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„Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig)

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
„Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig)
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema „Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig)

Inhalt

Die Schachnovelle – die Personen

Die Schachnovelle erfüllt die charakteristischen Merkmale einer Novelle. Dazu gehören ihre klare Struktur und ihre übersichtliche Handlung. Außerdem ist sie wie viele andere Novellen eine Rahmenerzählung, in der die eigentliche Geschichte in eine Rahmensituation eingebettet ist. Typisch für die Schachnovelle ist auch, dass sie nur wenige Charaktere enthält, die für die Handlung entscheidend sind.

Welche Personen kommen in der Schachnovelle vor? In der Schachnovelle gibt es folgende drei Hauptpersonen:

  • den Tiefbauingenieur McConnor,
  • den Schachweltmeister Czentovic und
  • den Vermögensverwalter Dr. B.

Die Schachnovelle – Personenbeschreibung

Welche Eigenschaften haben in der Schachnovelle die zentralen Charaktere? Aus der Schachnovelle lassen sich folgende Figurencharakterisierungen ableiten:

Charakterisierung des Tiefbauingenieurs McConnor aus der Schachnovelle

McConnor ist ein Erfolgsmensch. Der Tiefbauingenieur aus Schottland wird von der Idee beherrscht, stets siegen zu müssen. Um sich wichtig und stark zu fühlen, setzt er seine Ziele nicht nur im Beruf, sondern in allen Lebenslagen rücksichtslos durch. Er ist also psychisch abhängig von Erfolgen, denn Niederlagen – so glaubt er – schmälern den eigenen Selbstwert. Daher kann er es nicht ertragen, beim Schachspiel zu verlieren.

Da McConnor auch temperamentvoll und spontan ist, fordert er vehement eine Revanche. Durchsetzungsstark wie er ist, kommt es zu einem weiteren Schachspiel. Sein Mittel zum Zweck ist häufig das Geld, über das er als wohlhabender Mensch reichlich verfügt. Bekommt er nicht, was er will, kann er verletzend reagieren. Damned fool!, übersetzt „Verdammter Dummkopf!”, sagt er zum Beispiel zum Schachweltmeister Mirko Czentovic, als dieser die Partie aufgibt.

Charakterisierung des Schachweltmeisters Mirko Czentovic aus der Schachnovelle

Schachweltmeister Mirko Czentovic, Sohn eines einfachen Donauschiffers, ist in der Schachnovelle eine der drei Hauptfiguren. Er gilt als genialer Meister seines Faches. Jedoch scheint das Schachspiel seine einzige Begabung zu sein. Diverse Versuche ihm darüber hinaus etwas beizubringen scheiterten, sodass er kaum lesen und schreiben kann. Er ist ein ungebildeter Mensch ohne Kreativität und Vorstellungskraft. Schach spielt er präzise, aber mechanisch, nach kalter Logik. Sein Hochmut, der abstoßend wirkt, stützt sich auf seine besondere Begabung. Dabei ist er ein oberflächlicher Mensch. In erster Linie ist ihm im Leben Geld wichtig.

Charakterisierung von Dr. B. aus der Schachnovelle

Wer ist Dr. B. in der Schachnovelle? Der einstige Vermögensverwalter stammt aus einer hoch angesehenen Wiener Familie. Er unterscheidet sich wesentlich von McConnor und Czentovic. Denn im Gegensatz zu den beiden ist er ein studierter, gebildeter und kultivierter Mensch. In seinem Berufsleben spielen Werte wie Verantwortungsbewusstsein und Diskretion eine wichtige Rolle. In der Schachnovelle zeigt Dr. B. folgende Eigenschaften: Er verhält sich höflich, ehrlich und sensibel und zeigt sich intelligent sowie redegewandt. In seinem Äußeren – in seiner Blässe, seinem Zucken der Mundwinkel und den Zeichen frühen Alterns – spiegeln sich die belastenden Erlebnisse der Vergangenheit, die ihn krank gemacht haben, wieder.

