Über 2,1 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor!
  • 93%

    haben mit sofatutor ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert

  • 94%

    verstehen den Schulstoff mit sofatutor besser

  • 92%

    können sich mit sofatutor besser auf Schularbeiten vorbereiten

Industrieländer

Industrieländer sind hochentwickelte Staaten mit starker Industrie und selbstständiger Güterproduktion. Sie stehen oft in der Kritik wegen ihrer Handelsbeziehungen mit Entwicklungsländern. Mit immer weiter fortschreitender Digitalisierung wandeln sie sich mehr und mehr zu Dienstleistungsgesellschaften. Spannend, oder? Erfahre noch mehr über Industrieländer, ihre Entwicklung und Zukunftsperspektiven in unserem nachfolgenden Text!

Video abspielen Video abspielen
Du willst ganz einfach ein neues Thema lernen
in nur 12 Minuten?
Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
  • Das Mädchen lernt 5 Minuten mit dem Computer 5 Minuten verstehen

    Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.

    92%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen.
  • Das Mädchen übt 5 Minuten auf dem Tablet 5 Minuten üben

    Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.

    93%
    der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert.
  • Das Mädchen stellt fragen und nutzt dafür ein Tablet 2 Minuten Fragen stellen

    Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.

    94%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Teste dein Wissen zum Thema Industrieländer

Welche der folgenden Regionen zählt typischerweise zu den Industrieländern?

1/5
Bereit für eine echte Prüfung?

Das Industrieländer Quiz besiegt 60% der Teilnehmer! Kannst du es schaffen?

Quiz starten
Bewertung

Ø 3.7 / 66 Bewertungen

Erfahrene Lehrkräfte erstellen und prüfen alle Inhalte bei sofatutor – für eine Qualität, auf die du dich verlassen kannst.

Avatar
sofatutor Team
Industrieländer
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse - Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Industrieländer

Was sind Industrieländer? Was bedeutet Industrieland?

Als Industrieländer werden Staaten bezeichnet, deren Wirtschaftsstruktur seit der Industrialisierung (Mitte des 18. Jh.) stark durch die Industrie geprägt worden ist. Industrieländer sind technisch weit entwickelt und besitzen eine signifikante eigene industrielle Herstellung von Gütern.
Im Fokus dieser Länder steht dabei besonders die Weiterverarbeitung von Rohstoffen (Sekundärsektor). Die Rohstoffe stammen meist aus dem Handel mit wirtschaftlich schwächer entwickelten Ländern, auch Entwicklungsländer genannt. Aus den Rohstoffen werden wertvollere Sekundärprodukte, z. B. verschiedene technische Produkte oder Produkte aus Kakaobohnen und Kaffee, hergestellt.
Viele kritische Stimmen sehen in diesem Vorgehen eine gravierende Ausbeutung der Entwicklungsländer durch die Industrieländer. Dies verstärkte sich in den letzten Jahrzehnten mit einer zunehmenden Globalisierung. Industrieländer bauten ihre Handelsbeziehungen zu Entwicklungsländern weiter aus und profitierten hiervon verstärkt.

Anteil an der Weltbevölkerung

In Industrieländern lebten zur Jahrtausendwende ca. 20 Prozent der Weltbevölkerung. Bis zum Jahr 2050 wird davon ausgegangen, dass nur noch 10 Prozent der Weltbevölkerung in Industrieländern leben. Die Bevölkerung in Industrieländern wird im Laufe der Zeit altern und schrumpfen, während die Weltbevölkerung insgesamt immer weiter wächst. Dies zeigt auch ein Blick in die Bevölkerungsentwicklung der Industrieländer. In der folgenden Karte ist eine Verteilung der Industrie- und Entwicklungsländer auf der Erde zu erkennen.

Industrieländer_auf_der_Erde_Karte.jpg

Häufig wird aber auch eine Einteilung in drei verschiedene Länderkategorien vorgenommen. Hierbei werden die Länder in Industrieländer, Schwellenländer und Entwicklungsländer eingeteilt. Sinnvoll ist es, neben den wirtschaftlichen Indikatoren ebenfalls soziale Indikatoren hinzuzuziehen. Hierzu gehören unter anderem der Alphabetisierungsgrad und die Lebenserwartung. Für Schwellenländer gibt es keine exakte Definition. Oft werden sie noch den Entwicklungsländern zugerechnet. Sie besitzen meist ein höheres wirtschaftliches Wachstum und stehen an der Schwelle zur Industrialisierung, jedoch sind sie bezüglich der sozialen Entwicklungsindikatoren relativ wenig entwickelt.

