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Satzglieder im einfachen Satz 05:34 min

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Transkript Satzglieder im einfachen Satz

Kurt Kowalski ist seit 50 Jahren Polizist und hat heute seinen letzten Arbeitstag. Er ahnt nicht, dass er noch einen Fall zu lösen hat. Polizeirevier Krauthausen. Kommissar Kowalski am Apparat. Anruferin: "Hermann fehlt!" Kurt: "Entschuldigung, können Sie das bitte wiederholen?" Anruferin: "Hermann fehlt." Kurt: "Was?!" Anruferin: "Herrmann fehlt!" Dieser Satz ist ein Beispiel für einen einfachen Satz. Ein einfacher Satz besteht aus mindestens zwei Satzgliedern, nämlich dem Subjekt und dem Prädikat. In diesem Fall ist "Hermann" das Subjekt und "fehlt" ist das Prädikat. Es ist der Kern eines Satzes. Prädikate werden durch Verben gebildet. Sie können aus einem Wort bestehen - das nennt man einteiliges Prädikat - wie hier "fehlt" oder sie bestehen aus mehreren Wörtern, wie zum Beispiel "hat gefehlt". Das nennt man dann mehrteiliges Prädikat. Kommissar Kowalski hört zwar schlecht, aber er weiß trotzdem sofort, wie er nach dem anderen Satzglied fragt. Kurt: Wer oder was fehlt? Mit "wer" oder "was" kannst du nach dem Subjekt fragen. Das Subjekt steht immer im 1. Fall, dem Nominativ. Das Subjekt kann ein Namenwort, ein Pronomen oder eine Wortgruppe sein. Um den Fall zu lösen, braucht Kommissar Kowalski noch weitere Informationen. Kurt: "Wie sieht Hermann aus? Beschreiben Sie den Vermissten!" Anruferin: "Hermann hat einen Bart. Er ähnelt dem Weihnachtsmann.“ Moment mal. Hier fehlt doch was! Obwohl ein einfacher Satz manchmal nur aus Subjekt und Prädikat bestehen kann - wie bei "Hermann fehlt" - müssen manche Sätze durch Objekte erweitert werden. Der Grund dafür sind bestimmte Verben, die ein Objekt verlangen. Zwei dieser Verben hat die Anruferin benutzt, nämlich "hat" und "ähnelt". Doch was hat die Anruferin jetzt eigentlich wirklich gesagt? Kurt: Was hat er? Wem ähnelt er? Anruferin: "Hermann hat einen langen Bart. Er ähnelt dem Weihnachtsmann." Bei "einen langen Bart" handelt sich um ein Akkusativobjekt. Du ermittelst es mit den Fragen "wen" oder "was" So wie es auch Kommissar Kowalski gemacht hat. Wen oder was hat Hermann? Einen langen Bart. "dem Weihnachtsmann" hingegen ist ein Dativobjekt. Du erfragst es mit dem Fragewort "wem". Wem ähnelt er? Dem Weihnachtsmann. Kommissar Kowalski benötigt noch weitere Infos. Kurt: "Ist notiert. Fahren Sie fort!" Anruferin: "Ich bin hilflos!" Welches neue Satzglied versteckt sich wohl hier? Ausschlaggebend ist das Verb "bin", eine gebeugte Form des Verbs "sein". Einige Verben, wie zum Beispiel "sein, werden, heißen oder bleiben", verlangen neben dem Subjekt ein weiteres Satzglied: das Prädikativ. Auch das Prädikativ kann ein Satzglied eines einfachen Satzes sein. Es kann ein Adjektiv, ein Nomen oder eine Wortgruppe sein. Ein paar letzte Informationen muss die Anruferin noch dringend loswerden. Anruferin: "Wegen seines tollen Charakters wurde Hermann gestern Nacht heimtückisch aus dem Garten entführt!" Kurt: Wo? Wie? Wann? Warum? Sie müssen lauter sprechen! Ich höre sehr schlecht!“ Kommissar Kowalskis Fragen beziehen sich auf die genauen Umstände der Tat, die durch adverbiale Bestimmungen angegeben werden. Diese Umstandsbestimmungen sind Satzglieder, die zusätzliche Informationen über den Grund, die Zeit, die Art und Weise und den Ort eines Geschehens geben. "Wegen seines tollen Charakters" ist die adverbiale Bestimmung des Grundes. "gestern Nacht" die adverbiale Bestimmung der Zeit. Bei "heimtückisch" handelt es sich um die adverbiale Bestimmung der Art und Weise und "aus dem Garten" gibt nähere Informationen zum Ort des Geschehens. Endlich hat Kommissar Kowalski alle Informationen, die er braucht. Er weiß jetzt wann Hermann entführt wurde, woher Hermann entführt wurde, warum Hermann entführt wurde und wie Hermann entführt wurde. Puh, geschafft. Doch bevor Kommissar Kowalski den Fall endgültig lösen kann, schaut er sich die wichtigsten Fakten noch einmal an. Einfache Sätze bestehen aus mindestens einem Subjekt und einem Prädikat. Andere Satzglieder, die den einfachen Satz erweitern können, sind zum Beispiel Prädikative, Objekte oder adverbiale Bestimmungen. Kommissar Kowalski kennt doch seine Krauthausener und ist bereits auf dem Weg zum Tatort. Schließlich löst sich der Fall ja nicht von alleine. Obwohl, manche Fälle vielleicht doch. Anruferin: "Ah Hermann mein Schatz, da bist du ja!“

