. Und die „four basic skills“, die man beherrschen sollte, um eine gute Mediation zu machen, das ist Dolmetschen, Paraphrasieren, Übersetzen und Zusammenfassen. So, und als Nächstes grenzen wir die Mediation von den Aufgabenformen ab, die ihr schon kennt.Was ist die Mediation denn nicht? Sie ist keine Version, also keine Wort-für-Wort-Übersetzung in die Fremdsprache. Entscheidend bei der Mediation ist, dass der Kommunikationszweck erreicht wird, und nicht, dass ein Ausgangstext möglichst exakt wiedergegeben wird. Das geht auch gar nicht. Gerade haben wir gehört, dass das Sprachniveau des Ausgangstextes deutlich über dem Niveau liegt, das ihr im Englischen wiedergeben könnt. Also, Wort-für-Wort-Übersetzung ist gar nicht möglich. Außerdem ist die Mediation kein „Comment“. Es geht nicht darum, die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, sondern darum, Mittler zwischen Gesprächspartnern zu sein, die einander direkt nicht verstehen können. So, und hier nochmal die Anforderungen der Mediation auf einen Blick. Was muss man können? Man muss Kernaussagen in einem längeren deutschen Text erschließen können. Außerdem Inhalte aufgabenrelevant auswählen. Ich muss meinen englischen Text sprachlich angemessen gestalten. Das bedeutet, wenn ich eine E-Mail an einen Freund schreibe, dann werde ich das anders tun, als wenn ich zum Beispiel für einen Minister dolmetschen muss. Und außerdem muss ich lernen, sinngemäß wiederzugeben. Das bedeutet, ich muss mich von der deutschen Satzstruktur und vom deutschen Wortlaut lösen. Soweit also die Theorie. Und jetzt einige ganz wichtige Tipps und Tricks, einige Strategien, die man in der Mediation einsetzen kann. Wir haben immer eine deutsche Konstruktion und wir haben versucht, diese Konstruktion ins Englische zu packen, ohne eine Wort-für-Wort-Übersetzung zu machen. Also: „Wichtige Verkehrsregeln für Inline-Skater…" Das Einfachste ist wahrscheinlich, einfach den Wortschatz zu vereinfachen. Wenn ich nicht weiß, was Verkehr heißt, dann lasse ich es weg und kann immer noch sagen: „Important rules for inline skaters…“ Ich soll ja nicht übersetzen. Der Kommunikationszweck, der ist hier erreicht. Jetzt werden einige sagen: „Verkehr“ ist doch kein Problem. „Traffic“, ganz einfach. Aber Vorsicht: Mit zunehmendem Englischkönnen steigt auch das Niveau der deutschen Sätze. Und hier haben wir schon einen Satz, den können wir nicht mehr wörtlich ins Englische übersetzen: „Lamas haben keine Hörner, Euter haben sie auch nicht und auf den Knochen haben sie auch fast nichts drauf.“ Das ist jetzt schon deutlich schwieriger. Wie haben wir das im Englischen wiedergegeben? „Lamas haven’t got the typical features cows have.“ „Typical features cows have” sind die Hörner und die Euter. Und die Knochen haben wir rausgeschmissen. Also, was haben wir gemacht? Wir haben den Wortschatz natürlich erst einmal vereinfacht, aber wir haben auch die Satzstruktur vereinfacht. Das bedeutet, wir haben uns von dem deutschen Ausgangssatz komplett gelöst und einen ganz eigenständigen englischen Satz gemacht. Und weiter geht’s. „Aber: Gerade hier müssen Sie vorsichtig und mit Rücksicht auf Fußgänger fahren, am besten mit angepasster Geschwindigkeit.“ Und im Englischen: „But be careful. Watch out for pedestrians and reduce speed.” Hier mehrfache Vereinfachung des Wortschatzes und der Struktur. Den Wortschatz haben wir vereinfacht. „Vorsichtig“ und „Rücksicht“. „Careful“, das geht noch. „Rücksicht“ wissen wir nicht, aber wir können sagen „watch out“. Und angepasste Geschwindigkeit bedeutet ja wohl langsamer. Also: „reduce speed“. Also, und außerdem haben wir wieder die Struktur des deutschen Ausgangssatzes vereinfacht und einen kompletten, neuen englischen Satz gemacht, und sogar zwei Sätze daraus gemacht. „Radeln ist Volkssport und boomt, sowohl als Breiten- als auch als Leistungssport.“ – „Riding bikes has become fashionable and competitive.“ Wir haben dieses deutschen Satz inhaltlich vereinfacht. „Volkssport“ und „boomen“, „Breiten- und Leistungssport“: Wir haben einfach zwei Adjektive eingesetzt, „fashionable and competitive“. Und weiter geht es. „Eine gute Möglichkeit, Hektik zu vergessen, ist das Wandern. Man atmet ohne Stress, schaut, hört und erholt sich.“ Das kann ich im Englischen zum Beispiel wiedergeben: „Backpacking is great to reduce stress.“ Unwichtige oder redundante Textstellen werden einfach weggelassen. „Redundant“, das bedeutet Textstellen, die sich wiederholen. Oder unwichtige. Also, wir haben hier „Hektik“ und „Stress“, davon schmeißen wir eines raus, „Stress“ haben wir behalten. Und dann haben wir „man atmet“, „man schaut“, man „hört und erholt sich“, da haben wir einfach etwas weggelassen, und dann kommen wir zu dem Endsatz „Backpacking is great to reduce stress“. So, und jetzt nochmal die Key Techniques, die Schlüsseltechniken auf einer Folie. Grundsätzlich gilt:Löse dich von Wortlaut und Satzstruktur. Das ist vielleicht der wichtigste Hinweis. Solange ihr am deutschen Ausgangssatz klebt, sowohl an der Struktur, als auch an den Wörtern, werdet ihr immer versucht sein, Wort für Wort ins Englische zu übersetzen und das geht in der Mediation nicht. Weiter: Wende Markierungstechniken an, zum Beispiel Schlüsselwörter markieren und so weiter. Dazu haben wir übrigens ein eigenes Video gemacht. Das solltet ihr euch vielleicht mal ansehen. Nutze das Wörterbuch nur in Ausnahmen, wenn es gar nicht anders geht. Ihr kommt sonst in Zeitschwierigkeiten, weil irgendwann reicht euch die Zeit nicht mehr, um diese Mediation zu Ende zu machen. Ganz wichtig: Organisiere Texte um. Organisiere Ausgangstexte um. Relevante Themen, die über den ganzen Text verstreut sind, werden zu einer Hauptaussage zusammengefasst und werden in einen Abschnitt gepackt. Und: Drücke dich einfach, verständlich und klar aus und achte auf die Situation und auf den Empfänger. Das war’s. Vielen Dank fürs Mitmachen. Wir hoffen, ihr könnt das, was ihr hier gehört und gesehen habt, in der Praxis auch anwenden. Viel Spaß mit unseren anderen Videos. Und tschüss, bis zum nächsten Mal!