Bedeutungswandel

Seit Mitte des 20. Jh. fand zum Teil eine Deindustrialisierung statt. Industrieländer haben sich zunehmend zu digitalisierten Dienstleistungsgesellschaften weiterentwickelt und ihre Wirtschaftskraft ergibt sich vor allem aus Dienstleistung, Forschung und Wissen. Die Ursache für diesen Wandel liegt in der Automatisierung der industriellen Produktion von Gütern. Technische Entwicklungen führten dazu, dass in der Industrie beispielsweise fortgeschrittene Maschinen die Arbeitskräfte ersetzten. Obwohl die hohe Wirtschaftskraft und der damit verbundene Wohlstand nicht mehr hauptsächlich auf die industrielle Produktion zurückzuführen sind, wird die Bezeichnung „Industrieland“ weiterhin verwendet.

Welche Länder sind Industrieländer?

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind einige Beispiele für westliche Industrieländer. Industrieländer sind aber auch auf anderen Kontinenten zu finden. Im Folgenden sind weitere Industrieländer aufgelistet:

Europa:

  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Italien
  • Norwegen

Nordamerika:

  • Kanada
  • USA

Asien:

  • Japan

Merkmale von Industrieländern

Es gibt verschiedene Merkmale, an denen man Industrieländer erkennen kann. Neben der starken Wirtschaft bzw. dem wirtschaftlichen Reichtum sind dies vor allem auch soziale Wohlstandsindikatoren. Zu den sozialen Wohlstandsindikatoren gehören eine hohe Lebenserwartung, der Zugang zu Wasser, Strom und anderen Diensten, der Zugang zu Bildung und auch ein verfügbares hohes Einkommen. Das hohe verfügbare Einkommen kann für Konsumgüter oder Luxusartikel eingesetzt werden. Mit dem Zugang zu Bildung geht auch ein hoher Alphabetisierungsgrad einher. Die Lebenserwartung in Industrieländern ist deutlich höher als die in Entwicklungsländern. So liegt die Lebenserwartung in Norwegen, einem der am weitesten entwickelten Länder, bei ca. 82,5 Jahren. In Deutschland liegt sie bei ca. 81 Jahren. In Somalia, einem Entwicklungsland, liegt die Lebenserwartung bei ca. 57 Jahren.

Zusammenfassung Industrieländer
Industrieländer wirtschaftlich stärker entwickelte Länder, die die sozialen Wohlstandsindikatoren aufweisen
Soziale Wohlstandsindikatoren hohe Lebenserwartung; Zugang zu Wasser, Strom und anderen Diensten; Zugang zu Bildung (u. a. hohe Alphabetisierungsrate); hohes verfügbares Einkommen
Beispiele Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen, Kanada, USA, Japan
Teste dein Wissen zum Thema Industrieländer!

1.215.161 Schülerinnen und Schüler haben bereits unsere Übungen absolviert. Direktes Feedback, klare Fortschritte: Finde jetzt heraus, wo du stehst!