19 Kommentare
  1. Das Video hat mir sehr gut gefallen😃😃😃😃😃

    Von Fabian Rudigkeit, vor 4 Monaten
  2. Hallo Birte,
    es freut uns, dass dir das Video gefallen hat.
    Adverbiale Bestimmungen beschreiben entweder Ort, Zeit, einen Grund oder die Art und Weise von etwas. Die adverbialen Bestimmungen des Grundes erfragt man mit Warum? oder Weshalb? Somit kann es in einem Satz eine Begründung sein, muss es aber nicht.
    Hier zwei Beispiele für dich:
    „Maria rennt in das Haus, weil es regnet.“ Warum rennt Maria in das Haus? Weil es regnet. Diese adverbiale Bestimmung ist eine Begründung dafür, warum Maria in das Haus rennt.
    „Deshalb sitzt sie auf dem Boden.“ Weshalb sitzt sie auf dem Boden? Deshalb. In dem Satz finden wir keine konkrete Begründung dafür, warum sie auf dem Boden sitzt. Trotzdem fragen wir mit warum/weshalb und haben somit eine adverbiale Bestimmung des Grundes (auch Kausalbestimmung genannt).
    Viel Erfolg beim Lernen wünscht sofatutor!

    Von Carolin Kasper, vor 4 Monaten
  3. Eine Frage ist eine adverbiale Bestimmung so etwas wie eine Begründung???

    Von Birte D., vor 4 Monaten
  4. Mega

    Von Birte D., vor 4 Monaten
  5. Das Video st sehr gut.

    Von Oneda2tobli, vor 4 Monaten
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Satzglieder im einfachen Satz Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Satzglieder im einfachen Satz kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, wie du nach den Satzgliedern fragen kannst.

    Tipps

    Im Satz

    Hermann fehlt.

    ist „Hermann“ das Subjekt. Wie kannst du „Hermann“ erfragen?

    Im Satz

    Hermann hat einen langen Bart.

    ist „einen langen Bart“ das Akkusativobjekt.

    Im Satz

    Er ähnelt dem Weihnachtsmann.

    ist „dem Weihnachtsmann“ das Dativobjekt.

    Lösung

    Das Subjekt des Satzes ist ein Nomen, Pronomen oder eine Wortgruppe im Nominativ. Es ist der Handlungsträger im Satz. Du fragst nach dem Subjekt deshalb mit der Frage Wer oder was...?.

