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Die ersten Einwohner Australiens

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Team Wissensdurst
Die ersten Einwohner Australiens
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse - Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Die ersten Einwohner Australiens

Inhalt

  • Die ersten Einwohner Australiens
  • Die ersten Einwohner Australiens

    Im Fach Geografie kommen oft die Fragen auf, wie viele Einwohner Australien hat und wer die ersten Einwohner Australiens waren. Der Kontinent Australien hat 25 Millionen Einwohner, etwa 500.000 davon sind Aboriginal People, sie gehören also zu indigenen Völkern. Die folgenden Informationen helfen dir zum Beispiel beim Vorbereiten eines Referats über Australiens erste Einwohner.

    Geschichte der indigenen Völker in Australien

    Vor rund 50.000 Jahren kamen die ersten Menschen auf den australischen Kontinent. Sie wanderten von Südostasien her ein und besiedelten nach und nach den ganzen Kontinent. Australien ist der trockenste aller Kontinente und hat sehr unterschiedliche Naturräume: tropische Regenwälder, trockene Savannen, Wüsten und Gebirge. Aus den Einwanderern entwickelten sich über 200 indigene Völker mit eigener Sprache und eigener Kultur. Sie passten sich den Naturräumen an und lebten als halbnomadische Jäger und Sammler in Clans zusammen. In ihrem Verständnis gehörte das Land nicht den Menschen, sonders andersherum. Im 18. Jahrhundert kamen die Europäer in Australien an und besiedelten von da an den Kontinent. Die Siedler beanspruchten immer mehr Land für sich und es entstanden Konflikte mit den Ureinwohnern. Viele Weiße unterdrückten, misshandelten und töteten die Aborigines. Auch durch Krankheiten nahm die indigene Bevölkerung stark ab. Später wurden Reservate eingerichtet, in die sich die Ureinwohner zurückziehen sollten. Manche Aborigines wehrten sich mit Gewalt, andere versuchten, sich anzupassen, und wieder andere wanderten in das unwirtliche Outback fernab der Zivilisation. Erst in den 1960er-Jahren werden den indigenen Einwohnern offiziell Bürgerrechte zugestanden.

    Kultur der indigenen Völker in Australien

    Die Flagge der Aborigines besteht aus drei Farben. Die Farbe Rot steht für die Mutter Erde, Gelb für die Sonne und Schwarz für die Traumzeit, in der nach dem Glauben der Aborigines alles entstanden ist.

    Flagge der Aborigines

    Die indigenen Bewohner Australiens haben fest verwurzelte alte Religionen und Bräuche. Obwohl sich die Ureinwohner in unterschiedliche Völker aufteilten, blieben kulturelle Gemeinsamkeiten erhalten. Dazu gehört der Glaube an die Schöpfungskraft der Regenbogenschlange, das wichtigste mythologische Tier Australiens. Im Glauben der Aborigines werden die Urahnen als Schöpfer der Erde in besonderen Landschaftselementen wie Schluchten oder Wasserfällen verehrt. Der Berg Uluru, auch Ayers Rock genannt, ist ein heiliger Ort für die Aborigines. Noch heute ist die Verbundenheit mit dem Land, auf dem sie leben, ein entscheidendes Merkmal der indigenen Lebensweise. Die Aborigines hatten keine Schriftsprache, sondern gaben ihr gesamtes Wissen in Liedern, Tänzen, Erzählungen und als Felsgravuren an die nachfolgenden Generationen weiter.

    Indigene Völker in Australien heute

    Die soziale Lage der indigenen Völker in Australien ist auch heute noch schlecht und deutlich unter der der weißen australischen Bevölkerung. Die Lebenserwartung ist niedriger, die Arbeitslosenquote und die Selbstmordrate ist viel höher. Etwa drei Viertel der Aborigines leben in Städten, oft unter prekären Bedingungen. Armut, Alkoholismus, Drogen und Kriminalität sind große Probleme. Im Northern Territory ist die traditionelle Lebensweise der Ureinwohner am ehesten erhalten. 2008 entschuldigte sich der Premierminister Australiens in seiner „Sorry“-Rede erstmals für das Leid, das die Weißen den Aborigines zugefügt haben. Viele Aborigines engagieren sich weiterhin gegen die bestehenden Missstände und den Rassismus.