Vorschaubild einer Übung

Die globalen Einkommensunterschiede sind größer als je zuvor in der menschlichen Geschichte und das Leben derjenigen, die in den reichsten Ländern der Welt leben, unterscheidet sich sehr stark von dem der Armen. Die reichsten Länder der Welt bezeichnen wir auch als wirtschaftlich stärker entwickelte Länder oder Industrieländer. Im Jahr 2000 lebten 20 Prozent der Weltbevölkerung in Industrieländern. Zum Vergleich: 80 Prozent, also über 4,7 Milliarden Menschen, wohnten in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern, die auch Entwicklungsländer genannt werden. Es wird vorausgesagt, dass sich diese Ungleichheit bis 2050 weiter verschärfen wird. Nur 10 Prozent der Weltbevölkerung werden in Industriestaaten leben. Obwohl Reichtum ein wirtschaftlicher Faktor ist, beeinflussen die Wohlstandsunterschiede die Lebensqualität. Gesundheit, Bildung und Wohnen sind Beispiele für soziale Wohlstandsindikatoren. Deshalb kann Entwicklung sowohl an der Wirtschaft als auch anhand sozialer Bedingungen gemessen werden. In wirtschaftlich stärker entwickelten Ländern, wie Norwegen, den USA und Japan, gibt es wegen der guten Lebensstandards eine hohe Lebenserwartung mit über 70 Jahren. Die meisten Menschen haben Zugang zu sauberem, fließendem Wasser und Elektrizität. Kinder haben Zugang zu kostenloser Bildung. Und nach dem Kauf von Nahrung und Kleidung haben die Menschen oft noch Geld übrig. Das nennt man verfügbares Einkommen. Dieses können sie für Konsumgüter und Luxusartikel ausgeben. Hohe Lebensstandards bringen weitgehend qualifizierte, gesunde und produktive Arbeitskräfte hervor, die dazu beitragen, die wirtschaftliche Gesundheit der Nation aufrechtzuerhalten. Die Industrieländer konzentrieren sich meist auf sekundäre Industrien, wie die Verarbeitung von Rohstoffen. Sie treiben mit weniger wirtschaftlich entwickelten Ländern Rohstoffhandel, um somit mehr wertvolle Sekundärprodukte herstellen zu können. Tatsächlich glauben viele Menschen, dass ihre ungleichen Handelsbeziehungen mit ärmeren Ländern dafür verantwortlich sind, dass die Industrieländer im Vergleich wohlhabender bleiben. Genauso wie der Armutskreislauf in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern den schlechten Lebensstandard und eine schlecht entwickelte Industrie aufrechterhält, bringen hohe Lebensstandards und eine fortschrittliche Industrie Bedingungen hervor, die den Reichtum wirtschaftlich stärkerer Länder aufrechterhalten.

Industrieländer Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Industrieländer kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps
    • Sekundärsektor: Hier findet die Verarbeitung von Rohstoffen statt (Industrie/Handwerk).
    • Tertiärsektor: Das ist der Dienstleistungssektor (z. B. Handel, Banken, Ärzte), in dem keine physischen Güter produziert, sondern Leistungen erbracht werden.

    Es gibt drei Begriffe in der Wortbank, die nicht in den Text passen. Schließe sie zuerst aus.

    Lösung

    Als Industrieländer werden Staaten bezeichnet, deren Wirtschaftsstruktur seit der Industrialisierung ab Mitte des 18. Jahrhunderts stark durch die Industrie geprägt wurden. Diese Länder sind technisch weit entwickelt und stellen in erheblichem Umfang eigene Güter her.

    Im Mittelpunkt steht dabei der Sekundärsektor, also die Weiterverarbeitung von Rohstoffen zu wertvolleren Produkten. Diese Rohstoffe stammen häufig aus dem Handel mit wirtschaftlich schwächer entwickelten Ländern, den sogenannten Entwicklungsländern. Aus den Rohstoffen entstehen so zum Beispiel technische Produkte oder Lebensmittel wie Schokolade aus Kakaobohnen – sogenannte Sekundärprodukte.

  • Tipps

    Frage dich immer: „Verbessert dieses Merkmal direkt den Alltag und die Gesundheit eines Durchschnittsbürgers?“ Wenn ja, ist es ein sozialer Indikator.

    Lösung

    Sozialer Wohlstand bemisst sich an der Lebensqualität seiner Bürger.

    Ein hohes Maß an Wohlstand zeichnet sich durch einen breiten Zugang zu Bildung, einen hohen Alphabetisierungsgrad sowie das Vorhandensein einer grundlegenden Infrastruktur (Strom und sauberes Wasser) aus.

    Zudem spiegeln eine hohe Lebenserwartung und ein hohes verfügbares Einkommen die soziale Sicherheit und die Teilhabemöglichkeiten der Bevölkerung wider.

  • Tipps

    Wenn Maschinen die Arbeit übernehmen, ändert das die Art, wie Menschen in diesem Land ihr Geld verdienen.