Welche Krankheit hat Dr. B.? In der völligen Einsamkeit und Leere der Isolationshaft, in die die Nationalsozialisten Dr. B. verwiesen, drohte sein Verstand, Amok zu laufen. Daher begann er, vorwiegend Blindschach zu spielen, also Schach im Kopf. Weil er dabei sowohl die schwarzen als auch die weißen Figuren führte, – also zugleich die Rolle des Spielers als auch des Gegenspielers einnahm – kam es zu einer Persönlichkeitsspaltung.

Die Rollenverteilung

Der Autor Stefan Zweig hat mit den Figuren Czentovic, Dr. B. und McConnor in der Schachnovelle eine Personenkonstellation geschaffen, die die Handlung optimal vorantreibt. Sie vereint die Rollen des Spielers, des Gegenspielers und des Spielleiters.

  • Die Rolle des Spielers übernimmt der Schachspieler Czentovic.
  • Die Rolle des Gegenspielers liegt bei Dr. B..
  • Die Rolle des Spielleiters füllt McConnor aus, denn er sorgt dafür, dass das Spiel überhaupt stattfindet.
McConnor Czentovic Dr. B.
Beruf Tiefbauingenieur Schachspieler Vermögensverwalter
Ziel Sieg Sieg
Wert Reichtum, Geld Reichtum, Geld Verantwortungsbewusstsein, Diskretion
Eigenschaften rücksichtslos, temperamentvoll, spontan, durchsetzungsstark, beleidigend begabt im Schachspiel, ungebildet, fantasielos, emotionslos, arrogant gebildet, kultiviert, höflich, ehrlich, sensibel, intelligent, redegewandt, psychisch angeschlagen
Rolle Spielleiter Spieler Gegenspieler

Charakterisierung des Ich-Erzählers aus der Schachnovelle

Eine weitere Rolle übernimmt der Ich-Erzähler. Dieser ist Österreicher und größtenteils Beobachter der Handlung. Er greift entscheidend gegen Ende der Geschichte in die Geschehnisse ein, als er sich um den psychischen Gesundheitszustand von Dr. B. sorgt. So erinnert er Dr. B. an seine Krankheit und warnt ihn erfolgreich davor, weiter Schach zu spielen. Somit erscheint er warmherzig und verantwortungsbewusst. Darüber hinaus bleibt die Persönlichkeit des Ich-Erzählers relativ konturlos.

Schachnovelle Personenkonstellation

Transkript „Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig)

Bei einer Novelle handelt es sich in der Regel um eine klar strukturierte, übersichtliche Erzählung. Häufig wird auch die Technik der Rahmenerzählung genutzt, so auch in Stefan Zweigs “Schachnovelle”. Eine überschaubare Anzahl an handelnden Personen ist außerdem charakteristisch.

In der Personkonstellation Zweigs wird dies deutlich, denn im Grunde treten nur drei Hauptfiguren auf: McConnor, Mirko Czentovic und Dr. B.. Erwähnenswert ist allerdings noch der Icherzähler, der dem Geschehen als Beobachter beiwohnt. Er bleibt allerdings recht “profillos”. Der Leser erfährt lediglich, dass er als Österreicher Dr. B`s Landsmann ist. Auch aus der Gruppe der Mitspieler und Mitreisenden zeigt niemand deutliche Konturen. Die Frau des Icherzählers wird nur ein einziges Mal erwähnt.

Der Ingenieur McConnor

McConnor ist ein wohlhabender Tiefbauingenieur aus Schottland. Er wird als rücksichtsloser Erfolgsmensch gekennzeichnet, der daran gewöhnt ist, sich im Leben auch auf Kosten anderer durchzusetzen. Diese Haltung und das entsprechende Verhalten legt er niemals ab, auch nicht für ein harmloses Schachspiel.

Ausnahmslos jede Niederlage interpretiert er als persönliche Herabsetzung und als Minderung seines persönlichen Wertes. Folgerichtig lässt er die Niederlage im Spiel nicht auf sich beruhen, sondern fordert Revanche. Das Schachspiel zwischen ihm und dem Icherzähler geht über Tage.