    Die Objekte sind Ergänzungen des Verbs. Sie stehen im Genitiv, Akkusativ oder im Dativ. Das Akkusativobjekt erfragst du mit Wen oder was...?, das Dativobjekt mit Wem...?.

    Die adverbialen Bestimmungen geben genauere Informationen über den Ort, die Zeit, den Grund oder die Art und Weise eines Geschehens. Für jede Adverbialbestimmung gibt es unterschiedliche Fragewörter. Die Ortsbestimmung wird z. B. mit Wo...? Woher...? Wohin...? erfragt, die Bestimmung der Zeit mit Wann...?, Wie lange...? oder Wie oft...?.

  • Bestimme die Satzglieder des folgenden Satzes, indem du die entsprechenden Fragen stellst.

    Tipps

    Subjekt und Prädikat bilden den Satzkern. Sie informieren dich darüber, wer oder was etwas tut.

    Adverbialbestimmungen geben dir z. B. Informationen über Ort, Zeit oder Grund des Geschehens.

    Nach dem Dativobjekt fragst du mit Wem...?.

    Lösung

    Der Satzkern des Satzes lautet sie gibt. Das Subjekt (Wer oder was...?) bezeichnet den Handlungsträger, also denjenigen, von dem eine Handlung ausgeht. Hier ist das Pronomen sie der Handlungsträger im Nominativ.

    Das Prädikat gibt ist die Handlung bzw. zeigt, was geschieht. Es geht vom Subjekt aus.

    Das Prädikat kann durch mehrere Objekte ergänzt werden. Oft bezieht sich die Handlung, die vom Subjekt ausgeht, auf ein Akkusativ- oder Dativobjekt. Hier muss mit Wem...? nach dem Dativobjekt gefragt werden (dem Schiedsrichter). Das Akkusativobjekt ist in diesem Beispielsatz den Ball. Du erfragst es mit Wen oder was...?.

    Adverbialbestimmungen informieren noch genauer über Ort, Zeit, Grund oder Art und Weise einer Handlung. Hier ist die Wortgruppe nach dem Fußballspiel eine Adverbialbestimmung der Zeit, da du nach ihr mit Wann...? fragen kannst.

  • Entscheide, in welchen Sätzen ein Prädikativ enthalten ist.

    Tipps

    Prädikative sind Satzergänzungen, die nur bei bestimmten Verben stehen.

    Die Verben, die ein Prädikativ verlangen, lauten: sein, werden, heißen und bleiben.

    Beispiele:

    • Ich bin klein.
    • Ich heiße Kurt.

    Prädikative können Adjektive, Nomen oder Wortgruppen sein.

    Lösung

    Das Prädikativ ist ein Satzglied. Es kann ein Adjektiv, ein Nomen oder eine Wortgruppe sein.

    • Adjektiv: Ich bin hilflos!; Hermann bleibt unentdeckt.
    • Nomen: Der ermittelnde Kommissar heißt Kurt Kowalski.
    • Wortgruppe: Ich bin eine verzweifelte Anruferin.
    Bestimmte Verben verlangen neben dem Subjekt auch ein Prädikativ: sein, werden, heißen oder bleiben.

  • Bestimme die Satzglieder.

    Tipps

    Achtung: Nicht in jedem Satz müssen alle Satzglieder vorkommen.

    Der einfache Satz benötigt mindestens ein Subjekt und ein Prädikat. Das Prädikat bezeichnet eine Handlung und wird durch Verben gebildet.

    Nach dem Subjekt fragst du Wer oder was...?. Das Subjekt ist meist ein Nomen (Namenwort). Es kann aber auch durch Pronomen (z. B. ich, du, er, sie, es) ersetzt werden.

    Objekte sind Satzergänzungen. Nach dem Akkusativobjekt fragst du Wen oder was...?, nach dem Dativobjekt fragst du Wem...?.