    Lösung
    • Deindustrialisierung: Dies bezeichnet den Rückgang der industriellen Produktion und der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe seit Mitte des 20. Jahrhunderts.
    • Dienstleistungsgesellschaft: Dies beschreibt eine Wirtschaftsform, in der die Wertschöpfung primär durch Forschung, Wissen und Dienstleistungen (Tertiärsektor) statt durch Fabrikarbeit generiert wird.
    • Automatisierung: Dies wird als Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch moderne Maschinen, Roboter und Software in der Produktion beschrieben.
    • Wirtschaftskraft: Die Wirtschaftskraft ist die allgemeine Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft; in modernen Staaten basiert sie heute weniger auf Hochöfen und Stahl, sondern auf Innovation und digitalen Prozessen.
    • Bedeutungswandel: Dieser Begriff beschreibt den Prozess eines Wandels. Länder werden zwar weiterhin als „Industrieländer“ bezeichnet, ihre wirtschaftliche Basis hat sich jedoch längst zu Dienstleistung und Digitalisierung verschoben.
  • Tipps

    Diese Kette folgt einer wirtschaftlichen Logik: Was muss zuerst vorhanden sein, damit der nächste Schritt stattfinden kann?

    Die Kritik am System erfolgt am Ende.

    Lösung

    Der globale Warenstrom folgt einer festen Logik, die oft zu wirtschaftlichen Ungleichheiten führt:

    1) Rohstoffgewinnung: Entwicklungsländer gewinnen Rohstoffe wie Kakao oder Erze direkt aus der Natur.

    2) Handel: Industrieländer kaufen diese Rohstoffe zu günstigen Preisen ein.

    3) Veredelung: Im Sekundärsektor der Industrieländer werden daraus hochwertige Produkte wie technische Geräte oder Schokolade gefertigt.

    4) Gewinnmaximierung: Diese Sekundärprodukte werden weltweit zu deutlich höheren Preisen verkauft, wodurch der Großteil des Gewinns (Mehrwert) bei den Industrieländern verbleibt.

    5) Verstärkung: Die Globalisierung intensiviert diese Handelsbeziehungen weiter zugunsten der Industrienationen.

    6) Kritik: Aufgrund dieses Ungleichgewichts wird das System oft als Ausbeutung der schwächeren Länder kritisiert.

  • Tipps

    Überlege, welche Regionen in den Nachrichten oft mit Themen wie „Überalterung“ oder „Fachkräftemangel“ verbunden werden.

    4 Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Die Bevölkerungsanteile verschieben sich weltweit deutlich: Während um die Jahrtausendwende noch etwa 20 % der Weltbevölkerung in Industrieländern lebten, wird dieser Anteil bis 2050 vermutlich auf 10 % sinken.

    Dieser Rückgang resultiert daraus, dass die Bevölkerung in Industrieländern zunehmend altert und schrumpft, während die Weltbevölkerung insgesamt weiter ansteigt. Das globale Wachstum findet primär außerhalb der klassischen Industrienationen statt.

  • Tipps

    Das entscheidende Kriterium ist, wer den Mehrwert aus der Weiterverarbeitung erhält. Wenn der Mehrwert vollständig beim Industrieland bleibt und das Entwicklungsland nur Rohstoffe liefert, entspricht das dem beschriebenen Ausbeutungsmuster.

    Lösung

    Muster der Ausbeutung:

    • Kauf günstiger Rohstoffe und weltweiter Verkauf der verarbeiteten Produkte mit hohem Gewinn; der Mehrwert bleibt vollständig beim Industrieland
    • Zunehmender Kauf von Rohstoffen zu sinkenden Preisen durch die Globalisierung ohne Mehrwert für das Entwicklungsland
    • Export ausschließlich unverarbeiteter Rohstoffe, da das Industrieland eigene Anlagen im Entwicklungsland verhindert, um die eigene Produktion zu schützen

    Faire wirtschaftliche Partnerschaft:

    • Direkte Verarbeitung der Rohstoffe im Entwicklungsland und Teilung des Gewinns
    • Ausbau von Handelsbeziehungen zu Marktpreisen und Zahlung fairer Löhne für die Rohstoffgewinnung
    • Investitionen in Bildung und Infrastruktur, damit das Entwicklungsland eigene Sekundärprodukte herstellen und am Weltmarkt teilnehmen kann

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

10.352

sofaheld-Level

6.600

vorgefertigte
Vokabeln

7.817

Lernvideos

37.211

Übungen

32.810

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrkräften

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden

Pommes der Pinguin hält einen großen gelben Stern in den Händen
Pommes der Pinguin hält einen großen gelben Stern in den Händen
30 Tage kostenlos testen
30 Tage kostenlos testen
Über 2,1 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor Über 2,1 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen