Corioliskraft 02:57 min

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Transkript Corioliskraft

Die Luftströmungen zwischen dem Äquator und den Wendekreisen verlaufen nicht in direkter Nord-Süd-Richtung. Sie werden durch die Erdrotation abgelenkt. Warum ist das so? Orte auf unterschiedlichen Breiten wandern mit der Erdrotation in der gleichen Zeit verschieden weit, sie haben unterschiedliche Bahngeschwindigkeiten. Je weiter ein Ort vom Äquator entfernt liegt, desto kürzer ist der zurückgelegte Weg während einer Erddrehung und desto langsamer ist seine Bahngeschwindigkeit. Weht ein Wind vom Äquator in Richtung Wendekreis, behält er seine ursprüngliche Bahngeschwindigkeit bei, er eilt der Erdrotation voraus. Dadurch wird er auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt und biegt nach Osten ab. Auch nach Süden strömende Luftmassen werden auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt, sie biegen nach Westen ab. Daher wehen die Passatwinde nördlich des Äquators aus Nordosten, die Nordostpassate. Auf der Südhalbkugel verläuft alles genau umgekehrt. Die Ablenkung erfolgt dort immer nach links. Südlich des Äquators wehen also die Passatwinde aus Südosten, die Südostpassate. Diese Erscheinung ist als Coriolis Effekt bekannt. Der Bereich, in dem die Nordostpassate und die Südostpassate aufeinandertreffen, man sagt auch, sie konvergieren, wird als innertropische Konvergenzzone bezeichnet, kurz ITC.