Schachweltmeister Mirko Czentovic

Kurz taucht der Schachweltmeister Mirko Czentovic am Schachbrett auf und kritisiert das Niveau der beiden Spieler. Dies kann McConnor nicht einfach hinnehmen. Sein Ehrgeiz ist geweckt. Er bewirkt, dass eine Partie gegen den Weltmeister stattfindet. Sein Temperament und seine Neigung zu spontaner Leidenschaft verursachen, dass sich Dr. B. auf seiner Seite in die Spiele einmischt und sich darüber hinaus auf ein weiteres Spiel einlässt, obwohl er dies ursprünglich nicht wollte.

Dass er diese Partie aufgibt, veranlasst McConnor dazu, ihn mit einer Beschimpfung herabzusetzen: "Damned fool!”, was so viel wie “verdammter Dummkopf” bedeutet. Mirko Czentovic ist Schachweltmeister und gilt als solcher als Genie. Ansonsten verfügt er aber nicht über besondere intellektuelle Qualitäten.

Der fehlende Inetelekt des Weltmeisters

Schon seine Herkunft als Sohn einfacher Donauschiffer bestimmt ihn. Sämtliche Versuche, ihm etwas beizubringen, sind gescheitert. Er scheint von geistigen Dingen unberührt und beinahe ein Analphabet zu sein. In jungen Jahren galt er als "das maulfaule, dumpfe, breitstirnige Kind".

Lediglich im Schachspiel zeigt er eine "einseitige, sonderbare Begabung". Schon mit 20 Jahren wird er Schachweltmeister. Seinen Mangel an Fantasie, Kreativität und Vorstellungskraft ersetzt er durch eine kalte, berechnende Logik. Er ist geldgierig und stolz. Diese negativen Eigenschaften wirken abstoßend und beruhen auf oberflächlichem finanziellen Erfolg. Nur durch die Aussicht auf finanziellen Gewinn, lässt er sich zu dem Spiel hinreißen. Sein Auftreten schürt in seinen Gegnern das "Verlangen, einen derart unerschütterlichen Hochmut gedemütigt zu sehen."

Der kultivierte Dr. B.

Im Unterschied dazu ist Dr. B. ein kultivierter Mann des Geistes, ein Akademiker mit entsprechendem Beruf als Vermögensverwalter. Auch er ist durch seine Herkunft bestimmt: Er entstammt einer hoch angesehenen Wiener Familie. Er arbeitet verantwortungsbewusst, diskret und ist um das Wohl seiner Klienten besorgt.

Sein Benehmen zeigt ihn als höflich, aufrichtig und feinfühlig. Lediglich seine Blässe, ein nervöses Zucken um den Mundwinkel und Zeichen frühen Alterns verraten seine schwierigen Erlebnisse in der Vergangenheit. Er ist als positiv besetzter Charakter und Berichterstatter über die Gräueltaten der Nationalsozialisten der Mittelpunkt der Personenkonstellation.

Die Isolationshaft der Nationalsozialisten

Da er an geistig anspruchsvolle Tätigkeiten gewöhnt ist, trifft ihn die Isolationshaft der Nationalsozialisten mit ihrer "völlige[n] raumlose[n] und zeitlose[n] Leere" besonders hart. Sein hoher Intellekt veranlasst ihn, die Fragen und Antworten der Verhöre in selbstquälerischer Art und Weise zu wiederholen.

Trotz seiner Lage kann er die Gefahr erkennen, dass seine geistige Fähigkeiten nachlassen. Das Schachbuch, das er stehlen kann, verschafft ihm geistige Anregung und Entspannung. Sein Hunger nach Gedrucktem ist ersatzweise befriedigt, wenn auch in einer ihm zunächst fremden Thematik. Er beweist Intellekt und Einfühlungsvermögen, indem er sich diese Welt schnell erschließt und enorme Kompetenz entwickelt. Auch in seinem humanen und intelligenten Wesen ist er ein Gegenspieler Czentovics. Am Ende jedoch unterliegt er ihm.

