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Konjunktiv I – Bildung und Verwendung

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Deutsch-Team

Konjunktiv I – Bildung und Verwendung

lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Beschreibung Konjunktiv I – Bildung und Verwendung

Was ist der Konjunktiv?

Der Konjunktiv ist neben Indikativ und Imperativ der dritte Modus des Verbs. Er wird auch Möglichkeitsform genannt, da er oft verwendet wird, um Unsicheres, Ungewisses oder Mögliches auszudrücken. Der Konjunktiv wird unterschieden in Konjunktiv 1 und Konjunktiv 2. Der Konjunktiv 1 kommt in der indirekten Rede zum Einsatz und drückt damit Aussagen oder Ansichten aus, die nicht die eigenen sind. Der Konjunktiv 2 wird verwendet, wenn man etwas Irreales oder sehr Unwahrscheinliches beschreiben möchte.

Wie bildet man den Konjunktiv 1?

Für die Bildung des Konjunktiv 1 wird der Infinitivstamm benötigt, den man erhält, wenn man vom Infinitiv des Verbs die Endung -en streicht. An diesen Stamm werden die Konjunktivendungen für die einzelnen Personen angehängt.

Konjunktiv 1 – Bildung:

Gebildet wird der Konjunktiv 1 mit dem Verbstamm der 1. Person Plural Präsens und der entsprechenden Konjunktivendung. Die Konjunktivendungen sind:

  • 1.$~$Person Singular: -e
  • 2.$~$Person Singular: -est
  • 3.$~$Person Singular: -e
  • 1.$~$Person Plural: -en
  • 2.$~$Person Plural: -et
  • 3.$~$Person Plural: -en

Konjunktiv 1 berichten → Verbstamm: bericht-

  • ich bericht-e
  • du bericht-est
  • er/sie/es bericht-e
  • wir bericht-en
  • ihr bericht-et
  • sie/Sie bericht-en

Konjunktiv 1 erzählen → Verbstamm: erzähl-

  • ich erzähl-e
  • du erzähl-est
  • er/sie/es erzähl-e
  • wir erzähl-en
  • ihr erzähl-et
  • sie/Sie erzähl-en

Manche Formen des Konjunktiv 1 gleichen den Formen im Indikativ. Dann wird als Ersatzform der Konjunktiv 2 verwendet. Dieser wird aus dem Verbstamm der 1. Person Plural im Präteritum und der Konjunktivendung gebildet. Falls diese Form dann wieder dem Indikativ im Präteritum gleicht, kann der Konjunktiv 2 mit würde umschrieben werden.

  • ich erzähl-e (Konjunktiv 1) - ich erzählt-e (Konjunktiv 2) - ich würde erzählen (Konjunktiv 2 mit würde)
  • wir erzähl-en (Konjunktiv 1) - wir erzählt-en (Konjunktiv 2) - wir würden erzählen (Konjunktiv 2 mit würde)
  • sie erzähl-en (Konjunktiv 1) - sie erzählt-en (Konjunktiv 2) - sie würden erzählen (Konjunktiv 2 mit würde)

Konjunktiv 1 – Beispiele

Konjunktiv 1 wollen → Verbstamm: woll-

  • ich woll-e
  • du woll-est
  • er/sie/es woll-e
  • wir woll-en
  • ihr woll-et
  • sie/Sie woll-en

Konjunktiv 1 sein

  • ich sei
  • du sei-(e)st
  • er/sie/es sei
  • wir sei-en
  • ihr sei-(e)t
  • sie/Sie sei-en

Konjunktiv 1 haben → Verbstamm: hab-

  • ich hab-e
  • du hab-est
  • er/sie/es hab-e
  • wir hab-en
  • ihr hab-et
  • sie/Sie hab-en

Konjunktiv 1 – Verwendung

Der Konjunktiv 1 wird in der indirekten Rede verwendet. Diese wird dann gebraucht, wenn die wörtliche Rede oder die Gedanken anderer Personen wiedergegeben werden sollen.