Transkript Die ersten Einwohner Australiens

Vor etwa 50000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den australischen Kontinent. Sie wanderten von Südostasien her ein. Sie trafen zunächst auf vertraute Landschaften: tropische Regenwälder, die noch heute Teile des Nordens einnehmen. Je weiter sie jedoch nach Süden vordrangen, desto trockener waren die Landschaften. Australien ist der trockenste aller Kontinente. Aus den Einwanderern entwickelten sich über 200 indigene Völker mit eigener Sprache und eigener Kultur. Sie besiedelten nach und nach dem ganzen Kontinent und passten sich den sehr gegensätzlichen Naturräumen an. Es blieben aber auch kulturelle Gemeinsamkeiten erhalten. Dazu gehört der Glaube an die Schöpfungskraft der Regenbogenschlange. Die Regenbogenschlange ist wohl das wichtigste mythologische Wesen ist in ganz Australien. Mit dem Tier sind viele Geschichten verbunden. Es geht dabei meist um die Erschaffung der Erde und der Landschaft. Dieses Bild erzählt die Geschichte von zwei Jungen, die sich auf die Suche nach der Regenbogenschlange machen. Im Glauben der Ureinwohner Australiens, der Aborigines, gehören auch ihre Urahnen zu den Schöpfern der Erde. Sie verehren sie in besonderen Landschaftselementen wie tiefen Schluchten, Basaltsäulen, Wasserstellen und Wasserfällen. Wasservorkommen waren auch deshalb wichtige und heilige Orte, weil sie auf diesem trockenen Kontinent das Überleben sicherten. Noch heute ist die überaus enge Verbundenheit mit dem Land auf dem sie leben, ein entscheidendes Merkmal der Lebensweise indigener Menschen. Aborigines sehen sich als Bewahrer des Landes, das ihnen von ihren Ahnen anvertraut wurde. Die Aborigines blieben bis zur Ankunft der Europäer halbnomadische Sammler und Jäger. Ein erlegtes Känguru war ein Festessen für den ganzen Clan. Ihre religiösen Vorstellungen, ihre Traditionen, die komplizierten Stammesregeln, ja ihr gesamtes Wissen, gaben sie in Liedern, Tänzen, Erzählungen und als Felsgravuren an die nachfolgenden Generationen weiter. Eine Schriftsprache gab es nicht. Die ältesten dieser Petroglyphen sind vor circa 30000 Jahren entstanden, die jüngsten vor ein paar Jahrhunderten. Wenn am Uluru ein neuer Tag anbricht, spürt man die Magie dieses Ortes. Hier treffen sich vieles Songlines, die Traumpfade, auf denen die Ahnenwesen in der Traumzeit den Kontinent durchstreiften, als die Natur und Mensch erschufen. Der Uluru verbindet die älteste lebende Kultur der Welt mit dem modernen Australien.

Die ersten Einwohner Australiens Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die ersten Einwohner Australiens kannst du es wiederholen und üben.
  • Zeige die Bedeutung der Regenbogenschlange für Australien auf.

    Tipps

    Die Regenbogenschlange ist ein erfundenes Wesen, über das viele Geschichten (Mythen) erzählt werden.

    Lösung

    In Australien sind Zeichnungen der Regenbogenschlange weit verbreitet.

    • Die UreinwohnerInnen Australiens heißen Aborigines.
    • Bis heute sind viele von ihnen mit der sie umgebenden Natur eng verbunden. Sie sehen sich als BewahrerInnen des Landes.
    • Die Regenbogenschlange ist dabei ein mythologisches Wesen, das die Aborigines für die Erschaffung und den Schutz des Naturraums achten und ehren.
    • Dabei wird die Regenbogenschlange stets als Schlange gezeichnet. Ihr Körper und der gesamte Hintergrund der Bilder wird mit vielen verschiedenen bunten Mustern verziert.

  • Beschreibe die Ankunft der Ureinwohner in Australien.

    Tipps

    Australien wurde vom Norden her entdeckt. Langsam verbreiteten sich die Ureinwohner auch im restlichen, meist trockenen Kontinent.

    Die Aborigines (Ureinwohner) passten sich auch an die Trockenheit der Landschaft an.

    Lösung

    Nördlich von Australien lebende Urvölker entdeckten vor ca. 50.000 Jahren Australien.

    • Dort fanden sie zuerst ähnliche Lebensbedingungen wie auf ihren südostasiatischen Inseln.
    • Denn der Norden Australiens gehört wie die südostasiatische Inselwelt zu den Tropen.
    • Je weiter sie nach Süden vordrangen, desto mehr erkundeten sie auch sehr trockenes Land.
    • Australien gilt als der trockenste Kontinent.
    • Wie in vielen Gebieten auf der Erde passten sich die Menschen den Bedingungen an.