Spieler, Gegenspieler, Spielleiter

Das Personal besteht aus wenigen Statisten und nur drei Hauptfiguren. Czentovic, Dr. B. und McConnor ergänzen sich zu einer Personenkonstellation, die aus Spieler, Gegenspieler und Spielleiter besteht. Der Spieler ist dabei Czentovic und sein Gegenspieler heißt Dr. B.. Die Funktion des Spielleiters hat McConnor, weil er die materiellen Bedingungen Czentovics erfüllt. Außerdem treibt er die Handlung voran, indem er die Spielsituation fortsetzen lässt.

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. Ich verstehe nicht, warum Czentovic der Protagonist sein soll. Ich finde, er erfüllt eigentlich nur eine Nebenrolle, wenngleich er anfangs im Mittelpunkt des Interesses des Ich-Erzählers steht. Aber wird er nicht durch diesen Umstand allein interessant für die Handlung? Ansonsten spielt er eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Ich finde, dass Dr. B. eindeutig den Mittelpunkt der Erzählung bildet und die anderen Figuren um ihn herum seine Situation nur nochmal verdeutlichen. Czentovic bildet z.B. den krassen Kontrast zu dieser Person. Er sitzt als Kind freiwillg (!!!) in seinem Zimmer und starrt ins Leere während für Dr. B. dergleiche Umstand eine Tortur ist. Durch diesen Vergleich rückt die Figur des Dr. B. und seine Erkrankung noch mehr in den Vordergrund. Kurz, die anderen Figuren dienen nur zur Verdeutlichung und Anschaulichkeit der eigentlichen Handlung um die des Dr. B.. So verstehe ich das zumindest. Sollte ich vollkommen falsch liegen?

    Von Swetlana C., vor etwa 3 Jahren

„Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Schachnovelle“ – Personenkonstellation (Zweig) kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Charaktereigenschaften, die auf McConnor zutreffen.

    Tipps

    McConnor kommt aus Schottland.

    McConnor agiert spontan und leidenschaftlich.

    Lösung

    Mc Connor ist ein sehr wohlhabender Tiefbauingenieur aus Schottland. Er ist rücksichtslos und setzt sich auf Kosten anderer durch. Darüberhinaus ist er spontan und leidenschaftlich. Niederlagen kann er nicht ertragen und empfindet sie als persönliche Kränkung.

    Durch seine Charaktereigenschaften treibt McConnor die Handlung voran und auf sein Drängen hin kommt es schließlich zu einem Schachspiel zwischen Dr. B und dem Schachweltmeister Mirko Czentovic.

  • Bestimme, in welcher Konstellation die Figuren zueinander stehen.

    Tipps

    Es handelt sich um eine Konstellation von drei Figuren.

    Dr. B. ist auch krank, er tritt hier allerdings aus Gegenspieler auf.

    Lösung

    Die Schachnovelle hat gemäß den Merkmalen einer Novelle eine überschaubare Anzahl von Hauptpersonen. Im Grunde gibt es eine Konstellation aus den folgenden drei Personen:

    • Mirko Czentovic ist der Spieler oder auch Protagonist
    • Dr. B. ist der Gegenspieler oder auch Antagonist
    • McConnor ist der Spielleiter
  • Charakterisiere Czentovic anhand des Textauszugs.

    Tipps

    Mirko ist von einfacher Herkunft.

    Mirko hat eine sehr einseitige Begabung.

    Lösung

    Aus dem Textauszug wird deutlich, dass Mirko Czentovics intellektuelle Fähigkeiten äußerst begrenzt sind. Er stammt aus einfachen Verhältnissen. Da seine Eltern, die Donauschiffer waren, gestorben sind, wächst Mirko bei einem Pfarrer auf. Dort arbeitet er zwar fleißig und gehorsam alle ihm aufgetragenen Pflichten ab. Allerdings ist er ansonsten teilnahmslos, maulfaul, desinteressiert und wirkt dumpf. Das Lesen und Schreiben bereiten im große Schwierigkeiten, obwohl der Pfarrer sich mit zusätzlicher Nachhilfe viel Mühe gibt. Umso erstaunlicher ist es, dass Mirko ein außerordentlich begabter Schachspieler ist, der innerhalb von kürzester Zeit mit den Schachgrößen mithalten und sie sogar besiegen kann.

    Quelle: Zweig, Stefan: „Die Schachnovelle“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/schachnovelle-7318/2 [15.7.17]

  • Erläutere, welche Funktion der Erzähler in der Schachnovelle hat.

    Tipps

    Ein Auszug aus der Novelle lautet: „Ich stand im Gespräch mit einem Bekannten etwas abseits von diesem Getümmel auf dem Promenadendeck, als neben uns zwei- oder dreimal Blitzlicht scharf aufsprühte – anscheinend war irgendein Prominenter knapp vor der Abfahrt noch rasch von Reportern interviewt und photographiert worden.“

    Der Erzähler hat eine Doppelfunktion in der Novelle.

    Lösung

    „Die Schachnovelle“ von Stefan Zweig wird überwiegend von einem Ich-Erzähler geschildert, wie beispielsweise an folgender Stelle deutlich wird:

    „Ich stand im Gespräch mit einem Bekannten etwas abseits von diesem Getümmel auf dem Promenadendeck, als neben uns zwei- oder dreimal Blitzlicht scharf aufsprühte – anscheinend war irgendein Prominenter knapp vor der Abfahrt noch rasch von Reportern interviewt und photographiert worden.“

    Der Erzähler hat zwei Funktionen:

    • Er ist ein Berichterstatter, der über die Geschehnisse Auskunft gibt.
    • Er ist eine wichtige Figur der Schachnovelle. Er greift aktiv in die Handlung ein, indem er beispielsweise Dr. B aus dem Fieberwahn rettet.
    Quelle: Zweig, Stefan: „Die Schachnovelle“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/schachnovelle-7318/2 [15.7.17]

  • Gib die Personen in Zweigs Novelle wieder.

    Tipps

    Der Schachweltmeister heißt Mirko.

    Der reiche Geschäftsmann heißt McConnor.

    Lösung

    Eine Novelle hat verschiedene Merkmale, wie beispielsweise:

    • erzählte Begebenheit ist unerhört, neuartig
    • gehört der Kurzprosa an
    • enthält oftmals eine Rahmenhandlung
    • enthält nur wenige Figuren.
    Bei Zweigs „Schachnovelle“ gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Figuren. Diese sind:
    • McConnor,
    • Mirko Czentovic,
    • Dr B. sowie der
    • Ich-Erzähler.

  • Untersuche die Figur des Dr. B.

    Tipps

    Bei der direkten Charakterisierung werden Eigenschaften einer Figur durch den Erzähler oder eine andere Figur direkt benannt.

    Bei der indirekten Charakterisierung werden Eigenschaften durch das Verhalten der Figur abgeleitet.

    Lösung

    Charakterisierungen von Figuren können in Texten auf zweierlei Arten erfolgen.

    Es gibt die direkte Charakterisierung: Hierbei werden Charaktereigenschaften durch einen Erzähler oder eine andere Figur direkt beschrieben. Beispielsweise:

    • „[...] Ein Herr von etwa fünfundvierzig Jahren, dessen schmales, scharfes Gesicht mir schon vordem auf der Deckpromenade durch seine merkwürdige, fast kreidige Blässe aufgefallen war, mußte in den letzten Minuten, indes wir unsere ganze Aufmerksamkeit dem Problem zuwandten, zu uns getreten sein. [...]“
    Bei der indirekten Charakterisierung werden Eigenschaften einer Figur durch deren Verhalten beschrieben, beispielsweise:
    • „[...] Nach längerem Zögern erklärte sich Dr. B. schließlich zu einem Match bereit, doch nicht ohne ausdrücklich gebeten zu haben, die anderen Herren nochmals zu warnen, sie möchten keineswegs auf sein Können übertriebene Hoffnungen setzen. [...]“
    Hier wird durch das längere Zögern deutlich, dass Dr B. unsicher ist, ob er die Situation meistern kann. Durch seine Warnung, sein Können nicht zu überschätzen, zeigt Dr. B., dass er vorsichtig ist und in Bezug auf seine Fähigkeiten bescheiden ist.

    Quelle: Zweig, Stefan: „Die Schachnovelle“. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/schachnovelle-7318/2 [12.7.17]

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