  • Direkte Rede: Pascal: „Wer kauft die Getränke?“
  • Indirekte Rede: Pascal fragt, wer die Getränke kaufe.

Konjunktiv-1.jpg

Wenn die Form des Konjunktiv 1 mit dem Indikativ übereinstimmt, wird der Konjunktiv 2 verwendet. Anstelle von sie haben wird beispielsweise sie hätten gebraucht.

  • Direkte Rede: Ekaterina und Emine: „Wir haben eine Idee!“
  • Indirekte Rede: Ekaterina und Emine sagen, sie hätten eine Idee.

Indirektes Zitieren

Der Konjunktiv 1 ist vor allem beim indirekten Zitieren wichtig, da dabei fremde Gedanken in den eigenen Text übernommen werden, ohne dass ein wörtliches (direktes) Zitat verwendet wird. Es werden keine Anführungszeichen verwendet. Damit trotzdem deutlich wird, dass diese Gedanken nicht die eigenen sind, muss der Konjunktiv verwendet werden. Das ist besonders bei fremden Meinungen, Argumenten und Thesen der Fall.

  • Original: Tierschützer: „Schimpansen muss man endlich auch Menschenrechte zusprechen!“
  • Indirektes Zitat: Der Tierschützer meint, Schimpansen müsse man Menschenrechte zusprechen.

Diese Form des indirekten Zitierens wird auch Paraphrasieren genannt.

Zeitformen im Konjunktiv 1: gehen

Personalpronomen Konjunktiv 1 Konjunktiv 1 Perfekt Konkunktiv 1 Futur 1 Konjunktiv 1 Futur 2
ich gehe sei gegangen werde gehen werde gegangen sein
du gehest sei(e)st gegangen werdest gehen werdest gegangen sein
er/ sie/ es gehe sei gegangen werde gehen werde gegangen sein
wir gehen seien gegangen werden gehen werden gegangen sein
ihr gehet seiet gegangen werdet gehen werdet gegangen sein
sie/ Sie gehen seien gegangen werden gehen werden gegangen sein

Transkript Konjunktiv I – Bildung und Verwendung

Hallo, schön, dich hierzuhaben, herzlich willkommen beim Übungsvideo zum Konjunktiv I!

Lisa, Max und ihre Freunde organisieren eine Party. Max meint, man müsse sich erst mal auf einen Ort einigen. Wenn man nicht wisse, wo die Party stattfinden solle, dürften sie nicht schon vorher einkaufen. Was, wenn alles schief gehe? Na, fällt dir was auf? Gerade habe ich mehrfach den Konjunktiv benutzt, und zwar hauptsächlich den Konjunktiv I. Darum geht es heute in diesem Video: um die richtige Verwendung des Konjunktiv I.

Du übst hier, direkte Rede in indirekte umzuformen und umgekehrt. Steigen wir gleich ein! Ich versuche jetzt, diesen Satz in indirekte Rede umzuformulieren. Max´ Freunde finden: „Alles kann gleichzeitig organisiert werden.“ Ich nehme die Anführungszeichen weg und setze das Verb in den Konjunktiv I. Na, wie lautetes dann? Genau: Max´ Freunde finden, alles könne gleichzeitig organisiert werden.

Gar nicht schwer, oder? Weißt du noch, wie du den Konjunktiv I bildest? Zur Auffrischung nehme ich das Beispielverb: gehen. Ich streiche die Infinitivendung –en ab und erhalte so den Infinitivstamm geh-. Jetzt hänge ich die Konjunktivendungen daran. Na? Genau, so sehen sie dann aus:

ich geh–e
du geh–est er geh–e wir geh–en
ihr geh–et sie/Sie geh–en

Manchmal ist eine Konjunktiv-1-Form identisch mit der gleichen Form des Indikativs, also der Wirklichkeitsform. Weißt du, was du dann machst? Genau, den Konjunktiv I mit der Ersatzform ersetzen, dem Konjunktiv II. Statt ich gehe schreib ich: ich ginge und statt wir gehen - wir gingen und statt sie gehen - sie gingen

Zurück zu den Partyvorbereitungen: Pascal fragt: „Wer kauft die Getränke?“ Um diesen Satz in den Konjunktiv umzuformen, brauche ich nur etwas umzustellen und das Verb in den Konjunktiv zu setzen. Wie kann ich den Satz bilden? Richtig: Pascal fragt, wer die Getränke kaufe.

Und gleich weiter: Ekaterina und Emine sagen: „Wir haben eine Idee!“ Ekaterina und Emine sagen, sie …

Hier musst du etwas aufpassen. Wenn du “haben” in den Konjunktiv I setzt, bekommst du wieder “haben”, das ist die gleiche Form wie im Indikativ. Wie geht das? Genau, hier verwendest du den Konjunktiv II, also: Ekaterina und Emine sagen, sie hätten eine Idee. Statt haben nehmen wir also hätten.

Jetzt mache ich die Übung andersherum. Hier sind Sätze in indirekter Rede und ich forme sie in die direkte Rede um: Cecilia und Kilian behaupten, sie bräuchten noch mehr zu essen. Finde jetzt die Indikativform zur Konjunktivform. So geht´s: Cecilia und Kilian behaupten: „Wir brauchen noch mehr zu essen.“ Nun ist es ein Satz, wo ich wieder von der direkten in die indirekte Rede umforme, wie am Anfang.

Sophia zu David: „Wir kommen einfach alle zu dir nach Hause. Deine Eltern sind ja nicht da.“ Sophia meint zu David, sie kämen einfach alle zu ihm nach Hause, seine Eltern seien ja nicht da.

Das Umformen funktioniertganz einfach, nicht wahr? Versuchs beim nächsten Satz mal allein: Johann: „Ich bin der DJ und werde auflegen, dass euch Hören und Sehen vergeht.“ Hier müssen mehrere Verbformen in den Konjunktiv I gebracht werden. Johann sagt, er sei der DJ und werde auflegen, dass uns Hören und Sehen vergehe“.

So, geschafft! Ich hoffe, es hat dir gefallen und du hast verstanden, wie das Umformen von direkter und indirekter Rede mithilfe des Konjunktiv I funktioniert.

Danke fürs Zuschauen und Mitmachen! Tschüss!

77 Kommentare

77 Kommentare
  1. Hallo Jaurelin 1,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Bei offenen Fragen zu einem Thema kannst du auch jederzeit unseren Hausaufgaben-Chat besuchen. Dort beantworten dir unsere Lehrerinnen und Lehrer immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr deine Fragen.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor etwa einem Monat
  2. Verstehe es trotzdem net.

    Von Jaurelin 1, vor etwa 2 Monaten
  3. ok

    Von Hibru2008, vor etwa 2 Monaten
  4. Tolles video :) musste es mir aber 2 mal angucken um es richtig kapiert zu haben :)

    tolle arbeit!
    LG Amalia

    Von Amalia Zaharia2909, vor 2 Monaten
  5. Hallo Claudia, vielen Dank für deine Frage.

    Du bildest den Konjunktiv so:
    1. Person Plural Präsens ohne (e)n (Verbstamm Präsens) + Konjunktivendung = Konjunktiv I
    Du streichst also beim Präsenstamm (1. Person Plural Präsens) (e)n weg und hängst dann die jeweilige Konjunktivendung dran.

    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Sophhoff, vor 2 Monaten
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Konjunktiv I – Bildung und Verwendung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Konjunktiv I – Bildung und Verwendung kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, wozu der Konjunktiv häufig gebraucht wird.

    Tipps

    Es gibt drei Modi im Deutschen: den Indikativ (die Wirklichkeitsform), den Konjunktiv (die Möglichkeitsform) und den Imperativ (die Befehlsform).

    Hier ein Beispiel für einen Satz im Konjunktiv: Er sagt, er könne nach Hause gehen.

    Nur eine Antwort ist korrekt.

    Lösung

    Man unterscheidet im Deutschen drei Modi, also Aussageweisen: den Indikativ, den Konjunktiv und den Imperativ.