    Adverbialbestimmungen sind Satzergänzungen, die dich z. B. über den Ort, die Art und Weise oder den Grund der Handlung informieren.

    Lösung

    Der einfache Satz besteht aus Subjekt und Prädikat. Du kannst sie als Satzkern bezeichnen.

    • Das Subjekt ist der Handlungsträger im Satz. Frage nach dem Subjekt mit Wer oder was...?. Subjekte können ein Nomen oder ein Pronomen sein. Sie stehen immer im Nominativ.
    • Das Prädikat bezeichnet die Handlung, die das Subjekt ausführt. Es ist deshalb immer ein gebeugtes (finites) Verb. Du kannst auch nach dem Prädikat fragen: Was tut jemand...?
    Neben Subjekt und Prädikat kann der Satz durch einige Satzglieder ergänzt werden. Du kannst sie auch als Satzergänzungen bezeichnen.

    • Objekte sind Ergänzungen des Verbs. Sie sind ebenfalls Nomen oder Pronomen. Sie können u. a. im Akkusativ oder im Dativ stehen. Nach dem Akkusativobjekt fragst du Wen oder was...?, nach dem Dativobjekt fragst du Wem...?.
    • Adverbialbestimmungen informieren dich über den Ort, die Zeit, die Art und Weise oder den Grund einer Handlung. Oft bestehen sie aus einer ganzen Wortgruppe. Es gibt verschiedene Fragen: Wo? (Ort), Wann? (Zeit), Wie? (Art und Weise), Warum? (Grund).
  • Ergänze die Satzglieder in der richtigen Reihenfolge.

    Tipps

    Die Fragen auf der linken Seite geben dir Hinweise, in welcher Reihenfolge die Wörter stehen müssen.

    Das Subjekt ist immer ein Nomen oder Pronomen im Nominativ.

    Das Prädikat ist ein Verb.

    Adverbialbestimmungen können Informationen über Ort oder Zeit einer Handlung geben. Hier bestimmt die Frage „Wo...?“ auf der linken Seite, welche Wortgruppe passt.

    Lösung

    Das Subjekt ist meist der Handlungsträger im Satz. Hier ist es der Kommissar Kowalski. Von ihm geht die Handlung aus.

    Die Handlung wird durch das Prädikat bezeichnet. Was tut der Kommissar hier? Er untersucht.

    Das Akkusativobjekt ergänzt das Prädikat. Es informiert uns hier genauer darüber, was der Kommissar untersucht: ein Verbrechen.

    Adverbiale Bestimmungen geben Informationen zum Umstand der Handlung, also z. B. ihre Zeit, ihr Ort, ihr Grund oder die Art und Weise. Da hier auf der linken Seite die Frage „Wo...?“ steht, muss die Adverbialbestimmung des Ortes eingesetzt werden: im Garten.

  • Ermittle die mehrteiligen Prädikate.

    Tipps

    Das Prädikat besteht aus Verbformen.

    Oft stehen mehrteilige Prädikate im Satz weit auseinander, nämlich an zweiter und an letzter Satzgliedstelle.

    Lösung

    Ein Prädikat besteht nicht immer nur aus einem Verb (einteiliges Prädikat). Es kann auch mehrteilig sein, also aus mehreren Verben oder Verbteilen bestehen. Häufig stehen die Teile des Prädikats im Satz weit auseinander.

    Mehrteilige Prädikate kommen z. B. vor, wenn ein Satz ein Hilfsverb (Modalverb) enthält (müssen, sollen, wollen, dürfen).

    • Kommissar Kowalski muss Hermann finden.
    Mehrteilige Prädikate entstehen aber auch in Zeitformen wie dem Perfekt:

    • Schnell hat er den Gartenzwerg im Gebüsch gefunden.
    Auch trennbare Verben sind oft Grund dafür, dass Prädikate aus mehreren Teilen bestehen:

    • Er fährt sofort nach dem Telefonat los.