  • Analysiere die Geschichte des Uluru.

    Tipps

    Der Uluru ist ein heiliger Platz für die Aborigines.

    Der aus Arkose bestehende Uluru bildete sich durch Aufwölbungs- und Abtragungsvorgänge.

    Lösung

    Bis in die 90er Jahre war der Uluru weltweit als Ayers Rock bekannt.

    • Aufgrund seiner Lage als Inselberg und des farbenprächtigen Naturschauspiels ist er ein Touristenmagnet.
    • Im Gegensatz dazu ist der Uluru für die Nachkommen der Ureinwohner ein heiliger und geschichtsträchtiger Ort.

    Zahlreiche Konflikte ergaben sich aus den gegensätzlichen Interessen. Mit verschiedenen Lösungsansätzen wurde reagiert:

    • Das Land wurde an die Aborigines zurückgegeben und der Name Uluru wurde offiziell anerkannt.
    • Die Besteigung des Berges ist seit 2019 untersagt.
    • Die Anangus, der dort ansässige Aborigines-Stamm, informiert in einem Kulturzentrum über ihre Traditionen, ihre Kultur und ihre Geschichten.

  • Erschließe die Besiedlungsgeschichte Australiens durch die Briten.

    Tipps

    James Cook nimmt den Kontinent im Jahre 1770 in Besitz der britischen Krone. Worauf in den nächsten Jahrzehnten viele britische Gefangene dorthin übergesiedelt werden.

    Ab der Zeit der britischen Besiedlung wurden die Ureinwohner von ihrem Land vertrieben und es wurde gegen sie gekämpft.

    Lösung

    Wie in vielen Besiedlungsgeschichten durch europäische Staaten wurden auch in Australien

    a) die Rechte der Ureinwohner stark missachtet (z. B. Landvertreibung, Unterwerfung) und

    b) das Land enorm verändert (z. B. Ansiedlung fremder Pflanzen und Tiere, Landaufteilung).

    Nach vielen Jahrzehnten der Unterdrückung wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gleiche Bürgerrechte für alle eingeführt.

    • Die Lage der Aborigines veränderte sich teilweise, jedoch prägten die jahrhundertelange Unterdrückung die Aborigines stark.
    • Im Jahr 2008 entschuldigte sich der damalige australische Präsident in einer offiziellen Rede bei den Aborigines für das gesamte Leid, das ihnen und ihren Vorfahren von den weißen SiedlerInnen angetan wurde.

  • Definiere australische Besonderheiten.

    Tipps

    Der Name der Ureinwohner Australiens ist Aborigines.

    Die Aborigines gaben ihr Wissen über Felsgravuren, sogenannte Petroglyphen, weiter.

    Der Uluru ist ein bekannter Felsenberg in Australien, der für die Aborigines ein heiliger Ort ist.

    Lösung

    Die Ureinwohner Australiens gaben ihr Wissen, religiöse Vorstellungen, ihre Traditionen und auch komplizierte Stammesregeln in Liedern, Tänzen und Erzählungen an die nachfolgenden Generationen weiter.

    Eine Schriftsprache existierte damals nicht. Dafür entwickelten die Aborigines vor ungefähr 30.000 Jahren Felsgravuren. Sogenannte Petroglyphen zeigen wichtige Traditionen der Ureinwohner auf und gelten heute als uralte Funde.

  • Arbeite interessante Fakten über Australien heraus.

    Tipps

    In der ersten Lücke wird die Hauptstadt von Australien gesucht.

    Lösung

    Jetzt weißt du schon einiges über das Leben in Australien. Wie verteilen sich nun die 25 Millionen Einwohner?

    • Die meisten Menschen sind in den küstennahen Städten beheimatet.
    • Ungefähr 80 % der Bevölkerung lebt weniger als 50 km vom Meer entfernt.
    • Die riesigen trockenen Flächen im Westen und in der Mitte Australiens sind nicht bewohnt, dort wird höchstens Viehzucht betrieben.
    Hier kannst du die Bevölkerungsdichte vergleichen:
    • Deutschland hat 232 Einwohner pro Quadratkilometer.
    • In Australien leben nur 3,1 Einwohner pro Quadratkilometer.

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