    • Der Indikativ ist die Wirklichkeitsform und wird verwendet, um tatsächliche Begebenheiten oder Allgemeingültiges auszudrücken.
    • Der Imperativ ist die Befehlsform. Mit ihm werden vor allem Aufforderungen und Befehle, aber auch Bitten ausgedrückt.
    • Der Konjunktiv ist die Möglichkeitsform und wird verwendet, um einen Wunsch oder eine Möglichkeit auszudrücken. Diese Form wird genutzt, um direkte Rede in indirekte Rede umzuformen, z.B.: Er sagt: „Ich kann nach Hause gehen.“ wird zu Er sagt, er könne nach Hause gehen. Das Verb im Konjunktiv kann in verschiedenen Zeitformen stehen, aber mit der Konjunktivform des Verbs wird keine neue Zeitform gebildet.

  • Bilde den Indikativ und Konjunktiv I des Verbs fühlen im Präsens.

    Tipps

    Indikativ- und Konjunktiv I- Form können in manchen Fällen identisch sein.

    Lösung

    Der Konjunktiv I im Präsens wird gebildet, indem an den Infinitivstamm des Verbs die Konjunktiv I-Endungen -e, -est, -e, -en, -et und -en gehängt werden.

    Beim Verb fühlen lautet die Konjugation im Konjunktiv I im Präsens ich fühle, du fühlest, er/sie/es fühle, wir fühlen, ihr fühlet, sie fühlen.

  • Analysiere die Sätze in Bezug auf den Modus der Verben.

    Tipps

    Erinnere dich, wie man den Konjunkiv I und den Konjunktiv II bildet.

    Beachte, dass in manchen Sätzen mehrere Verben vorkommen bzw. manche Verbformen aus mehreren Teilen bestehen.

    Verben im Infinitiv stehen nicht im Indikativ oder Konjunktiv.

    Lösung

    Um diese Aufgabe zu lösen, musst du wissen, wie der Konjunktiv I und der Konjunktiv II gebildet werden.

    • Der Konjunktiv I wird dadurch gebildet, dass an den Infinitivstamm des Verbs die Konjunktivendungen -e, -est, -e, -en, -et oder -en angehängt werden.
    • Der Konjunktiv II wiederum wird gebildet, indem man diese Endungen an den Präteritumstamm des Verbs hängt.
    Außerdem musst du beachten, dass in einem Satz auch mehrere Verben vorkommen können bzw. Verben aus mehreren Teilen bestehen können. Die Verben innerhalb eines Satzes können einen unterschiedlichen Modus aufweisen.

    • In der indirekten Rede wird der Konjunktiv I verwendet, wie bei: Simon sagt, er müsse nach Hause. Der Konjunktiv wird außerdem gebraucht, wenn eine Möglichkeit bzw. Vermutung ausgedrückt wird, wie bei: Simon habe Probleme in der Schule.
    • Der Konjunktiv II wird genutzt, wenn etwas Erdachtes oder nicht Realisierbares ausgedrückt werden soll, wie bei: Wir hätten gestern die Chance gehabt. Außerdem wird der Konjunktiv II gebraucht, wenn etwas in indirekter Rede wiedergegeben wird und der Konjunktiv I dem Indikativ entsprechen würde.
    • Im Indikativ stehen die Verben sie gehen, er bekommt, er sagt, wir sehen, er meint.
    • Das Verb helfen im letzten Satz ist nicht markierbar, da es der Infinitiv des Verbs ist und dieser nicht im Indikativ oder Konjunktiv steht.
  • Untersuche die Verbformen auf ihren Modus.

    Tipps

    Die 3. Person Singular Indikativ ist er hat, die 3. Person Singular Konjunktiv I ist er habe und die 3. Person Singular Konjunktiv II ist er hätte.

    Der Konjunktiv II wird gebildet, indem man an den Präteritumstamm des Verbs die Konjunktivendungen -e, -est, -e, -en, -et oder -en hängt. Häufig wird der Vokal des Stamms dabei zum Umlaut.

    Lösung

    Um diese Aufgabe zu lösen, musst du dir zunächst sicher sein, wie der Konjunktiv I und der Konjunktiv II gebildet werden.