62 Kommentare
  1. echt geiles Video hat geholfen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Kajulsa, vor 10 Tagen
  2. Hete ich nicht gewust

    Von Pearlexoxo, vor 4 Monaten
  3. Was ist ein Kontext?

    Von Marika Seiz, vor 10 Monaten
  4. hallo leute

    Von Shayan G., vor 10 Monaten
  5. Danke!!!!!

    Von Björn K., vor 11 Monaten
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Mediation – Sprachmittlung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Mediation – Sprachmittlung kannst du es wiederholen und üben.

  • Ergänze die Definition der Mediation.

    Tipps

    Die Mediation ist keine Übersetzung: Es geht nur darum, die wesentlichen Informationen zu vermitteln.

    Der Ausgangstext beinhaltet oft Begriffe, welche über dem Fremdsprachenniveau liegen.

    Lösung

    Die Mediation ist eine Technik, bei der der Textinhalt sinngemäß in die Fremdsprache übertragen wird. Dabei geht es nicht darum, jedes einzelne Wort korrekt zu übersetzen, sondern die Botschaft des Textes zu übermitteln. Dabei sind die Ausgangstexte oft lang und komplex, doch können Satzbau und Vokabular vereinfacht werden.

  • Gib an, welche Begriffe die Mediation beschreiben und welche nicht.

    Tipps

    Beachte dass die Mediation nicht mit einer Übersetzung gleichgesetzt werden kann.