    • Der Konjunktiv I wird dadurch gebildet, dass an den Infinitivstamm des Verbs die Konjunktivendungen -e, -est, -e, -en, -et oder -en angehängt werden: geh + -e, hol + -et, hab + -e.
    • Der Konjunktiv II wiederum wird normalerweise gebildet, indem man diese Endungen an den Präteritumstamm des Verbs hängt: fand + -e, war + -en, musst + -e. In diesen Beispielen werden die Vokale a/u zum Umlaut ä/ü.
    Außerdem kann es helfen, sich die jeweils anderen Modi der Verbform zu überlegen. Zum Beispiel wird gehen in der dritten Person Singular Präsens im Indikativ zu er geht, im Konjunktiv I zu er gehe und im Konjunktiv II zu er ginge.

  • Nenne den verwendeten Modus bei der indirekten Rede, wenn die Verbform des Indikativs und des Konjunktivs I gleich lauten.

    Tipps

    Der Satz „Wir haben das Richtige getan.“ wird in der indirekten Rede zu Sie sagen, sie hätten das Richtige getan. und nicht zu Sie sagen, sie haben das Richtige getan.

    Der Infinitiv ist die Grundform des Verbs.

    Der Indikativ ist die Wirklichkeitsform und der Konjunktiv die Möglichkeitsform.

    Das Partizip I dient zur Verwendung eines Verbs als Adjektiv oder Adverb.

    Lösung

    Wenn man direkte Rede in indirekte Rede umformt, wird im Deutschen normalerweise der Konjunktiv I des Verbs verwendet. Wenn der Konjunktiv I allerdings identisch mit dem Indikativ ist, wird der Konjunktiv II gebraucht, damit sich die Form vom Indikativ absetzt. So wird der Satz Wir haben das Richtige getan. in der indirekten Rede zu Sie sagen, sie hätten das Richtige getan. und nicht zu Sie sagen, sie haben das Richtige getan.

    Die Formen des Verbs wären für diesen Beispielsatz:

    • Infinitiv (Grundform): tun
    • Imperativ (Befehlsform): tut!
    • Indikativ (Wirklichkeitsform): sie haben getan
    • Konjunktiv I (Möglichkeitsform): sie haben getan
    • Konjunktiv II (Möglichkeitsform): sie hätten getan
    • Partizip I: tuend
    • Partizip II: getan.

  • Bilde korrekte Sätze in der indirekten Rede.

    Tipps

    Im Deutschen wird die indirekte Rede in der Regel mit dem Konjunktiv I gebildet.

    Normalerweise wird der Konjunktiv I mit dem Infinitivstamm und den Endungen -e, -est, -e, -en, -et und -en gebildet.

    Wenn die Formen des Indikativs und des Konjunktivs I gleichlautend sind, wird in solchen Fällen der Konjunktiv II oder die würde-Form bevorzugt.

    Lösung

    Im Deutschen wird die indirekte Rede mit dem Konjunktiv I gebildet. Normalerweise wird der Konjunktiv I mit dem Infinitivstamm und den Endungen -e, -est, -e, -en, -et und -en gebildet. Das ist der Fall bei den folgenden Beispielen:

    • aus können wird könn- + Konjunktivendung der 3. Person Singular -e
    • aus nehmen wird nehm- + Konjunktivendung der 3. Person Singular -e
    • aus finden wird find- + Konjunktivendung der 3. Person Singular -e
    Wenn der Konjunktiv I dem Indikativ entspricht, wird der Konjunktiv II oder die würde-Form verwendet. Das ist der Fall bei Satz 3 und 5:

    • Ich: „Ich heiße Marisa.“ wird zu Ich sagte, ich hieße Marisa. oder Ich sagte, ich würde Marisa heißen. (statt: Ich sagte, ich heiße Marisa.)
    • Er: „Ihr habt mich bestohlen!“ wird zu Er behauptet, wir hätten ihn bestohlen. oder Er behauptet, wir würden ihn bestohlen haben. (statt: Er behauptet, wir haben ihn bestohlen.)
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