    Eine Mediation ist eine Art der Sprachmittlung – das heißt sie hat den Zweck, den Inhalt zu erklären und nicht Wort für Wort zu übersetzen.

    Lösung

    Eine Mediation dient dazu, zwischen zwei Gesprächspartnern, welche sich nicht verstehen, zu vermitteln. Dabei ist es wichtig, dass der Kommunikationszweck erreicht wird: Die wichtigsten Informationen werden verdichtet und wiedergegeben.

    Es ist nicht notwendig, dass die Satzstruktur und der Wortschatz 1:1 übernommen werden. Da der Ausgangstext oft über dem sprachlichen Niveau der Fremdsprache liegt, reicht es aus, Abschnitte zusammenzufassen und die Kernpunkte zu erschließen.

  • Stelle die Warnschilder den Warnungen gegenüber.

    Tipps

    Wenn du nicht alle Wörter der Warnung kennst oder verstehst, orientiere dich an bekannten Ausdrücken wie exit oder fire.

    Das Wort elevator kommt vom Verb to elevate, das „anheben” oder „erheben” bedeutet.

    Das Verb to trespass bedeutet „unerlaubt betreten”.

    Lösung

    Um eine englische Warnung dem deutschen Warnschild zuordnen zu können, ist es nicht notwendig, jede Vokabel zu kennen – die Übersetzung erfolgt nicht Wort für Wort, sondern dient lediglich dem Kommunikationszweck.

    Es ist nur wichtig, dass der Leser versteht, wovor gewarnt wird.

  • Ermittle die Attraktionen des Museums.

    Tipps

    Bei einer Mediation ist es besonders wichtig, die Aufgabenstellung genau zu lesen.

    Finde heraus, was das Museum besonders macht: Gibt es interessante Attraktionen oder Stationen? Vergiss nicht, dass für deinen Brieffreund nur die Ausstellungsstücke und Angebote interessant sind.

    Generelle Informationen enthalten meist Zahlen: Öffnungszeiten, Preise, ...
    (Diese sind für diese Situation nicht relevant!)

    Beachte, dass Informationen, welche für die Mediation von Bedeutung sind, meist Substantive enthalten (wie „Artefakte“ oder „NASA-Mitarbeiter“).

    Lösung

    Die Mediation fasst Kernaussagen aus einem Text zusammen und gibt diese wieder: dazu müssen die Schlüsselwörter eines Textes identifiziert werden.
    Schlüsselwörter geben die wichtigsten Informationen des Textes bekannt, wie Öffnungszeiten, Besonderheiten oder Ähnliches.
    Um Schlüsselwörter zu erkennen, muss die Frage gestellt werden, ob der Text auch ohne diese Information sinngemäß wäre.

  • Bestimme die Key Techniques der Mediation.

    Tipps

    Denke an die Definition der Mediation: Sie ist keine 1:1-Übersetzung.

    Der Sinn der Mediation ist, zwischen zwei Gesprächspartnern zu vermitteln: Wähle die Punkte aus, die für diesen Zweck wichtig sind.

    Lösung

    Eine Mediation dient der Vermittlung zwischen zwei Gesprächspartnern. Die richtigen key techniques beschreiben den Vorgang der Mediation:

    Die Schlüsselstellen werden identifiziert (markiert) und sinngemäß wiedergegeben. Während bei einer Übersetzung versucht wird, einen Ausgangstext möglich exakt wiederzugeben, ist es bei der Mediation nur wichtig, sich klar und verständlich auszudrücken und die Hauptaussagen des Textes zusammenzufassen.

  • Bestimme die richtigen Aussagen.

    Tipps

    Orientiere dich an den Wörtern die du kennst: leaf bedeutet „Blatt“.

    Beachte, dass es in der Mediation nicht darum geht, dass du die englischen Aussagen Wort für Wort übersetzen kannst oder verstehst – wichtig ist, dass du den Inhalt der Sätze erklären kannst.

    Lösung

    Um die richtige Übersetzung zu finden, ist es wichtig, die key techniques der Mediation zu beherrschen: der Wortlaut und die Satzstruktur kann vereinfacht werden, Schlüsselwörter (wie Namen, spezielle Bezeichnungen) müssen erkannt werden und der Kommunikationszweck muss erreicht werden.